Fahrradtaschen für Mountainbikes: Bikepacking-Abenteuer und mehr

Abenteuer Bikepacking: Auf Reisen findet in Bikepacking-Taschen alles Notwendige Platz.

Große und kleine Abenteuer erleben, kurze Fluchten aus dem Alltag, Land, Leute und Kultur kennenlernen: All das funktioniert hervorragend auf und mit dem Fahrrad. Um unterwegs zu sein, braucht es meist nicht viel. Oft weniger, als man denkt.

Zunächst vielleicht etwas Mut, mal etwas Neues auszuprobieren und aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Wer das geschafft hat, wird garantiert mit einem Strahlen im Gesicht und tollen Erinnerungen im Gepäck wieder nach Hause kommen.

Womit wir beim Thema wären: dem Gepäck. Die Anforderungen und Bedürfnisse für eine Bikepacking-Tour können stark variieren. Für einen Tagestrip benötigt man natürlich weniger Ausrüstung als für die Mehrtagestour weit draußen in der Natur. Zwei Fragen stellen sich immer: "Was nehme ich sinnvollerweise mit? Wie und wo verstaue ich das alles?

Bikepacking-Taschen im Überblick

Bikepacking-Taschen bieten sich als praktische Lösung an. Musste man noch vor wenigen Jahren nach passenden Taschen suchen, gibt es heute für jeden Anspruch und Geldbeutel die passenden Modelle. Und das Angebot wächst, die Hersteller überraschen mit immer pfiffigeren und praktischen Details. Gut für alle Bikepacker.

Genau diese Vielfalt spiegelt sich in unserem Test wider. Wer eine kleine Tasche für den kurzen Tagestrip sucht, wird genauso fündig wie der Fernreisende, der mit großem Gepäck unterwegs ist. Von der 2,5-l-Rolle à la Evoc Handlebar Pack bis zur voluminösen Restrap Saddle Bag mit 14 Litern Volumen reicht die Bandbreite.

Rahmentaschen erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit, hat man doch wichtige Dinge auch während der Fahrt schnell zur Hand - zum Beispiel einen Energieriegel. Besonders praktisch ist etwa Apiduras Expedition Frame Pack mit großzügigen drei Litern Fassungsvermögen, geschützten Reißverschlüssen auf beiden Seiten, einer Trennwand und einem Extrafach innen.

Details, auf die es ankommt

Praktisch ist es gerade bei größeren Taschen, wenn sich der Packsack einfach aus dem Holster nehmen lässt, die Halterung dagegen fest an Sattelstütze und Sattel verbleibt. Das oft etwas fummelige Anbringen der Riemen und Schnallen erübrigt sich dann. Diese "Harness-System" genannte Lösung bieten neben Restrap auch andere Hersteller an - für Sattel- und Lenkertasche.

Als kleines, robustes Leichtgewicht präsentierte sich die Morobbia Triangle Bag, die zwar den Zugriff von beiden Seiten erlaubt, aber leider Regenschauern nicht lange standhielt. Und fehlende Wasserdichtigkeit wird gerade auf längeren Touren schnell zum Stimmungskiller. Wer möchte schon ein bereits nasses Ersatztrikot anziehen? Deshalb haben wir diesem Thema besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Den drei Bikepacking-Taschen von Ortlieb zum Beispiel konnte selbst starker Dauerregen nichts anhaben - sie zeigten diesbezüglich keinerlei Schwächen. Im Test bestätigte sich auch, dass sogenannte Roll-Top-Verschlüsse, also Taschen, die man zunächst wickelt und dann mit einem Clip verschließt, Feuchtigkeit besonders effektiv am Eindringen hindern. Auch die Packsäcke für die Harness-Systeme verschiedener Hersteller, oft Dry Bags genannt, punkten mit solchen Verschlüssen.

Top: Auf dem Packsack von Acepac Saddle Harness MKIII ist sogar aufgedruckt, wie oft man ihn umschlagen sollte - und in welche Richtung. Kleine Details, die das Bikepacker-Leben erleichtern.

Zu diesen Details zählen auch Kompressionsventile, die es unter anderem an Topeaks Dry Bag oder Ortliebs Handlebar-Pack gibt. Sie ermöglichen es noch einfacher, Luft aus dem Inneren entweichen zu lassen. So packt es sich kompakter und effizienter. Soll etwa ein Schlafsack untergebracht werden, klappt das deutlich besser als beim händischen Auspressen der Luft.

