Geführte Mountainbike-Touren in Bayern: Unvergessliche Erlebnisse in den Alpen

Mountainbiken ist eine aufregende Bergsportart, und die Alpen sind zweifellos das perfekte Ziel für MTB-Fans. Bayern, insbesondere der Alpenraum, lockt mit seinen hohen Gipfeln und einer Vielzahl an MTB-Wegen, besonders in Oberbayern.

Die Vielfalt der Mountainbike-Routen in Bayern

Bayern bietet eine große Auswahl an Strecken für Mountainbiker. Neben Oberbayern gibt es auch tolle Routen und Trails in Niederbayern, zum Beispiel im Bayerischen Wald oder auf den Kammtrails des DAV Aschaffenburg im Nordwesten Bayerns.

Allerdings haben besonders die oberbayerischen Tourismusverbände keine offiziellen Trails ausgewiesen. Die Routen, die online ausgeschrieben sind, führen daher ausschließlich über Forststraßen.

Mountainbike-Touren in anderen Regionen Deutschlands

Deutschland bietet viele schöne Touren für MTB-Fans. Auch in flacheren Gegenden lässt es sich gut biken! Von sanften Routen bis hin zu anspruchsvolleren Wegen gibt es in und um Berlin einige Touren. Egal ob durch die Dörbitzer Heide, Grunewald, zum Templiner See oder am Teltowkanal entlang - landschaftlich gibt es einiges zu sehen.

Nordrhein-Westfalen bietet mit seinen Mittelgebirgen überraschend viele abwechslungsreiche Routen. Egal ob Eifel, Teutoburger Wald, Rothaargebirge oder quer durch den Ruhrpott - von Bergen bis zu ehemaligen Bergbau-Landschaften ist alles dabei.

Niedersachsen bietet vielversprechende Mountainbike-Touren, zum Beispiel durch den Harz, im Solling, durch Wälder oder über Berge. Wer sich gerne an Rampen und Schanzen austoben möchte, kann sich einen der vielen Bikeparks im Harz ansehen.

Sachsen präsentiert sich regelrecht als Mountainbike-Paradies. Hier gibt es neben Deutschlands erstem TrailCenter am Rabenberg auch den ältesten Mountainbike-Marathon.

Egal ob Downhill im Bikepark oder klassischer Mountainbike-Trail: Thüringen bietet so einiges. Der Mountainbike-Klassiker Rennsteig führt über 450 Kilometer ebenfalls quer durch den Thüringer Wald.

Mountainbike-Touren in den Alpenländern

Die Alpen sind ein Eldorado für alle MTB-Fans.

Viele Mountainbike-Fans zieht es in die Schweiz: Kein Wunder, denn dort gibt es teilweise weniger Regeln und Verbote für den Radsport. Biken auf Forst-, Wiesen- und oft auch auf Wanderwegen ist erlaubt - falls nicht mit einem Verbotsschild anders markiert.

Slowenien bietet einige Touren durch die Steiner Alpen oder das Bergland von Unesco Global Park Idrija und Cerkno an. Für Anfänger*innen sind vor allem auch die Radwege der Kranjska Gora lohnend.

Südtirol bietet die unterschiedlichsten und wunderschöne Touren durch die bergige Landschaft. Wie wär's zum Beispiel mit einer Tour in Richtung Seiser Alm, eine Panorama-Tour durch Valle Aurina oder auch auf Trails durchs Vinschgau? Die Möglichkeiten sind schier endlos.

Doch besonders in den Französischen Alpen bieten sich auch viele Mountainbike-Touren an.

Gesetzliche Aspekte beim Mountainbiken

Je nach Bundesland oder Land unterscheidet sich die Gesetzeslage zur Wegenutzung, einzelne Regelungen fürs Biken finden sich in den jeweiligen Waldgesetzen. Die Gesetzeslage in Österreich ist wesentlich strenger als in Deutschland oder der Schweiz. Denn hier ist Mountainbiken generell auf allen Forst- und Wanderwegen gesetzlich verboten.

Es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen, das Spektrum reicht dabei vom äußerst restriktiven Kanton Appenzell Innerrhoden, wo sich Mountainbiker*innen nur auf gekennzeichneten Bike-Routen bewegen dürfen, bis zu liberalen Kantonen wie etwa Graubünden.

In Slowenien darf man meist überall Mountainbiken. An einigen Orten, wie beispielsweise im Kern des Triglav Nationalparks, ist es verboten.

Auch in Südtirol sind fast alle Trails und Wege mit dem Mountainbike befahrbar, solange es das jeweilige Landes- oder Gemeindegesetz nicht explizit verbietet.

Tipps für die Planung von Mountainbike-Touren

Die Suche nach der optimalen Route hängt von verschiedenen Faktoren ab. Alpine Erfahrung, so sagt man, sei nötig, um sich in eine Mehrtages-Tour im Gebirge zu stürzen. Einsteiger schließen sich daher auf ihrem ersten langen Ausritt am besten einer geführten Tour an.

Für all diejenigen, die bereits für mehrere Tage mit ihrem Bike ins Abenteuerland abgetaucht sind und wissen, wie man nur mit dem Nötigsten aus dem Rucksack klarkommt, haben wir ein paar spannende, neue Routen samt GPS-Tracks herausgesucht. Damit spart man sich die Tourenplanung, aber alles andere muss selbst organisiert werden.

Gerade im Gebirge sind die Wege Naturgewalten ausgesetzt: Murenabgänge, Stürme und Platzregen können wichtige Routen-Abschnitte von einem Tag auf den anderen unpassierbar machen. Deshalb sollte man sich niemals einfach einen GPS-Track herunterladen und auf gut Glück losfahren.

