Für den sicheren Stand auf dem Enduro-MTB kommt man nicht an guten Fahrradschuhen vorbei. Im Enduro-Bereich gibt es die Möglichkeit, Klickpedale mit Klickschuhen zu fahren. Der Vorteil ist, dass man fest auf den Pedalen steht und damit auch bei größeren Erschütterungen mit dem Fahrrad verbunden bleibt. Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Flatpedals, welche mit haltgebenden Pins versehen sind. Der Vorteil gegenüber den Klickern ist, dass man etwas schneller von den Pedalen kommt, wenn es nötig ist, den Fuß runterzunehmen. Auch beim Anfahren an kniffligen Stellen haben Flatpedals gegenüber Klickern einen Vorteil. Um aber ähnlich sicher auf den Pedalen zu stehen braucht es einen Schuh, welcher auf den Pins guten Halt findet.
Five Ten Freerider Pro Primeblue: Ein erster Eindruck
adidas sendete mir den Schuh in Größe 40 zu, welche mir wie immer bei adidas sehr gut passt. Der Schuh scheint sich auf den ersten Blick an einem Skater-Schuh zu orientieren. Auch die Schnürsenkel sind dazu passend sehr breit. Die Farbe Acid Mint ist ein angenehmes erfrischendes mintgrün und nicht zu grell. Das Obermaterial ist aus Synthetik und fühlt sich an wie ein festes Stoffgewebe, laut Hersteller ist dieser wasserabweisend. Nimmt man den Schuh hoch, fühlt er sich nicht allzu schwer an, gewogen waren es ca. 315g pro Schuh (Gr. Die EVA-Zwischensohle ist mit den Händen beweglich und scheint doch ausreichend fest zu sein. Wie bei einem Skater-Schuh schlüpft es sich sehr einfach mit dem Fuß hinein. Die Schnürsenkel lassen sich gut festbinden, sodass der gesamte Fuß gut umschlossen ist. Eingeschlafen sind mir meine Füße die komplette Testzeit nicht ein Mal. Der Schuh war von Anfang an sehr bequem, auch wenn man den ganzen Tag damit unterwegs ist.
Praxiserfahrung mit dem Freerider Pro
Obwohl ich die Schuhe schon sehr oft getragen hatte, hatte ich beim Alpencross allerdings an einem Tag eine kleine Blase an der Ferse, welche jedoch gleich wieder verschwand und ab da auch nicht mehr auftrat. Die Ursache ist mir bis jetzt nicht klar. Der Halt mit dem Dotty Profil auf den Flatpedals ist sensationell. Man klebt förmlich an den Pedalen und rutscht kein bisschen umher. Auch zu Fuß kann man - im Gegensatz zu den meisten Klickschuhen - wie in einem normalen Schuh gehen. Bei Regen und auch Spritzwasser von unten ist das Obermaterial recht lange wasserabweisend und die Schuhe trocknen sehr schnell wieder ab. Beim Halt auf den Pedalen macht es kaum einen Unterschied, ob es trocken oder nass ist. Fährt man durch felsiges Gelände oder springt ab und stößt mal ungeschickt an, schützt der Schuh den Fuß durch die gepolsterten Seiten und die Aufpralldämpfung im Zehenbereich sehr gut. Die etwas dickeren Seiten um den Schaft herum verleiten kleine Steinchen, welche bei den Fußmärschen durch die Alpen zahlreich vorkommen, nicht am Schuh vorbei sondern den Weg hinein zu finden.
Durch den hervorragenden Grip der Stealth S1 Sohle klebt man beinahe am Pedal als wäre man eingeklickt. Die adidas Five Ten Freerider Pro Primeblue haben mich auf ganzer Linie überzeugt.