Zu den wichtigsten Details an Bikepacking-Taschen zählen die Riemen/Schnallen zur Montage am Rad samt Rahmenschutz. Und die Frage, wie die Taschen das Fahrverhalten beeinflussen. Dabei spielen natürlich auch Gewicht und Art der Ladung eine entscheidende Rolle.

(Klett-)Riemen, oft mit weichem Fleece versehen, halten die Taschen fest an Ort und Stelle und schonen idealerweise den Lack. Schade: Oft werden Kunststoffschnallen nicht extra abgedeckt, so können unschöne Scheuerstellen am Rahmen entstehen. Tipp: Rahmenschutzfolie verwenden, auch wenn sie nicht beiliegt.

Eine Rahmentasche, in der u. a. Powerbank, Arm- und Beinlinge, Riegel oder die leichte Windjacke Platz finden, beeinflusst das Handling kaum.

In der Lenkertasche/-rolle (im Test mit acht bis 15 Liter Volumen) finden meist Zelt, Isomatte und etwa eine Jacke Platz. Beim Festzurren mit Riemen haben wir darauf geachtet, dass die Tasche gut festhält und sich nicht aufschaukeln oder gegen das Steuerrohr schlagen kann. Hervorragend gelang das mit den Produkten von Jack Wolfskin, Ortlieb, Acepack und Topeak. Wobei die Topeak Frontloader in puncto Riemenführung anfangs verwirren kann, dann aber mit sicherem Sitz überzeugte. Die Abstandshalter an den meisten Modellen sind aus Schaumstoff und verhindern eingeklemmte Züge zuverlässig.

Das einzige kleinere Modell im Test, die kompakte Evoc Handlebar Pack, wartet als Besonderheit mit einem Boa-Drehverschluss am Haltesystem auf. Obwohl die minimalistische Tasche damit verlässlich fest am Lenker sitzt, funktioniert das gleiche System bei der Satteltasche des Herstellers weniger gut - und verhindert Pendelbewegungen nicht immer verlässlich.

Beim Packen der Satteltasche sollten die schweren Sachen schon deshalb nah an der Sattelstütze liegen, um den Schwerpunkt zentral zu halten. Für größtmögliche Stabilität. Denn: Je größer die Satteltasche, desto eher neigt sie beim Fahren zum Pendeln. Riemen durch die Sattelstreben und Klettverschlüsse um die Stütze sind die gängigsten Befestigungsmethoden. Erfreulich: Die meisten Hersteller haben ihre Taschen so konstruiert, dass im Wiegetritt kaum Pendelbewegungen auftreten. Auch ein Abknicken der Tasche wird dank ausreichend steifer Konstruktionen meist wirksam unterbunden. Ein Stabilisator wie bei Topeak kann zusätzlich helfen.

Test ausgewählter Bikepacking-Taschen

Im Folgenden werden einige der getesteten Bikepacking-Taschen detaillierter vorgestellt:

Acepac

Aus Tschechien stammt die Marke Acepac, die ein vielseitiges Angebot an Bikepacking-Taschen im Portfolio hat. Wir haben unter anderem die Triangle Frame Bag M MKIII getestet. Das weiche Nylon Ripstop ist sehr flexibel, kann dadurch aber auch leichter ausbeulen. Die Bar Roll MKIII Lenkertasche mit der 8 l-Drybag überzeugt bei der Anbringung. Das Saddle Harness MKIII-System ist ein Holster mit verstärktem Boden gegen ein Abknicken, in dem der wasserdichte Packsack hineingeschoben wird.

Fazit: Praktische Taschen aus dem Hause Acepac. Viele Details zeigten im Test, dass sich Gedanken zur Nutzerfreundlichkeit gemacht wurden. Die Verarbeitung ist sorgfältig. Einzig dort, wo es an den Lack ging, besteht noch Verbesserungspotenzial. Schade, dass die Drybags extra gekauft werden müssen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht in Ordnung.

Apidura

Apidura ist bei Bikepacking-Enthusiasten hoch im Kurs, doch an unserem Test mussten sie erst vorbei. Die Expedition Frame Pack fühlt sich nicht nur hochwertig an, das Material besteht auch aus einem dreilagigen Laminatstoff. Die Nähte sind sorgfältig verschweißt, Wasser hatte im Test keine Chance. Die Apidura Expedition Handlebar Pack besteht aus einem Packsack, der sich von beiden Seiten durch Roll-Top-Verschlüsse öffnen oder schließen lässt. Die Expedition Saddle Pack wird mit klassischem, kräftigem Hypalon-Klettverschluss am Sattelrohr und zwei Riemen am Sattelgestell befestigt.

