Ein Motorradhelm ist kein Zubehör, das man mal eben im Vorbeigehen kauft, sondern ein Lebensretter, der bei einem Unfall Kopf und Gehirn vor schweren oder tödlichen Verletzungen schützen kann. Der ideale Helm bietet aber nicht nur Sicherheit, sondern erfüllt auch alle anderen Aspekte, die Motorradfahrerinnen und -fahrern wichtig sind.
Was ist wichtig für einen Motocrosshelm?
Bevor es auf die Strecke geht, muss der Helm perfekt passen. Wackelt der Helm, hast Du die falsche Größe erwischt. Auf der anderen Seite soll der Helm nicht zu eng sitzen. Ein leichter Druck, besonders beim ersten Tragen ist auf den Wangen zu spüren. Wenn Dich der Druck nicht bedrängt, ist das normal und wird mit der Zeit besser. Bedenken solltest Du haben, wenn der Crosshelm an der Stirn drückt.
Wann ist ein Crosshelm sicher?
Sicherheit ist das Wichtigste bei der Wahl eines Crosshelms. Motocross ist eine gefährliche Sportart. Daher musst Du ebenso viel von deinem Helm verlangen. Er muss Schutz für Deinen Kopf bieten.
Motorradhelme müssen in Europa von der Economic Commission Europe hergestellt werden. Diese legen bestimmte Sicherheitsstandards fest.
Welcher Verschluss bei Crosshelmen?
Vor allem bei Motocrosshelmen ist der Doppel-D-Verschluss der sicherste. Es dauert zwar etwas, den Helm zu verschließen, aber dann ist es ein Ding der Unmöglichkeit, dass er sich öffnet. Die bisschen mehr Zeit wird sich lohnen. Außerdem reibt er nicht. Ebenfalls ist es der sicherste Verschluss.
Bei jeder Motorsportveranstaltung sind Helme mit Doppel-D-Verschluss Pflicht.
Welcher Crosshelm für Motorsport?
Wer würde nicht gerne mal selbst bei Wettbewerben wie der Deutschen Motocross Meisterschaft Open mitzumachen? Neben einer Menge Übung, braucht es einen richtigen Helm. So ein Rennen ist anstrengend, Dein Helm muss daher besonders leicht sein. Außerdem sollten die Lüftungen Gitter haben, damit Du davon nichts abkriegst, wenn Steine fliegen. Die richtige MX-Goggle schützt ebenfalls. Diese sollte mit dem Helm kompatibel sein, sonst wirst Du etwas abbekommen.
Wie schwer sollte ein Crosshelm sein?
Das Gewicht von Crosshelmen ist unterschiedlich. Die leichtesten wiegen um die 1000 g, die schwersten circa 1600 g. Schwerer sollte es nicht werden. Ein leichter Helm ist in dieser Kategorie Helm am angenehmsten. Carbon sorgt dafür, dass der Nacken nicht so stark beansprucht wird.
Welche Features sollte ein Crosshelm haben?
Neben den oben genannten Kriterien, solltest Du beim Kauf Deines Crosshelm noch auf andere Eigenschaften achten. Eine gute Belüftung ist vor allem bei hohen Temperaturen Gold wert. Die warme Luft muss schnell abgeführt, sodass Du keine beschlagene Brille hast.
Außerdem solltest Du Dir das Innenfutter beim Crosshelm anschauen. Da Schwitzen ist da normal. Das Futter saugt sich voll und setzt ein gewisses Aroma ab. Achte darauf, dass ein herausnehmbares Futter vorhanden ist. Du kannst es nach den Herstellerangaben waschen, trocknen und wieder in den Helm einsetzen.
Verschiedene Situationen erfordern unterschiedliche Lösungen. Das gilt auch bei dem Schirm des Crosshelms. Je nach äußeren Einflüssen kannst du den Schirm anpassen. Du solltest beim Kauf auch auf die passende Motocrossbrille achten.
Adventure Helme im Test
10 Enduro- und Adventure-Helme wurden im direkten Vergleich getestet: Aerodynamisch und akustisch haben Adventure-Helme nicht den Hauch einer Chance gegen Integralhelme. Sie haben aber auch ihre Vorzüge. Im direkten Vergleich haben Adventurehelme aerodynamisch und akustisch nicht den Hauch einer Chance gegen Integralhelme.
Erschwerend kommt hinzu, dass zumindest in der Adventurehelm-Mittelklasse - die Basispreise der getesteten Helme liegen vorgabemäßig zwischen 150 und 400 Euro - nicht alle Anbieter übermäßig viel Wert auf zum Beispiel ausgefeilte Visiermechaniken oder wirksame Belüftungssysteme legen. Wiederum im Vergleich mit "normalen" Integralhelmen, ja sogar mit aktuellen Klapphelmen, hat man den Eindruck, es mit Helmen auf dem technischen Stand von vor zehn oder 15 Jahren zu tun zu haben. Die Show scheint da manchmal etwas wichtiger zu sein als die Funktion.
Positive Eigenschaften der Adventurehelme: Da wären zum Beispiel die meist recht großen Sichtfelder. also gern über verwinkelte, womöglich ziemlich unübersichtliche Landstraßen wuselt, behält mit einem Adventurehelm vielleicht noch etwas besser den Überblick. Und da in solchen Revieren das Tempo deutlich unter Autobahnrichtgeschwindigkeit liegen dürfte, bekommen auch die Helmschirme eine echte Aufgabe und können vor Blendung durch die Sonne schützen. Den augenschonenden Rest erledigen die mittlerweile auch bei Adventurehelmen beliebten integrierten Sonnenblenden. Und bei hochsommerlichen Temperaturen hilft ein hoher Luftdurchsatz. Den gibt es konstruktionsbedingt bei praktisch allen Adventurehelmen, ob man will oder nicht. Einige Helme bieten auch gewisse Umbau-Optionen. Durch Abnehmen des Schirms entsteht dann ein Fast-Integralhelm; und das Entfernen des Visiers lässt dann einen scheibenlosen Beinahe-Crosshelm entstehen.
