In unserem Ortlieb Classic Test haben wir uns die Back-Roller Gepäckträgertasche genauer angesehen. Dabei standen die Verarbeitung, Handhabung und der Einsatz in der Praxis im Fokus. Kann der Hersteller seinem Ruf gerecht werden und mit der Ortlieb Back-Roller Classic im Praxis-Test überzeugen?
Lieferumfang und Zubehör
Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man zum Nutzen der Fahrradtasche benötigt, neben der Tasche selbst ist noch ein Schultergurt dabei. Ein Zusammenbau ist bei der Ortlieb Classic nicht nötig. Die Halterungen sind bereits alle an der Tasche montiert und müssen lediglich auf den eigenen Fahrradgepäckträger eingestellt werden. Mit dabei sind verschiedene Einsätze für die Haken, um den Innendurchmesser an die Gepäckträgerstange anzupassen.
An Zubehör gibt es von Ortlieb noch ein Carrying System Bike Pannier, um die Tasche als Fahrradrucksack tragen zu können, und 20 mm Einsätze für E-Bike Gepäckträger.
Ortlieb Classic - Verarbeitung und Eindruck
Die Back-Roller Classic macht einen sehr guten Eindruck bei der Verarbeitung. Die Nähte sind sehr sauber genäht, die Kunststoffbauteile haben keine Spritzüberstände und die Übergänge von Stoff zu Plane sind sehr sauber. Bei der Verarbeitung kann sich die Ortlieb Classic im Test mehr als sehen lassen. Um den Lack am Gepäckträger zu schützen, gibt es eine Anti-Scratch-Funktion an den Haken.
Technische Daten laut Hersteller
- Taschenumfang aus Material PS 490, Vorder- und Rückseite aus PD 620
- Quick-Lock2.1 Aufhängesystem für Gepäckträger bis 16 mm Rohrdurchmesser
- Obere QL-Haken und unterer Schiebehaken ohne Werkzeug einstellbar
- Integrierte Innentasche und Schultergurt
- Reflektoren aus „3M Scotchlite Reflexmaterial“
- Höhe 42 cm, Breite 23/32 cm, Tiefe 17 cm und Volumen von 20 Litern (pro Tasche)
- Gewicht 950g pro Tasche
Ortlieb gibt in seinem Datenblatt den Hinweis „Die maximale Zuladung pro Einzeltasche bzw. Gepäckträgerseite beträgt 9 kg“.
Ortlieb Classic am Fahrrad befestigen
Damit die Back-Roller vernünftig am Fahrrad befestigt werden kann, müssen die Halterungen (Quick-Lock2.1-Aufhängesystem) auf den Gepäckträger oder die Streben eingestellt werden. Dazu wird Werkzeuglos gearbeitet. Die Klemmen können in Ihrer Position auf einer Laufschiene versetzt und mittels Klipp arretiert werden. Die Haken haben einen Durchmesser von 16 mm und können gegen kleinere (8 mm, 10 mm und 12 mm ausgetauscht werden). Um die Tasche bei Neigungen am Fahrrad oder E-Bike zu halten, gibt es unten, an der Hinterseite noch einen verschiebbarer und drehbaren Arretierungshaken. Mit diesem zusätzlichen Haken entsteht eine Dreipunkt-Verbindung am Gepäckträger.
Beim Schließen der Tasche wird die Plane aufgerollt, daher auch der Name „Back-Roller“. Der Verschluss kann nun mit einem Riemen/Gurt verschlossen und gegen ein Öffnen schützen. Ist der Schultergurt nicht angeklippt, können die beiden Klipps noch oben verschlossen werden.
Beladung der Ortlieb Fahrradtasche
Es gibt zum einen das Hauptfach und im Hauptfach noch ein Innenfach. Der Hersteller gibt bei einem Paar das Volumen mit 40 Litern an, demnach ist eine Tasche mit 20 Litern Volumen durchaus in der Lage den kleinen Einkauf zu laden. Ein paar Liter Milch, Nudeln, Konservendosen und Haferflocken waren kein Problem. Die Innentasche eignet sich optimal dazu, seinen Haustürschlüssel, das Portemonnaie oder das Fahrradschloss zu beherbergen. So muss man vor der Tür nicht lange im großen Hauptfach herumkramen.