Fazit: Top-Ausrüstung für das Bikepacking. Hochwertiges, wasserdichtes Laminatmaterial, versehen mit gut durchdachten, praktischen Details. Das Taschen-Set zeigte sich ohne nennenswerte Schwächen im Test. Der Preis entspricht aber auch der Oberklasse.

Deuter

Auch Rucksack-Profi Deuter mischt im Bikepacking-Game mit! Den Anfang macht hierbei die recht leichte, wasserdichte, aber von sich aus nicht formstabile Rahmentasche Cabezon FB 4 l. An Lenker und Sattel fährt Deuter zweigleisig: Je ein Harness-System hält bombensicher per Klett am Bike und kann dort verbleiben, Gurtbänder mit Schnallen halten die entnehmbaren und innen weißen Packtaschen.

Fazit: Auch Taschen-Multi Deuter hat eine prima Bikepacking-Lösung mit am Lenker und Heck wirklich stattlichem Packvolumen am start. Die Verarbeitung ist typisch für die Gersthofener hervorragend, die Montage selbsterklärend und sicher. Kritik? Gibt's höchstens für das eher stattliche Gewicht.

Klassische Satteltaschen

Viele Radfahrer können sich noch an die schmalen Leder- Etuis mit Metall-Drehverschluss erinnern, die mittels zweier schmaler Gürtelriemen hinten am Sattel befestigt wurden. Aktuelle Satteltaschen haben mit diesen nostalgischen Ledermäppchen nicht mehr allzu viel gemeinsam - weder im Aussehen noch in puncto Material. Der Verwendungszweck ist allerdings im Wesentlichen geblieben: Das Täschchen ist in erster Linie der Platz für Flickzeug, Ersatzschlauch, Minitool und andere kleine Utensilien, die man bei einer Fahrradpanne benötigt.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Wichtig ist, dass die Taschen möglichst wackelfrei unterm Sattel und am Satterohr befestigt sind, damit sie sich zum Beispiel auf schlechten Wegstrecken nicht losrütteln. Kleiner Tipp dazu: Insider wickeln die Kleinteile in der Tasche in ein Tuch ein, damit sie auf Tour nicht lautstark umherwackeln.

Komplett staub- und wasserdichte Modelle kosten in der Regel etwas mehr. Wer weiß, dass er beim Pendeln oder auf Radtour auch mal längere Strecken im Regen fahren muss, sollte wasserdichtem Material aber den Vorzug geben. Das gilt vor allem für Radler, die am Hinterrad kein Schutzblech haben und dadurch die Satteltasche intensivem Wasser- und Staubbeschuss ausgesetzt ist.

Je nach Rahmengröße des Fahrrads und je nach Länge des Sattelrohres kann der Raum unterm Sattel eng werden - das heißt zu eng für manche Modelle, wie wir im Test feststellen mussten. Außerdem darf die Tasche nicht zu breit sein, sodass sie unter dem Sattel hervorsteht und damit eventuell mit den Oberschenkeln kollidiert. Aus diesem Grund macht es Sinn, sein Fahrrad zum Satteltaschenkauf mitzunehmen. So kann jeder sofort ausprobieren, ob die Tasche passt und wie sie montiert wird.

Tipps aus dem Testlabor

  • Robustes Material
  • Gut gehender Reißverschluss
  • Helles Innenfutter zum besseren, schnelleren Zurechtfinden
  • Zusätzliche kleine Innenfächer
  • Wasserdichtigkeit (bei Tourenrädern mit Schutzblechen reicht ggf. eine wasserabweisende Ausstattung)
  • Ruckelfreie, schnelle und universelle Befestigung, am besten mittels Klettriemen, die ohne zusätzliche Halterung montierbar sind
  • Je nach Länge des Sattelrohres und Größe der Satteltasche auf genügend Abstand zwischen Sattel und Hinterrad bzw. Gepäckträger achten
  • Am besten sein Fahrrad zum Satteltaschenkauf mitnehmen, um die Befestigungsmöglichkeiten zu testen, insbesondere bei festen Systemen, wie Klick-Fix oder andere Systeme

Was in die Satteltasche gehört

Wer auf Tour geht, sollte diese Teile im technischen Notfall-Set dabeihaben:

