Fahrradträger für 2 E-Bikes im Test: Welcher ist der Beste?

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel boomt - sowohl als E-Bike als auch als klassisches Velo mit menschlichem Antrieb. Dann muss ein Fahrradträger her.

Fahrradträger-Typen

Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Fahrradträger-Typen:

  • Fahrradträger für die Anhängerkupplung
  • Fahrradträger für die Heckklappe
  • Fahrradträger fürs Dach

Fahrradträger für die Heckklappe und fürs Dach haben allerdings ihre Tücken, weshalb sich dieser Test auf Modelle für die Anhängerkupplung beschränkt.

Warum Fahrradträger für die Anhängerkupplung?

In diesem Testbericht konzentrieren wir uns auf Fahrradträger für die Anhängerkupplung, denn sie erfreuen sich großer Beliebtheit und sind unserer Meinung nach die beste Lösung. Fahrradträger für die Anhängerkupplung lassen sich sehr einfach montieren und auch das Beladen mit den Rädern funktioniert problemlos. Denn die Velos müssen lediglich wenige Zentimeter angehoben werden, die Montage gelingt somit ohne großen Kraftaufwand. Viele Fahrradträger, die sich abklappen lassen, bieten zudem freien Zugang zum Kofferraum.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

Wer sich einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zulegen will, muss vorher die maximale Stützlast der Anhängerkupplung kontrollieren. Diese findet man im Fahrzeugschein unter Ziffer 13. Möchten Sie zwei E-Bikes transportieren und die Stützlast wie in unserem Beispiel bei maximal 75 Kilo liegt, sollten Sie eine möglichst leichte Halterung nehmen. Das Überschreiten der maximalen Stützlast ist nicht nur gefährlich und hat negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos.

Checken Sie zudem den Abstand der Radschienen. Fällt dieser zu gering aus, können die Gabeln der Räder aneinander scheuern. Mindestens 190 Millimeter sollten es sein. Kontrollieren Sie außerdem die Breite der Führungsschienen. Speziell, wenn Sie Mountainbikes besitzen, kann es bei Standard-Schienen zu eng werden und die Reifen passen nicht hinein.

Bei Fahrrädern am Heck oder auf der Anhängerkupplung darf das Nummernschild nicht verdeckt werden. Andernfalls müssen Sie ein drittes Schild am Fahrradträger montieren. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf zusätzliche Ladung nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Rückleuchten hinausragen. Sind die Fahrräder zu breit, so müssen Sie Ihren Fahrradträger mit Zusatzleuchten ausstatten. Achten Sie darauf, mit welcher Steckverbindung Ihre Anhängerkupplung für die Stromversorgung ausgestattet ist (7 oder 13 Pole). Für wenig Geld sind passende Adapter erhältlich.

Praktische Tipps vor der Fahrt

Bevor Sie losfahren, sollten leicht zu verlierende Teile, wie die Luftpumpe, vom Rad entfernt werden. Die Akkus von E-Bikes haben zusätzliches Gewicht und gehören idealerweise ins Auto. Kontrollieren Sie bei einem Heckträger die Beleuchtung und ob das Kfz-Kennzeichen gut zu erkennen ist. Nach 50 Kilometern sollte man noch einmal checken, ob sich Schrauben oder Spanngurte gelockert haben.

Achtung, das Fahrverhalten des Autos mit einem oder mehreren Fahrrädern an Bord kann deutlich anders sein, speziell dann, wenn Sie die Räder am Heck befestigt haben. Fahren Sie deshalb nicht schneller als 130 Kilometer pro Stunde und seien Sie in Extremsituationen, wie einer abrupten Vollbremsung oder engen Kurven, darauf vorbereitet, dass Ihr Pkw unerwartet reagiert. Bedenken Sie außerdem, dass der Spritverbrauch mit einem Fahrradträger wegen der schlechteren Aerodynamik in die Höhe schnellt.

Die getesteten Modelle im Überblick

Insgesamt wurden 19 Fahrradträger für die Anhängerkupplung getestet. Mittlerweile umfasst unser Fahrradträger-Megat-Test 27 moderne Modelle, von Herstellern wie Thule, Yakima, Uebler und XLC bis hin zu Neuheiten von Spinder oder Atera! Auch in puncto Preis sind die getesteten Kupplungsträger reichlich divers: von günstigen 250 Euro (Testsieger 2024!) bis zum High-End-Modell (Testsieger 2025!) findest du hier für jedes Portemonnaie den richtigen Reisebegleiter!

