Fahrradständer: Arten und Montage

Das Fahren in der Stadt ist oft schwierig, besonders in Ballungsräumen. Eine gute Alternative zum Auto ist das Fahrrad, und dazu gehören auch passende Stellplätze und Ständer für Zweiräder.

Arten von Boden-Fahrradständern

Boden-Fahrradständer finden sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum Anwendung und werden immer häufiger zu einer wichtigen Komponente der Landschaftsgestaltung. Sie unterscheiden sich in ihrer Konstruktion, Größe und der Anzahl der Stellplätze, die sie bieten. Alle sind aus soliden Materialien gefertigt.

Man kann die Arten von Boden-Fahrradständern hinsichtlich ihrer Größe und der Menge der geparkten Fahrräder aufteilen. Weniger populär, aber nützlich bei begrenztem Platz, sind Fahrradständer für zwei Fahrräder, die miteinander verbunden und in verschiedenen Konfigurationen aufgestellt werden können.

Im Stadtraum sind Fahrradständer zum Einbetonieren besonders nützlich. Es gibt auch Fahrradständer-Spiralen, Fahrradständer mit Werbung und Fahrradständer zur Wandmontage. Sie sind häufig vor Schulen, Kindergärten und Universitäten zu finden, also in oft besuchten Orten, die man immer häufiger ohne Verkehr erreichen möchte.

In Orten, die mit Unterhaltung verbunden sind, wie Parks und Grünflächen, findet man sie ebenfalls, da diese dazu anspornen, die Freizeit im Freien zu verbringen. Auch auf städtischen und privaten Parkplätzen werden sie empfohlen, um einen speziellen Bereich für Fahrräder zu schaffen.

Das Bewusstsein für die Notwendigkeit körperlicher Aktivität und ihre wichtige Rolle im Alltag wächst stetig. Selbst junge Menschen verzichten auf Bus und Auto und wählen alternative Transportmittel wie das Fahrrad.

Der Preis von Bodenfahrradständern hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Art, Konstruktion und Größe des Fahrradständers. Fahrradständer für zehn Fahrräder, wie Spiral- oder Zweietagenfahrradständer, sind deutlich teurer. Die Preisdifferenz wird auch durch die Montageart beeinflusst, da es Modelle gibt, die kein Einbetonieren erfordern.

Umfangreiche Angebote ermöglichen es, Boden-Fahrradständer sicher zu kaufen. Zu den Vorteilen ihrer Anwesenheit auf Parkplätzen gehören u.a. die Förderung des Radverkehrs und die Schaffung einer geordneten Abstellmöglichkeit.

Alle Produkte, einschließlich der Fahrradparker, werden direkt von der Produktionsstätte an den Kunden geliefert. Ein Team von Fachleuten steht bereit, um umfassende Informationen zu den Produkten und Angeboten zu geben. Qualität und Preis sind die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl eines Anbieters. Das breite Angebot umfasst sowohl günstige als auch teure Fahrradständer.

Verschiedene Arten von Fahrradständern zur Montage

Um das Rad zwischen zwei Fahrten sicher und bequem zu lagern, ist ein Fahrradständer ideal. Doch nicht alle Gefährte sind mit einem solchen ausgestattet. Es gibt verschiedene Gründe, einen Fahrradständer zu montieren. Zum einen sind nicht alle Räder standardmäßig mit einem Ständer ausgestattet, zum anderen kann ein Fahrradständer auch mit der Zeit kaputt gehen.

Nicht nur die richtige Montage und Einstellung ist wichtig, sondern auch die Wahl des geeigneten Fahrradständers. Für Ihr Bike können Sie im Handel viele verschiedene Fahrradständer als Fahrradzubehör kaufen, um das Fahrrad sicher abstellen zu können. Neben verschiedenen Marken, Größen, Materialien und Farben gibt es aber auch drei verschiedene Grundarten, die sich voneinander unterscheiden und auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Die drei verschiedenen Arten an Fahrradständern werden an unterschiedlichen Stellen am Bike befestigt und haben jeweils ihre Besonderheiten.