Zum Tragen wird der Griff genutzt, der auch automatisch den Verschluss der Häkchen öffnen. Dieser Gurt ist mit einem Handschutz überzogen, der das in der Hand tragen etwas angenehmer macht.
Weitere Ortlieb Taschen im Test
Mit wasserdichten Taschen "Made in Germany" ist Ortlieb seit Jahren eine feste Größe in der Bikepacking-Szene. Jetzt kommt eine neue, spannende Satteltasche aus Mittelfranken.
Ortlieb Seat-Pack QR
Auf dem Sea-Otter-Classic-Festival in Monterey hat Taschen-Spezialist Ortlieb das neue Seat-Pack QR vorgestellt. Damit reiht sich das neue Seat-Pack QR in Sachen Abmessungen und Fassungsvermögen zwischen seinen beiden Geschwistern ein. Mit seinem Preis von 160 Euro ist es zehn Euro teurer als das Seat-Pack 16.5 L und 20 Euro teurer als die kleine 11-Liter-Version. Vor allem aber ist es mit seinen 620 Gramm deutlich schwerer.
Das wohl auffälligste Merkmal des Seat-Pack QR ist das namensgebende Befestigungssystem: QR steht für „Quick Release“, es handelt sich auf Deutsch gesagt also um einen Schnellverschluss. Dieser basiert auf einer stabilen Kunststoffplatte mit einem cleveren Verschlussmechanismus.
Bei der Erstmontage muss die Aufnahme an den Sattelstreben einmalig ausgerichtet werden. Das dauert vielleicht zwei bis drei Minuten, danach hat man damit nichts mehr zu tun. Jetzt kann die Tasche einfach an den Sattel geklickt werden, dazu noch schnell den Klettverschluss um die Sattelstütze, fertig. So lässt sich Ortliebs Seat-Pack QR also tatsächlich innerhalb weniger Sekunden anbringen und auch wieder abnehmen.
Per mitgeliefertem Adapter lässt sich das Seat-Pack QR auch an per Knopfdruck absenkbaren Sattelstützen nutzen. Die Adapterschelle benötigt 4,3 Zentimeter Platz an der Stütze. Zum Einsatz an Sätteln mit Carbon-Streben hingegen eignet sich das QR-System nicht. Auch von der Montage an Carbon-Sattelstützen rät Ortlieb ab. Beschädigungen genau dieser Art verhindert die neue Schutzplatte an dem Seat-Pack QR. Der Schutzschild an der Unterseite der Tasche ist ein mehr als nützliches Upgrade.
Wichtig: Je nach Sattelposition und Versatz der Sattelstütze muss das QR-System weiter hinten oder vorne justiert werden, wodurch sich die maximal zulässige Zuladung zwischen drei und fünf Kilogramm verändert. Dabei gilt: je weiter vorne, desto geringer die Zuladung.
Beim Beladen selbst sind uns vor allem zwei Dinge aufgefallen: Erstens lässt sich das Ortlieb Seat-Pack QR auch dann ziemlich problemlos befüllen, wenn es schon am Gravelbike hängt. Und zweitens geht ordentlich was rein. So hat unser Testfahrer Marcello vom Gravel Club Hessen etwa Schlafsack, Isomatte, Zeltunterlage und Fahrradjacke problemlos untergebracht. Das entspricht 3,5 Kilogramm, auch vom Volumen her war noch ein bisschen Platz übrig. Nur sein Ein-Mann-Zelt plus Gestänge passte im Vergleich zum großen Seat-Pack 16.5 L nicht mehr.
Fertig beladen, wird die Tasche ähnlich wie ein Dry-Bag hinten eingerollt und dann per Klickverschluss geschlossen. Anschließend wird das Seat-Pack QR per Gurtband hinten sowie vier Gurten an den Seiten komprimiert. Damit die Luft dabei aus der wasserdichten Tasche entweichen kann, setzt Ortlieb, wie bei den beiden anderen Seat-Packs, auch hier auf das praktische Entlüftungsventil.
Das Ortlieb Seat-Pack QR sitzt bombenfest am Heck des Gravelbikes. Selbst im Wiegetritt oder in richtig technischen Passagen schaukelt sie überhaupt nicht zur Seite. Auf dem Sattel sitzend, nimmt man sie genau genommen eigentlich gar nicht wahr. Genau wie ihre Geschwister, bewahrt die neue Bikepacking-Tasche ihren Inhalt nach dem IP-Schutzgrad 64 vor Staub und Regen.