Five Ten Freerider Pro Boa: Komfort und Grip vereint
Five Ten hat seinem All-Time-Klassiker Freerider Pro eine Variante mit Boa-Verschluss zur Seite gestellt. Gleichgeblieben sind die hochwertige Verarbeitung und natürlich die Stealth Sohle mit dem typischen Dot-Design, die bisher immer für ihr immenses Level an Grip bekannt war. Ob das auch weiterhin der Fall ist? Die Passform des Five Ten Freerider Pro erweist sich als recht angenehm, was wir von Five Ten Schuhen generell gewohnt sind. Allerdings fallen die Größen tendenziell etwas klein aus. Zudem sind die Schuhe nur in 2/3-Abstufungen erhältlich, was die Wahl der passenden Größe etwas erschwert. Aus unserer Erfahrungen raten wir dazu, eher eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße.
Handling und Steifigkeit
Beim Handling zeigt sich der Five Ten von seiner besten Seite. Der Boa Li2-Verschluss läuft dafür, dass nur ein einzelnes Drehrad verbaut ist, sehr gut und passt den Schuh bis in den vorderen Bereich sauber an die Füße an. In Verbindung mit dem zugfesten Material finden die Füße sehr guten Halt. Ein markanter Unterschied zu früheren Modellen wie dem Five Ten Freerider High und dem Danny MacAskill ist die erhöhte Steifigkeit der Sohle. Die direkte Kraftübertragung auf das Pedal ist spürbar und macht sich besonders bei längeren Anstiegen oder kraftintensiven Passagen positiv bemerkbar. Auch im Downhill profitiert man vom Plus an Steifigkeit. In Verbindung mit der griffigen Sohle hat man stets das Gefühl, die volle Kontrolle über das Bike zu behalten und jeder Situation sicher auf den Pedalen zu stehen.
Der Five Ten Freerider Pro funktioniert auch mit nur einem Boa-Verschluss erstaunlich gut und trägt sich wirklich bequem. In Sachen Grip ist nur die Sohle des Specilalized 2FO Roost auf demselben Niveau. Knapp dahinter: First Degree. Im Auflagebereich des Pedals ist der Freerider ausreichend steif. Gut für sicheren Stand und ordentliche Kraftübertragung.
Laufen und Schutz
Beim Laufen oder Schieben zeigt sich der Five Ten trotz der guten Steifigkeit von der komfortablen Seite. Die Sohle rollt gut ab, der Fersenbereich gibt guten Halt und auch das robuste Material macht die Bewegungen gut mit, ohne zu drücken oder unangenehm abzuknicken. Lediglich das Profil könnte für Klettereien auf Stein oder Wurzeln ausgeprägter sein. Schutz gibt es nur im Zehenbereich. Wer auch an den Knöcheln Prtotection möchte, muss auf andere Modelle ausweichen.
Grip und Standsicherheit sind auf einem Niveau mit dem Specialized 2FO Roost. Zur griffigen Sohle kommt die solide Konstruktion, die für beste Standsicherheit auf dem Trail und gute Kraftübertragung sorgt. Robustes Material schützt die Zehen, die Knöchel liegen aber frei. Der hochwertige Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Schuh und lässt sich „on the fly“ verstellen. Wer lieber schnürt, kann bei sonst gleichen Features 20 Euro sparen.
Five Ten Trailcross Clip-in: Der Hybrid-Schuh für Bike and Hike
Du setzt beim Biken voll auf Klickschuhe, hast aber noch keine gute Lösung für längere Lauf- und Schiebepassagen gefunden? Dann ist der neue Trailrcross Clip-in von adidas Five Ten möglicherweise die richtige Wahl für Dich - denn er verspricht, die Lücke zwischen Bike- und Laufschuh zu schließen.
