Möchtest du deinem Motorrad einen neuen Look verleihen oder Lackschäden beseitigen? Eine Lackierung kann Wunder wirken! Hier findest du eine umfassende Anleitung, wie du dein Motorrad selbst lackieren kannst - mit allen Schritten, Tipps und Tricks vom Fachmann.
Warum das Motorrad lackieren?
Es gibt viele Gründe, warum man sein Motorrad lackieren möchte:
- Schutz: Eine Lackierung schützt vor Kratzern, Steinschlägen, Streusalz und anderen Umwelteinflüssen.
- Reparatur: Lackierung dient der Beseitigung von Rost, Dellen und Kratzern.
- Individualisierung: Eine individuelle Lackierung hebt dein Motorrad von der Masse ab.
- Ästhetik: Eine neue Lackierung lässt dein Motorrad in neuem Glanz erstrahlen.
Vorbereitung ist alles
Eine sorgfältige Vorbereitung ist das A und O für eine gelungene Lackierung. Nimm dir ausreichend Zeit und arbeite gewissenhaft, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
1. Demontage und Reinigung
Das Lackieren eines Motorrads ist erst nach Demontage der Verkleidungen, des Tanks, der Schutzvorrichtungen, der Felgen usw. möglich. Entferne sämtliche Farbreste! Dies kann mit einem Sandstrahlgerät und per Hand erfolgen.
- Klebeetiketten usw. entfernen.
- Tanköffnung vorsichtig mit Isopropanol und Einmaltüchern reinigen.
- Tanköffnung sorgfältig zukleben, damit keine Verunreinigungen in den Tank geraten.
Alle Motorradteile sind auf ihrer Oberfläche mit Farbe und Lack versehen. Wenn du mit der Hand über die Oberflächen fährst, wirst du feststellen, dass es Unebenheiten und Kleber gibt, die sich unter dem Lack befinden. Sie müssen vor dem Lackieren eines Motorrads unbedingt entfernt werden.
2. Schleifen
Alle zu lackierenden Teile mit dem Exzenterschleifer mit P120 anschleifen. Dabei auch die Klebeaufschriften abschleifen. Etwaige Roststellen gleich mitausschleifen. SchleifenDie Vorbereitung ist ein sehr wichtiger Schritt: Das Schleifen erfolgt nass mit Schleifblättern der Körnung P320. Es hilft, Kratzer zu reduzieren und feine Unebenheiten auf der Oberfläche zu beseitigen, und trägt vor allem dazu bei, die Haftung des Motorradlacks zu verbessern.
Wir empfehlen, auf gekrümmten Oberflächen keinen Schleifer zu verwenden. Bevorzugen Sie das manuelle Schleifen, wenn möglich nass, indem Sie Ihr Schleifblatt in Wasser einweichen.
Beim Sandstrahlen und Schleifen können kleine Risse, Löcher und Kratzer entstehen.
3. Spachteln
Schadstellen mit Universalspachtel spachteln. Dabei in mehreren Schichten dünn arbeiten. Den getrockneten Spachtel final mit Schleifpapier der Körnungen P80, P120 und P240 anschleifen.
4. Reinigung und Vorbereitung zum Lackieren
Die Metallteile nach dem Spachteln mit Isopropanol und Einmaltüchern gründlich reinigen. Die Bauteile aufbocken oder aufhängen, sodass beim Lackieren alle Bereiche gut erreichbar sind. Die Teile von Innen mit Abdeckpapier und Streifenklebeband abkleben. Dort werden sie nicht lackiert und brauchen nicht gesondert gereinigt zu werden.
Grundierung und Füller
1. Grundierung
Die Metallteile mit einer 2K-Epoxidharzgrundierung in zwei Schichten grundieren. Zwischenablüftzeiten beachten. Grundsätzlich wird immer versucht nass-in-nass zu arbeiten.
2. Kunststoffhaftvermittler und Füller
Die Kunststoffteile mit Kunststoffhaftvermittler einsprühen. Dabei besonders die durchgeschliffenen Teile beachten. Ablüftzeit von ca. Die Kunststoffteile mit dem Mipa Etch-Filler hellgrau in zwei Schichten grundieren. Metallteile ebenfalls mit dem Mipa Etch-Filler hellgrau in zwei Schichten grundieren.
