Ein platter Reifen vermiest jede Radtour im Handumdrehen. Doch bei der riesigen Auswahl fällt es schwer, den richtigen Fahrradreifen zu finden. Reifen mit integriertem Pannenschutz sind hier eine clevere Wahl: Eine spezielle Lage zwischen Mantel und Schlauch wehrt Scherben und andere spitze Objekte zuverlässig ab.
In diesem Artikel informieren wir Sie über empfehlenswerte Fahrradreifen im Produktvergleich. Wir erklären Ihnen, nach welchen Kriterien wir die Produkte ausgesucht haben und welche der Produkte gute Eigenschaften aufweisen. In der Kaufberatung geben wir Tipps zum Kauf und zur Verwendung von Fahrradreifen. Für unsere Empfehlungen stützen wir uns auf Rezensionen aus der Kundschaft sowie den Preis und technische Daten der Geräte.
Empfehlenswerte Fahrradreifen im Überblick
Bei den Marken finden sich Modelle von Continental und Schwalbe, die im deutschsprachigen Markt den Ton angeben. In diesem Test finden Sie ausgesprochene Allroundreifen, die am City-, Trekking-, Fitnessrad, Randonneur und Gravelbike eine mehr oder weniger gute Figur machen. Vertreten sind herkömmliche Trekking-, aber auch Gravelreifen. Daher ist es auch interessant, wie die Reifen untereinander, aber eben auch im direkten Vergleich mit dem jeweils anderen Genre abschneiden!
Schwalbe Marathon PLUS 14 Draht Reflex Fahrradreifen
Die Marathon PLUS 14 Draht Reflex Fahrradreifen von Schwalbe überzeugen bei den Usern vor allem aufgrund ihrer guten Haltbarkeit und ihres geringen Rollwiderstands. Die „unplattbaren“ Marathon PLUS 14 Draht Reflex Fahrradreifen von Schwalbe in 28 Zoll bestehen zum Teil aus recyceltem Naturkautschuk und sind auch für E-Bikes bis zu 50 km/h geeignet. Dank der fünf Millimeter dicken SmartGuard-Einlage versprechen sie eine hohe Pannensicherheit bei gleichzeitig geringem Rollwiderstand - eine Holperfahrt über Scherben und Granulat sollten die Fahrradreifen also überstehen.
Dank der fünf Millimeter dicken SmartGuard-Einlage haben Scherben und spitzes Granulat laut Hersteller keine Chance. Der Hersteller empfiehlt, den Reifendruck aufgrund der speziellen Reifenkonstruktion mit einem Manometer einzustellen - eine Druckkontrolle per Daumen reicht hier nicht aus. Die Fahrradreifen sind in den Größen 16 bis 28 Zoll verfügbar. Die passenden Schläuche müssen allerdings hinzugekauft werden. Einige Rezensionen bemängeln zudem eine relativ lange Lieferzeit.
Continental Ride Tour Fahrradreifen
Der Continental Ride Tour Fahrradreifen überzeugt die Nutzer vor allem aufgrund seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Die Continental Ride Tour überzeugen vor allem als Mountainbike-Reifen im Gelände, eignen sich aber auch für Citybikes und Touren mit dem Trekkingrad. Sie rollen komfortabel auf befestigten Wegen und finden auch auf unebenem Gelände genügend Grip. Dank des robusten Pannenschutzes und der extra Kautschuklage zeichnen sie sich durch eine hohe Haltbarkeit aus.
Bei einem Durchmesser von 28 Zoll bringen die Drahtreifen rund 720 Gramm auf die Waage und sind für einen maximalen Luftdruck von 4,5 bar ausgelegt. Die beiden Reifen sind in den Größen von 12 bis 28 Zoll verfügbar und insgesamt recht preiswert. Einige Rezensenten merken allerdings an, dass der Rollwiderstand höher als erwartet ausfällt und sie teilweise Probleme hatten, die Drahtreifen auf die Felgen zu ziehen.
Schwalbe G-One Allround Performance Faltreifen
Der Schwalbe G-One Allround Performance Faltreifen lässt sich aufgrund seiner speziellen Konstruktion tubeless, also auch ohne Schlauch fahren. Der G-One Allround Performance Faltreifen von Schwalbe zeichnet sich durch seine Tubeless-Kompatibilität aus, wodurch er auch ohne Schlauch gefahren werden kann. Dank des Tubeless-Systems ist er nicht nur angenehm leicht, sondern verfügt zudem über eine hervorragende Pannensicherheit.