  • Flickzeug
  • 1 Ersatzschlauch
  • 1 Paar robuste Reifenheber aus Kunststoff
  • Minitool/Multitool mit zum Fahrrad passenden Schlüsseln
  • 1 Paar Ersatz-Bremsbeläge
  • Kettenschloss, passend zur Kettenbreite
  • Kettenöl im kleinen, auslaufsicheren Fläschchen
  • Lüsterklemme
  • Kabelbinder in verschiedenen Längen und Breiten
  • Textil-Klebeband
  • kleiner, fusselfreier Lappen
  • Einmal-Handschuhe
  • ggf. Handreiniger
  • Notpäckchen: Münzgeld, Müsliriegel, isotonische Brausetablette

Vorstellung ausgewählter Satteltaschen

Im Folgenden werden einige der getesteten Satteltaschen detaillierter vorgestellt:

  • AGU Clean Shelter: Absolut wasserdicht, Reflex-Elemente, PVC-freie Tasche mit Rolltop-Verschluss und versiegelten Nähten.
  • Deuter Bike Bag 0,8: Auffallend leichtes, minimalistisches Täschchen mit einfach zu befestigender Klettriemen-Halterung.
  • Evoc Seat Bag Tour L: Ansprechend designtes, stark wasserabweisendes Modell mit hellem Innenfutter und zusätzlichen Innenfächern.
  • Norco Ontario Midi: Gut verarbeitete, robuste Klassiker-Satteltasche mit Halteschlaufe für mobile Rücklichter und reflektierenden Elementen.
  • Ortlieb Saddle Bag Two: Absolut staub- und wasserdichter Satteltaschen-Klassiker mit Klick-Halterung und Rollverschluss.
  • Rose Reflect: Preisgünstige Satteltasche im Standard-Design mit Zwei-Wege-Reißverschluss und erweiterbarem Volumen.
  • SKS Explore Click: Stabile, stark wasserabweisende Satteltasche mit laminiertem, wasserdichtem Reißverschluss und mehreren kleinen Innenfächern.
  • Vaude Tool LED: Leicht zu beladende, mittelgroße Tasche mit Dreh-Adapter. Das recyclete Material ist stark wasser- und staubabweisend.
  • Deuter Big Bag 1,2 Bottle: Leichte, aber robuste Satteltasche aus Bluesign-zertifiziertem Recycling-Material mit Fixier-Gummiband für Trinkflasche.
  • Norco Utah XL: Geräumige, wasserabweisende Satteltasche inklusive Trinkflaschenaufnahme und weiteren sinnvollen Features.
  • Topeak Mondopack Hydro: Absolut staub- und wasserdichte Satteltasche mit Klick-Halterung und Rollverschluss.

Weitere Alternativen zur Satteltasche

Neben Satteltaschen gibt es auch andere Möglichkeiten, sein Equipment am Bike zu verstauen:

  • Hipbag: Bietet Platz für das nötigste Equipment und die Wasserversorgung.
  • Rucksack: Bietet ausreichend Platz für eine umfangreiche Materialliste, Werkzeug, Verpflegung, Wechselklamotten und Erste-Hilfe-Set.
  • Rahmentaschen: Hier hat der Rücken Pause.

Diese Teile halten Bikerinnen und Bikern - kleines Wortspiel - den Rücken frei.

Rahmentaschen im Detail

  • Apidura Backcountry Frame Pack: Die hochwertige und besonders leichte Rahmentasche von Apidura besteht aus wasserdichtem, robustem Nylon.
  • Topeak Backloader X / DP Mount: Der Topeak Backloader besteht aus einem robusten Holster, in das ein wasserdichter Packsack eingeschoben wird.
  • Backcountry Research Mütherload Strap: Mit diesem praktischen Klett-Strap wird quasi jeder Winkel des Rahmens in Stauraum verwandelt.
  • Revelate Designs Mag Tank: Wenn der Hungerast beim Mountainbiken naht, greift man am besten einfach in die kleine Oberrohrtasche der Bikepacking-Spezialisten.
  • Wolf Tooth B-Rad-System: Das B-Rad-System ist eine ziemlich clevere Erweiterung der Flaschenhalteraufnahme.

Ausprobiert: Drei Satteltaschen im Praxis-Check

Tolles Gefühl, so ganz ohne nerviges Gepäck am Rücken durchs Gelände zu heizen. Irgendwie frei und unbeschwert. Gerade Langstreckenliebhaber könnten Gefallen daran finden. Wir sind drei Alternativen zu Rucksack und Co. Probe gefahren.

