Motorradtransport im Camper: Die Suche nach der idealen Lösung

Viele Motorradfahrer träumen davon, ihre Maschine flexibel transportieren und gleichzeitig komfortabel übernachten zu können. Die Kombination aus Motorradgarage und Wohnraum in einem Campervan eröffnet hier interessante Möglichkeiten. Dieser Artikel beleuchtet die Anforderungen an ein solches Fahrzeug, gibt Tipps zur Auswahl und zum Ausbau und zeigt verschiedene Lösungsansätze auf.

Die Ausgangssituation

Ein Motorradfahrer plant, im Frühjahr mit dem Motorrad nach Japan aufzubrechen und wird wahrscheinlich ein bis zwei Jahre unterwegs sein. Auf bisherigen Kurztrips wurde gerne auf dem Boden geschlafen, aber für die lange Reise soll zusätzlich etwas Gemütlicheres her. Zwei, dreimal wurde in irgendeiner Hängematte genächtigt, aber bisher hatte derjenige keine Ahnung, worauf es dabei ankommt und was eine gute Hängematte ausmacht. Bei der Recherche wurde dann sofort auf ein Forum gestoßen und die letzten drei Tage ordentlich eingelesen. Wenn für jeden Teil der Ausrüstung so viel Zeit genommen werden muss, muss die Abreise ordentlich verschoben werden. Aber gut zu schlafen ist besonders wichtig und deswegen ist derjenige froh, dass auf Expertise und Erfahrungen zugegriffen werden kann. Theoretisch ist derjenige also schon etwas belesen, aber der Popo hat noch keine Idee, wie sich die richtige Matte anfühlen muss. Schlussendlich kommt es wahrscheinlich aufs Probeliegen an, aber falls jemand für die Eingrenzung der Suche ein paar Tipps geben oder ein paar Fragen beantworten könnte, wäre derjenige sehr dankbar. Oder falls jemand im Raum Köln Probeliegen lassen könnte, noch besser.

Bisheriges Bodensetup:

  • DD Hammocks Tarp 3x3m
  • Schaumstoffisomatte
  • Carinthia KuFa Schlafsack
  • alte Wolldecke

Was noch gebraucht wird:

  • Hängematte
  • Underquilt (komme ich wahrscheinlich nicht drum rum bei dem was ich gelesen habe)

Derjenige ist 1,88 groß mit vielleicht 75 Kilo Körpergewicht.

Prioritäten sind:

  1. Komfort (richtige Größe, angenehmer Stoff, kein unnötiges Getüddel, worauf kommt es noch an? klar muss ich ausprobieren...)
  2. Langlebigkeit (Qualität)
  3. geringes Packmaß (Gewicht eher egal wegen Motorrad, aber das geht ja meistens Hand in Hand)
  4. Mit möglichst wenigen Handgriffen aufzubauen
  5. Preis (außer jemand mag sponsern, ich kleb nen Sticker auf den Koffer)
  6. Moskitonetz (in gewissen Regionen bestimmt unverzichtbar, gibt ja aber auch eins zum drüberstülpen.)
  7. Gimmicks wie Taschen und so

Da derjenige nicht gerne zu weich schläft, denkt er, dass ein straffer Stoff angenehmer wäre als einer, in dem er zu weit einsinkt. Wäre in der Hinsicht eine doppellagige Matte sinnvoll? Oder macht das keinen großen Unterschied? Dann macht wahrscheinlich eine einlagige mehr Sinn im Hinblick aufs Packmaß und wenn derjenige sowieso noch einen Underquilt besorgt. Lässt sich fehlende Länge der Matte mit mehr Breite kompensieren, da derjenige dann schräger drinliegen kann?