Der Schuh besitzt ein leichtes, aber dennoch robustes Obermaterial, was für gute Belüftung während der Tour sorgen soll. Für einen guten Sitz sorgt ein klassischer Schnürverschluss mit einem zusätzlichen und relativ breiten Klettverschluss am Knöchel. Was den Schuh aber besonders macht, ist auf der Unterseite zu finden. Damit er gleichermaßen fürs Biken und Laufen geeignet sein soll, müssen zunächst die Cleats vollständig unterhalb der Laufsohle liegen, was sie auch tun. Wenn wir schon bei der Laufsohle sind, kommt natürlich eine Stealth, genauer gesagt die Stealth Marathon Gummiaußensohle zum Einsatz, welche auf Fels und losem Untergrund für hervorragenden Grip sorgen soll.
Während den Testrunden hatte ich nie Probleme in Gestalt einer rutschenden Ferse oder Ähnlichem. Der Schuh ist normal bis weit geschnitten, schmalere Füße wie meine finden aber dennoch guten Halt im Trailcross Clip-in. Ausgezeichnet ist auch die Belüftung des Schuhs, auch aufgrund auf Verzicht einer wasserdichten Membran. Während der Fahrt ist stets ein leichter Luftzug am Fuß zu spüren, was vor allem an heißen Tagen oder langen Touren sehr angenehm ist. Der Vorderfuß ist dank breitem Schnitt sehr komfortabel.
Während des Pedalierens auf dem Bike fühlt sich der Adidas Five Ten Trailcross Clip-in super an. Er ist steif genug, um bei steilen Uphills die Energie effizient aufs Pedal bzw. Wichtig war mir jedoch, genau herauszufinden, wie sich der Schuh beim Laufen schlägt. Obwohl der Schuh deutlich steifer ist als jeder Flatpedal-Schuh, den ich kenne, läuft er sich danke der leichten EVA-Zwischensohle erstaunlich komfortabel auf ebener Strecke.
Egal ob Wander-, Kletter- oder MTB-Schuh, die Sohle hat stets maximalen Halt und so ist es auch bei den Trailcross Clip-in. Auf steilem, glatten Fels läuft sich der Schuh fast wie ein Zustiegsschuh. Auch auf weichem Waldboden mit stellenweise steilen Passagen baut der Schuh ordentlich Grip auf. Hier ist das kantige Profil im Vorderfußbereich eine große Hilfe. Auch wenn das Bike mal geschultert werden muss: Auf den Trailcross Clip-in MTB ist Verlass.
Alles in allem ist der adidas Five Ten Trailcross Clip-in MTB-Schuh ein durchaus gelungener Schuh. Auf dem Pedal fühlt er sich wohl und dank seiner guten Belüftung ist er vor allem für sommerliche Abenteuer bestens geeignet. Ich würde den Trailcross Clip-in vor allem für Bike and Hike Touren empfehlen, wo der Bikeanteil größer ist als der Laufanteil. Auf schnellen oder technischen Trails mit stellenweise Schiebe- oder Trageanteil ist der Schuh die perfekte Wahl und fühlt sich genau dort wohl.
Five Ten Trailcross XT: Für Bikewanderer und Alpencrosser
FiveTen verspricht, dass man mit dem Schuh genauso gut laufen wie biken kann. Der FiveTen Trailcross XT richtet sich an alle Bikewanderer und Alpencrosser, d.h. an alle die gerne mal ihr Bike schultern oder auch schieben und auch an die, die einfach einen Schuh für jede Situation suchen. Er ist aus wasserdurchlässigen Materialien gefertigt. Falls es mal doch mal zu einer tiefen Bachdurchquerung kommen sollte, tritt das Wasser zwar ein aber genauso schnell wieder aus. Somit sind auch knietiefe Gewässer kein Problem ohne, dass man danach den Rest der Tour Wasser im Schuh stehen hat. Und auch die Sohle saugt sich nicht voll und lässt durch diverse Öffnungen das Wasser wieder ablaufen. Das Obermaterial ist sehr leicht und bietet im Sommer eine super Belüftung.
