Die besten GPS-Tracker für E-Bikes im Überblick
Besonders gut schnitten im Test GPS-basierte Tracker ab, die im Motorgehäuse eines E-Bikes platziert sind. Sie bieten eine sehr genaue Ortung, da sie ständig Daten über Mobilfunknetze senden können. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede in der Leistungsfähigkeit und im Installationsaufwand. Die beiden Modelle BikeTrax von Powunity und ConnectModule von Bosch eBike Systems konnten die Tester besonders überzeugen. Beide Tracker erhielten die Note „hervorragend“, was vor allem an der präzisen Ortung und der verbauten Technik liegt. Die Tracker werden fest in das Motorgehäuse des E-Bikes eingebaut und sind dadurch schwer zu orten und kaum zu entdecken.Powunity BikeTrax
Powunitys BikeTrax bietet eine Ortung, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land zuverlässig funktioniert, sagt der TCS. Das Gerät ist mit einer SIM-Karte ausgestattet, über die es regelmäßig seine Position an eine Smartphone-App sendet.- Ortete sehr zuverlässig.
- Hobby-Mechaniker kriegen die Montage im Motorgehäuse hin, brauchen dafür aber das Einverständnis des E-Bike-Anbieters.
- Der Akku des Trackers lädt nur, wenn das E-Bike eingeschaltet ist.
- Recht teuer: Rund 200 Euro in der Anschaffung plus laufend 39,50 Euro im Jahr für die GPS-Datenflat.
Bosch eBike Systems Connect Module
Auch der Tracker von Bosch besticht durch exzellente Trackingmöglichkeiten und eine einfache Bedienung.- Ortete zuverlässig.
- Tracker-Akku lädt auch bei ausgeschaltetem E-Bike.
- Montage im Motorgehäuse muss durch Fachleute erfolgen.
- Anbieter unterstützt im Falle eines Diebstahls.
Beide Modelle verfügen zudem über eine zusätzliche Reservebatterie, die auch bei entladenem E-Bike-Akku noch Signale senden kann.
Itsmybike Track and Protect
- Ortung war zuverlässig.
- Montage im Motor ist nicht bei allen E-Bikes möglich und muss vom Profi gemacht werden.
- Unterstützung des Anbieters bei Diebstahl gut.
- Akku vom Tracker lädt nur bei eingeschalteter Fahrradbeleuchtung.
Gut versteckt. Im Motorgehäuse eingebaut sind die besten Fahrradtracker im Test kaum zu enttarnen.
Alternativen für normale Fahrräder
Die beste Ortung für normale Fahrräder bietet laut Touring Club der Bikefinder Gen2Tracker. Der GPS-Tracker bietet in der Ortung dieselben Vorteile wie die fest verbauten Systeme. Er ist einfach in der Lenkerstange montiert und einfach zu nutzen. In der Anschaffung kostet dieser Tracker in Deutschland 185 Euro.Social-GPS-Tracker: Apple AirTag und Samsung SmartTag2
Apple und Samsung bieten mit AirTag beziehungsweise SmartTag2 eigene Lösungen an, die auf Social GPS basieren. Dabei handelt es sich nicht um klassische GPS-Tracker, sondern um sogenannte Tags, die von Smartphones in der Umgebung erkannt werden. Diese Technologie hat unter anderem den Vorteil, dass sie keine laufenden Kosten verursacht und auf ein großes Netzwerk von Smartphones zugreifen kann.Funktionsweise und Einschränkungen
Im Test zeigte sich: Solche Systeme funktionieren nur da, wo Menschen sind. An menschenleeren Orten stießen sie an ihre Grenzen. Mit Social-GPS arbeiten beispielsweise der Apple AirTag oder der SmartTag2 von Samsung. Auch Knog Scout Bike Alarm & Finder setzt im Kern auf den Airtag.Während der Apple AirTag in dicht besiedelten Gebieten durchaus brauchbare Ergebnisse liefern konnte, ist seine Leistungsfähigkeit in weniger dicht besiedelten Gebieten stark eingeschränkt. Gleiches gilt für den SmartTag2 von Samsung. Beide Modelle wurden im Test als „empfehlenswert“ eingestuft - aber sie bieten keinen zuverlässigen Schutz für teure E-Bikes, die beispielsweise in einem abgelegenen Ferienhaus gestohlen werden könnten.- Sie ließen sich im Test auf einer definierten Route nicht in Echtzeit verfolgen, so der TCS.