Hier ist eine Auswahl der getesteten Modelle:

Testsieger 2025: Uebler i21 Z60

Der Uebler i21 Z60 gewinnt den Vergleichstest 2025! Der Uebler-Träger gewinnt knapp gegen das Thule-Produkt, was an der leichteren Montage und der innovativen Kugelkopf-Arretierung liegt, sie schließt Fehlmontagen aus. Auch sonst ist wenig zu kritisieren: Durchdacht geht es bei der Fahrradbefestigung weiter, die Räder und Rahmen stehen sicher - die Bikes sollten aber nicht zu groß sein. Während die Schienen breit genug sind, fallen sie ein wenig zu kurz aus.

Testergebnis: sehr gut (🏆 Testsieger 2025)

  • Preis: 887 Euro
  • Eigengewicht: 13,5 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Thule EasyFold 3

Der Thule EasyFold 3 ist ein sehr guter Träger - mit kleinen Detailschwächen. Der wertige Thule-Träger lässt sich leicht von einer kräftigen Person auf die Kupplung montieren. Auch die Felgen-Befestigung mit der Ratschenfunktion kann sich sehen lassen, die Bike-Rahmenhalter sowie die Reifenschienen sind ausreichend dimensioniert und gewährleisten sicheren Halt. Selbst bei den Fahrversuchen erweist sich der Träger als sicher, wenngleich er Bewegungen zeigt. Nicht schlimm, die Werte liegen in der Toleranz und haben keine Auswirkung. Ärgerlich ist nur, dass die Bikes zu dicht stehen, dadurch können sie aneinanderschlagen und Schaden nehmen.

Testergebnis: sehr gut

  • Preis: 950 Euro
  • Eigengewicht: 18,5 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Atera Forza M

Der Atera Forza M patzte bei den kurzen Radschienen. Es sind nur Kleinigkeiten anzumerken, die aber am Ende den Testsieg kosten: Der Lastesel zeigt während der Fahrversuche Bewegungen auf der Anhängerkupplung, und durch die kurzen Radschienen verhält sich vor allem das Vorderrad speziell bei großen Bikes unruhig. Doch die Auffälligkeiten sind nicht bedenklich - alles im grünen Bereich. Dennoch gibt es Punktabzüge. Zudem könnte die Anleitung ausführlicher sein, sie ist etwas zu bildlastig. Ansonsten erweist sich der gut verarbeitete Träger als sicher und stabil.

Testergebnis: gut

  • Preis: 899 Euro
  • Eigengewicht: 18,2 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Yakima JustCklick 2 Evo

Der JustClick 2 ist auch in der neuen EVO-Variante eine gute Wahl! Der Träger macht einen soliden Eindruck und fällt auch bei den Fahrversuchen kaum auf - Träger und Bikes stehen sicher, wenngleich das Yakima-Produkt nicht frei von Bewegungen ist. Doch die bleiben in der Toleranz. Zwar sind die ausziehbaren Radschienen gut bei großen Rahmen, weil dadurch die Räder sicherer stehen. Doch was bringt das, wenn die Spannriemen zu kurz ausfallen? Auch die unterschiedliche Höhe der Radschienen kann problematisch sein: gut bei der Fahrradbefestigung, schlecht beim Beladen - ein E-Bike ist höher zu heben.

Testergebnis: gut

  • Preis: 739 Euro
  • Eigengewicht: 17 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

XLC Almada Work-E

Pfiffif: Der Almada Work-E-Träger fungiert auch als Montageständer - ist aber sehr schwer. Der Träger überzeugt an vielen Stellen: Er lässt sich perfekt auf alle Rahmengrößen einstellen, was aber ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Das mag stören, dafür stehen die Bikes aber sicher und weit genug auseinander. Zudem meistert der Almada Work-E die Fahrversuche, dennoch gibt es Punktabzüge. Trotz der einstellbaren Kugelkopf-Arretierung verschiebt er sich horizontal auf der Kupplung, zudem sind Trägerbewegungen beim Bremsen und auf der Rüttelstrecke feststellbar. Unterm Strich sind die Auffälligkeiten aber im Toleranzbereich, somit also nicht bedenklich.