Der Trailcross XT kommt außerdem mit einem etwas höher gezogenen Design. Die Außensohle ist, wie von FiveTen gewohnt, eine Stealth Gum Sohle und kommt mit dem allseits bekannten Grip. Selbst bei staubtrockenen Bedingungen lief und fuhr sich der Trailcross gut. Der Schuh trägt sich wie ein leichter Laufschuh. Trotzdem ist der Schuh stabil und steif genug um genügend Druck auf das Pedal zu geben. Die Sohle hat den gewohnten „FiveTen Grip“ obwohl diese etwas anders aufgebaut ist, als üblicherweise.
Sobald man dann doch mal vom Rad absteigen muss, merkt man, wie gut sich der Fuß im Trailcross abrollen lässt. Etwas was man von einem reinen Bike Schuh so nicht kennt. Man hat wie gesagt, fast das Gefühl eher einen Sportschuh, als einen Bike-Schuh anzuhaben. Auch der Grip auf nassen und sogar matschigen und losen Untergründen ist top! Ich finde es macht Sinn einen Schuh zu haben, der für mehr geeignet ist als nur zum Biken, denn es gibt viele Situationen, in denen man sich einen Schuh wünscht, der ein bisschen vielseitiger ist.
Er bietet sowohl beim Gehen als auch beim Biken super Grip, ist schnelltrocknend und leicht und trotzdessen steif genug um effizientes pedalieren zu ermöglichen. Hier treffen sich die Laufschuherfahrung von Adidas und das Bike-Schuh Know-how von FiveTen!
Five Ten Trailcross LT: Der leichte Allrounder
Durch meinem Umstieg auf Plattform Pedale, war ich gezwungen, mir neue Bike Schuhe zuzulegen. Nach kurzer Suche fiel meine Wahl auf den Five Ten Trailcross LT. Ob der Schuh meine Erwartungen erfüllt hast, erfährst du in diesem Testbericht.
Aber eigentlich hatte ich schon länger ein Auge auf den Five Ten Trailcross LT geworfen. Die gute Belüftung würde mir an warmen Tagen sicher entgegenkommen. Außerdem scheint der Schuh auch gut zum Gehen geeignet zu sein - optimal für längere Tragepassagen. Die gute Belüftung scheint aber gleichzeitig die Achillesferse des Trailcross zu sein: Wasser würde der Schuh wohl kaum abhalten können.
Der Trailcross LT verfügt über eine ganze Reihe an Features und Details:Five Ten-Typisch verfügt der Trailcross über eine “abriebfeste Non Marking Stealth® Phantom Gummiaußensohle”, die mit einem “Dotty Hybrid-Profil” guten Gripp vermitteln und den Fuß vom abrutschen vom Pedal hindern soll. Der Zusatz “Hybrid” rührt daher, dass der vordere und hintere Teil der Sohle sind geriffelt und sollen so mehr Halt beim Laufen auf jedem Untergrund geben. Der Trailcross wird deshalb auch als Schuh zum Wandern beworben und könnte so ein toller Allrounder sein.
Das Obermaterial beseht aus funktionalem Mesh und soll hohe Atmungsaktivität bieten. Sollte der Schuh mal nass werden soll das Material auch schnell wieder trocknen. Die Bereiche der Ferse und der Zehen sind verstärkt, um Verletzungen vorzubeugen.
Nach dem Auspacken ist mein erster Eindruck sofort: Der Schuh fühlt sich stabiler an als er aussieht. Nach dem Anziehen bin ich erfreut, wie gut sich der Schuh durch die Schnürung an den Fuß anpassen lässt. Der Trailcross sitzt wie angegossen und ich könnte mir vorstellen damit auch längere Zeit zu Fuß unterwegs zu sein.
Praxistest des Trailcross LT
Gespannt war ich, wie sich der Schuh auf dem Mountainbike schlägt. Besonders auf 3 Dinge:Wie gut ist die Belüftung bei hohen Temperaturen tatsächlich? Ab wann werden die Füße kalt? Was passiert bei Nässe?