- Der Grund: Sie senden nur alle paar Minuten ein Signal.
- Den Tags von Apple und Samsung fehle außerdem ein Alarm, der signalisiert, dass sich das Fahrrad in Bewegung setzt.
Vorteile von Social-GPS-Trackern
Der große Vorteil von Social-GPS-Trackern: Sie sind einfach und schnell zu montieren. Der AirTag war im Test in einem speziellen Klingel-Gehäuse verborgen, Samsungs Tag und das System von Knog an der Flaschenhalterung.Problematische Aspekte
Eine wichtige Funktion des Apple-Airtags und des Knog-Fahrradtrackers kann allerdings zum Problem werden: Als Schutz vor unerwünschter Überwachung oder Stalking senden iPhones eine Warnung, wenn sich ein unbekannter Airtag oder Knog-Tracker länger in der Nähe aufhält.Veraltete Technologien: 2G-Netz
Die Tracker Tkstar Tk906 und Swisstrack GPS Fahrrad Tracker senden ihre Signale über das 2G-Netz - doch das ist in der Schweiz bereits abgeschaltet. In Deutschland wären diese Tracker derzeit noch nutzbar, aber sobald ein Fahrrad ins Ausland transportiert wird, verschwindet es je nach Land komplett vom Radar. Zudem steht auch hierzulande das 2G-Netz vor dem Aus.Rechtliche Aspekte
Rechtlich gesehen, darf man die Standortdaten eines gestohlenen Fahrrades ohne Einschränkungen an die Polizei weitergeben. Bei Itsmybike kontaktiere ein Mitarbeiter den Fahrradbesitzer und biete Hilfe bei der Kommunikation mit der Polizei an, so TCS. In der Bosch-App würde ein Link zum aktuellen Standort direkt an die Polizei geschickt. Beim Tracker von Powunity ist dies laut TCS zwar auch möglich. Selbstjustiz sei in einem solchen Fall strafbar.Die wirksamste Maßnahme gegen Diebstahl
Weil manche Fahrradtracker unzuverlässig arbeiten und der Standort oft nicht unbedingt weiterhilft, ist es viel wichtiger, dass das Fahrrad gar nicht erst gestohlen wird. Die wirksamste Maßnahme gegen einen Diebstahl: ein aufbruchsicheres Fahrradschloss.Weitere GPS-Tracker im Überblick
Knog Scout
Der Knog Scout ist ein dezentes und vor allem praktisches Sicherheits-Gadget. Mit Spezialschrauben, die der Langfinger nicht so leicht lösen kann, wird der Scout dezent hinter dem Flaschenhalter montiert und fällt kaum auf. In der leicht verständlichen Knog-App kannst du den Alarm einstellen, der bis zu 85 db(A) laut ist. Dabei kannst du sogar die Berührungssensibilität wählen, ab welchem Punkt der Alarm auslöst. Der wird dann übrigens auch direkt auf das Smartphone übertragen.Alterlock
Dieses schmale Tool versteckt sich unscheinbar hinter der Flaschenhalterung. Per App wird der AlterLock GPS-Tracker verbunden. Mit Hilfe der App kann das Rad "gesperrt" werden und löst bei Bewegung in diesem Modus einen Alarm aus. Wird das Rad dennoch von Langfingern entwendet, kann es über die App nachverfolgt werden. Gut zu wissen: Alterlock funktioniert mit GPS und WLAN, der Standort des Smartphones spielt keine Rolle.fahrradfinden GPS-Tracker
Der fahrradfinden GPS-Tracker deckt die gesamte Welt zum Wiederfinden des gestohlenen Fahrrads ab, verspricht der Hersteller. Er soll ideal für Rennräder sein, denn der flexible Tracker lässt sich leicht in die Dropbar schieben und ist äußerlich nicht als solcher erkennbar. Ein schnelles Entfernen ist ohne Spezialwerkzeug, welches beim Produkt beiliegt, nicht möglich.I LOCK IT mit GPS Live Tracking