Testergebnis: gut

  • Preis: 700 Euro
  • Eigengewicht: 20,4 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Spinder TX2

Geniales Konzept - aber Schwächen bei den Fahrversuchen: Spinder TX2 bleibt hinter den Erwartungen zurück. Der Träger scheint durchdacht zu sein, was für die Kugelkopf-Arretierung nicht gilt. Man kann sie zwar einstellen, doch in den Fahrversuchen bewegt sich trotzdem der Träger deutlich auf dem Haken und kommt dem Auto sehr nah. Die Befestigungen hielten am Ende, Räder und Träger fielen nicht auf die Straße. Bis auf die Kugelkopf-Arretierung macht das Konzept einen guten Eindruck: Die Rahmenhalterungen lassen sich gut auf die Bikes anpassen, und die Radschienen sind selbst für große Fahrräder geeignet.

Testergebnis: befriedigend

  • Preis: 649 Euro
  • Eigengewicht: 18 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Testsieger 2024: Norauto E-Fit 100-2

Testsieger 2024: Der Norauto E-Fit 100-2 überzeugte mit einfacher Montage, gummierter Greifarme und langen Schlaufen mit Felgenschonern. Der E-Fit 100-2 sticht im Test alle Mitstreiter aus - mit gutem Grund. Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest verbauten Gabelschlüssel lässt er sich gut am Kugelkopf fixieren. Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Schlaufen samt Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man. Bei der Vollbremsung zeigt er leichte, normale Aufstellbewegungen. Das Ausweichen meistert er souverän. Lediglich auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Vorderräder etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der Anhängerkupplung.

Testergebnis: Sehr gut

  • Preis: 250 Euro
  • Eigengewicht: 18,2 kg
  • max. Zuladung: 60 kg

Vergleichstabelle ausgewählter Modelle

Modell Preis (ca.) Eigengewicht Max. Zuladung Testergebnis
Uebler i21 Z60 887 € 13,5 kg 60 kg Sehr gut (Testsieger 2025)
Thule EasyFold 3 950 € 18,5 kg 60 kg Sehr gut
Atera Forza M 899 € 18,2 kg 60 kg Gut
Yakima JustCklick 2 Evo 739 € 17 kg 60 kg Gut
XLC Almada Work-E 700 € 20,4 kg 60 kg Gut
Spinder TX2 649 € 18 kg 60 kg Befriedigend
Norauto E-Fit 100-2 250 € 18,2 kg 60 kg Sehr Gut (Testsieger 2024)

Spezialfall: Thule Epos 2

Mit dem Thule Epos 2 bieten die Schweden einen zusammenklappbaren Anhängerkupplungs-Fahrradträger für 2 Bikes an, der keine Wünsche offen lässt und endlich für alle Rahmenformen passen soll. Der Thule Epos 2 ist der coolste Fahrrad-Kupplungsträger, den wir je in der Redaktion hatten.

Thule versprach uns damals, dass bei der nächsten Generation Fahrradträger flexiblere Haltesysteme anzubieten. Dieses Versprechen wurde beim neuen Thule Epos restlos eingelöst. Die Befestigungsarme sind sowohl auszieh- als auch schwenkbar und passen sich so auch dank der langen Spannriemen wirklich jeder Rahmenform an.

Beim Thule Epos gestaltet sich das Be- und Entladen sehr einfach. Die ausziehbaren und schwenkbaren Befestigungsträger mit Greifarm können wirklich jede Rahmenform umschließen und an jeder Stelle des Rahmens (Unter-, Ober- oder Sattelrohr) oder auch am Hinterrad befestigt werden. Vorsicht: Nicht am Vorderrad fixieren!

Während beim Vorgängermodell, dem Thule EasyFold XT2, die Greifarme für manche Rahmenformen zu kurz waren, passt beim Thule Epos 2 alles, und zwar für jedes Bike. Die stahlverstärkten Riemen des Greifarms sind recht lang und lassen sich mit einer Kunststoffratsche festzurren und mit einem separaten Schloss abschließen.

Der Thule Epos 2 wiegt knapp über 17 kg und lässt sich recht kompakt zusammenklappen (69 x 27 x 73 cm), somit kann er auch in kleinen Kofferräumen gut verstaut werden. Recht praktisch erweist sich der Transportgriff, wodurch der Heckträger von einer Person getragen und dann sehr einfach auf der Kupplungskugel aufgesetzt und arretiert werden kann. Die Radschienen sind ausreichend lang: Thule gibt den Epos für einen Radstand bis 1.350 mm frei.