Nutzende loben vor allem seine hervorragende Bodenhaftung und soliden Rollwiderstand. Dank des Tubeless-Systems verfügt er über eine hohe Pannensicherheit. Die sogenannte Dichtmilch oder Tubeless-Milch, womit der Reifen anstelle eines Schlauchs gefüllt ist, härtet bei Luftkontakt aus - somit werden kleine Löcher oder Schnitte im Reifen sofort beseitigt. Dementsprechend gut zeichnet sich auch seine Haltbarkeit aus. Diese Milch muss aber regelmäßig nachgefüllt werden. Auch die ausgewogenen Fahreigenschaften auf Asphalt, sowie auf unebener Fahrbahn konnten überzeugen.
Der nur etwa 559 Gramm schwere Faltreifen ist zum angebotenen Preis in der Größe 28 Zoll erhältlich, er ist jedoch auch in weiteren Größen von 27,5 bis 29 Zoll verfügbar. Außerdem ist er für E-Bikes bis zu 25 km/ h geeignet. Nicht gefallen hat den Nutzenden, dass er sich teilweise schwierig auf die Felgen ziehen lässt und der ziemlich sportliche Preis.
Kaufberatung: Was muss ich beim Kauf von Fahrradreifen beachten?
Neben der richtigen Reifengröße und dem passenden Profil gibt es weitere Eigenschaften, die ein guter Fahrradreifen aufweisen sollte. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte einmal zusammengetragen:
- Größe: Die Größe von Fahrradreifen lassen sich in der Regel in drei verschiedenen Größenbezeichnungen angegeben: in ETRTO, in Zoll (englische Bezeichnung) und in Millimeter (französische Bezeichnung). Heutzutage wird vorrangig die Europäische Reifen- und Felgennorm (ETRTO) verwendet. Ein Blick auf den Fahrradreifenmarkt zeigt allerdings, dass die traditionellen englischen und französischen Bezeichnungen in Zoll und Millimeter immer noch häufig anzutreffen sind.
- Reifenbreite: Die Breite des Reifens kann variieren und beeinflusst zudem das Fahrverhalten. Breitere Reifen versprechen gewöhnlich mehr Komfort und bieten eine bessere Haftung, während schmalere Reifen in der Regel einen geringeren Rollwiderstand aufweisen. Je nach Einsatzgebiet können Sie so zwischen schmalen, breiten und sogenannten Fatbike-Reifen (z. B. für den Strand) wählen.
- Reifenprofil: Beim Reifenprofil sollten Sie darauf achten, auf welcher Art von Untergrund Sie hauptsächlich fahren. Für Straßen sind meist glattere Profile geeignet, da der Rollwiderstand geringer ist, wie zum Beispiel bei Rennrad- oder Citybike-Reifen. Sie kommen gerne auf ebenmäßigen und trockenen Straßen zum Einsatz. Für Geländefahrten oder Schotterwege sind Mountainbike-Reifen mit stärkerem Profil besser geeignet.
- Reifentyp: Es gibt unterschiedliche Reifentypen, wie z. B. Drahtreifen, Faltreifen oder Tubeless-Reifen. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile, wie Gewicht, Pannensicherheit, Montage und Preis. Drahtreifen werden in der Regel mit einem Fahrradschlauch gefahren, während Faltreifen auch ohne Schlauch auskommen. Tubeless Reifen sind, wie der Name schon verrät, zwar schlauchlos, aber trotzdem nicht wartungsfrei.
- Ventilart: Bei den Ventilarten unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Ventilen:
- Auto-Ventil: Das auch als Schrader-Ventil bekannte Auto-Ventil kommt überwiegend bei Mountainbikes zum Einsatz. Es ist das am weitesten verbreitete Fahrradreifen-Ventil. Es ist breiter als die anderen Ventilarten und hat einen herausnehmbaren Ventileinsatz.
- Presta-Ventil: Das Presta-Ventil (auch Sclaverand-Ventil) ist schlanker und länger als das Schrader-Ventil. Es wird oft bei Rennrädern eingesetzt, da es einen höheren Luftdruck aushalten kann und das Felgenloch kleiner ist, was bei leichten Felgen von Vorteil ist.
- Dunlop-Ventil: Wird auch als Blitzventil oder Woods-Ventil bezeichnet. Es gehört zu den älteren Ventilarten und ist ähnlich robust wie das Schrader-Ventil, aber nicht so weit verbreitet wie die anderen beiden Typen.
