Garmin Zumo 345 Halterung Motorrad Test: Ein umfassender Überblick

Motorrad Navis werden immer besser. Auch Apps für die Navigation mit dem Motorrad werden immer beliebter. Wir haben uns umgesehen und zeigen die besten Navigationsgeräte für Motorradfahrer.

Die besten Motorrad-Navigationsgeräte im Überblick

Digitale Navigation ist allerdings unschlagbar, wenn man zügig eine Tankstelle finden oder am Ende einer Tagesetappe zur gebuchten Unterkunft gelangen möchte. Die echten Motorradnavis haben sich über die Jahre mächtig gemausert und ihre anfänglichen Probleme weitgehend gelöst. Der Anforderung stabile Montage am Motorrad widmen die führenden Hersteller inzwischen die nötige Aufmerksamkeit.

Das Problem Wetterschutz kann man guten Gewissens als erledigt betrachten: Ein Motorradnavi muss ganz einfach den Elektronik-Standard IPX7 erfüllen: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, damit absolviert man auch eine stundenlange Regenetappe. Die Akkulaufzeiten sind mit rund fünf Stunden immer noch verhältnismäßig überschaubar. Deshalb das Navi einfach ans Bordnetz anschließen und sorgenfrei lostouren. Auch beim digitalen Kartenmaterial muss man sich inzwischen kaum noch Sorgen machen. Im Anschaffungspreis ist meist eine (auf das Gerät bezogene!) lebenslange Update-Funktion inklusive.

Ganz groß im Fokus steht derzeit der Wunsch nach Kurven- und Bergstrecken. Die sollen sich bei der Tourenplanung nun automatisch besonders finden lassen. Ein solches Feature gibt mittlerweile jeder Hersteller seinem Navi mit auf den Weg.

Garmin Zumo 345 LM: Kompakt und funktional

In der aktuellen Zweirad-Range gibt es neben dem Garmin Zumo 345 LM (499,99 Euro) und Garmin Zumo 395 LM (599,95 Euro, inklusive Kfz-Halterung) mit dem inzwischen üblichen 4,3-Zoll-Display auch das XXL-Format: das Garmin Zumo 595 LM (749,99 Euro) mit üppigem Fünf-Zoll-Bildschirm - das ist Breitwand-Navigation im Panorama-Modus.

Der Garmin Zumo 345, die günstigere Variante des Zumo kommt mit abgespeckter Darstellung, dafür aber aber mit vollem Funktionsumfang (im verlinkten Shop gibt es mittlerweile nur noch das Nachfolgermodell des Zumo 396*).

Üblicherweise sind die Oberklasse-Hersteller inzwischen dazu übergegangen, dass ein lebenslanges Karten-Update im Anschaffungspreis mit enthalten ist. Je nach Zumo umfasst das die Regionen Zentral- oder Komplett-Europa.

Daneben versucht man auch bei Garmin, dem neuen Trend der Connectivity zu folgen. Was bedeutet, dass die Navis sich in der Regel mit dem Smartphone, einer Actioncam oder sogar Reifendruck-Kontrollsystemen verbinden lassen. Dazu ist Musikstreaming über MP3-Player (beim Garmin Zumo 595 LM sogar über Spotify) möglich, aber auch Wetter und Verkehrsinfos können eingeblendet werden. Unterm Strich also nette Extra-Spielereien.

Wichtig aber ist vor allem, dass die eigentliche Funktion stimmt. In dieser Hinsicht haben die Geräte der 300er- und der 500er-Generation in unseren Tests bislang sehr gut überzeugen können: robuste Ram-Mount-Lenkerhalterung, stabiles und wetterfestes Gehäuse, hohe Displaygüte, bedienerfreundliche Oberflächen. Mit dem Planungstool "Touren Routing" können bei der individuellen Reiseplanung Vorgaben wie bergige oder kurvige Strecken eingebunden werden.

Alternativen zum Garmin Zumo

Im Test von 2015 hat den Testsieg das TomTom Rider* davon getragen und mittlerweile mit der Modellnummer 500 immer noch eines der Besten im Rennen.

