Die durchschnittliche Geschwindigkeit beim Fahrradfahren hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem der Fahrradtyp, der Trainingszustand des Fahrers und die Streckenbedingungen.
Fahrradtyp und Geschwindigkeit
Die Wahl des Fahrrads hat einen großen Einfluss auf die erreichbare Geschwindigkeit. Hier einige Beispiele:
- Rennrad: Selbst Untrainierte erreichen auf ebener Strecke durchschnittlich 20-30 km/h.
- Trekkingrad: Für 10 Kilometer benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde.
- Gravelrad: Ist etwas schwerer, wodurch man auf Schotter langsamer fährt.
- E-Bike/Pedelec: Ermöglicht auch Untrainierten Geschwindigkeiten zwischen 20 und 25 km/h. In Europa sind E-Bikes auf 25 km/h gedrosselt.
Einfluss des Trainingszustands
Ein untrainierter Fahrer erreicht normalerweise eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 bis 22 km/h. Wer über 25 km/h im Schnitt schafft, muss gut trainiert sein. Viele Radfahrer erreichen am Anfang einen Durchschnitt von etwa 17 km/h, der sich nach einigen Jahren auf über 20 km/h mit einem Trekking-Bike steigern kann. Die tatsächlich erbrachte Leistung kann man auf dem Rad übrigens mit einem Leistungsmesser (engl. Powermeter) oder auch Wattmesser ermitteln.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Geschwindigkeit relativ wenig über die tatsächlich erbrachte Leistung und Fitness aussagt.
Weitere Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen
Neben dem Fahrradtyp und dem Trainingszustand gibt es noch weitere Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen:
- Streckenbedingungen: Steigungen und Gefälle haben einen erheblichen Einfluss auf die Geschwindigkeit.
- Wind: Gegenwind reduziert die Geschwindigkeit erheblich.
- Gruppendynamik: In einer Gruppe fährt man in der Regel schneller als alleine.
Geschwindigkeit im urbanen Raum
In deutschen Großstädten liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit von Radfahrern bei etwa 14 km/h. Dies liegt oft an fahrradunfreundlichen Bedingungen wie vielen Ampeln, Baustellen und schlecht ausgebauten Radwegen. Wer unangenehme Strecken vermeiden will, muss also die lokalen Gegebenheiten gut kennen, oder sich Tipps von anderen Fahrern und Fahrerinnen holen.
Einige Städte weisen höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten auf als andere. Hier einige Beispiele:
- Bonn: 16 km/h
- Berlin: 13,3 km/h
Radfahrer in Wuppertal müssen aufgrund der bergigen Lage durchschnittlich 240 Höhenmeter auf ihren Touren zurücklegen. In Wuppertal, Wiesbaden sowie Duisburg legen sie durchschnittlich 16,9 Kilometer zurück - höchster Wert der Analyse. Am wenigsten pro Fahrt radeln die Berlinerinnen und Berliner mit durchschnittlichen 10,6 Kilometern.
Tempolimit für Radfahrer?
In Deutschland gibt es keine gesetzlich festgelegte Höchstgeschwindigkeit für Fahrräder. Allerdings können Sanktionen drohen, wenn Radfahrer andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Sind Radfahrer mit einer nicht angepassten Geschwindigkeit beispielsweise in Fußgängerzonen unterwegs, kann das Bußgelder zwischen 30 und 35 Euro sowie einen Punkt in Flensburg bedeuten.
Leistungsvergleich: Durchschnitt vs. Profi
Um eine bessere Einschätzung der eigenen Werte zu geben, kann man diese mit denen eines Durchschnittsradlers und den Werten von Profis vergleichen.
| Durchschnittsradler | Rad-/Triathlon-Profi | |
|---|---|---|
| Durchschnittsgeschwindigkeit im Flachen | 28,9 km/h | 41,4 km/h |
| Durchschnittsgeschwindigkeit bei 5% Steigung | 15,3 km/h | 24,1 km/h |
| Durchschnittsgeschwindigkeit bei 8% Steigung | 11,3 km/h | 19,3 km/h |
| Spitzengeschwindigkeiten bergab | 75-92 km/h | 111-130 km/h |
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