  • Apidura Backcountry Saddle Pack: Die Bikepacking-Spezialisten aus London haben mit der Backcountry eine für Teleskopstützen optimierte Satteltasche im Programm.
  • Ortlieb Seat-Pack QR: Dass auch Ortliebs neueste Satteltasche absolut wasserdicht ist, versteht sich quasi von selbst.
  • Vaude Trailsaddle II: Vaudes Trailsaddle besteht aus einem stabilen Holster und einem wasserdicht verschweißten Packsack.

Sandra Schuberth, BIKE-Online-Redaktion: “Eine Satteltasche, auch Arschrakete genannt, zählt zur Grundausstattung für Bikepacking-Abenteuer und ist ebenso praktisch für Tages-Touren.

Gepäckträger für Mountainbikes

Wer ein Gravel- oder Mountainbike gelegentlich für den Wocheneinkauf oder eine mehrtägige Tour nutzen will, vermisst häufig einen Gepäckträger. Immer mehr Fahrräder werden ohne Gepäckträger ausgeliefert. Wer auf einem (E-)Mountainbike oder einem Rennrad aber Stauraum für mehrtägige Touren benötigt oder gelegentlich den Einkauf verstauen möchte, kann zumindest temporär einen Träger gebrauchen, etwa um Packtaschen anzubringen.

Wir haben sechs Gepäckträger getestet, die sich an fast alle Fahrräder montieren lassen - auch ohne Gewindebohrung am Rahmen.

Aufpassen sollten Sie, falls Sie ein Fahrrad mit Carbonrahmen besitzen: Rohre aus Carbon sind empfindlich gegen Seitenkräfte, die von solchen Riemen- und Klemmkonstruktionen ausgehen können. Zwei Hersteller warnen explizit vor dem Einsatz ihrer Träger an Carbon.

Alle TetraRack-Modelle werden ausschließlich mit Klettbändern an den Rohren fixiert. Auf die TetraRacks passen Topeaks eigene Taschen und Körbe mit dem Quicktrack MTX-System. Sie werden einfach aufgeschoben und verriegelt.

An den Seiten können unterschiedliche Gepäckträgertaschen angebracht werden. Neben Topeak-Taschen passen auch Ortliebs Backroller. Der QuickRack von Ortlieb erlaubt bis zu 20 Kilogramm Ladung.

Mit einem Gewicht von 589 Gramm ist der Gepäckträger sehr leicht.

Bikepacking: Die Einfachheit zählt

Der Reiz des Bikepackings liegt in seiner Einfachheit: kein sperriger Gepäckträger, keine komplizierten Montagehilfen. Stattdessen werden die Taschen direkt am Fahrradrahmen und am Lenker befestigt, was sie ideal für den Einsatz am Rennrad oder besonders am Gravelbike macht.

Dieses schlanke Setup ermöglicht es, leicht und effizient unterwegs zu sein, ohne auf wichtige Ausrüstung wie Kleidung, Proviant oder eine Campingausstattung verzichten zu müssen.

Der Markt für Bikepacking-Taschen wächst kontinuierlich. Dabei zeigt sich: Nicht nur die Klassiker überzeugen, auch neue Anbieter bringen frische, innovative Ideen ein.

Welche Taschen passen an mein Rad? Das ist oftmals eine Frage für kleinere Fahrer mit eher kleinen Rahmen. Da kann eine Oberrohrtasche durchaus zu wuchtig sein oder den Zugang zu den Trinkflaschen versperren.

Jede Tasche hat ihren eigenen Zweck

Jedes Pack hat seine individuellen Stärken und es ist sehr wichtig, dass Du darauf achtest, wie Du es bepackst. Zum Beispiel ist es nicht sinnvoll, zu schwere Dinge im Seat-Pack zu verstauen, da dieser dann unnötig wippt. Auch solltest Du das Zelt nicht zuunterst in der Rahmentasche verstauen, da Du es ja täglich brauchst, und alles ausräumen ist gerade bei Regen ungünstig.

Die Frame-Pack Rahmentasche

Mit sechs Litern Packvolumen in der größten Variante ist das Frame-Pack ideal für schwere und größere Gegenstände. Ich habe hier Dinge wie Lebensmittel, Wasser, eine Espressokanne und bei Bedarf auch mal ein Schloss verstaut. Der Vorteil ist, dass das Gewicht nahe am Schwerpunkt des Fahrrads bleibt. Zudem hat die Tasche einen robusten, wasserdichten Reißverschluss und gummierte Befestigungsgurte, welche somit nicht verrutschen können.

