Radfahrer haben keine Knautschzone. Kommt es zu einem Unfall oder Sturz, kann immerhin ein Fahrradhelm vor Kopfverletzungen schützen. Doch wie gut sind die Helme genau? IMTEST hat zusammen mit dem TÜV Süd geprüft, wie robust aktuelle Fahrradhelme sind. Im Test sind Modelle ganz unterschiedlicher Preisklassen.
Der Specialized Align II im Detail
Schlichte Ästhetik, bequeme Passform und ein budgetfreundlicher Preis - das sind die Merkmale des Align II. Das herausragende Merkmal des Align II ist das Multi-Directional Impact Protection System (MIPS), eine patentierte Technologie, die entwickelt wurde, um Rotationskräfte, die bei bestimmten Aufprallszenarien auf das Gehirn übertragen werden, abzuschwächen. Darüber hinaus wurde der Align II als einziger 50-Dollar-Helm bei den unabhängigen Tests des renommierten Virginia Polytechnic Institute and State University mit der höchsten Fünf-Sterne-Bewertung ausgezeichnet.
Der Specialized Align II ist ein Rennrad-Helm, der seinem Träger zu einem überschaubaren Preis Top-Schutzfunktion und sehr gute Belüftung bietet. Er wurde mit einer gleitenden Zwischenschicht ausgestattet, dem sogen. MIPS-Inlay, das bei einem Sturz auf den Kopf einwirkende Rotationskräfte absorbiert. Dies verstärkt den hohen Aufprallschutz der festen, per Inmold-Verfahren gefertigten Helmschale zusätzlich.
Zudem sorgt die mehrdimensionale Lufteinlasskonstruktion dafür, dass Du auch auf anstrengenden Fahrten nicht überhitzt. Über das benutzerfreundliche, komfortable Riemensystem lässt sich der Align II schnell anpassen.
Spezifikationen des Specialized Align II:
- Einsatzbereich: Road, Gravel
- Konstruktion: Schalenaufbau + MIPS
- Verschluss: Steckschnalle
Weitere Features:
- Tri-Fix-Riemensystem bietet hohen Tragekomfort sowie einfache, schnelle und gleichbleibende Anpassung
- 4th Dimension Belüftungssystem mit effektiven Lüftungsöffnungen für optimale Temperaturregulierung
- Fein justierbares Headset-SX-Haltesystem für sicheren, korrekten Sitz
- Inmold-Fertigungsprozess verbessert die Festigkeit der Helmschale und senkt gleichzeitig das Gewicht
- Reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen
- Mit MIPS-Technologie
Technologie: MIPS
MIPS steht für "Multi Directional Impact Protection System" und bezeichnet eine bewegliche Schutzschicht, die in den meisten Helmen von Specialized verbaut ist. Dieses Inlay ist über ein Elastomer mit dem Helm verbunden und kann um ca. 10 bis 15 mm in alle Richtungen gleiten. Dadurch werden die bei einem Sturz auf den Kopf einwirkenden Rotationskräfte aufgenommen und reduziert. In der Ausführung als MIPS SL bei den S-Works Road-Helmen und dem Ambush Helm achtet Specialized zusätzlich darauf, dass sich aus der MIPS-Schicht keine Nachteile in Sachen Belüftung und Gewicht ergeben.
Größenberatung:
- 52 - 56 cm: S/M
- 56 - 60 cm: M/L
- 59 - 62 cm: XL
Kundenbewertungen
Die Kundenbewertungen für den Specialized Align II fallen überwiegend positiv aus. Viele Nutzer loben das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, den Tragekomfort und das Design des Helms.
Einige Kunden bemängeln, dass sich die seitlichen Riemen nicht verstellen lassen, was den Sitz des Helms beeinträchtigen kann. Andere wiederum empfinden die Verstellung der Riemen als etwas fummelig.
Trotz dieser Kritikpunkte überwiegen die positiven Rückmeldungen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz, den der Helm bietet.
Fahrradhelm-Tests im Überblick
Um die Sicherheit von Fahrradhelmen zu gewährleisten, werden diese strengen Tests unterzogen. IMTEST ließ die Fahrradhelme aus dem Test sogar noch über die Norm hinaus prüfen: Mit einer erhöhten Auftreffgeschwindigkeit von rund 23,5 km/h ließen die Tester, die an einem Prüfkopf befestigten Helme aus einer Fallhöhe von 2,18 Metern frontal auf einen flachen Sockel stürzen. Das entspricht einer um 20 Prozent höheren Aufprallgeschwindigkeit als die Norm fordert. Zudem wurde geprüft, ob die Helme auch einen zweiten Aufprall kurz nach dem Ersten überstehen. Dafür rauschten sie aus 1,90 Meter Höhe und 21,5 km/h Aufprallgeschwindigkeit erneut auf den flachen Sockel.
Die Stiftung Warentest ist quasi die oberste Produktprüfbehörde der Nation und der ADAC der oberste Autotester. In einigen Fällen kooperieren die Auto-Lobbyisten mit der Stiftung Warentest. Diese Tradition gab es auch im Helm-Test.
Testergebnisse
Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, keiner der Fahrradhelme im Test wird bei der Prüfung vom Prüfkopf abgesteift. Die Stoßprüfung wurde mit erhöhter Auftreffgeschwindigkeit von 23,5 km/h durchgeführt. Das sind 20 % über der Normvorgabe von 19,5 km/h.
Die Wirkung der Stoßdämpfung ist auch bei 20 % höherer Auftreffgeschwindigkeit sehr deutlich unter den in der Norm geforderten 250 g Verzögerung. Selbst nach einem zweiten, starken Aufprall haben alle Helme Reserven in Bezug auf die stoßdämpfenden Eigenschaften und auch die Stabilität aller Helmschalen bleit nach dem 2. Stoß erhalten.
Beim Abus Urban-I 3.0 und Align II von Specialized dehnten sich die Kinnriemen nur wenig aus, und auch die bleibende Dehnung nach der ruckartigen Belastung blieb bei beiden gering.
Tragekomfort
Auch der Tragekomfort spielt eine wichtige Rolle im Test der Fahrradhelme. Schließlich kann es bei längeren Ausflügen schnell nerven, wenn der Helm etwas wackelig auf dem Kopf sitzt, zu schwer ist oder gar drückt.
Mit festem Sitz punktete dabei der Giro Cormick. Besser machen es hier Abus mit dem Urban-I 3.0 und der Align II von Specialized. Beide Helme erwiesen sich als zopftauglich. Zudem punktet der Abus mit einem sehr angenehmen Magnetverschluss. Dieser ermöglicht die Bedienung mit einer Hand. Beim Align II dagegen lässt sich der Steckverschluss für den Kinnriemen nur schwer schließen.
Womit alle Helme im Test aufwarten: austauschbare Stirn- und Kopfpolsterungen. Damit können Träger und Trägerinnen das Maß an Halt und Komfort individuell anpassen.
Fazit
Bei einem Sturz über den Lenker mit frontalem Aufprall auf den Asphalt haben alle Fahrradhelme ausreichend Reserven. Selbst nach einem zweiten, starken Aufprall auf die Seite bleiben die Helmschalen bei allen Kandidaten noch erhalten.
Die Stiftung Warentest betonte: „Ein guter Helm muss das Gehirn auch vor dieser Rotationsbewegung schützen.“ Zudem ist es wichtig, dass er nicht nach hinten vom Kopf abrutscht.
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