Ortlieb Vario High Vis
Wer kennt nicht die lästige Entscheidung zwischen Rucksack und Fahrradtasche? Mit Rucksack-Fahrradtaschen-Kombinationen gehört diese Fragestellung der Vergangenheit an; der Vario High Vis von Ortlieb ist so ein praktisches Teil. Diese Rucksack-Taschen-Kombi lässt sich einfach am Gepäckträger befestigen und in wenigen Sekunden zu einem Rucksack umfunktionieren. Dadurch lässt sich Gepäck bequem auf dem Fahrrad transportieren. Abseits des Rades steht dann der Rucksack zur Verfügung. Eine flexible Transportlösung für Alltag und Fahrradtouren.
Die eine Seite des Vario High Vis von Ortlieb bietet das bewährte Quick-Lock 2.1 (wahlweise auch Quick-Lock 3.1) Halterungssystem für den Gepäckträger, die andere Seite ein Rückentragesystem mit ergonomischen Schulterträgern. Die Metamorphose gelingt, indem das sogenannte Flap von der einen zur anderen Seite geklappt wird.
Im Innern des Vario High Vis befindet sich ein gepolstertes Laptopfach mit einem zusätzlichen Reißverschlussfach für kleine Gegenstände. Wahlweise lassen sich Schlüssel oder Smartphone auch im Flap verstauen. Ansonsten ist der Rucksack/die Tasche zu 100 Prozent wasserdicht, sofern er richtig verschlossen wurde.
Der Zugriff auf das Rucksack- bzw. Tascheninnere erfolgt über einen Rolltop-Verschluss, der sich variabel an die Inhaltsmenge anpassen lässt. Auch in der Breite lässt sich Ortliebs Wandlungskünstler mit Hilfe des Flaps verstellen, so dass er zu einem kompakten Gepäckstück wird.
Für mehr Tragekomfort sorgt ein Brustgurt, eine Wasserflasche lässt sich in einer seitlichen Mesh-Tasche verstauen - eher für die Verwendung als Rucksack, weniger für die als Gepäckträgertasche. Für Sichtbarkeit sorgen die von Ortlieb bekannten seitlichen Reflektoren. Bei der High Vis Variante, die wir getestet haben, ist sowohl im Flap als auch in den Schulterträgern Reflexgarn verarbeitet.
Ortlieb stellt den Vario nachhaltig in Deutschland her - gegenwärtig werden dafür zum Beispiel zwei drittel des benötigten Stroms selbst produziert.
Die ergonomischen Träger des Kombi-Rucksacks sorgen dafür, dass der Rucksack bequem getragen werden kann. Das TPU-Rückenpolster, was unter anderem auch am Commuter Daypack eingesetzt wird, erhöht den Tragekomfort mit Lüftungskanälen.
Mit dem Quick-Lock 2.1 Halterungssystem lässt sich die Tasche sicher am Gepäckträger befestigen. Einmal passend eingestellt, lässt sie sich mit einem Handgriff am Gepäckträger anbringen und wieder entnehmen.
Egal, wie schlammig unsere Touren waren, die Träger blieben immer ausreichend sauber, so dass wir den Rucksack aufsetzen konnten, ohne Angst zu haben, sämtliche Kleidung zu ruinieren. Das Reißverschlussfach im Flap wurde trotz stundenlanger Regenfahrten innen nicht nass.
Will man im Fahrradtaschenmodus an das Reißverschlussfach im Flap heran, ist es am einfachsten, das Flap auszuhängen.
Weitere getestete Fahrradtaschen
Bereits 50 Fahrradtaschen haben sich dem gründlichen Test unterzogen. Einige Taschen konnten überzeugen, andere haben ihre Versprechen nicht gehalten. Sechs Modelle haben sich einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient - vom Klassiker bis zum Hybridmodell ist für jeden Radfahrer etwas dabei.
Vaude Aqua Back Single
Die Vaude Aqua Back Single ist genau so, wie eine Fahrradtasche sein sollte: unkompliziert in der Handhabung, robust und wasserdicht, mit Reflektoren und einem Innenfach für Kleinigkeiten, nach denen man nicht lange suchen möchte. Auch dass sie klimaneutral produziert wird, gefällt uns sehr gut.
