Für Triathleten und Zeitfahrspezialisten sind nur zwei Dinge wichtig, wenn es um DISC-Laufräder geht: Sie müssen schnell und leicht sein! Während des Entwicklungsprozesses spielte die Rolle einiger TeamFFWD-Triathleten eine große Rolle.
Das FFWD FALCON Laufrad im Detail
Das FALCON wurde im Vergleich zu seinem Vorgängermodell mit einem Schaumstoffkern und massiven Seitenwänden aus Kohlefaser hergestellt. Das neue Rad verwendet einen hohlen Kern und PMI (Polymethacrylimid)-Schaum, in den die Seitenwände aus Kohlefasern eingebettet sind, eine Struktur, die für ihre Festigkeit und Steifigkeit in Verbindung mit geringem Gewicht bekannt ist und eine deutliche Gewichtsreduzierung von 300 Gramm ermöglicht. Die FALCON-Version mit Scheibenbremse bringt nur 1040 Gramm auf die Waage.
Bitte beachtet, dass die Variante mit Felgenbremse einen Gewichtsnachteil von 85 Gramm mit sich bringt, da diese Räder im Bereich der Bremsfläche verstärkt sind. Das FALCON ist perfekt für die Verwendung mit einem Tubeless-Setup. Die 21-Millimeter-Innenfelge (mit Haken) ist für eine schnelle und einfache Tubeless-Installation ausgelegt und bietet perfekten Halt für die meisten gängigen TT-Reifen. Durch das hakenförmige Felgendesign ist das Laufrad auch mit Baumwollreifen kompatibel, die z. B. mit Latex-Innenschläuchen kombiniert werden. Die empfohlene Mindestreifengröße beträgt 25 Millimeter.
Aero-Laufräder im Test: Schnell, leicht und bezahlbar
Schnell in der Ebene, leicht genug für die Berge und bezahlbar: Acht aerodynamische Scheibenbrems-Laufräder bis 1.200 Euro im Test.Hohe Aero-Felgen gehören zum Auftritt eines Rennrads, mit dem man in Rennen schnell sein will. Sie sehen schnittig aus und drehen tatsächlich messbar am Tempo - im Flachen, bergab sowieso, aber auch auf welligem Terrain. Mit keinem anderen Teil am Rennrad kann man mehr Geschwindigkeit nachrüsten. Die beste Nachricht aber ist, dass die Preise für die schnellen Räder gefallen sind. Die Laufradsätze im Test hätten vor ein paar Jahren noch leicht das Doppelte gekostet.
Äußerlich ist vom Sparkurs nichts auszumachen, die Anmutung hochwertig. Im Inneren der Struktur hält aber mutmaßlich ein günstigeres Harz die Carbonfäden beieinander, da die Scheibenbrems-Räder ja keine Bremshitze ertragen müssen. Dies macht teure, temperaturbeständige Harze verzichtbar. Zahlreiche Anbieter beleben zudem den Wettbewerb, auch das setzt die Preise unter Druck.
Unser Testfeld umfasst das ganze Spektrum von Marken, vom kleinen Importeur Lambda, bis zur Weltfirma Trek mit der Laufradmarke Bontrager. Die Felgen sind zwischen 45 und 55 Millimeter hoch, die Innenweiten betragen zwischen 17,5 und 20 Millimeter. Die Räder sind durch die Bank tubeless-ready und sowohl für die Montage von Faltreifen als auch von Tubeless-Reifen geeignet. Für den Test haben wir sie mit Faltreifen-Reifen bestückt; Montageprobleme konnten wir dabei keine feststellen. Das Gewicht für Vorder- und Hinterrad zusammen reicht von 1.480 Gramm bis 1.862 Gramm.
Im Aussehen ähneln sich die Räder sehr. Alle Felgen haben mehr oder weniger bauchige Querschnitte; scharfe V-Profile wie aus der Frühzeit des Aero-Laufrads findet man nicht mehr. Auch 24 Speichen sind Standard, die Scheibenbremse erfordert diese Anzahl zur Übertragung der Bremskräfte. Mattschwarz als Oberflächenfarbe ist gesetzt, Aufkleber oder Beschriftungen sind so dezent, dass die Räder mit den meisten Rahmen harmonieren.