Seitenständer (Mittelbauständer)

Der Seitenständer, oft auch Mittelbauständer genannt, wird am häufigsten eingesetzt und kann an Fahrrädern ganz leicht nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die Montage ist denkbar einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden, da diese Ständerart in der Regel nur mit einer Schraube am Fahrradrahmen befestigt wird. Der Seitenfahrradständer wird meist am Mittelbau hinter dem Tretlager mit einer Adapterplatte oder Gegenplatte angeschraubt. Dieser Fahrradständer wird mit dem Fuß bzw. Schuh mit einer Bewegung nach unten hin ausgeklappt. Das Fahrrad steht dann leicht auf die Seite gekippt. Durch entsprechende Drehung des Lenkers bzw. des Vorderrades kann der Stand eines leicht beladenen Fahrrades gut ausgeglichen werden.

Beim Mittelbauständer handelt es sich meist um einen Seitenständer, welcher auf einer Adapterplatte hinter dem Tretlager montiert ist. Er hält das Fahrrad in einer aufrechten Position und bietet nicht nur beim Lagern stabilen Halt, sondern ermöglicht auch ein sicheres Beladen des Fahrrads. Entsprechend ist der Mittelbauständer eine beliebte Wahl für Räder, die täglich genutzt werden, darunter Citybikes und Trekkingräder. Während die meisten dieser Bikes bereits mit einem Ständer ausgestattet sind, lässt es sich aber auch ohne großen Aufwand nachrüsten.

Hinterbauständer

Der Hinterbauständer wird an der unteren Rahmenstange (Kettenstrebe) des Hinterbaus am Bike montiert. Viele Fahrradrahmen bieten schon eine entsprechende Ausbuchtung (KS40 genannt) für die Aufnahme des Hinterbauständers. Diese Ständerart wird meist mit zwei Schrauben befestigt. Fehlt die KS40 Aufnahme am Rahmen, können Sie den Ständer auch mit einer Schelle montieren. Der Hinterbauständer ist deutlich stabiler als ein Seitenständer und kann aufgrund seiner Position, hinten am Bike, deutlich mehr Gewicht durch Gepäck auf dem Gepäckträger tragen und wird so auch spielend mit hoher Zuladung fertig.

Auch beim Hinterbauständer handelt es sich um einen Seitenständer. Dieser wird jedoch an der unteren Strebe des Hinterbaus montiert. Vorteilhaft bei dieser Art ist die leichte Nachrüstung bei sportlichen Rädern wie Mountainbikes oder Rennrädern, auch wenn diese nicht mit einer Montagevorrichtung ausgestattet sind. In diesem Fall werden Universal-Fahrradständer eingesetzt. Besitzen Sie hingegen ein Fahrrad, das mit einer Bohrung für einen Hinterbauständer ausgestattet ist, können Sie sogenannte Direct Mount Modelle vom jeweiligen Hersteller verbauen.

Zweibeinständer (Doppelständer)

Der sogenannte Zweibeinständer (auch Doppelständer genannt) ist in erster Linie für hohe Zuladung und sehr sicheren Stand des Bikes konzipiert. Diese Ständerart wird mittig, hinter dem Tretlager, unter dem Zweirad montiert. Wie der Name es schon andeutet, besitzt der Fahrradständer "2 Beine". Diese sorgen für einen sichereren Stand, da das Rad beim Abstellen nicht mehr auf einer Seite gekippt steht, sondern abgestellt weiterhin gerade steht, die beiden Beine das Gewicht gleichmäßig aufnehmen und so für einen sehr guten und sicheren Stand sorgen. Außerdem hebt der mittig montierte Zweibeinständer beim Ausklappen das Vorderrad leicht an. Das Fahrrad wird also, wie ein Motorroller "hochgebockt". Da das Rad beim Abstellen nicht mehr zu einer Seite gekippt wird, sondern gerade steht, ist dieser Ständer optimal für Fahrräder mit Kindersitz am Fahrradlenker geeignet. Aber auch für sehr schweres Gepäck am Bike sind die Zweiradständer optimal geeignet. Der kleine Nachteil ist, dass Sie das Fahrrad mit etwas mehr Kraftaufwand in die "Parkposition" bringen müssen und nicht wie bei den beiden anderen Ständerarten den Ständer bequem mit dem Fuß ausklappen können.