Ortlieb Back-Roller Core
Ein Klassiker unter den Fahrradtaschen ist der Ortlieb Back-Roller Core. Die 20-Liter-Fahrradtasche überzeugt mit ihrer Wasserdichtigkeit, dem klassischen Look und ihrer Robustheit und der einfachen Anwendung.
Vaude eBack Single
Für E-Biker, die Ordnung lieben: Die eBack Single von Vaude hat ein Extra-Fach für den Zusatzakku und noch viele weitere große und kleine Fächer.
Vaude Karakorum Pro
Radreisende aufgepasst: Viel Fassungsvermögen bietet die Karakorum Pro von Vaude, nämlich 68 Liter Volumen, verteilt auf drei Taschen. Da bekommt man so einiges unter, wenn man mit dem Rad in den Urlaub fahren möchte. Die Verarbeitung und die Qualität sind ausgesprochen gut.
Ortlieb Vario
Ideal für Pendler ist die Hybridtasche Ortlieb Vario. Die Gepäcktasche kann auch als Rucksack verwendet werden - die Lösung, die Ortlieb hier entwickelt hat, ist clever und einfach zugleich.
Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End
Wer bereit ist, für einen günstigen Preis Kompromisse einzugehen, sollte sich die Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End ansehen. Die Rolltop-Tasche ist ein guter City-Begleiter für den Fahrradalltag, das Innenfach kann hier herausgenommen werden.
Worauf man beim Kauf einer Fahrradtasche achten sollte
Vor dem Kauf einer Fahrradtasche sollte man sich fragen, für welchen Einsatzzweck die Tasche gedacht ist.
- Viele Taschen fürs Rad haben keine weitere Unterteilung. Für den Alltag ist das unpraktisch - wer möchte schon beim Einkaufen jedesmal in den Tiefen der Tasche nach seinem Portemonnaie kramen?
- Unsere Hybridmodelle sind Fahrradtaschen, die auch als Rucksack getragen werden können. Das ist für diejenigen interessant, die nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs sind, und ihre Tasche bequem transportieren möchten.
- Befestigt werden die von uns getesteten Fahrradtaschen am Gepäckträger. Die meisten Taschen verfügen auf ihrer Rückseite über ein oder besser zwei Schienen. Die obere Schiene dient der Aufhängung, die untere Schiene sorgt dafür, dass die Tasche nicht zur Seite ausschlägt.
- Ein Regenschutz ist ganz wichtig! Ein Regenschauer kann Sie immer überraschen, daher sollte die Tasche wasserdicht sein oder ihr sollte eine Regenhülle beiliegen. Auch einen Griff zum Tragen sollten jede Fahrradtasche haben.
- Für den Bürokram sollten Sie auf verschiedene Fächer im Hauptfach achten, ein gepolstertes Laptop-Fach ist hier Pflicht. Nutzen Sie die Tasche hauptsächlich für den Einkauf und die Radtour, sind unterteilte Fächer weniger wichtig.
- Damit die Tasche schließlich stabil sitzt und nicht vom Rad runterfällt, sobald Sie über Bordsteine, Schlaglöcher, Geröll oder Ähnliches fahren, sollte sich die Tasche unkompliziert und fest am Fahrrad befestigen lassen.
Die Frame-Pack Rahmentasche
Mit sechs Litern Packvolumen in der größten Variante ist das Frame-Pack ideal für schwere und größere Gegenstände. Ich habe hier Dinge wie Lebensmittel, Wasser, eine Espressokanne und bei Bedarf auch mal ein Schloss verstaut. Der Vorteil ist, dass das Gewicht nahe am Schwerpunkt des Fahrrads bleibt. Zudem hat die Tasche einen robusten, wasserdichten Reißverschluss und gummierte Befestigungsgurte, welche somit nicht verrutschen können.
Hinterradtaschen im Vergleich
Hinterradtaschen, Gepäckträgertaschen, Packtaschen - es kursieren auch bei den Herstellern verschiedene Begriffe für die Fahrradtaschen, die sich (meist als Paar eingesetzt) beidseitig am Gepäckträger befestigen lassen. Getestet haben wir neun Taschen, von denen acht einen Rollverschluss haben: Sie werden durch mehrmaliges Einrollen des oberen Randes und anschließender Fixierung mit einer oder mehreren Schnallen geschlossen.
