Fichtel & Sachs Motorrad Geschichte

Die Geschichte von Fichtel & Sachs ist eng mit der Entwicklung der deutschen Zweiradindustrie verbunden. Das Unternehmen wurde am 5. April 1886 von Carl Marschütz in der Bleichstraße in Nürnberg als Velozipedfabrik Carl Marschütz & Co. gegründet. Ab 1887 firmierte es als Nürnberger Velozipedfabrik Hercules.

Die frühen Jahre von Hercules

Die Hercules Werke wurden 1886 als Fahrradfabrik gegründet. Um 1896 beschäftigte man ca. 15.000 Mark startete. Zur gleichen Zeit etablierten sich in Nürnberg weitere Fahrradfabriken, so z. B. die von Fichtel & Sachs übernommenen Nürnberger Hercules-Werke A.-G., die sich um 1900 zum damaligen Zentrum der deutschen Zweiradindustrie entwickelte.

Kurzer Ausflug in die Motorradproduktion

Von 1905 bis 1907 stellte Hercules kurzzeitig auch Motorräder her. Hercules hatte schon immer Fremdmotoren verbaut. Von 1905 bis 1907 stellte Hercules kurzzeitig auch Motorräder her. Hercules verwendete Motoren, z. B. von JAP zugekauft. Dabei kamen - eine Modellpolitik, die später beibehalten wurde - erstmals auch Einbaumotoren von Fichtel & Sachs zum Einsatz.

Fichtel & Sachs: Aufstieg zum Motorenhersteller

1895 als „Präcisions-Kugellager-Werke“ gegründet, gilt das von Ernst Sachs und Karl Fichtel gegründete Unternehmen als Pionier und Wegbereiter des Fahrrad-Booms. Die von Fichtel & Sachs produzierte Torpedo-Freilaufnabe wird ähnlich der Rotax-Nabe zu den bestimmenden Fahrrad-Komponenten der Zeit und das Unternehmen wird zum Wegbereiter eines globalen Phänomens.

Mehr noch als Rotax wendet sich Sachs, der das Unternehmen nach dem Tod von Karl Fichtel weiterführt, aber auch der Motorisierung zu. Während das Automobil in den USA bereits zum Trend geworden ist, werden in Europa erstmals auch Kraftwagen wahrgenommen. Fichtel & Sachs setzen dem Fahrrad-Boom die Krone auf und entwickeln bereits Ende des 19. Jahrhunderts den ersten Fahrradmotor.

Unter dem Unternehmensnamen Fichtel & Sachs vereint das Unternehmen mit Sitz in Schweinfurt aber nicht nur die angesprochenen Fahrradnaben. Die Produktion von Fahrzeugmotoren mit 98 ccm gehört ebenso zum Produktportfolio wie die Herstellung von Kugel- und Wälzlagern, nach denen gerade in Kriegszeiten eine besonders hohe Nachfrage herrscht.

Der 74er und der 98er Motor

Um 1931 brachte die Firma Fichtel & Sachs einen Zweitaktmotor mit 74 ccm auf den Markt. Er leistete ca. 1,2 PS bei 3000 U/min. Er wurde nach seinem Hubraum in ccm, als "74", einem Fahrradhilfsmotor, benannt. Dieser Name wurde deshalb gewählt, da der SACHS-Motor in jeden beliebigen Fahrradrahmen eingebaut werden konnte. Viele Firmen konstruierten und bauten spezielle Rahmen, die schon mehr den Charakter von Motorrädern hatten. Diese Fahrzeuge wurden unter dem Namen „Leicht-Motorräder“ angeboten.

1932 bereicherte der berühmte 98er Motor das Bauprogramm. 1932 folgten die berühmten 98er Sachs-Motoren. Auch die noch kleineren Motoren für die Modellpalette der Motorfahrräder wurden ins Programm genommen.

Expansion und Vielfalt der Motoren

Schnell kamen Leistungs- und Hubraumvarianten von 50 - 360 ccm hinzu. Später kamen noch Typen zwischen 100 und 250 cm³ (z. B. Modelle 318 und 322) hinzu. Sachs auch Wankelmotoren. Zwecke als auch für Motorräder gedacht. (KMS 4). Und ein Ende des Aufstieges schien nicht in Sicht. Die Gesamtproduktion an Motoren betrug bereits 320.000 Stück.

Neben Motorradmotoren wurden auch stationäre und transportable Industrie- und Dieselmotoren im F&S-Werk gefertigt. SACHS. mit dem F&S-Symbol als Seitenbord- und Außenbord-Bootsmotoren. Die Motoren fanden Verwendung von leichten Personenwagen bis zu den schwersten Lastkraftwagen und Zugmaschinen.

Nachkriegszeit und Neuausrichtung

Nach dem Krieg ebbt diese Sparte aber ab, man besinnt sich auf die unternehmerischen Wurzeln sowie persönlichen Leidenschaften: Die Fahrradbranche! Und damit rückt auch das Interesse an einer Übernahme des Hauptkonkurrenten in den Fokus der Geschäftsführung. Ab 1930 übernimmt Fichtel & Sachs schrittweise die Rotax-Werk AG von Friedrich T. Gottschalk und macht sich die Popularität der Rotax-Marke zu eigen. Die aufgekaufte Rotax-Tochter erfährt eine stiefmütterliche Behandlung.