Die Befestigung im Rahmendreieck war denkbar einfach und das Pack hat tadellos gemacht, was es sollte. Wasser ist nie eingedrungen und die Handhabung war intuitiv.

Ein praktischer kleiner Klettstreifen im Inneren sorgt zudem dafür, dass die Wände zusammengehalten werden und sich nicht unnötig ausbeulen und an den Knien reiben. Natürlich darfst Du die Tasche auch nicht überladen, weil dies den gleichen Effekt hätte.

Satteltaschen (MTB) Vergleich 2025

Die besten Satteltaschen (MTB): Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Rockbros C29-BK: Die Rockbros Fahrrad-Satteltasche bietet mit seiner Kapazität von ca. 1,5 Litern ausreichend Platz für wichtige Utensilien wie Handy, Schlüssel und Werkzeug. Das robuste und hochfeste 210D Nylon-Material überzeugt durch seine hohe Reißfestigkeit und Formbeständigkeit. Besonders positiv fallen die reflektierenden Elemente und der Rücklichthalter auf, die für bessere Sichtbarkeit während nächtlicher Fahrten sorgen. Die Satteltasche eignet sich für Radfahrer, die Wert auf eine kompakte und praktische Aufbewahrungslösung legen.

Vaude 11814: Die Vaude Satteltasche mit 0,9 Litern Volumen zeichnet sich durch ihre sehr hochwertige Verarbeitung aus. Sie ist besonders leicht und wird mit einem Rücklichthalter geliefert, was sie zu einer praktischen und sicheren Wahl für Fahrradfahrer macht. Diese Satteltasche bietet die ideale Kombination aus Qualität und Funktionalität.

Topeak TC2273B: Die Topeak TC2273B Satteltasche ist zwar etwas teurer als der Durchschnitt unseres Vergleichs, lässt sich dank des Klicksystems und der Riemen aber sehr leicht montieren. Das Material aus Nylon ist sehr widerstandsfähig und wir begrüßen außerdem, dass das Modell erweiterbar ist.

KlickFix 0295S: Die Fahrradtasche Micro 200 Expandable von Klickfix hat eine sehr gute Qualität und gehört zu den wenigen vorgestellten Produkten, die sogar wasserdicht sind. Besonders interessant finden wir, dass sich das Fassungsvermögen einfach erweitern lässt.

Rockbros C27-1: Die ROCKBROS Fahrradtasche ist eine praktische Lösung für Mountainbikes und Rennräder. Die Tasche ist wasserdicht und stoßfest und in den Größen 1 l und 1,5 l erhältlich. Zur besseren Sichtbarkeit ist die Tasche mit einer Rücklichthalterung und reflektierenden Elementen wie einem reflektierenden Logo und reflektierenden Streifen ausgestattet. Die Satteltasche lässt sich leicht abnehmen und wieder anbringen.

Zusammenfassung: Die besten Satteltaschen (MTB) in aller Kürze

Position Modell Preis Großes Fassungsvermögen Widerstandsfähiges Material
Platz 1 Rockbros C29-BK ca. 24 € 1,5 l Nylon und Kunststoff
Platz 2 Vaude 11814 ca. 17 € 0,9 l Polyamid
Platz 3 Topeak TC2273B ca. 25 € 1,3 - 1,7 l Nylon
Platz 4 KlickFix 0295S ca. 24 € 1,2 - 2 l Polyester und Kunststoff
Platz 5 Rockbros C27-1 ca. 21 € 1,5 l Verbundmaterial

Agu 415022: Ein absolutes Leichtgewicht unter den Fahrradtaschen ist die AGU Performance DWR Satteltasche. Sie liefert zwar nur Stauraum für 0,4 Liter, ist aber ideal für kleine Ausflüge.

Evoc 100605209-S: Die Evoc-Fahrrad-Satteltaschen beeindrucken mit ihrer intelligenten Konstruktion und dem leichten Material. Das raffinierte Montagesystem ermöglicht eine schnelle und sichere Befestigung am Fahrrad.

Inbike Satteltasche: Die Fahrradtasche von Inbike ist eine Gepäcktasche mit Rücklichthalter und ordnet sich in den unteren Preisbereich unseres Vergleichs ein. Uns gefiel vor allem, dass das Modell wasserdicht ist und mit einem reflektierenden Logo für mehr Sichtbarkeit ausgestattet ist.

Der beste Tipp, den man angehenden Bikepackern geben kann: Einfach mal machen! - Thomas Terbeck, BikeX-Redakteur

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