- Maximaler Luftdruck: Je nachdem, für welchen Fahrradreifen Sie sich entscheiden, sollten Sie auf den empfohlenen Luftdruck achten. Der Luftdruck kann für den selben Reifen sogar von Hersteller zu Hersteller variieren. Um eine optimale Leistung zu erzielen und die Pannenanfälligkeit zu verringern, sollten Sie den Luftdruck regelmäßig überprüfen, z. B. mit einer Daumenprobe. Dies gilt insbesondere für Tubeless Reifen. Einige Hersteller, wie z.B. Schwalbe, empfehlen zusätzlich ein Manometer, um den Luftdruck richtig einzustellen.
- Pannenschutz / „Unplattbare“ Reifen: Einige Reifen verfügen über eingebaute Schutzschichten, um die Wahrscheinlichkeit von Pannen zu reduzieren. Das kann besonders für Pendler oder Langstreckenfahrer interessant sein. Fahrradreifen mit Pannenschutz haben in der Regel unter der ersten Gummischicht einen so genannten Pannenschutzgürtel, der den Reifen widerstandsfähiger gegen Scherben und scharfkantiges Granulat machen soll.
Reifengrößen verstehen: ETRTO, Zoll und französische Bezeichnungen
Bei Fahrradreifen lassen sich in der Regel vier verschiedene Größenbezeichnungen aufzählen. Die zeitgemäße Bezeichnung ist nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm (ETRTO), die englische und französiosche Bezeichnung ist allerdings ebenfalls noch häufig zu finden.
- ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization): Hierbei handelt es sich um eine europäische Reifen- und Felgennormgröße, welche die Breite und den Innendurchmesser des Reifens in Millimeter angibt. Bei einer Reifenbreite von 47 mm und einem Innendurchmesser von 203 mm würde die Reifengröße in ETRTO wie folgt angegeben: 47-203.
- Zoll: Die etwas veraltete Größenbezeichnung in Zoll ist bei Fahrradreifen immer noch weit verbreitet. Diese Maßeinheit gibt sowohl den Außendurchmesser des Fahrradreifens, sowie auch die gesamte Größe des Fahrrads an. Hierbei sollte man allerdings beachten, dass der Außendurchmesser des Reifens je nach Reifendruck variieren kann. Daher ist sie im Vergleich zu den anderen Größenbezeichnungen relativ ungenau.
- Französische Bezeichnung in Millimeter: Die ebenfalls veraltete französische Größenbezeichnung wird in Millimetern angegeben. Sie gibt den Außendurchmesser und die Reifenbreite an. Der Buchstabe „C“ in der Bezeichnung gibt den Innendurchmesser des Reifens an. Das sieht wie folgt aus: z.B. 700 x 20C.
- Englische Bezeichnung in Zoll: Bei der englischen Bezeichnung wird die Größe des Reifens ebenfalls in Zoll angegeben. Sie unterscheidet zwei verschiedene Varianten: Sie kann entweder den Außendurchmesser und die Reifenbreite in Zoll als Dezimalzahl angeben, wie zum Beispiel in dieser Form: 28 x 1,10 oder sie gibt den Außendurchmesser, die Reifenhöhe und -breite in Zoll als Bruch an (z.B.
Hat Ihr alter Fahrradreifen ein Loch und Sie benötigen einen Neuen, wissen jedoch nicht, welche Größe Sie benötigen? Am besten nehmen Sie zunächst Ihren alten Reifen zur Hand und suchen auf der Seitenwand des Reifens nach einer Größenangabe, welche in der Regel entweder in Zoll, ETRTO oder in Millimetern (französische Bezeichnung) angegeben ist. Bei manchen Reifen ist die Größe sogar in allen drei Bezeichnungen zu finden. Können Sie die Angaben auf dem alten Reifen nicht mehr entziffern, messen Sie die Größe mit einem Lineal oder Maßband einfach selber aus. Hierzu messen Sie zuerst die Breite des Reifens an seiner breitesten Stelle und notieren den Betrag in Millimetern. Nun bestimmen Sie den Innendurchmesser des Reifens und notieren sich ebenfalls den Wert. Jetzt können Sie in der Größentabelle für Fahrradreifen die richtige Größe für Ihren neuen Reifen ablesen.
Reifentypen im Überblick: Drahtreifen, Faltreifen und Tubeless
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gängigen Fahrradreifengrößen. In der Regel lassen sich folgende Arten von Fahrradreifen unterscheiden:
| Reifentyp | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Drahtreifen | Diese Reifen haben starre Stahl- oder Kevlar-Drähte, die in die Kante des Reifens eingearbeitet sind und auf der Felge sitzen. | Günstiger | Schwerer, schwieriger zu montieren, nicht Tubeless-kompatibel |
| Faltreifen | Faltreifen sind vom Aufbau ähnlich wie Drahtreifen, allerdings besitzen sie biegsame Kevlar-Drähte, was sie leichter und einfacher zu transportieren macht, da sie faltbar sind. | Leichter, einfacher zu transportieren, auch schlauchlos fahrbar | - |
| Tubeless Reifen | Diese Reifen werden ohne Schlauch gefahren und benötigen eine spezielle tubeless-kompatible Felge. | Vorteile bei der Pannensicherheit, können mit geringerem Luftdruck gefahren werden, was mehr Komfort und besseren Grip ermöglicht, leichter als Drahtreifen | - |
Für den zusätzlichen Pannenschutz sorgt die sogenannte Dichtmilch oder Tubeless-Milch. Bei Kontakt mit der Luft härtet sie aus und dichtet somit kleinere Löcher aus, die z. B. beim Überfahren von Scherben entstehen können.