Mit dem Trailcross im Schneeoder bei Bergfreunde.de kaufenBei WärmeWenn es warm und trocken ist, spielt der Trailcross in einer eigenen Liga. Durch das atmungsaktive Mesh sind die Füße immer sehr gut belüftet. Schwitzige Füße kamen so bei mir noch nicht vor.Bei KälteDass ein so gut belüfteter Schuh die Füße recht schnell auskühlen lässt sollte klar sein. Ich persönlich empfinde den Schuh bereits ab ca. 15° als zu kalt und ziehe zur Sicherheit noch warme Socken an.Bei NässeEin häufiger Kritikpunkt des Trailcross ist die hohe Durchlässigkeit von Wasser. Manche behaupten schon das Durchfahren einer Pfütze würde reichen, um den Schuh zu durchnässen. Ich kann das teilweise bestätigen. In der Tat lässt der Schuh schnell Wasser eindringen.
Denn: der Schuh ist genauso schnell wieder trocken wie er nass geworden ist. Neben dem schnelltrocknenden Außenmaterial sorgt auch ein Drainage-System in Form von Entwässerungskanäle im Mittelfußbereich dafür, dass größere Menge Wasser schnell abfließen können. Die Füße werden also schnell nass, aber auch schnell wieder trocken. Probleme, dass Steine oder Matsch im Knöchelbereich in den Schuh eindringen (was der Five Ten Trailcross XT mit einem Neopren Schaft verhindern soll) hatte ich bisher nicht.
Fast das Wichtigste an einem Mountainbikeschuh ist der Grip. Bei Schuhen aus dem Hause Adidas bzw. Five Ten muss ich eigentlich nicht erwähnen, dass der Grip extrem gut ist. Dennoch gibt es beim Trailcross ein paar Besonderheiten: da es sich nicht um einen reinen MTB-Schuh, sondern eher um einen Allrounder handelt ist die Sohle an Ferse und Zehen (wo das Profil geriffelt und nicht gepunktet ist) etwas weicher als am Mittelfuß.
Mit dem Trailcross LT hat Adidas einen super Allrounder am Start. Belüftung und Grip sind tadellos. Lediglich etwas wasserabweisender könnte der Schuh sein, eine Variante mit Gore-Tex würde den Schuh noch besser machen.
Bewertung des Trailcross LT
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Grip | 9.5/10 |
| Belüftung | 9.5/10 |
| Schutz vor Nässe | 5.0/10 |
| Passform | 9.0/10 |
Five Ten Kestrel: Der Enduro-Klickschuh im Detail
Ein Schuh von Five Ten? Und dann auch noch mitentwickelt von Jérôme Clementz und Nico Vouilloz? Das kann doch nur was Gutes sein! Alleine von der Produktbeschreibung her würde der Kestrel sich genau zwischen diesen beiden Schuhmodellen platzieren. Er ist ein leichter, fürs Enduro-Fahren konzipierter Klickschuh. Genau das, was ich suche!
Haptik und Details
Zwei Dinge fallen sofort auf. Das erste ist das wirklich geringe Gewicht für einen typischen Five Ten Schuh (Größe 45 - 526g/Schuh), das zweite ist das BOA Verschlusssystem. Nun zu den restlichen Details des Schuhes, denn davon gibt es noch einige. Der komplette vordere Schuhbereich hat als Oberschicht eine dicke Lage Synthetik-Material, welches wasserabweisend ist. Eine zusätzliche Schicht im Zehenbereich soll die Zehen vor schmerzhaften Impulsaustauschen mit umherfliegenden Steinen und anderen Trailhindernissen schützen. Ist auf den ersten Blick eine super Sache und wirklich durchdacht, doch hoffentlich funktioniert die Wärmeabfuhr weiterhin.