Anforderungen an den Camper

Folgende Anforderungen an den Camper werden gestellt:

  • Transport: Transport von 1-2 Motorrädern
  • Schlafplätze: Übernachtung von 1-2 Personen, idealerweise auch bei transportiertem Motorrad
  • Komfort: Gemütlicher und praktischer Wohnraum, auch ohne Motorrad

Wünschenswerte Ausstattung:

  • Standheizung
  • Stromversorgung für mobile Geräte
  • Dusche & Toilette (optional)
  • Küche inkl. Herd (optional), Kühlschrank (wünschenswert)

Ausschlusskriterien:

  • Kein zusätzlicher Anhänger
  • Kein reiner Wohnwagen

Budget:

  • Maximal 60.000€ (Gebrauchtfahrzeug möglich)

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die größte Herausforderung besteht darin, ausreichend Platz für den Motorradtransport und gleichzeitig einen komfortablen Wohnraum zu schaffen. Dabei spielen Gewicht, Zuladung und Raumaufteilung eine entscheidende Rolle.

Gewicht und Zuladung

Bei einem ausgebauten Kastenwagen ist das Limit meistens das Gewicht. Die Naked Bikes wiegen à 170 kg. In den aller seltensten Fällen kommt ein zweites, gleich schweres Motorrad dazu. Es ist wichtig, das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs im Auge zu behalten und gegebenenfalls aufzulasten.

Raumaufteilung und Flexibilität

Eine flexible Raumaufteilung ist entscheidend, um den Platz optimal nutzen zu können. Denkbar sind Interieur-Elemente, die je nach Bedarf herausgezogen werden können. Also für eine Motorrad-Reise ist der Laderaum dann leer, für das Wohnen werden die Elemente dann hineingeschoben? Schlafen im Dachzelt wäre ebenfalls kein Problem, falls Wagen wie ein Mercedes Vito o.Ä. Aus der Sicht ist ein Hubbett für die beste Option, um den Platz je nach Einsatzzweck nutzen zu können.

Mögliche Basisfahrzeuge

Als Basisfahrzeuge eignen sich beispielsweise:

  • MB Sprinter
  • Iveco Daily
  • VW Crafter oder MAN TGE in 7 m Länge - aufgelastet auf 4,5 t ( teilweise geht auch bis 5,5 t ) dann gibt auch es keine Problem mit Zuladung und Platz.
  • Fiat Ducato

Ausbauvarianten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Camper auszubauen:

  • Individueller Ausbau: Einen leeren Ducato, 6 m, da können die Mopeds von hinten reinfahren. Dann holst du dir bei Reimo diverse Einzelmöbel und ein Porta-Potti. Einbau selbst machen oder einen Individualausbauer suchen, der das umsetzt.
  • Möbelbausätze: Rechts hatte er "nur" noch die Küchenzeile drin, also Kühli, Heizung, Schränke und Waschbecken und die Sitzkästen direkt hinter den Fahrersitzen. Da konnte man prima 2 oder sogar 3 Crossmopeds einladen, die standen dann einfach "am Küchenschrank", der Lenker passte ja "drüber", paar Kissen dazwischen, 2 Zurrgurte und gut. Geschlafen wurde oben im Dach zur Hälfte halt über dem Führerhaus.

Alternativen

Wenn hauptsächlich mit nur einem Moped weggefahren wird, wäre ein Vito oder T5/6 jeweils mit langem Radstand interessant. Meinen letzten Bus, VW T5 LR, war mit meiner Zephyr allerdings schon gut gefüllt. Mit dem Möbelbausatz von Reimo war noch eine freie Breite von ca 110cm vorhanden.

Weitere Aspekte

Geruchsbildung

Das Thema sehe ich offen gestanden nicht so kritisch:1. Ich habe in meiner Garage (klar, die ist größer als der Camper) noch nie wirklich Benzin oder ähnliches gerochen.2. Die Motorradreisen mache ich ausschließlich im Sommer bzw. bei gutem Wetter, so dass man im Zweifel auch Fenster aufmachen könnte.3. Sollte es tatsächlich ein Problem sein, würde ich das Motorrad einfach ausladen und vor den Camper stellen.4.. Nur ca. 20-30% aller Camper-Fahrten werden überhaupt mit dem Motorrad sein, der Rest nicht. Ich brauche also die Option die Motorräder mitnehmen zu können, will den Platz aber auch nicht dauerhaft verschenken, wenn die Bikes nicht dabei sind - das wäre im Weinsberg MEG Outlaw ja der Fall.

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