Einen Fahrradhelm richtig einzustellen ist entscheidend, um bei Fahrten im Freien optimalen Schutz zu gewährleisten. Ein gut eingestellter Helm garantiert nicht nur Sicherheit, sondern verbessert auch Komfort und Leistung. Ob du ein Straßenradfahrer, ein MTB-Fan oder ein urbaner Pendler bist - das richtige Anpassen deines Helms ist ein wichtiger Schritt, den wir dir in diesem Artikel im Detail erklären.
Warum ist eine gute Passform wichtig?
Einen gut sitzenden Fahrradhelm zu tragen ist unerlässlich, um maximale Sicherheit zu garantieren. Bei einem Sturz oder Zusammenstoß kann ein schlecht eingestellter Helm verrutschen und bietet dann nicht den nötigen Schutz - das Risiko schwerer Verletzungen steigt. Deshalb ist die richtige Einstellung entscheidend:
- Optimaler Schutz: Ein korrekt eingestellter Helm absorbiert Stöße wirksam und schützt den Kopf vor Verletzungen.
- Mehr Komfort: Eine gute Passform verhindert, dass der Helm während der Fahrt verrutscht - besonders wichtig auf längeren Strecken.
- Bessere Leistung: Ein gut sitzender Helm verhindert Ablenkungen und ermöglicht es dir, dich voll auf das Fahren zu konzentrieren.
Wer sich die Zeit nimmt, den Helm richtig einzustellen, sorgt für mehr Sicherheit und ein angenehmeres Fahrerlebnis.
Die richtige Größe wählen
Bevor du mit dem Einstellen beginnst, musst du sicherstellen, dass dein Helm die richtige Größe hat. Ein zu großer oder zu kleiner Helm lässt sich nicht korrekt einstellen und bietet keinen ausreichenden Schutz. So findest du die richtige Größe:
- Miss mit einem Maßband den Kopfumfang - direkt über den Augenbrauen und über den Ohren.
- Sieh dir die Größentabellen der Hersteller an, um den passenden Helm zu finden.
- Probiere mehrere Größen und Modelle aus, um den Helm zu finden, der am besten zu deiner Kopfform passt.
Sobald du die passende Größe hast, kannst du mit den nächsten Schritten zur optimalen Einstellung fortfahren.
Um die passende Größe eines Fahrradhelms für dich zu ermitteln, benötigst du deinen Kopfumfang. Um diesen zu messen, nimmst du entweder ein Maßband oder eine Schnur in Kombination mit einem Zollstock. Lege das Maßband bzw. die Schnur um deinen Kopf. Beginne das Ausmessen über einem deiner Ohren und wandere von dort mit dem Band über deine Stirn, das andere Ohr und den Hinterkopf bis hin zum ersten Ohr. Am Hinterkopf sollte dein Maßband knapp über den Schädelknochen verlaufen, auf der Stirn etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. Wenn du das Band einmal um deinen Kopf gelegt hast, markierst du mit einem Finger oder einem Stift, wo es sich überlappt. Dabei kann es hilfreich sein, sich vor einen Spiegel zu stellen. Du kannst dir aber auch von einer anderen Person helfen lassen. Im Anschluss liest du den Messwert einfach ab, oder legst die Schnur an den Zollstock an.
Fahrradhelm-Größentabellen von den Herstellern
Die Hersteller von Fahrradhelmen nutzen zur Angabe der Helm-Größe ein Buchstabensystem meist von XS bis XL wie auch bei Modeherstellern. Jede dieser Größen liegt in einem bestimmten Zentimeter-Bereich, der sich auf deinen Kopfumfang bezieht. Jedoch sind die Größen der Hersteller nicht genormt und unterscheiden sich je nach Marke und Modell. Hinzu kommt, dass viele dieser Helme mit einem Größenverstellsystem ausgestattet sind, das dir ermöglicht deinen Helm nochmal individuell an deinen Kopf anzupassen. Bei uns findest du die genauen Zentimeter-Bereich, für die sich die Größe eine Helm-Modells eignet, direkt auf den Produktseiten. Nichtdestotrotz kannst du dich an den folgenden Richtwerten orientieren:
| Fahrradhelm-Größe | Kopfumfang |
|---|---|
| Größe XS | 46 bis 51 cm |
| Größe S | 51 bis 55 cm |
| Größe M | 52 bis 57 cm |
| Größe L | 56 bis 62 cm |
| Größe XL | 61 bis 65 cm |
Wenn du dir bei uns einen Helm ausgesucht hast, der sowohl optisch als auch funktional deine Ansprüche erfüllt, kannst du nun mit deinem Kopfumfang die passende Größe auswählen. Helmgrößen werden in den meisten Fällen in Bereichen angegeben, also zum Beispiel von 52 bis 58 Zentimetern.