Der Füller oder Füllgrund: Die Profiversionen sind immer zweikomponentig (Grundierung + Härter) und in der 2K-Spraydose oder im Pistolenset erhältlich. Sie bilden eine dicke Schicht, die füllt und nivelliert.
3. Anschleifen des Füllers
Den Etch-Primer mit Softflex P400, P600 und P800 anschleifen. Schleifen Sie die Grundierung mit P320, dann P500 mit Wasser*. Bei der Ausführung der verschiedenen Schichten und Phasen eines Motorradlacks ist es wichtig, auf die Schleifkörner zu achten, um eine gute Langzeitbeständigkeit zu gewährleisten.
Eigentlich gibt es keine selbstnivellierenden Grundierungen, die direkt mit Motorradlack überlackiert werden können.
Von der Grundierung bis zum Lackieren muss der Untergrund vor dem Lackieren immer mit P500 geschliffen werden.
Die Lackierung
1. Basislack
Den Basislack jeweils in zwei Schichten auftragen. Zwischenablüftzeiten beachten.
Für jede Motorradmarke gibt es Farbcodes, um die Originalfarbtöne des Herstellers zu kennzeichnen.
Im Topf oder in der Spraydose sind diese Körperlacke auf Lösungsmittel- oder Wasserbasis erhältlich und werden „Mattbasen“, „Lackbasen“ oder auch „Zweischichtlacke“ genannt. Sie erfordern eine einfache Verdünnung, um sehr flüssig zu sein. Wie der Name schon sagt, müssen diese Farben lackiert werden. Sie trocknen sehr schnell und beim Lackieren empfiehlt es sich in der Regel, eine Verzögerung von 30 Minuten einzuhalten, bevor sie „schließen“.
2. Klarlack
2K-Klarlack in zwei Schichten auftragen. Der Benzintank muss zum Schluss noch mit mehreren Schichten Klarlack überzogen werden. Nimm hierzu unbedingt einen benzinfesten 2K Klarlack, wie z.B. Grundsätzlich lohnt es sich, eine Motorradlackierung vorzunehmen.
Der Lack muss sorgfältig aus einer Reihe hochwertiger Lacke in professioneller Qualität ausgewählt werden. Der beste Lack ist derzeit Keramiklack.
Das Lackieren hat vor allem einen Schutzzweck und schützt den Lack und das Metall vor Kraftstoffen, Reinigungsmitteln, Regen, Sonne und Oxidation.
Sein Zweck ist auch ästhetischer Natur, da Sie eine lackierte und glänzende Oberfläche oder dank Mattlacken sogar eine matte Oberfläche erhalten.
Lackmenge planen
Planen Sie einfach etwas breiter, was die Versorgung betrifft, und vor allem nicht zu knapp!
Die Regel ist einfach (wir sprechen in Litern, denn so werden Produkte im Allgemeinen verkauft). Ungefähr 10 bis 12 m² pro Liter und pro Schicht. Da es notwendig ist, zwei oder drei Schichten aufzutragen, beträgt die Endausbeute: 4 bis 6 m² / L, das ist logisch.
Für die Lackierung eines Motorrads sind mindestens 500 ml verdünnter Lack für ein kleines Motorrad erforderlich. Die Neulackierung eines großen Motorrads erfordert mindestens 1 Liter verdünnt oder sogar pur. Der Lack: etwa 500 ml zum Auftragen von zwei Schichten auf die kleinsten Modelle und bis zu 1 l für Harleys mit Koffern und Windschutzscheiben... Fragen Sie unseren Techniker um Rat.
Wo finde ich die richtigen Produkte?
In dem Warenkorb findest du alle benötigten Produkte für dein Motorrad Projekt. Mit einem Klick kannst du auch gleich alle Produkte in den Warenkorb tun.
Unterstützung und Hilfe
Wenn du Fragen zum Motorrad lackieren hast, melde dich gerne bei unseren Lackiermeistern. Bei uns beraten dich nur Lackiermeister.
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