Die Schienenbreite soll laut Thule für bis zu 3” breite Reifen passen. Wir haben es getestet: Mit den üblichen E-Mountainbike-Reifen gab’s keine Probleme. Der Schienenabstand ist mit 25 cm recht großzügig bemessen, liegt damit am oberen Ende der bislang von uns getesteten Heckträger und schließt ein Aneinanderstoßen und damit Reiben der Bikes so gut wie aus. Die Spannriemen sind lang genug, um auch sehr breite und großvolumige Reifen bestens zu umfassen.

Der Heckträger kann um 50 Grad abgeklappt werden - das reicht, um auch den Kofferraumdeckel eines Kombi zu öffnen. Egal, wie man belädt, die Bikes passen immer darauf und lassen sich mit dem variablen Fahrrad-Haltearm sehr einfach fixieren.

Optionales Zubehör für den Thule Epos 2

  • Klappbare Laderampe für 69,95 €
  • Thule Epos Bike Repair Holder für 69,95 €
  • Zusätzliches Fahrradschloss mit einer Länge von 150 cm für 59,95 €

Fazit zum Thule Epos 2

Mit dem Thule Epos 2 ist den Schweden ein im wahrsten Sinne des Wortes großes Werk gelungen: Die einfache Montage des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung und das wirklich durchdachte, ausziehbare Befestigungssystem ermöglichen ein simples und schnelles Be- und Entladen aller Arten von Bikes. Der genialste Fahrradträger, den wir bislang getestet haben.

Alternative: Norauto E-FIT 200-2

Der „ultimative Fahrrad Heckträger“ - so betitelt ATU den Heckträger Norauto E-FIT 200-2 der Eigenmarke. Mit seinen knapp 400 € ist er der günstigste Heckträger im Vergleichstest. Der Norauto E-FIT 200-2 ist eines der beiden Top-Modelle des Herstellers und für zwei Bikes ausgelegt.

Durch den im Test einzigartigen Aufbau des mittig platzierten U-Rahmens waren wir gespannt, wie dieser Heckträger sich in der Praxis schlägt. Im direkten Vergleich zu den Heckträgern Thule Epos 3 oder Spinder TX2 Plus wirkt die Verarbeitung weniger hochwertig, er kostet dafür aber auch nur die Hälfte.

Der Norauto kann, aufgrund seiner Rollen, entspannt zu eurer Anhängerkupplung gefahren werden und lässt sich anschließend einfach über den Hebel arretieren. Jeder - wirklich jeder 😉 - checkt das System auf Anhieb.

Das Befestigungssystem der Bikes basiert als einziges im Test auf gummierten Krallen, die für den besten Halt im gesamten Test sorgen. Aufgrund des mittig platzierten U-Rahmens muss das Bike vorsichtig zwischen Auto und U-Rahmen manövriert werden - nervig! Das System bietet aber dennoch durch die einfach beweglichen Greifarme eine gute Bike-Kompatibilität. Und ist laut Hersteller auch für Carbon-Rahmen geeignet.

Angesichts der breiten Radschienen, die breitesten im Test, passen hier selbst Bikes mit dicken Reifen bis 3,9 Zoll auf den Träger. Die Greifarme, die eure Bike-Rahmen sichern, sind per Schlüssel abschließbar.

Zugegeben, an das Befestigungssystem von Thule Epos 3 oder Spinder TX2 Plus kommt der E-FIT 200-2 nicht ran. Dafür braucht man im direkten Vergleich zu lange, bis die Bikes auf dem Heckträger sitzen.

Den Norauto E-FIT-200-2 empfehlen wir Sparfüchsen, die ihre Bikes einfach und unkomompliziert von A nach B bringen wollen. Durch die Kompatibilität mit verschiedenen Bikes ist jeder, zumindest bei uns in der Redaktion, mit dem Heckträger gut zurechtkommen, egal ob mit City-Bikes, Mountainbikes, E-MTBs oder Rennrädern.

Der Norauto E-FIT 200-2 bietet dennoch ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Für einen schmalen Taler erhält man hier einen Heckträger, der sich unkompliziert montieren lässt und eure Bikes mit super festem Halt sichert.

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