Ein Bekannter hat einen Pullover mit der Aufschrift “Grenzgaenger“. Als ich ihn danach fragte, meinte er, das habe etwas mit Motorrädern zu tun, mehr konnte er nicht dazu sagen.
Optisch erinnert mich der Pullover an solche, wie sie Organisationen mit rechtem Hintergrund vertreiben. Wir können in diesem Kleiderlabel keine politischen Botschaften oder Motivation erkennen.
Es gibt nach unserer Erfahrung eine Menge Labels im Bereich Musik oder Sport, die mit den Grenzgang Werbung machen. Hier werden Biker, also Trial-Freaks, angesprochen die die Gefahr in extrem unwegsamen Gelände und "verbotene Strecken " lieben.
Schau doch mal auf YouTube bei Querly vorbei er bringt ein paar Videos mit anderen Grenzgaengern.
Politischer Kontext und Abgrenzung
Die betroffenen linken Organisationen, wie auch immer man im Einzelnen zu ihnen stehen mag, eint grundsätzlich ein Weltbild, das auf Solidarität, Antifaschismus und der Ablehnung von Rassismus und Ausbeutung basiert.
Denn die AfD stellt eine konkrete Gefahr für Millionen von Menschen in Deutschland dar, die einer der diversen Minderheiten angehören, gegen die die AfD hetzt. Das zeigen u.a. Die AfD ist außerdem eine Gefahr für alle demokratischen Errungenschaften seit der Niederringung der Nazidiktatur in Deutschland.
Nachdem aber die Details der neuen Verordnung bekannt geworden sind, zeigt sich: Sie enthält kein beherztes Vorgehen gegen die Gefahr von rechts. Sie wirft in einem Rundumschlag rechte und linke Organisationen mittels einer fragwürdigen und höchst umstrittenen Extremismustheorie in einen Topf.
So ist von der proklamierten Intention leider nichts mehr zu erkennen. Die Landesregierung traut offenbar ihren eigenen Analysen nicht, die eindeutig belegen, wo die Bedrohung für die Gesellschaft zu verorten ist.
Statt dieser Bedrohung Rechnung zu tragen und politisch Haltung zu zeigen, versteckt sie sich hinter einem Extremismusbegriff, der rechts und links in unzulässiger Weise vermischt.
Historische Bezüge und Erinnerungskultur
Die VVN-BdA RLP fordert die Landesregierung auf, die drohenden Berufsverbote für Linke zurückzunehmen. Es liegen ausreichend Erkenntnisse vor, die die Gefahr für die Demokratie von Rechtsaußen belegen.
Das erinnert an den Radikalenerlass in den 70er Jahren, den Willy Brandt später selbst als schweren Fehler bezeichnete. Dieser Nachrichtendienst hat der Landesregierung eine Liste von Gruppierungen zusammengestellt, auf der sich neben Neonazi-Kameradschaften und der AfD auch 18 linke Organisationen sowie nicht näher bestimmte „autonom-antifaschistische Gruppierungen“ befinden.
Die Mitglieder dieser Organisationen werden unter Generalverdacht gestellt und ihnen soll (nach einer Einzelfallprüfung) die Einstellung durch das Land verweigert werden können.
Mit Beginn des 2. Weltkriegs und dem Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf Polen im Jahr 1939 wurden mehr und mehr Kriegsgefangene, sowie Zwangsarbeiter*innen in der deutschen Industrie und Landwirtschaft eingesetzt.
Schätzungen gehen heute davon aus, dass im gesamten Reichsgebiet mehr als 13 Millionen ausländische Arbeitskräfte zur Arbeit gezwungen wurden. In Mainz und Umgebung waren es z.B. im Jahr 1943 ca.
Veranstaltungen und Gedenktage
Zu dem Gedenktag zur Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar werden wieder viele Veranstaltungen angeboten. Auch die VVN-BdA beteiligt sich mit drei Veranstaltungen.