Ist eine Touren-Beschreibung älter als ein Jahr, kann inzwischen auch eine Hütte nicht mehr bewirtschaftet oder ein Lift stillgelegt worden sein. Deshalb ist es immer wichtig, eine Route vorab genau zu überprüfen. Vor allem auf Sinnhaftigkeit: Ist die Route lückenlos aufgezeichnet? Führt ein Anstieg vielleicht einen steilen Trail bergauf, statt auf den fahrbaren Schotterserpentinen daneben? Sind alle geplanten Wege intakt?

Ausrüstung für Mountainbike-Touren

Die Ausrüstung ist ein gern diskutiertes Thema und das zu recht. Welches Bike passt zu mir? Klickies oder Flats? Versenkbare Sattelstütze oder langt ein Schnellspanner? Hardtail oder Fully? Was für Reifen soll ich fahren? Schlauch oder Tubeless?

Hardtail oder Fully, das ist Geschmacksache. Ein Fully bietet mehr Traktion am Hinterrad und ist im Trail mit Wurzeln und Steinen, Absätzen ect. im Vorteil.

Deine Reifen sollen was aushalten, wir sind auf Trails unterwegs und da braucht es Traktion und Pannenschutz. Gewicht hin oder her.

bei Fahrtechnik Kursen empfehlen wir dir dringend Flats zu benutzen. Du lernst die Techniken sauber und hast einen Sicherheitsvorteil. zu Flat Pedals empfehlen wir dir einen passenden Flatpedal MTB Schuh mit spezieller Sohle oder einen festen Turnschuh oder Trekkingschuh.

Dein Rucksack soll gut passen, auf der Hüfte sitzen und locker an der Schulter. Im Trail soll er dir nicht um die Ohren fliegen und von rechts nach links hin und her wandern. gut gepackt soll er sein.

Funktionskleidung ist Trumpf. Hitzestau oder frieren auf Tour? Nein das macht keinen Spaß und muss nicht sein.

Bei unseren Kursen/Touren/Reisen empfehlen wir dir Knie und Ellenbogen Protektoren zu tragen. Eine Pflicht machen wir daraus aber nicht.

Trans Bayerwald-Mountainbike-Tour: Ein Erfahrungsbericht

Ein persönlicher Bericht über eine Etappe der Trans Bayerwald-Mountainbike-Tour, die durch den Kernbereich des Bayerischen Waldes führt. Die Strecke führt von Stamsried bis nach Sankt Englmar, einem bekannten Urlaubsort, der versucht, den Mountainbike-Tourismus zu fördern.

Die Tour beginnt in Neubäu und führt durch das Regental in Richtung Walderbach, wo das ehemalige Kloster besichtigt wird. Anschließend geht es weiter nach Zell und zur Ruine Lobenstein. Nach Falkenstein führt die Route durch den Wald und über Felder nach Loitzendorf. Ein schöner Singletrail bietet Abwechslung, bevor der letzte große Anstieg nach Sankt Englmar beginnt.

Die Tour zeichnet sich durch den hohen Anteil an Asphalt-Strecken aus, während Singletrails selten sind. Die Planer stehen vor der Herausforderung, die Strecke abseits von Straßen zu führen und gleichzeitig die Burgen und das Kloster einzubeziehen.

Die wichtigsten Check-Punkte für Mehrtagestouren

Da Ihr letzter Mountainbike-Trip vielleicht ein halbes Jahr zurückliegt, haben wir die wichtigsten Check-Punkte noch mal zusammengetragen. Das Gute an all dieser Planungsarbeit ist: In Gedanken kurbelt man bereits los, die Erholung beginnt. Außerdem verschafft man sich damit das Überblickswissen, das während der Tour lebensrettend sein kann.

Die schneefreie Hochgebirgssaison ist von Juni bis Mitte September relativ kurz. Dazwischen sollte man die Wetterlage im Auge behalten.

Im Optimalfall ist man mindestens zu dritt auf Tour unterwegs, hat ein Erste-Hilfe-Set griffbereit und weiß, was bei welcher Verletzung als Erstversorgung zu tun (zur Not mit Hilfe der DRK-App „Erste Hilfe“).

Wer von A nach B fährt, muss irgendwie auch wieder zurückkommen. Um den Rücktransfer kümmert man sich am besten rechtzeitig.

8 Fehler, die man bei der Tourenplanung vermeiden sollte

BIKE-Reiseredakteurin Gitta Beimfohr nennt die wichtigsten Punkte für eine gelungene Tourenplanung:

  • Fehler 1: Ohne Überblick und Wissen losfahren - GPS hat das Touren-Fahren revolutioniert, sorgt aber auch für häufigere Bergunfälle.
  • Fehler 2: Fremden GPS-Daten folgen - Von Hobbybikern erstellt und von Algorithmen korrigiert. Tracks aus Touren-Portalen sollte man prüfen!
  • Fehler 3: Schiefer Rucksack, kneifende Falte im Sitzpolster - Warten Sie mit dem Korrigieren nicht bis zur nächsten Pause.

Tourenplanung Beispiele

Hier sind einige Beispiele für spannende Mehrtagestouren:

  • Trans-Ligurien: 244 km / 8865 hm / 5 Etappen
  • Stoneman Arduenna: 176 Kilometer lange Riesenrunde durch Belgiens Hochland, 3900 Höhenmeter
  • 7-Summits-Transalp: 487 Kilometer und 18.350 Tiefenmeter, aber 10.100 Höhenmeter sind immer noch selbst bergauf zu kurbeln.
  • Füssen - Königssee: 394 Kilometer und 11.190 Höhenmeter
  • Quer durchs Erzgebirge: von Seiffen über Tschechien und die Sächsische Schweiz nach Dresden - 174 Kilometer / 4200 Höhenmeter / 3 Etappen

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0