Five Ten hat deshalb beim Kestrel um die Aussparung der Cleats herum die härteste C4 Gummimischung und für die restliche Sohle die erwähnte Mi6 Mischung eingesetzt. Laut Five Ten ist es der steifste Schuh, den Five Ten aktuell im Programm hat. Das merkt man auch schon, wenn man versucht den Schuh in den Händen zusammenzudrücken. Da lässt sich nichts verbiegen. Eine gute Kraftübertragung ist also zu erwarten.
Praxistest auf dem Trail
Die Montage ist super einfach und auch die sonst so lästige Feinjustage ist schnell erledigt. Five Ten hat eine Skala angebracht, an welcher man sich für die Cleat Position orientieren kann. So schnell aus- und angezogen hatte ich einen MTB Schuh noch nie. Hier kann das BOA Verschlusssystem auf voller Linie punkten. Man zieht den Schuh an und dreht einfach das Rädchen zum Zuziehen der Drahtseile. Die Rasterung ist fein genug, um eine Stufe zu finden, in welcher der Fuß fest im Schuh sitzt, aber auch nicht eingeschnürt wird. Sollte man beim Fahren den Schuh doch noch enger schnüren, kann man dies ganz einfach mit einer Hand beim Fahren machen.
Das Einklicken ins Pedal ist kinderleicht, da man durch die Aussparung für die Cleats nicht an Stollen oder der Profilsohle hängen bleiben kann. Ausklicken lässt es sich noch schneller. Die Kraftübertragung ist wirklich spitze und mindestens genau so gut wie bei einem schnittigen und auf optimale Kraftübertragung ausgelegten Cross Country Schuh. Auch der BOA Verschluss schneidet nicht, wie anfangs befürchtet, in den Fuß und garantiert eine astreine Blutversorgung. Die ersten Trails waren zum Teil noch durch den Regen der letzten Tage gezeichnet und dementsprechend nass. Für den Kestrel kein Problem, meine Zehen blieben durch den wasserabweisenden vorderen Teil des Schuhs trocken. Die Belüftung leidet dadurch natürlich etwas.
Bergab habe ich mich mit dem Schuh sicherer gefühlt als mit meinem Cross Country Schuh. Man steht relativ flach im Schuh und hat ausreichend Freiheit für die Zehen. In Kombination mit der biegesteifen Sohle steht man fest auf dem Pedal und kann auch die noch so wurzeligen und steinigen Trails mit Mach 3 runterheizen (Es lebe der Klickschuh!), ohne befürchten zu müssen, den Schuh-Pedal-Kontakt zu verlieren. Wenn es jedoch nass und schlammig wird, kann man sich schon mal auf den einen oder anderen Ausrutscher einstellen und nur hoffen, dass man einen Baum zum Festhalten findet. Hier sind Cross Country Schuhe mit ihren Stollen ganz klar im Vorteil.
Jeder, der beim Kestrel einen klassischen Five Ten Schuh erwartet, wird enttäuscht sein. Aber jeder, der einen intuitiven, stabilen und super bequemen Enduro Schuh sucht, wird begeistert sein. Das BOA Verschlusssystem ist von der Handhabung her das einfachste und schnellste (ja, da können auch Klettverschlüsse nicht mithalten), das ich bisher benutzt habe. Die Details, wie der wasserabweisende vordere Teil des Schuhs, sind nicht nur reine Werbeversprechen, sondern können auch auf dem Trail voll überzeugen.
Verwandte Beiträge:
- Five Ten MTB Winterschuhe: Test, Vergleich & Kaufberatung 2024
- Five Ten Mountainbike Schuhe für Damen: Der ultimative Testbericht, den du nicht verpassen darfst!
- Five Ten Freerider MTB Schuhe Test: Ultimativer Überblick & Kaufberatung
- Adidas Five Ten MTB Schuhe im Test – Der ultimative Guide für perfekte Mountainbike-Schuhe!
- Fahrradreparatur & Verleih in St. Peter-Ording – Ultimative Tipps für sorgenfreies Radfahren!
- Fahrradlenker richtig einstellen: Die ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfekten Fahrkomfort!
Kommentar schreiben