Die Taschen in unserem Test haben Volumina zwischen 18 und 26 Litern und tragen etwa 9 bis 12,5 Kilogramm. Bei zwei Modellen reichen die rund 40 Liter und etwa 20 Kilogramm für kurze Reisen genauso aus wie für große Einkäufe. Einige unserer Testtaschen gibt es auch in kleinen Versionen für Frontgepäckträger, sodass man mit insgesamt vier Taschen unterwegs sein kann. Auch lassen sich einige Hinterradtaschen mit einer zusätzlichen, oben aufliegenden Einzeltasche kombinieren, um das Volumen zu vergrößern.
Alle getesteten Taschen werden an einer Strebe eines Gepäckträgers mit zwei Klemmen befestigt. Unten verhindert ein kleiner Arm, dass sie in Kurven vom Gepäckträger weg schwenken. Alle Taschen im Test eignen sich für Standardgepäckträger.
Durch Verschieben der Klemmen respektive des stabilisierenden Arms können die Taschen so an die meisten Gepäckträger angepasst werden, dass sie während der Fahrt nicht nach vorn oder hinten wandern. Wichtig ist dabei, dass sie so weit hinten positioniert werden, dass man sie beim Fahren nicht mit der Ferse berührt.
Die Back Roller von Ortlieb sind für Radreisende immer noch das Maß der Dinge. Sie liegen bei der Verarbeitung und der Materialqualität vorn. Mit dem neuen Schloss hat Ortlieb auch bei der Halterung zu Vaude aufgeschlossen. Wobei Vaudes Aqua Backs mit ihrer robusten Verarbeitung eine echte Alternative zu Ortliebs Back Rollern sind.
Thule Shield
Die Shield von Thule ist eine klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss. Das Besondere: Es gibt sie in vier Größen mit Volumina von 13, 17, 22 und 25 Litern. Wir haben das größte Modell getestet, das etwa ein Kilo wiegt. Es enthält, wie die kleineren Modelle, Täschchen für Papiere und Kleinkram. Thule setzt bei dem Befestigungssystem auf eine Eigenentwicklung. Die verstellbaren Haken greifen in den Gepäckträger und müssen von Hand verriegelt werden.
SKS Infinity Urban Sidebag
Die Infinity Urban Sidebag von SKS ist eine Pendlertasche. Sie besteht außen aus einer Mischung aus glattem Kunststoff und Mesh-Gewebe. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist die Innenseite zum größten Teil mit einem Futter aus glattem Stoff versehen. Der Vorteil: Gegenstände gleiten leichter an den Wänden der Taschen entlang und lassen sich ohne Widerstand herausziehen. Innen auf der Rückseite gibt es ein dick gepolstertes Laptopfach. Entfernen kann man es nicht.
Aevor Pannier Pack
Die Pannier Pack von Aevor wendet sich mit ihrem Design an ein sportliches Publikum. Sie besteht aus einem dünnen Mesh-Gewebe, das auf der Innenseite geglättet ist. Ein gepolstertes Notebook-Fach mit zwei kleineren Täschchen für Zubehör ist nicht entnehmbar.
Ortlieb Back Roller Free
Die Back Roller sind der Packtaschen-Klassiker schlechthin: Ortlieb gilt als Erfinder des Fahrradtaschen-Rollverschlusses und brachte die Back Roller erstmals vor rund 35 Jahren auf den Markt. Wir haben die Free-Version getestet, die PVC-frei, aber ebenso haltbar und wasserdicht wie das Original sein soll. Sie wird wie alle Ortlieb-Taschen in Deutschland gefertigt.
Die Halterung für die Taschen hat Ortlieb regelmäßig überarbeitet, das aktuelle System für Standardgepäckträger heißt Quick Lock 2.2. Es schnappt zu, wenn man die Tasche einsetzt und löst sich, sobald man an einem kleinen Trageband zieht. Anders als früher ist es (mit etwas Mühe) ohne Werkzeug an den eigenen Gepäckträger anpassbar.
