„Du Papa, warum trägt der Radfahrer vor uns keinen Helm?“ Auf Fragen wie dieser fällt es einem schwer, eine plausible Antwort zu geben. Nach einem Sturz kommt dann oft erst die Erkenntnis. Sätze wie „Hätte ich doch einen Fahrradhelm getragen!“ sind dann überflüssig!
Eines gleich mal vorweg: Alle 18 Helme in diesem Fahrradhelm-Test sind auf einem guten bis sehr guten Niveau. Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Aus diesem Grund bieten Hersteller unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Größen und Helmformen an.
Die beliebter Chamonix hat ein Update erhalten. Der neue Chamonix 3 ist unser Fahrradhelm für alle Rider, die sich mit ihren neuen Bikes zu ihren ersten Abenteuern auf und weit ab von der Straße begeben. Mit den Schwerpunkten Sicherheit und Komfort eignet er sich aber auch hervorragend zum Pendeln.
Sicherheit und Technologie
Natürlich ist der Tragekomfort ein wichtiger Aspekte für einen gut sitzenden Helm. Die richtige Passform ist überdies ganz entscheidend für die Sicherheit, wie Lukas Bucht von SQlab betont. Dennoch ist die technische Sicherheit durch Materialien und Ausstattung wesentlich.
Eines der bekanntesten am Markt ist das Mips-System, welches auch bei dem Großteil der Helme im Test verbaut ist. Diese Technologie soll zusätzlichen Schutz bei schrägen Aufprallwinkeln bieten. Dazu besteht das System aus einer beweglichen Innenschale im Helm, die unabhängig von der äußeren Schale rotieren kann.
Der neue Chamonix 3 setzt in Sachen Sicherheit auf die Mips® Essential Core Technologie. Eine reibungsarme Schale im Helm, die sich 10 bis 15 mm in alle Richtungen bewegen kann. Mips® Essential Core System reduziert Rotationskräfte bei einem Aufprall nachweislich.
Ein weiteres Schutzsystem in unserem Test ist die SLIDTechnologie vom Helmhersteller HJC. Hier wird in das Helmpolster ein spezielles Gel eingearbeitet und soll beim Aufprall die Energie absorbieren.
ANGi (Angular and G-Force Indicator) Crash Senor: ANGi ist ein patentierter Sensor mit integriertem Beschleunigungsmesser und Gyroskop für die Echtzeiterfassung, Notfallortung und Sturzerkennung, der am Helm angebracht ist. Der ANGi Sensor misst die Kräfte, die auf den Helm während eines Aufpralls übertragen werden. Er misst auch die Rotationskräfte, die bei einem Unfall auftreten, selbst wenn der Helm vom Aufprall nicht direkt betroffen ist.
Komfort und Anpassung
In Sachen Komfort bietet der Chamonix 3 natürlich unser einfach zu bedienendes Anpassungssystem für perfekten Sitz, Belüftungsfeatures unserer S-Works Helme sowie einen abnehmbaren Helmschirm.
Das Headset SX Anpassungssystem lässt sich einfach und exakt an eine Vielzahl von Kopfgrößen anpassen. Der fein justierbare Drehknopf hinten gewährleistet einen sicheren Sitz. Das Tri-Fix Gurtsystem lässt sich einfach anpassen und sorgt für sicheren Halt auf dem Kopf.
Der Helmschirm gegen Sonneneinstrahlung kann leicht entfernt oder installiert werden. Belüftungssystem mit 4 Dimensionen ermöglicht optimale Kühlung.
Testverfahren
Um die jeweiligen Eigenschaften und Qualitäten der 18 Testprobanden im Detail herauszuarbeiten, haben wir diese in sechs Punkten miteinander verglichen. Nach der Anprobe wurde der Fahrtest auf Rad- und Feldwegen sowie bei Mountainbike-Modellen auf Trails durchgeführt. Hinzu kommen die Beschleunigungswerte (20 Prozent), welche bei einem Fallturmtest ermittelt wurden. Mit einer Führung ausgestattet, wurden die Helme am Testkopf fixiert. Für ein klares Testergebnis wurden je zwei Helme pro Modell getestet. Je niedriger die beim Aufprall gemessenen Beschleunigungswerte sind, desto geringer ist das Gehirnerschütterungsrisiko bei einem Sturz.
Um die Kräfte auf dem Kopf im Falle eines Sturzes nachzuvollziehen, sei gesagt, dass bei der Formel 1 gerade mal eine Kraft von 5 g in Kurven entsteht. An einem Fallturm mit Schlitten wurde ein Testkopf mit einem Kopfumfang von 57,5 cm befestigt. Für ein gleichmäßiges Testergebnis wurden zwei Helme pro Modell am Testkopf befestigt, um die Beschleunigungswerte (g) zu messen.
Weitere Empfehlungen und Ergebnisse
Der Preis-Leistungs-Sieger Cube zeigt, dass auch günstige Helme für gerade mal 60 Euro eine super Passform besitzen und mit sämtlichen Features wie Mips, Mückennetz und abnehmbarem Visor ausgestattet sind. Besonders beim Fallturmtest hat er hervorragende Beschleunigungswerte erzielt.
Nicht zu toppen ist der urbane Helm von Nutcase. Aus diesem Grund unsere Empfehlung Urban. Ein absolutes Performance-Modell und unsere Empfehlung Road ist der Helm von Ekoi. Mit einem Gewicht von gerade mal 256 Gramm hat er zudem perfekte Lüftungskanäle und passt sich durch kinderleichte Bedienung angenehm an den Kopf an.
Auf ganzer Linie hat Uvex überzeugt. Hier zeigt es sich, dass „Made in Germany“ immer noch einen aussagekräftigen Wert hat. Unser Testsieger und zugleich Helmheld Nr.
Helmschirm
Der Chamonix 3 wird mit einem leicht zu entfernenden und wieder anzubringenden Schirm geliefert. Das Visier ist praktisch für besonders sonnige Tage.
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