Am 09.11. Das Bündnis "Rheinhessen - Nazifrei" hat für den 09.11. eine Gegenkundgebung in Weisenau zur Veranstaltung der AFD/ESN angemeldet.
Für den 17. August 2024 haben rechtsextreme Gruppen erneut einen Aufmarsch in unserer Stadt Ingelheim angekündigt. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen an diesem Tag ein aktiver Teil des Bunten Aktionsbündnisses gegen Rechtsextremismus sein werden.
Darüber hinaus können vor allem die, deren Wohnungen, Büros, Geschäfte und Gaststätten in der Nähe des Bahnhofs beziehungsweise an den bisherigen Aufmarschstrecken liegen, diese Situation nutzen: Zeigen wir gemeinsam den Nazis aus der rechtsextremen Ecke, dass unser Ingelheim bunt, tolerant und demokratisch ist.
Malt Banner, besorgt euch Fahnen und hängt sie aus den Fenstern oder von den Balkonen! Beschallt die Straßen mit eurer Musik! Werdet kreativ, passt auf euch auf und bezieht Stellung!
Proteste und Widerstand
Wir rufen auf, sich an den Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD in Essen am 28.-30. Juni zu beteiligen! Auch aus Mainz fährt ein Bus zu den Protesten. Um bereits bei dem frühen Widersetzen dabei sein zu können (siehe Programm unten), startet der Bus bereits nachts um 2.00 Uhr am Hauptbahnhof Mainz.
Seid dabei, um gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Faschist*innen der AfD zu setzen und ihren Parteitag zu stören. Freitag, 28. Samstag, 29. 6 Uhr: massenhaftes Widersetzen: Wir wollen der AfD aktiv den Raum nehmen. Dabei setzen wir mit „Widersetzen“ auch Methoden des zivilen Ungehorsams ein.
Dabei können alle mitmachen. Von diesen Aktionen geht keine Gewalt und keine Eskalation aus. Mit „buntem“ zivilen Ungehorsam zeigen wir: Hier ist kein Raum für eure rassistische Hetze! Seid gern kreativ und bringt z.B. Sonntag, 30.
Das Mainzer Bündnis "Mainz stellt sich quer!", das sich zur Verhinderung des von der NSP geplanten Naziaufmarschs am 16. Kundgebung am Mainzer Hauptbahnhof durchführen. der die Mitglieder des Bündnisses 'Mainz stellt sich quer' mobilisieren.
Die neonazistische Partei „Neue Stärke (NS)“ hat für den 16. Juli mit martialischen Worten, die u.a. „das Vaterland zur Tat“ rufen, einen Aufmarsch in Mainz angekündigt.
Das soll auch so bleiben. Nie wieder dürfen wir es zulassen, dass Nazis in Mainz marschieren und Angst und Hass verbreiten. Daher organisieren viele unterschiedliche Gruppen an diesem Tag Gegenaktivitäten. Beteiligt euch an den Gegenkundgebungen am 16.
Erinnerung an Zwangsarbeit
Am Sonntag 14.08.2022 findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig. Der erste Teil der Veranstaltung widmet sich den KZ-Häftlingen als Zwangsarbeiter:innen.
Sie waren meist unter katastrophalen Bedingungen untergebracht: in KZ-Außenlagern, angeschlossenen den Werken der Rüstungsindustrie. Auch hier sollen die Überlebenden durch Zitate aus Erinnerungen selbst zu Wort kommen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung möchten wir nach einem kurzen Resümee den Blick auf die Region Mainz richten. Welche Gedenkorte oder Hinweise gibt es ? Wie könnte eine aktive Gedenk- und Erinnerungsarbeit zum Thema Zwangsarbeit aussehen ?
Das Beispiel der Gedenkaktion des Rheinmetall-entwaffnen Bündnisses zeigt, dass es auch enorme Widerstände dagegen gibt.
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