Eine weitere Alternative ist der Zweibeinständer. Dieser wird am Mittelbau montiert und zeichnet sich durch seine U-Form aus. Dank des doppelten Bodenkontakts wird das Fahrrad besonders stabil gestützt. Denn wird der Ständer ausgeklappt, hebt er das Vorderrad an und das Vehikel steht auch bei schwerer Beladung sicher. Diese Variante eignet sich entsprechend besonders für schwere Räder wie City- und E-Bikes.

Montageanleitungen für Fahrradständer

Mittelbauständer montieren

Ein Mittelbauständer ist meist ein Seitenständer, der auf einer Adapterplatte hinter dem Tretlager montiert wird. Er bietet einen stabilen Halt, um das Fahrrad in einer aufrechten Position zu halten und es vor dem Umkippen zu schützen. Im Vergleich zu anderen Fahrradständern, wie z. B. dem Hinterbauständer, bietet der Mittelständer eine stabilere Basis und ermöglicht ein sichereres Beladen des Fahrrads. Ein Mittelbauständer ist daher eine beliebte Wahl für Fahrräder, die für den täglichen Gebrauch bestimmt sind, wie Trekkingräder oder Citybikes. Diese Modelle sind in der Regel bereits ab Werk mit einer Montagevorrichtung für den Mittelständer ausgestattet. Ist dies nicht der Fall, kann das Fahrrad in vielen Fällen mit einer Montageplatte für einen Mittelbauständer nachgerüstet werden.

Wenn du einen neuen Mittelständer an deinem Fahrrad montieren möchtest, gehe wie folgt vor:

  1. Prüfe, ob der Mittelbauständer für dein Fahrrad geeignet ist und zur Radgröße sowie zur Montagevorrichtung passt.
  2. Spann dein Fahrrad in den Montageständer ein.
  3. Reinige nun die Gewindelöcher.
  4. Bringe den Mittelbauständer in die richtige Position. Diese variiert je nach Fahrradtyp und -größe.
  5. Benutze den passenden Innensechskant, um den Ständer am Fahrradrahmen zu befestigen.
  6. Zieh die Schrauben fest an, damit der Ständer sicher befestigt ist.
  7. Stelle das Fahrrad wieder auf und teste den Ständer. Überprüfe, ob er stabil und sicher steht und das Fahrrad sicher hält.

Wichtig: Neben den Direct Mount Fahrradständern, die direkt auf eine genormte Aufnahme (meist mit zwei Gewindebohrungen) montiert werden können, gibt es sogenannte Universal-Fahrradständer. Diese werden mit Hilfe einer Klemme am Mittelteil befestigt. Auch hier gibt es meist zwei Schrauben, die angezogen werden müssen, damit der Ständer fest am Fahrrad sitzt. Achte hierbei auf ein "maßvolles" Drehmoment.

Hinterbauständer Montage

Der Hinterbauständer ist ebenfalls ein Seitenständer, der jedoch an der unteren Strebe des Hinterbaus, der Kettenstrebe, montiert wird. Ein besonderer Vorteil dieses Ständertyps ist, dass er auch bei sportlichen Fahrrädern wie Mountainbikes oder Rennrädern leicht nachgerüstet werden kann, wenn diese nicht mit einer Montagevorrichtung ausgestattet sind. In diesem Fall handelt es sich um Universal-Fahrradständer, die von den bekannten Komponenten-Herstellern angeboten werden. Manche Fahrräder sind jedoch bereits mit einer Bohrung für einen Hinterbauständer ausgestattet. Dabei handelt es sich um Direct Mount Modelle meist vom jeweiligen Fahrrad-herstteler.

Dieser Fahrradständer lässt sich ganz einfach montieren:

  1. Um den Ständer leichter anbringen zu können, solltest du dein Fahrrad in einen Montageständer fixieren. Anschließend kannst du, um dir die Montage zu erleichtern, zusätzlich das Hinterrad entfernen.
  2. Prüfe die Rahmenkonstruktion des Fahrrads und suche die Befestigungspunkte für den Hinterbauständer. Diese befinden sich in der Regel im Bereich der hinteren Ausfallenden und sollten vor der Montage unbedingt von Staub und Schmutz befreit werden.
  3. Der Hinterbauständer wird in der Regel auf oder an der linken Kettenstrebe befestigt. Bringe den Hinterbauständer an den Befestigungspunkten an. Achte darauf, dass der Ständer auf beiden Seiten gleichmäßig und plan aufliegt. Wenn der Hinterbauständer mit Unterlegscheiben geliefert wurde, lege diese in diesem Schritt an.
  4. Benutze den Inbus- oder Schraubenschlüssel, um die Schrauben des Hinterbauständers festzuziehen. Achte jedoch darauf, dass der Ständer nicht zu fest angezogen wird, um Beschädigungen des Rahmens oder anderer Fahrradteile zu vermeiden.
  5. Überprüfe, ob der Hinterbauständer stabil und sicher befestigt ist, indem du das Fahrrad auf den Ständer stellst und leicht hin und her bewegst. Bringe das Hinterrad wieder an und überprüfe, ob der Hinterbauständer das Fahrrad in einer aufrechten Position hält. Falls nötig, stelle den Ständer nach, bis das Fahrrad stabil steht.

Wenn du dich für einen Universal-Fahrradständer entschieden hast, solltest du ihn zuerst in aufgeklapptem Zustand an die Strebe halten und schauen, ob er die Kurbel und den Fuß auf dem Pedal nicht behindert. Anschließend musst du den Ständer nur noch an der vorgesehenen Stelle befestigen und die Schrauben anziehen.

Zweibeinständer Montage

Wer sein Fahrrad besonders stabil aufstellen möchte, kann alternativ zum Seitenständer auch einen Zweibeinständer am Mittelbau montieren. Dieser Ständer zeichnet sich durch seine U-Form aus und stützt das Fahrrad durch doppelten Bodenkontakt. Wird der Ständer ausgeklappt, hebt er das Vorderrad an, so dass das Fahrrad auch bei schwerer Beladung sicher und vor allem kippsicher steht. Der Zweibeinständer eignet sich daher vor allem für schwere City- und E-Bikes.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft dir bei der Montage eines Zweibeinständers:

  1. Befestige das Fahrrad in einem Montageständer und prüfe, ob das Modell mit einem Zweibeinständer kompatibel ist. Wenn bereits ein alter Ständer am Fahrrad montiert ist, musst du diesen zunächst demontieren. Entferne dazu die Befestigungsschrauben mit dem entsprechenden Werkzeug und ziehe den alten Ständer aus dem Fahrradrahmen. Anschließend reinigst du die Montagelöcher und entfernst Staub und Schmutz.
  2. Platziere den neuen Ständer am Fahrradrahmen an der Stelle, an der sich die Montagevorrichtung befindet. Führe die Befestigungsschrauben ein und ziehe sie mit dem entsprechenden Werkzeug fest, aber nicht zu fest. Überprüfe anschließend, ob der Zweibeinständer sicher und stabil am Rahmen befestigt ist.
  3. Einige Zweibeinständer sind höhenverstellbar, um sie an die Größe des Fahrrads anzupassen. Kontrolliere daher in der Montageanleitung, ob dies bei deinem Modell möglich ist und stelle gegebenenfalls die Höhe ein, indem du die entsprechenden Schrauben löst und den Ständer auf die gewünschte Höhe einstellst.
  4. Stelle das Fahrrad auf eine ebene Fläche und teste den neuen Zweibeinständer, indem du den Ständer ausklappst. Überprüfe, ob das Fahrrad stabil auf dem Ständer steht und nicht umkippt. Wenn nötig, passe die Höhe oder die Position des Ständers an, um eine optimale Stabilität zu gewährleisten.

Wichtig: Bei der Montage eines Fahrradständers bei MTB, Citybike und Co. ist darauf zu achten, dass die Montageflächen sauber sind. Schmutz und Staub können die Stabilität der Montage beeinträchtigen. Deshalb solltest du insbesondere, wenn du einen alten Ständer austauschen möchtest, die betroffenen Stellen säubern.

Fahrradständer einstellen

Ist der Fahrradständer montiert, kommt es auf die richtige Einstellung an. Neben Ständern für bestimmte Laufradgrößen gibt es auch Modelle, die in der Länge verstellbar sind. Das Einstellen des Fahrradständers kann eine kleine, aber wichtige Aufgabe sein, um sicherzustellen, dass das Fahrrad stabil und sicher steht.