Manchmal passiert es, dass du bei der Auswahl des passenden Helms vor dem Problem stehst, dass dein Kopfumfang genau zwischen zwei Helmgrößen liegt. In diesem Fall solltest du dich auf jeden Fall für die größere Helmgröße entscheiden. Dies vermeidet Druckstellen und verbessert damit den Tragekomfort. Außerdem kannst du bei kühlen Temperaturen noch eine Mütze unter den Helm ziehen.
Den Helm korrekt positionieren
Ein gut positionierter Helm liegt waagrecht auf dem Kopf und ist leicht nach vorne geneigt, um die Stirn zu schützen. So geht’s:
- Setze den Helm auf und richte ihn mittig auf deinem Kopf aus.
- Die Vorderkante des Helms sollte etwa 2 Zentimeter über den Augenbrauen liegen.
Diese Position stellt sicher, dass der Helm deine Stirn gut schützt, ohne dein Sichtfeld zu stören.
Der Fahrradhelm sollte nun ca. 1-2 cm über den Augenbrauen und über den Ohren sitzen. Das Drehrad zur Weiteneinstellung sollte sich am Übergang zum Nacken befinden.
Die seitlichen Riemen einstellen
Die Seitenriemen sollten ein „V“ direkt unterhalb der Ohren bilden. So passt du sie richtig an:
- Öffne die Schnallen der Riemen und ziehe sie nach unten, um sie einzustellen.
- Achte darauf, dass sie fest genug sitzen, ohne unangenehm zu drücken.
Die Riemen müssen eng genug sein, um den Helm in Position zu halten, dürfen aber nicht einschneiden. Die Gurtbänder sollten locker, etwa ein bis zwei Zentimeter um das Ohr herum laufen, das verbessert den Sitz. Bei manchen Helmen ist diese Position fix. Unbedingt beim Kauf anprobieren. Sitzen die Y-Teiler zu weit unten, kann der Helm vom Kopf rutschen.
Das Kinnband einstellen
Das Band unter dem Kinn sollte so straff sein, dass es den Helm sicher hält, aber nicht die Atmung behindert. So stellst du es ein:
- Schließe den Riemen unter deinem Kinn.
- Passe ihn so an, dass du zwei Finger zwischen Riemen und Kinn stecken kannst.
So sitzt das Band sicher und gleichzeitig bequem. Das Gurtband sollte so eng wie möglich unter dem Kinn liegen, ohne natürlich einzuengen. Zwei Finger breit Platz sollte in der Regel ausreichen. Sitzt das Gurtband zu locker, kann der Helm bei einem Sturz in den Nacken rutschen.
Überhängendes Gurtband kann per Gummiband fixiert werden oder abgeschnitten und mit einem Feuerzeug kurz abgeflammt werden, damit es nicht franst.
Den Sitz des Helms überprüfen
Wenn alle Riemen eingestellt sind, solltest du den Sitz des Helms kontrollieren. So geht’s:
Bewege den Kopf vorsichtig nach links, rechts, oben und unten. Auch wenn das Tragen von Fahrradhelmen im Straßenverkehr nicht verpflichtend ist, ist es doch unbestritten, dass Radhelme lebensgefährliche Kopfverletzungen vermeiden oder zumindest stark abmildern können. Erfreulicherweise ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen diesen Nutzen wertschätzen einen Helm tragen. Oft sitzt der Helm jedoch nicht korrekt waagerecht auf dem Kopf, sondern verrutscht zur Seite oder in den Nacken. Dabei ist der richtige Sitz ausschlaggebend für den Schutz des Kopfes.
Setze den Helm zur Überprüfung der richtigen Passform auf und passe ihn gegebenenfalls an. Zieh das Haltesystem fest und schließe den Verschluss. Versuche dann, den Helm mit den Händen nach vorn und hinten zu schieben. Um nicht die Sicht zu behindern oder die Stirn unbedeckt zu lassen, darf sich der Helm nicht nach vorn oder hinten bewegen.
Wackelt der Helm trotz sorgfältiger Einstellung noch auf dem Kopf, kann es eigentlich nur daran liegen, dass der Helm zu groß ist die Helmpolster zu dünn sind. Bei den meisten Helmen liegen Helmpolster in 2 Dicken bei oder sie sind nachträglich als Ersatzteil zu kaufen
Es ist nicht nur wichtig, dass Sie überhaupt einen Helm beim Fahrradfahren tragen. Es ist auch wichtig, dass der Helm perfekt auf Ihren Kopf passt, in der richtigen Position sitzt und ideal eingestellt ist. Nur so kann er Schutz bieten.
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