Seit 1949 wurden auch wieder Motorräder hergestellt. Anfang 1949 begann das Werk einen völlig neuen Motorradrahmen zu konstruieren. Hauptsächliches Merkmal der Neukonstruktion war die Verbesserung der Federung. Die bisherige vordere Trapezgabel wurde von einer Teleskopgabel abgelöst. Ebenfalls erfuhr der Motor eine Veränderung, er erhielt nun einen Kickstarter und der Rahmen Fußrasten. mit 125 ccm-Motor eingebaut.

In den nächsten Jahren wurde die Palette der Fahrzeuge erweitert. Um 1950 erschien ein Motorrad mit dem Rahmen der LM 125 aber mit dem 100 ccm JLO-Motor. mit 150 ccm Sachs-Motor. Anfang der 1950er Jahre brachte die Firma BISMARCK eine Sonderserie der LM 125 K in besonders geschmackvollem Design auf den Markt.

Übernahmen und Modellpolitik

Es kamen unterliegende Modelle mit 98 cm³ um. Sachs-Einbaumotor zum Einsatz. auch ein Straßenmodell mit 100er, später mit 125er Sachs-Motor. Auch ein Roller war im Programm. für Geländefahrer und Moto Cross von 50 bis 175 cm³ gefertigt. gefertigt. übernommen wurden, um Marktanteile zu bündeln. die Markennamen wie DKW, Victoria und Express übernommen. ehem.

Das Ende der Motorradproduktion

1974 wurde die Hercules Wankel 2000 ins Fertigungsprogramm aufgenommen. auf dem Mopedmarkt die Stückzahlen rapide sinken. wieder aufzugeben. wie z. B. Kegeltrieb montiert worden war - fast bis zur Serienreife gediehen. kamen aber nicht mehr zur Serienfertigung, es verblieb bei reinen Versuchsmaschinen. - nicht zuletzt wegen der verschärften Abgasnormen. die Fertigung des 125er Straßenmodells im Jahr 1979 aufgegeben. ganz aufgegeben und die Konstruktionen verkauft. verschwunden.

Insgesamt wurden über 6,5 Millionen Sachs-Motoren hergestellt. An einem Viertaktmotor wurde sich auch versucht, der aber nie richtig in Serie ging.

Die Torpedo-Nabe: Eine bahnbrechende Erfindung

Die Torpedo-Freilaufnabe von Fichtel & Sachs wird zu einer der bestimmenden Fahrrad-Komponenten der Zeit. 1898 folgte eine Freilaufnabe mit aufschraubbarer Tellerbremse. Sie revolutionierte das Fahrradfahren. Es gab auch ältere Versionen. Die Rücktrittbremse der Torpedonabe war ein wichtiger Schritt. Die Torpedonabe war geboren.

Im Jahr 1896/97 stellten Arbeiter täglich 50-70 Naben her. 1914 wurden 833.000 Naben ausgeliefert. Die Nabenproduktion konzentrierte sich auf die Fahrrad- und Motorrad-Naben, teilweise mit integrierten Kupplungen und Getrieben.

Trotzdem gab es auch Kritik. «Bowdenzüge sehen am Fahrrad nicht schön aus.».

Soziale Verantwortung und Unternehmenskultur

Die sozialen Leistungen des Hauses Fichtel & Sachs galten als beispielhaft. Schon der Gründer des Werkes rief die Ernst-Sachs-Hilfe ins Leben. ihre Pension bezogen. den Werksangeörigen während ihres Urlaubs Ruhe und Erholung. Schweinfurt. Organisation vollkommener.

Das 1958 verstorbene Firmeninhabers Willy-Sachs-Casino bot bei besonderen Anlässen Gelegenheit, Musik, Film und Theater zu besuchen. nahmen in seinen schönen Räumen täglich ihre Mahlzeiten ein.

Weitere Entwicklungen

Von 1987 bis 1991 übernahm Mannesmann den Fichtel & Sachs-Konzern. die niederländische ATAG Cycle Group verkauft. Group (Koch-Kleeberg-Gruppe) verkauft. In Nürnberg befinden sich nur noch Entwicklung und Vertrieb.

Nach dem Verkauf konzentrierte sich das Unternehmen als Automobilzulieferer mit Kupplungen und Stoßdämpfern weiter aus. AG. Kupplungen und Drehmomentwandler her.

Bedeutende Persönlichkeiten

Das Unternehmen wurde von Carl Marschütz (* 1863 in Burghaslach, † 19. 1957 in Los Angeles) am 5. April 1886 gegründet. Die Nationalsozialisten beendeten die Karriere des Carl Marschütz. musste nach Kalifornien emigrieren - die Hercules-Werke wurden „arisiert“.

Ernst Sachs, der Gründer des Werkes, wurde mit dem Titel eines Konsuls verliehen. ausgezeichnet, starb er 1932 im Alter von 65 Jahren. Seine Lebensaufgabe übernahm sein Sohn Willy Sachs. selbst den Vorsitz des Aufsichtsrats der Firma, starb aber schon am 19. 1958 im Alter von 62 Jahren. er wurde 1959 in den Vorstand der Fichtel & Sachs AG berufen. Intensivierung große Auslandsreisen gewidmet waren.

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