Hier sind einige Schritte, die du befolgen kannst, um deinen Fahrradständer richtig einzustellen:

  1. Stelle dein Fahrrad auf eine ebene Fläche und prüfe, ob es stabil steht. Hierfür kannst du das Fahrrad entweder in einen Montageständer spannen oder es an eine Wand kippen. Hierbei solltest du allerdings darauf achten, dass das Fahrrad, während dem Einstellen des Fahrradständers nicht umkippt.
  2. Stelle die Höhe ein, indem du die Schrauben an der Seite des Ständers löst und den Ständer nach oben oder unten verschiebst.
  3. Verstelle den Winkel des Fahrradständers, indem du die Schrauben an der Unterseite des Ständers löst und den Ständer in die gewünschte Position drehst.
  4. Zieh die Schrauben wieder fest, um den Fahrradständer sicher zu befestigen.
  5. Teste den Fahrradständer, indem du dein Fahrrad darauf stellst und überprüfst, ob es stabil und sicher steht.

Wenn du Schwierigkeiten beim Einstellen des Fahrradständers hast oder dir nicht sicher bist, wie du es richtig machst, solltest du einen Fachmann zu Rate ziehen. Ein Fahrradmechaniker kann dir beim Einstellen des Fahrradständers helfen und dir Tipps geben, wie du dein Fahrrad richtig ausrichtest.

FAQ zur Fahrradständer Montage

Wie finde ich den passenden Fahrradständer für mein Bike?

Welcher Fahrradständer am besten zu deinem Fahrrad passt, hängt zunächst von der Rahmenspezifikation ab. Je nach Modell musst du dann zwischen einem Hinter- oder Mittelbauständer unterscheiden. Die meisten City-Bikes, Trekkingräder und E-Bikes für die Stadt haben bereits eine Vorrichtung für die Montage eines Fahrradständers. Sporträder wie Mountainbikes oder Rennräder sind in der Regel ab Werk nicht mit einer Halterung für Fahrradständer ausgestattet. Aber auch diese Räder lassen sich leicht mit speziellen Fahrradständern nachrüsten. Zudem solltest du beim Kauf eines neuen Fahrradständers darauf achten, dass dieser zur Laufradgröße passt. Sowohl ein zu langer als auch ein zu kurzer Ständer sorgen dafür, dass das Bike nicht sicher und stabil steht. Für mehr Flexibilität kannst du alternativ einen Fahrradständer wählen, den du in der Länge variieren kannst.

Unterschied zwischen Direct Mount und Universal Fahrradständern

Direct Mount Ständer werden direkt auf eine dafür genormte Aufnahme (meist zwei Gewindebohrungen) montiert. Das Ergebnis ist ein cleaner Look und ein fester Halt. Die Direct Mount Ständer haben unterschiedliche Lochabstände, daher passt nicht jeder Ständer auf jedes Fahrrad. Daher ist es wichtig, auf die Kompatibilität von Ständer und Montagevorrichtung zu achten. Universalständer können unabhängig von einer Montagevorrichtung mit einer Klemmschelle an der Strebe oder am Mittelbau montiert werden. Sie eignen sich daher hervorragend zum Nachrüsten von sportlichen Fahrrädern, die ab Werk nicht für die Montage eines Ständers vorgesehen sind.

Kann ich einen Fahrradständer an mein Fahrrad mit Carbonrahmen montieren?

Sofern dein Carbon Fahrrad eine Vorbohrung für einen Fahrradständer hat, kannst du ohne Probleme einen passenden Ständer anbringen. Ist dies nicht der Fall, solltest du unbedingt auf die Montage von Ständern mit Klemmschelle verzichten. Carbon ist sehr druckempfindlich und kann bei Überlastung brechen.

Weitere Arten von Fahrradständern und Abstellmöglichkeiten

Neben den genannten Montagearten gibt es auch andere Möglichkeiten, Fahrräder abzustellen und zu sichern.