Vaude Aqua Back Plus
Optisch erinnert die Aqua Back Plus an das Set von Ortlieb. Allerdings ist das Material steifer, weshalb es sich nicht ganz so geschmeidig aufrollen lässt. Auch die Vaude-Tasche ist PVC-frei und wird in Deutschland produziert. Vaude gibt darüber hinaus an, dass die Produktion klimaneutral sei. Anders als Ortlieb verbaut Vaude auf der Gepäckträgerseite einen Hartschalen-Rücken. Zusammen mit dem hauseigenen Befestigungssystem QMR 2 (Quick Mount Release 2) ergibt sich eine Maximalbeladung mit 12,5 Kilogramm pro Tasche - Rekord im Testfeld. Aber auch das Eigengewicht von ca. einem Kilogramm ist recht hoch.
Topeak Pannier Drybag
Die Pannier Drybag ist dünn und mit 786 Gramm sehr leicht. Sie ist ausschließlich in Anthrazit/Schwarz und den Größen 15 (vorn) und 20 Liter (hinten) lieferbar. Topeak hat ein eigenes Befestigungssystem entwickelt, das einfach zu handhaben ist (reingreifen, hochheben, löst sich), aber nicht so flexibel wie die Systeme der Konkurrenz. Lediglich der untere Sicherungsarm lässt sich verstellen, oben muss man eine passende Stelle am Gepäckträger finden.
Feuerwear Sam
Sam heißt die 19-Liter-Tasche von Feuerwear, einem Kölner Anbieter, der ausgediente Feuerwehrschläuche zu allen möglichen Taschen und Accessoires umarbeitet. Robust und einzigartig, denn jedes Stück Schlauch gibt es mit den jeweiligen Aufdrucken so nur einmal. Allerdings ist nur die Front von Sam aus dem kräftigen Schlauchgewebe, der Rest der Tasche ist ein ebenfalls stabiles, aber neuwertiges schwarzes Gewebe.
Thule Paramount
Die Hybridtasche Thule Paramount fasst 26 Liter und wendet sich vor allem an Pendler und urbane Radfahrer, die sowohl mit dem Rad fahren als auch Teilstrecken zu Fuß gehen. Um aus der Fahrradtasche einen Rucksack zu machen und umgekehrt, muss zunächst der Reißverschluss auf der Rückseite geöffnet werden, um die Rückenplatte herumzudrehen und wieder hineinzustecken. Dann kann der Reißverschluss wieder verschlossen werden.
Radgeist Fahrradtasche
Um ein Hybridmodell handelt es sich bei der Radgeist Fahrradtasche für Gepäckträger. Die wasserdichte Tasche verfügt über ein Volumen von 20 Litern und ist mit einem Rolltop versehen, das mit einem G-Haken am Gurt fixiert wird.
Übersichtstabelle: Getestete Fahrradtaschen
| Tasche | Volumen (Liter) | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Ortlieb Back-Roller Classic | 20 (pro Tasche) | Wasserdicht, robust, Quick-Lock2.1 |
| Ortlieb Seat-Pack QR | Unbekannt | Schnellverschluss, wasserdicht |
| Ortlieb Vario High Vis | Unbekannt | Hybrid (Rucksack/Fahrradtasche), wasserdicht |
| Vaude Aqua Back Single | Unbekannt | Wasserdicht, robust, klimaneutral |
| Vaude eBack Single | Unbekannt | Für E-Bikes, Extra-Fach für Akku |
| Vaude Karakorum Pro | 68 (gesamt) | 3 Taschen, ideal für Radreisen |
| Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End | Unbekannt | Rolltop, City-Begleiter |
| Thule Shield | 13, 17, 22, 25 | Rollverschluss, verschiedene Größen |
| SKS Infinity Urban Sidebag | Unbekannt | Pendlertasche, Laptopfach |
| Aevor Pannier Pack | 21 | Sportliches Design |
| Ortlieb Back Roller Free | 20 | PVC-frei, wasserdicht |
| Vaude Aqua Back Plus | Unbekannt | PVC-frei, klimaneutral, robust |
| Topeak Pannier Drybag | 15, 20 | Leicht, wasserdicht |
| Feuerwear Sam | 19 | Aus Feuerwehrschlauch, einzigartig |
| Thule Paramount | 26 | Hybrid (Rucksack/Fahrradtasche), für Pendler |
| Radgeist Fahrradtasche | 20 | Hybrid (Rucksack/Fahrradtasche) |
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