Wann ist ein Reifenwechsel notwendig?
Ein Wechsel des Fahrradreifens steht generell dann an, wenn er entweder beschädigt oder stark abgenutzt ist. Außer beim Mountainbike-Reifen kann ein abgefahrener Reifen theoretisch zwar noch weitergefahren werden, jedoch hat er somit wesentlich weniger Grip. Spätestens wenn auf der Lauffläche bereits die Pannenschutzeinlage durchscheint, sollte der Reifen gewechselt werden.
Unser Tipp: Überprüfen Sie möglichst einmal im Monat Ihren Reifendruck mit einem Manometer, da ein zu geringer Luftdruck den Verschleiß am Reifen stark erhöhen kann. Daneben kommt es beim Wechsel der Fahrradreifen auch auf die saisonalen Bedingungen an. Im Winter empfiehlt der ADAC zum Beispiel spezielle Winterreifen mit Spikes aufzuziehen. Das kann bei Schneefall und Glätte zusätzlichen Grip bieten.
Für den idealen Luftdruck kommt es laut dem ADAC neben dem Fahrradtypen auf viele verschiedene Faktoren an, wie zum Beispiel die Reifengröße, das Gewicht der aufsitzenden Person und den Untergrund, auf dem man fährt. Ein guter Indikator ist vor allem die Herstellerangabe - an diese sollten Sie sich möglichst halten. Der ideale Luftdruck liegt normalerweise zwischen dem angegebenen Mindest- und Höchstwert und wird meistens in bar oder psi gemessen. Generell kann man sich jedoch an dieser Faustregel orientieren: je breiter der Reifen, desto geringer der Luftdruck. Umgekehrt bedeutet dies, dass man z. B. ein Rennrad, das einen sehr schmalen Reifen mit wenig Profil besitzt, mit einem höheren Luftdruck fährt als z. B.
Anleitung: Fahrradreifen wechseln
Haben Sie einen Platten? Dann haben wir nachfolgend eine Anleitung, wie Sie Ihren Fahrradreifen schnell und einfach wechseln können. Am besten halten Sie folgende Gegenstände bereit: einen Reifenheber, Flickzeug oder einen neuen Schlauch, eine Luftpumpe und ggf. einen Eimer Wasser und Seife.
Zunächst lassen Sie die restliche Luft aus dem Reifen, indem Sie das Ventil öffnen. Nun nehmen Sie im besten Fall einen Reifenheber zur Hand und versuchen, einen Reifenwulst über den Felgenrand zu hebeln. Haben Sie eine Seite des Reifens geschafft, verfahren Sie mit dem restlichen Reifen genauso, bis der gesamte Reifen von der Felge gelöst ist.
Anschließend ziehen Sie den Schlauch heraus. Nun geht es auf Spurensuche: Überprüfen Sie den Schlauch und den Reifen auf Löcher oder Einkerbungen. Dies gelingt am besten, indem Sie den Reifen Aufpumpen und in Wasser tauchen. Anhand der aufsteigenden Luftblasen erkennen Sie das Loch. Wenn das Loch relativ klein ist, können Sie es mit einem Fahrradflickset reparieren. Hierzu rauen Sie die Stelle um das Loch herum an, tragen den Kleber auf, lassen ihn kurz antrocknen und drücken dann den Flicken fest darauf an. Ist der S...
Verwandte Beiträge:
- Schwalbe Marathon 40: Test, Erfahrungen & Kaufberatung
- Schwalbe Marathon Plus MTB Reifen Test & Erfahrungsbericht
- Schwalbe Marathon Fahrradreifen: Test, Erfahrungen & Kaufberatung
- Schwalbe Marathon Plus 42-622: Der ultimative Fahrradreifen Test & Kaufberatung
- Shimano Steps Fehlercode W012: Die wichtigsten Ursachen und schnelle Lösungen
- Po schmerzt nach Radfahren: Ursachen & Lösungen
Kommentar schreiben