Neben den klassischen Navigationsgeräten gibt es auch interessante Smartphone-Apps für Motorrad-Touren. Zwar ist das Smartphone an sich noch nicht wirklich motorradtauglich, doch Software-Lösungen fürs Touren und Tracken gibt es zuhauf. Und wer nicht mehrere Hundert Euro in eine Extrakiste investieren möchte, dem reicht eventuell die kostenlose Basis- oder Testversion einer Motorrad-Touren-App. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Smartphone-Apps im Überblick

  • Calimoto: Die Touren-App gibt es als Gratisversion inklusive eines Bundeslands nach Wahl, für größere Touren muss das entsprechende Kartenmaterial dazugebucht werden und kostet: 17,99 Euro pro Land, 49,99 Euro pro Region (z. B. Alpenraum), 69,99 Euro Europa/alle Länder - alles aber ohne zeitliche Beschränkung.
  • Navigon Cruiser: Die Software-Applikation gibt es als Abo-Modell (3,99 Euro/Monat, 19,99 Euro/Jahr) und als Europa-Komplettversion (59,99 Euro) für iOS- oder Android-Mobiltelefone.
  • Motocompano: Als Basis-Paket kostenlos, mit speziellen Tourenfunktionen kostet die App 8,99 Euro. Über Präferenzen wie "guter Straßenbelag", "schöne Landschaft" oder "geringe Verkehrsdichte" werden die gewünschten Eckdaten per Regler definiert, um eine Strecke von A nach B oder eine Rundtour zu berechnen.

Vor- und Nachteile der Garmin Zumo Reihe

Nach 6900km, Zumo 3x0 gegen 3x5 kann man sagen: Die Routenneuberechnung des 3x0 führt auf schnellstem Weg zur Route zurück, während der 3x5 irgendwelche riesen Umwege berechnet und irgendwann/irgendwie auf der Route landet. Das Verhalten konnten wir mehrfach nachvollziehen, der 3x5 funktioniert nur wenn man die Routenneuberechnung verbietet was für mich ein Navi adsurdum führt.

Ziele suchen über POIs: 3x5 ist grottenlangsam an der Stelle - hab nicht raus gefunden warum.

Aufteilung Cockpit kostet unglaublich viel Platz auf dem Display beim 3x5. Während ich beim 3x0 die gesamte Displaybreite habe und unten dezent 5 Felder, hat man beim 3x5 nur zwei Felder und muss den Rest rechts an der Seite einblenden was aus dem Display für die Karte ein kleineres als 3,5" macht.

Die obere Leiste befindet sich beim 3x5 eigentlich im dauerorange Alarm Modus: Achtung Schule, Achtung Kurve, Achtung Tiere, Achtung was weiß der Geier ... echt gruselig.

Installation und Montage des Garmin Zumo 345LM

Vor der ersten Routenplanung mit dem Garmin Zumo 345LM respektive der Software BaseCamp oder MapSource (Download auf der Garmin-Seite) steht ein Soft- und Firmware Update des Zumo Navis an. GarminExpress sollte nun das neue Navi erkennen und evtl. Updates anbieten.

Nachdem das Bordnetzkabel verlängert und verlegt war, habe ich mich für eine Befestigung direkt neben dem Bremsgriff entschieden. Mit Kabelverlängerung, Entfernen von Verkleidungsteilen am Moped, Trinkpause und Werkzeugsuche habe ich etwa 2 Stunden für die Installation des Ladekabels und der Garmin Zumo 345LM Navihalterung gebraucht.

Das schöne an der Garmin Halterung ist der schnelle Klick-Verschluss. Nachteile sind die Pin-Stromversorgung und der ebenso schnelle Navi-Klau.

Garmin Zumo 345LM im Vergleich

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Garmin Zumo 345LM und anderen Navigationsgeräten zusammenfasst:

Feature Garmin Zumo 345LM Garmin Zumo 595LM TomTom Rider 450
Displaygröße 4,3 Zoll 5 Zoll 4,3 Zoll
Kartenabdeckung Zentraleuropa Komplett Europa Weltweit
Stauumfahrung Nein Ja Ja
OpenStreetMap Unterstützung Ja Ja Nein
Musikstreaming MP3 Spotify, MP3 -

Fazit

Die App-Navigation ist noch extrem jung und extrem ­dynamisch. Gut ist, dass man bei allen Anbietern - anders als beim Neukauf eines Endgeräts - kein finanzielles Risiko eingehen muss und mit kostenlosen Probe- oder Basisversionen erst mal in Ruhe ausprobieren kann. Und genau das sollte man tun! Wichtig ist, dass die Apps auf eine gute Sprachausgabe setzen. Denn das wirkliche Problem ist die solide Unterbringung des Smartphones am Motorrad - und das löst keine App!

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