Die Inkas waren eine in vielerlei Hinsicht erstaunliche Zivilisation.
Das Reich der Inka
In nur etwas mehr als 300 Jahren hatten die Inkas ein Reich erschaffen, das bis heute seinesgleichen sucht: In seiner größten Ausdehnung erstreckte es sich vom heutigen Kolumbien über Ecuador, Peru, Bolivien bis in den Norden Chiles und Argentiniens.
Kuriose Fakten über die Inkas
Im 15. Jahrhundert das Töten in Europa bereits vergleichsweise schnell und sauber von sich.
Hier sind einige überraschende Einblicke in ihre Kultur und Bräuche:
1. Schädeldeformierungen
Wussten Sie, dass die Inkas verformte Schädel schön fanden?
Um den menschlichen Schädelknochen zu verformen, nutzten die Inkas hierfür mutmaßlich enge Bandagen, die den Säuglingen um den Kopf gewickelt wurden, um so das Wachstum des Kopfes in eine Richtung zu lenken.
2. Der Sapa Inka
Der Sapa Inka, der König der Inkas, reiste in einer Sänfte durch sein Reich.
Vor ihm durfte man nur barfuß erscheinen.
Selbst höchste Würdenträger hatten sich dem Monarchen zum Zeichen ihrer Demut mindestens mit einer symbolischen Last zu nähern.
Der Sapa Inka nahm bei Audienzen eine demonstrative Teilnahmslosigkeit ein, indem er seine Gesprächspartner nicht direkt ansprach und sich hinter einer Barriere verbarg.
Seine kunstvoll gefertigten Gewänder trug er jeweils nur einmal: Die getragene Kleidung wurde ebenso wie seine Speisereste sorgfältig gesammelt und jährlich anlässlich einer großen Feier verbrannt.
3. Meerschweinchen als Haustiere und Delikatesse
Wussten Sie, dass die Inkas neben Lamas, Enten und Alpacas auch Meerschweinchen als Haustiere hielten und Letztere hauptsächlich zum Verzehr gedacht waren?
Diese traditionelle Spezialität hat sich bis heute erhalten: Cuy, gegrilltes Meerschweinchen ist nach wie vor ein beliebtes Gericht in Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien.
4. Schädeloperationen
Interessant: In einer Studie, in der Forscher Totenköpfe von Inka untersucht haben, hatte jeder sechste Kopf ein Loch!
Die meisten Operierten hatten ohne größere Komplikationen überlebt.
Der Grund: Eine ausgeklügelte Bohrtechnik der Inka-Mediziner.
Bogenschützen erledigten den Feind so rasch, dass er oft von seinem eigenen Tod nichts mitbekam.
Auch ein Stich oder Hieb mit dem Schwert führte oft sehr schnell zum Tod, sofern der Tötende kein Stümper war und sein Handwerk einigermaßen beherrschte.
In Südamerika hingegen war das Schmieden von Eisen noch unbekannt: Der Tod kam meist in Form von Keulen oder Steinschleudern.
Häufig endete eine Auseinandersetzung unter Inkakriegern deshalb nicht mit dem Tod - sondern mit einem schwerwiegenden und qualvollen Schädeltrauma.
5. Das Inkabein
Und noch eine Trivia in Punkto Schädel: Wussten Sie, dass es einen Knochen im Menschlichen Körper gibt, der nicht bei jedem Menschen auftritt und Inkabein heißt?
Der am Schädel auftretende Knochen im Bereich der Lambdanaht stellt die Verbindung zwischen Scheitel-Hinterhauptsbein dar und ist ein akzessorischer (zusätzlicher) Knochen, der nicht bei jedem Menschen auftritt.
Sein Name erklärt sich, da dieser Knochen erstmals 1851 von M. E. Rivero und S. J. Tschudy an peruanischen Schädeln der Inkas beschrieben wurde.
6. Loyalität durch regimetreue Erziehung
Um sich die Loyalität der von ihnen unterworfenen Stämme zu sichern, verfolgten die Inkas eine Politik, die ähnlich auch von den Römern betrieben wurde: Kinder hoher Würdenträger der unterworfenen Stämme wurden in die Hauptstadt, Cuzco, umgesiedelt, wo sie in Eliteinternaten als Inka erzogen wurden.
7. Schädel als Trinkgefäße
Wussten Sie, dass die Schädel besiegter Stammesfürsten gerne mal als Getränkeschale zweckentfremdet wurden?
Der bekannteste Vertreter dieses exzentrischen Geschmacks ist Atahualpa , der 1532, nachdem einem langen und heftigen Machtkampf gegen seinen Bruder Huáscars gewonnen hatte und dessen Schädel demonstrativ in sein Trinkgefäß umwandelte.
8. Ohrläppchen bis zu den Schultern
Interessant: Der spanische Name für die Inkas lautete damals orejones, was soviel bedeutet wie „große Ohren".
9. Polytheisten
Die Inkas waren Polytheisten, verehrten also mehrere Götter.
Ob Eheprobleme für diese Aufteilung in Schichtarbeit verantwortlich waren, ist noch ungeklärt.
10. Flüsterpost als Nachrichtensystem
Wussten Sie, dass die Inkas ein ausgeklügeltes Post-System entwickelten, bei dem Langstreckenläufer in Windeseile Nachrichten übermittelten?
Da die Inkas jedoch keine Schrift im eigentlichen Sinne kannten, mussten diese Läufer die Nachrichten auswendig lernen und dann exakt an den nächsten Läufer wiedergeben.
Quasi eine Flüsterpost im ganz großen Stil…
11. Gute Ernährung
Wussten Sie, dass bei einer Studie , bei dem zahlreiche Inka-Leichname untersucht wurden, an keinem einzigen Zeichen von Mangel- oder Unterernährung festgestellt werden konnten?
12. Knotenschrift
Vielleicht haben Sie bereits gehört, dass die Inkas eine Knotenschrift (Quipu) verwendeten, die in Textilien gewebt wurde.
Wussten Sie jedoch, dass man von Khipu bis heute nicht weiß, ob es sich um Zahlen oder Schrift (oder eine Kombination?) handelt?
13. Sozialstunden statt Steuern
Wussten Sie, dass die Inkas kein Geld und somit auch keine Steuern kannten?
Stattdessen entwickelten sie einen Beamtenstaat, der durch exakte, statistische Erhebung aller Ressourcen und deren Verteilungen Tributverpflichtungen festsetzte, welche in Arbeitsstunden abzuleisten waren.
14. Nur der Adel darf Polygamie
Polygamie: Nur für Adlige Inkas.
Jedes Jahr wiederholt sich diese Tradition, die schon seit vielen Jahrzehnten existiert: Die berühmte Brücke au Ichugras wird jedes Jahr zu Anfang Juni wieder zerstört und komplett neu aufgebaut.
Der Bau ist eine Gemeinschaftsaktion aller umliegenden Gemeinden, wie schon zu Zeiten der Inkas.
Während der ganzen Prozedur dürfen sich nur die Männer unten an der Brücke aufhalten.
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