"Globe of Death": Motorrad-Artisten und die Risiken in der Stahlgitterkugel

Die Nummer "Globe of Death" (Kugel des Todes) ist eine waghalsige Zirkusattraktion, bei der Motorradfahrer in einer Stahlgitterkugel mit geringem Durchmesser rasen. Diese Darbietung birgt erhebliche Risiken, und es kam in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Unfällen.

Unfälle im Trierer Weihnachtscircus und bei Flic Flac

Bei einer Vorstellung des Trierer Weihnachtscircus kam es zu einem Zusammenstoß zweier Motorrad-Artisten, wobei beide Fahrer schwer verletzt wurden. Wie die Polizei in Trier berichtete, kollidierten die beiden Fahrzeuge während der Abendvorstellung bei der Nummer „Globe of Death“.

Einer der Fahrer, ein 26-Jähriger, erlitt eine stark blutende Platzwunde am Kopf und schwere Prellungen am ganzen Körper. Er wurde zur Beobachtung auf der Intensivstation im Krankenhaus behandelt. Die Ärzte vermuteten eine kleinere Gehirnblutung als Ursache für den Unfall. Der zweite beteiligte Fahrer erlitt Verletzungen an der Hand, konnte das Programm aber nach kurzer Behandlung fortsetzen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Dortmund beim Zirkus Flic Flac, wo fünf Motorradfahrer in einer 5,80 Meter durchmessenden Eisenkugel, der „Globe of Speed“, beim Spurwechsel aneinandergerieten und stürzten. Eine Sprecherin in Essen gab an, dass sich einer der kolumbianischen Fahrer eine dicke Knieprellung zugezogen habe.

Weitere Unfälle und Vorfälle

Auch in Bielefeld sorgte ein Unfall bei der Motorrad-Nummer im Zirkus "Flic Flac" für einen großen Schrecken. Am Sonntagabend kam es zu einem Fahrfehler, der zu einem Crash der Fahrer führte. Nach dem Zusammenstoß rissen die Unfallfahrer weitere Artisten mit sich nach unten. Zwei der Biker wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, sind aber inzwischen wieder entlassen worden.

In Köln ereignete sich ebenfalls ein schwerer Motorradunfall im Zirkus Flic Flac. Ein Artist schwebte in Lebensgefahr, und fünf seiner Kollegen wurden bei dem Unfall bei einer Trainingsfahrt in der sogenannten Todeskugel verletzt. Die Polizei teilte mit, dass neun Artisten auf Motorrädern durch die 6,50 Meter hohe Eisenkugel gerast waren, als es zu dem Unfall kam.

Mehrere Fahrer verhakten sich und stürzten. Ein Kollege des lebensgefährlich Verletzten erlitt schwere, vier weitere Artisten leichte Verletzungen.

Reaktionen und Konsequenzen

Trotz der Unfälle betonten Zirkusverantwortliche, dass die Artisten wüssten, wie sie sich in solchen Situationen verhalten müssten. Die Nummer werde in einigen Fällen mit reduzierter Fahreranzahl fortgesetzt.

Im Fall des verunglückten Artisten im Trierer Weihnachtszirkus gab der Zirkus bekannt, dass es dem Fahrer besser gehe und er unbedingt zurück in die Manege wolle. Die Ärzte behielten den 26-Jährigen jedoch noch im Krankenhaus, um die Ursache der Hirnblutung zu klären. "Es ist ein Riesenglück, dass ihm nicht mehr passiert ist", sagte Zirkus-Sprecher Häberle. "Wir zwingen ja niemanden dazu, so etwas zu machen."

Die "Globe of Death" im Überblick

Die folgende Tabelle fasst einige Eckdaten und Vorfälle im Zusammenhang mit der "Globe of Death" zusammen:

MerkmalDetails
NameGlobe of Death, Globe of Speed, Todeskugel
BeschreibungMotorradfahrer rasen durch eine Stahlgitterkugel
Durchmesser der Kugelca. 5 bis 6,5 Meter
Anzahl der Fahrerbis zu 10
RisikenZusammenstöße, Stürze, schwere Verletzungen

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