Windkanaltests und Testfahrten
Umso mehr waren wir gespannt auf die Messungen im Windkanal und die Testfahrten. Gibt es noch relevante Unterschiede zwischen diesen äußerlich sehr ähnlichen Produkten? Im Windkanal messen wir die Räder jeweils als kompletten Satz im Testrad, bemannt mit unserem tretenden Dummy als Testfahrer. Außerdem haben wir zusätzlich zu unseren 55/55 Millimeter Testlaufrädern von Lambda noch folgende Kombinationen des Modell Speed Attack getestet: 45/55, 70/70 und 70/80.
Acht Carbon-Laufräder für Scheibenbremsen im Test:
- Aerycs WT 50 - 949 Euro
- Bontrager Aeolus Elite 50 - 900 Euro
- Fast Forward Tyro - 999 Euro
- Lambda Speed Attack 55 - 1.150 Euro
- Leeze CC50 Disc Basic -899 Euro
- Mavic Cosmic SL 45 - 1.190 Euro
- Veltec Speed 4.5 Disc Basic - 1.099 Euro
- Vision TC 55 Disc -1.039 Euro
FFWD F6R-C: Carbon-Clincher im Praxistest
Die Niederländer von FFWD konnten sich in den vergangenen Jahren unter der Top-Riege der Laufradhersteller weltweit etablieren. In dieser Saison statteten sie unter anderem auch die beiden Continental Teams Topsport Vlaanderen und Roompot-Oranje Peloton mit ihren edlen Laufrädern aus. Die F6R-C bilden mit den Aluminium-Carbon-Hybridfelgen und einem Preis von 1.598€ die obere Mittelklasse unter den Carbonclinchern des holländischen Herstellers.
Klar: Man kann über Sinn und Unsinn von hochpreisigen Carbon-Clinchern streiten, da viele ambitionierte Fahrer auf Grund des geringeren Gewichts auf Tubular setzen. Doch Clincher glänzen durch eine simple Handhabung und etwas robustere Eigenschaften als vergleichbare Schlauchreifenfelgen. Wenig überraschend machten die Laufräder mit ihren 60mm hohen Felgen im Flachen eine bessere Figur als im Uphill. Auch wenn sie also nicht für den Tourmalet oder den Izoard konstruiert wurden, überzeugten sie dennoch auch bei Anstiegen - versteht uns also nicht falsch, das ist Jammern auf ganz, ganz hohem Niveau. Wir haben die Clincher in Frankreich auf eine harte Probe gestellt und mit ihnen unter anderem den Col d’Aspin erklommen.
Aufgefallen ist uns direkt vom Start weg die sehr gute Aerodynamik; die Felgen gleiten durch den Wind wie ein warmes Messer durch die Butter. Hier zahlt sich die Jahre lange Entwicklung seitens FFWD aus. Vor allem bei Geschwindigkeiten von über 40km/h machen die F6R so richtig Laune. Ist man einmal auf Geschwindigkeit, will natürlich auch wieder gebremst werden. Die Bremsleistung auf der speziellen Bremsfläche wusste zu überzeugen, selbst im strömenden Regen. Auf dem Aubisque wurden wir einmal ordentlich geduscht, aber das beeindruckte die Bremsen überhaupt nicht. Was wir jedoch durchaus zu spüren bekamen, waren die teils heftigen Böen.
Während unseres Tests auf über 800km hatten wir kaum Probleme mit den edlen Laufrädern. Lediglich einen Plattfuß hatten wir zu beklagen - der Schlauchwechsel zeigte sich wegen des sehr klebrigen FFWD Felgenbands als kleine Herausforderung, war aber mit ein paar Minuten mehr Zeitaufwand problemlos zu erledigen. Wer auf der Suche nach einem leichten und zugleich aerodynamischen Carbonclincher LRS ist, der sollte sich die FFWD F6R-C auf jeden Fall ansehen.