Gerade City-Bikes werden gerne in der Großstadt entwendet. Zum Leid der rechtmäßigen Besitzer. Selbst, wenn ein Rahmenschloss nicht die größte Hürde für den Langfinger ist, so kann es, wie das I LOCK IT GPS-Tracker, trotzdem helfen. Es sieht wie ein ganz normales Rahmenschloss aus, wird schlüssellos per App bedient und hat ein raffiniertes Innenleben, von dem der Dieb nichts mitbekommt.Eufy Security SmartTrack Link
Das Eufy Security SmartTrack Link ist quasi eine günstige Alternative zu Apples AirTags. Die kleinen Bluetooth-Tracker sollen sich in Apples "Wo ist"-Netzwerk einbinden, alternativ hilft ein QR-Code ehrlichen Findern das Rad oder den Schlüssel zurück zum Besitzer zu bringen.SBS E-Go Fahrradreflektor hinten mit integriertem Tracker
Camouflage vom Allerfeinsten: Der SBS E-Go Fahrradreflektor hat einen waschechten Doppelnutzen. Zum einen fungiert der Reflektor als eben jener, zum anderen auch noch als Apple "Wo ist" kompatibler Tracker.Vor- und Nachteile von GPS-Trackern
GPS-Tracker bieten unauffällige Fahrradüberwachung, die im Falle eines Diebstahls eine schnelle Ortung ohne Wissen des Diebes ermöglicht. Sie erlauben die kontinuierliche Überwachung eines Fahrrads, selbst während der Fahrt und bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die über den Fahrradschutz hinausgehen.
Sie sind eine kostengünstige, platzsparende und flexible Alternative zu schweren, teuren Fahrradschlössern, die einfach am Fahrrad versteckt werden können.
Nachteile: Sie bieten keinen physischen Diebstahlschutz und sind bei unzureichender Batterielebensdauer oder schlechter Netzwerkverbindung nutzlos. Physischen Schutz bieten nur klassische Fahrradschlösser.
Weitere getestete GPS-Tracker
Der Artikel bietet auch eine Übersicht über weitere getestete GPS-Tracker, darunter:- Invoxia GPS Tracker: Überzeugte mit langer Akkulaufzeit und hoher Ortungsgenauigkeit, besonders in städtischen Umgebungen.
- Winnes TK913: Punktete mit kompaktem Format und Abofreiheit, erfordert aber etwas technisches Verständnis bei der Einrichtung.
- Tkmars GPS Gerät: Setzte auf robuste Hardware und starke Akkuleistung, war aber aufgrund der Größe schwer zu verstecken.
- Alterlock: Rasches App-Warnsignal in Bluetooth-Distanz, aber keine Positionsmeldung des fahrenden Rades.
- Bikefinder Tracker: Die unauffällige Anbringung in geraden Lenkern und Rennlenkern, die Mechanik und die App sind gut gemacht.
- PAJ Allround Finder: Der Allround-Finder ist kein radspezifisches Gerät, sondern ein kleines Kästchen.
ADAC Tipps für Verbraucher
- Fahrrad sicher abschließen, am besten an einem festen Gegenstand
- Alle Daten zum Fahrrad griffbereit haben, zum Beispiel in einem Fahrradpass
- GPS-Tracker mit SIM-Karte ist ein sinnvoller Diebstahlschutz
- Die Montage des Trackers kann Laien teilweise überfordern
- E-Bike-Akku beim Abstellen des Rads herausnehmen - teure Komponente
- Risiko der Einstellung von Services - Tracker dann unbrauchbar (siehe VanMoof)
- Folgekosten (z.B. SIM-Karten) beachten
- Bei Diebstahl: Immer die Polizei einschalten
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