  • Fahrradständer für den Hinterbau mit Klemmung: Es gibt Hinterbauständer, die wir ohne Vorbohrung montieren. Vielmehr wird er am Rahmen geklemmt.
  • Ausstellungsständer: Zu guter Letzt gibt es noch Ständer, die nicht am Fahrad befestigt werden, sondern die wir zu Hause in der Garage oder unterwegs dabei haben und aufstellen, wenn wir das Fahrrad parken wollen.
  • Reihenfahrradständer: Wenn Sie in Ihrer Garage oder in Ihrem Keller viel Platz haben, können Sie einen Abstellständer nutzen. Solche Ständer sieht man oft vor Supermärkten oder Ladengeschäften. Sie funktionieren so, dass man einfach das Vorderrad hineinschiebt, dessen Reifen von zwei Metallstreben eingeklemmt wird, sodass das Fahrrad nicht umfallen kann. Diese Reihenfahrradständer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für die gewünschte Fahrradanzahl, sie eignen sich deshalb hervorragend für Familien und ihren Fuhrpark.
  • Wandhalterungen: Wenn Sie ein Fahrrad aufrecht aufbewahren, also quasi auf dem Hinterrad stehend, benötigt es natürlich viel weniger Platz am Boden. Wenn Sie es erhöht direkt an der Wand aufhängen, ist der Platz am Boden ohnehin egal. Das geschieht beispielsweise mit einer an der Wand montierten Schiene, auf der das Bike abgestellt wird, das wiederum von einem am Rahmen eingehängten Haken daran gehindert wird, von der Schiene zu fallen.

Entscheidungshilfe: Zweibeinständer vs. Seitenständer

Wenn Ihr Fahrrad eine Montageplatte am Mittelbau besitzt oder sich diese nachrüsten lässt, können Sie frei entscheiden, ob Sie einen Zweibeinständer oder einen Seitenständer montieren. Für sportliche Räder wie Mountainbikes, Rennräder und Gravelbikes raten wir zu einem Seitenständer. Bei einem für den Sport genutzten Fahrrad ist das Gewicht von Bedeutung, denn je schwerer das Rad, umso mehr Kraft muss investiert werden, um es vorwärtszubewegen. Nun mag man denken, dass ein paar Gramm mehr oder weniger nicht viel ausmachen, doch darf man nicht vergessen, dass sich das aufsummiert - und ein Zweibeinständer kann 400 bis 500 Gramm mehr auf die Waage bringen als ein Seitenständer. Zudem kann beim Mountainbiken im Gelände ein Zweibeinständer leichter beim Überfahren oder Überspringen von kleinen Felsbrocken, dicken Wurzeln oder herumliegenden Baumstämmen hängen bleiben und so einen Sturz verursachen, was natürlich die Verletzungsgefahr bei diesem ohnehin risikoreichen Sport erhöht. Ein Seitenständer wiegt weniger und ist weniger risikobehaftet, da er weiter hinten am Fahrrad sitzt und nicht direkt am Schwerpunkt. So kann man einen Schlag am Hinterrad leichter abfangen als einen im Tretlagerbereich.

Der große Vorteil eines Zweibeinständers ist seine Stabilität - oder besser gesagt: Auf einem Zweibeinständer steht ein Fahrrad wesentlich stabiler als mit einem Seitenständer. Bei einem Seitenständer lehnt sich das Fahrrad gewissermaßen schräg gegen das Ständerbein und da hier nur ein kleiner Punkt am Boden das ganze Gewicht aufnehmen und ausbalancieren muss, kann das schon ein wenig wackelig werden. Bei einem Zweibeinständer hingegen wird das Rad zentral aufgebockt. Das Vorderrad hängt in der Luft, während das Hinterrad zusammen mit den beiden Ständerbeinen das Gewicht trägt. Aufgrund dieses Stabilitätsvorteils eignet sich ein Zweibeinständer vor allem für schwere Citybikes und Trekkingräder sowie für in der Stadt genutzte E-Bikes und schwer beladene Reiseräder.

Aber auch wenn Ihr Rad an sich relativ leicht sein sollte, kann es sinnvoll sein, einen Zweibeinständer zu verwenden. Haben Sie zum Beispiel einen Kindersitz montiert, kippt das Fahrrad bei Nutzung eines Seitenständers gerne um, weil es zum einen schwerer ist und zum anderen das zusätzliche Gewicht von weiter oben gegen den Auflagepunkt am Boden drückt.

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