FFWD RYOT55 und RYOT33: Neue Aerolaufräder für mehr Fahrspaß
Mit zwei neuen Laufradmodellen kommt der niederländische Spezialist FFWD Fast Forward und bietet mit dem RYTO55 ein neues Aeromodell und mit dem RYTO33 einen neuen Allrounder für noch mehr Fahrspaß! Wie der Name schon verrät kommen die neuen FFWD Aerolaufräder mit einer Felgenhöhe von 55 Millimetern und einem Gewicht von 1620 Gramm pro Set.
Eine der größten Besonderheiten dürfte dabei das neue Felgenprofil sein, welches von der neuen, sogenannten LAW Technologie profitiert. LAW steht dabei für Laminar Airflow Wing und wurde entwickelt, um die Aerodynamik zu verbessern und unter realen Bedingungen mit verschiedenen Reifenbreiten und in einer Vielzahl von Anströmwinkeln schneller zu sein und die besten Ergebnisse zu liefern. Und diese sprechen für sich, denn bei einigen Winkeln werden bis zu spektakuläre 5 Watt eingespart.
Neben den aerodynamischen Vorteilen ist der RYOT55 zudem auf eine lange Lebensdauer ausgelegt und bietet aufgrund der hervorragenden Steifigkeitswerte eine tolle Kraftübertragung. Für den nötigen Komfort sorgt die 21 mm innere Felgenbreite, welche eine effektive Reifenbreite von 28,2 mm bei Verwendung von 25 mm Reifen ermöglicht. Der FFWD Fast Forward Laufradsatz RYOT55 basiert auch auf den neuen DT Swiss 240-Naben, die über ein verbessertes EXP-Ratschensystem verfügen.
Neben dem flotten Aerolaufradsatz bietet die 33 Millimeter Variante einen gelungenen Allrounder, welcher ebenfalls von den neuen FFWD-Features, wie der LAW Technologie profitieren kann. Mit 1465 Gramm Gesamtgewicht und weniger Seitenwindanfälligkeit bietet man mit dem FFWD Fast Forward RYOT33 einen ausgewogenen Allrounder für noch mehr Fahrspaß.
FFWD F4R-C im RoadBIKE Test
Highlight des FFWD F4R-C ist die hochwertige DT-Swiss-240-Nabe, die viele tausend problemlose Kilometer erwarten lässt. Der Satz ist relativ leicht, aber nicht sehr seitensteif: Das Hinterrad verpasst knapp den grünen Bereich, ab dem sich ein Laufrad gemäß RB-Kriterien für Fahrer aller Gewichts-/ Leistungsklassen eignet. Im Praxistest überraschte der träge Eindruck, den die Laufräder im Antritt und am Berg hinterließen. Zudem reagierten sie recht nervös auf Seitenwind, rollten aber gut bei hohen Geschwindigkeiten. Beim Bremsen war mehr Handkraft erforderlich als bei den Mitbewerbern.
Der in den Niederlanden von Hand gebaute Laufradsatz ist mittig und rund zentriert. RB-Werkstattchef Knall bemängelte jedoch die nicht fest in die Nabenlöcher eingeklopften Speichenköpfe, was die Speichen arbeiten lässt und frühes Nachzentrieren erfordern dürfte.
Testergebnisse FFWD F4R-C (RoadBIKE)
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Gewicht (Laufradsatz ohne Schnellspanner) | 4 von 5 Punkten, 1693 Gramm |
| Seitensteifigkeit | 1 von 5 Punkten, VR/HR 87/69 Nm/° |
| Torsionssteifigkeit | 3 von 5 Punkten, 6,31 mm |
| Trägheit | 5 von 5 Punkten, VR/HR 851/859 m/s |
| Aufbau | 3 von 5 Punkten, Seitenschlag 0,21/0,18 mm; mittig |
| Fahreindruck | 4 von 5 Punkten, überraschend träge, Seitenwind deutlich spürbar |
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