Klapphelme im Test
Wie die neueste Generation der klappbaren Integralhelme abschneidet, hat die Zeitschrift "Motorrad" getestet (Heft 11/2024). Im Labor, auf dem Prüfstand und bei Fahrversuchen wurden zwölf Helme unterschiedlicher Preiskategorien in diesen Testkriterien untersucht:
- Passform und Tragekomfort
- Aerodynamik
- Akustik
- Belüftung
- Handhabung
- Ausstattung und Verarbeitung
- Gewicht
- Schlagdämpfung und Rotation
Testergebnisse im Überblick
Fünf Klapphelme schneiden im Motorrad-Gesamturteil jeweils mit gut oder sehr gut ab. Zwei Modelle erhalten nur die Note befriedigend. Schlusslicht im Test ist der Harley-Davidson Evo X17 Sunshield Modular, der vor allem beim Gewicht und bei der Akustik Federn - oder besser Punkte - lassen musste. In Sachen Schlagdämpfung bieten jedoch auch die beiden letztplatzierten Helme noch ordentlichen bis sehr guten Schutz.
Zum Sieger kürten die Tester den Klapphelm C5 von Schuberth. Der C5 überzeugte vor allem durch sehr gute Brillentauglichkeit, gute Passform und sehr komfortable und einfache Bedienung.
Den Beweis, dass ausreichender Schutz nicht teuer sein muss, lieferte unter anderem der MTR K-4 Evo.
Neue Prüfnorm ECE-R 22.06
Die alte Prüfnorm ECE-R 22.05 wurde ersetzt, und seit Juni 2022 werden nur noch 06er-Genehmigungen erteilt. Diese enthalten auch die P/J-Norm, die für eine Freigabe des Helms als Integral- und auch als Jethelm steht, also für das "legale" Fahren mit geöffnetem Kinnteil.
Zu finden sind die Genehmigungen und die Norm, nach der sie erteilt wurden, auf dem meist am Kinnriemen angebrachten Prüfnorm-Label nebst zugehöriger Prüfnummer. Beginnt die Nummer mit 05, handelt es sich um einen nach alter Norm geprüften Helm. Fängt sie mit den Ziffern 06 an, bedeutet das "neue und aktuelle Norm".
Eine wesentliche Verbesserung für die Durchführung von Helmtests ist der deutlich größere Helmschalenbereich, in dem nun geprüft werden darf. Eine gezielte Versteifung von Konstruktionspunkten bei Motorradhelmen analog zu klar definierten Prüfpunkten ist somit praktisch unmöglich geworden. Salopp ausgedrückt müssen Motorradhelme nun "überall" sicher sein und eine der Norm entsprechende Schlagfestigkeit aufweisen.
Wichtiger Hinweis für die Pflichtkennzeichnung von ECE-Motorradhelmen: Auf dem Prüflabel muss nicht "ECE" oder "ECE-R 22" stehen.
Helmpflicht in Deutschland
Selbst auf dem Mofa muss man seit 1985 einen Helm tragen. Und seit August 1980 wird eine Zuwiderhandlung zudem mit Verwarnungsgeld geahndet.
Weil aber in der Anfangszeit der Helmpflicht einige Motorradfahrerinnen und -fahrer sehr kreative Ideen zeigten, was denn ein Helm sei, reagierte der Gesetzgeber: Seit 2006 steht im Paragraph 21a der Straßenverkehrsordnung (StVO), dass Fahrer und Mitfahrer von Krafträdern mit Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h einen "geeigneten Schutzhelm" tragen müssen.
Damit ist also das Benutzen von Arbeits-, Feuerwehr- oder Militärhelmen ohne ausreichende Schutzwirkung untersagt. Wer mit solchen "Schüsseln" erwischt wird, muss nicht nur mit Bußgeld rechnen: Versicherungen können nach einem Unfall sogar Leistungen verringern, selbst wenn der Motorradfahrer bzw. die Motorradfahrerin den Unfall nicht verursacht hat.
Nach Unfall: Motorradhelm richtig abnehmen
Für viele ist es eine unangenehme Situation: Als Erster am Unfallort zu sein und möglicherweise einen schwerverletzten Motorradfahrer vorzufinden. Mit Klapphelmen ist die Erstversorgung oft leichter, weil man nur die Klappe öffnen muss.
Motorradhelm Test: Ergebnis im Überblick
| Modell | Preis in Euro | Urteil Motorrad |
|---|---|---|
| Schuberth C5 | ab 699,00 | Sehr gut |
| Shoei Neotec 3 | ab 669,00 | Sehr gut |
| Nolan N100-6 | ab 399,99 | Sehr gut |
| LS2 FF901 Advant X Carbon | ab 469,00 | Sehr gut |
| HJC RPHA 91 Carbon | 699,90 | Sehr gut |
| BMW System 7 Carbon Evo | ab 710,00 | Gut |
| AGV Tourmodular | ab 549,95 | Gut |
| Germot GM 970 | 159,90 | Gut |
| Airoh Specktre | ab 259,99 | Gut |
| MTR K-4 Evo | ab 99,99 | Gut |
| Rocc 810 | ab 189,95 | Befriedigend |
| Harley-D. Evo X17 Sunshield Modular | 383,00 | Befriedigend |
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