Schon lange recherchieren wir nach Optionen für einen kleinen, mobilen Gasgrill fürs Camping. Ob Camping, Balkon, Garten oder Freizeit - ein Gasgrill sorgt überall für spontanen Grillgenuss. Mobile Gasgrills liegen voll im Trend: Sie sind kompakt, flexibel einsetzbar und bringen echtes Grillvergnügen in jede Umgebung.
Warum ein mobiler Mini-Gasgrill fürs Camping?
Da liegt zunächst mal der Platz auf der Hand, der in unserem VW Bus einfach sehr beschränkt ist. Der Skotti Gasgrill wird in einer feuerfesten Planentasche ganz flach zusammengelegt und verstaut. Darüber hinaus ist es oft schlicht verboten, ein offenes Feuer zu entfachen. Dieser Herausforderung müssen wir uns, insbesondere in südlichen, sehr heißen und trockenen Ländern stellen. Doch unabhängig vom Wetter, verbieten viele Campingplätze aufgrund von Geruchsbelästigung, grundsätzlich das Grillen mit Holzkohle.
Worauf kommt es bei einem Campinggrill an?
Campinggrills müssen vor allem eines sein: unkompliziert zu transportieren. Bei der Umsetzung haben sich die Hersteller dafür ganz verschiedene Methoden ausgedacht. In der einfachsten Form handelt es sich um ganz normale Grills im Kleinformat. Der Nachteil dabei ist, dass sie meist dennoch etwas sperrig sind und nicht gerade gut zu handhaben. Zudem ist die Grillfläche leider auch entsprechend klein, weshalb sie vorwiegend nur für zwei bis maximal vier Personen ausreicht.
Bei aller Mobilität - geringe Packmaße und Gewicht - sollten Sie bei einem Campinggrill auf ein paar Punkte achten: Nicht gerade wenige Modelle lassen an Stabilität vermissen, die Standbeine federn selbst kleine Erschütterungen mehr schlecht als recht ab. Auch am Material sollte nicht zu sehr gespart worden sein. Dünne Metallbleche verziehen sich nämlich bei Hitze sehr leicht. Ideal sind Campinggrills, die ohne Werkzeuge zusammengebaut werden können. Beim Grillen unter freiem Himmel ist ein solider Windschutz vorteilhaft. Für Freunde des indirekten Grillens empfehlen wir Modelle mit Deckel.
Alternativen: Klappgrills und Koffergrills
Eine überlegenswerte Alternative sind sogenannte Klapp- oder Faltgrills. Die Hersteller haben sich hier diverse pfiffige Lösungen einfallen lassen, die das Transportmaß der Grills auf ein Minimum reduzieren. Teilweise sind sie sogar so konstruiert, dass Sie gleichzeitig Teile des Zubehörs - also Grillkohle und Grillgut - im Inneren verstauen können. Überaus praktisch, damit zum Beispiel Badesachen in der Tasche nicht verschmutzen.
Einige Modelle können Sie für den Transport mit wenigen Handgriffen in einen praktischen Tragekoffer verwandeln. Im Koffer lassen sich sowohl Grillzubehör als auch die Holzkohle oder Gasflasche ganz einfach unterbringen. Im Anschluss ans Grillen wird die Asche einfach mitgenommen, sodass Auto und Grillplatz sauber bleiben. Der Koffer schützt zudem vor Beschädigungen während des Transports.
Nachhaltigkeit: Finger weg von Einweggrills!
Einweggrills sind nach wie vor sehr beliebt für das schnelle Grillen im Park oder am See. Verständlich, schließlich sind sie für ein paar Euro überall erhältlich. Allerdings sind sie aufgrund ihres einmaligen Einsatzes rein ökologisch gesehen nicht empfehlenswert. Sie bestehen aus Aluminium, das unter sehr hohem Energiebedarf verarbeitet wird und bei dessen Herstellung das umweltschädliche Nebenprodukt Rotschlamm entsteht.
Sicherheit und Komfort
An speziellen Einsatzorten, wie etwa auf Booten, ist es erforderlich, dass das Gehäuse außen nicht heiß wird. Aber auch unabhängig vom Ort ist es einfach sicherer, einen Campinggrill mit wärmeisoliertem Gehäuse zu haben - insbesondere, wenn kleine Kinder zur Grillrunde gehören. Bei diesen Grills ist der Kohlebehälter vom Gehäuse entkoppelt, sodass die Wärme nicht nach außen abgegeben wird. Sie können das Gehäuse also bedenkenlos berühren, wobei ein wenig Vorsicht nie schaden kann.
Gas, Holzkohle oder Elektro - Was eignet sich zum Campen am besten?
Auf welche Art der Befeuerung Sie zurückgreifen, ist nicht nur von Ihrer persönlichen Präferenz abhängig. Auf Campingplätzen zum Beispiel ist Holzkohle oft verboten. Daher bleibt hier meist nur der Griff zu einem Gasgrill. Ein Elektrogrill wäre zwar auch denkbar, dafür müssen Sie aber entweder eine ewig langes Verlängerungskabel haben oder aber mit dem Grillen im Wohnwagen vorliebnehmen. Und das steht dem Sinn des Campens ja nun mal im Wege. Aber auch auf Wanderungen ist ein Modell, das mithilfe einer (Camping-) Gaskartusche befeuert werden kann, eine Überlegung wert.
Allerdings gibt es mittlerweile auch sehr gute Holzkohlegrills für unterwegs, die dank einer permanenten Sauerstoffzufuhr bereits nach wenigen Minuten eingesetzt werden können. Achten Sie einfach auf Modelle, zu deren Ausstattung eine Aktivbelüftung gehört. Prominentester Vertreter ist der Lotus-Grill.
Beliebte Modelle im Test
Skotti Mini Gasgrill 2.0
Der Skotti Mini Gasgrill 2.0 ist quasi der David unter den Goliaths. Gemessen an seinem Gewicht von gerade mal 3,3 kg inklusive der Tasche, seinem flachen, minimalen Packmaß und der effizienten Leistung von 2,5 KW gehört er, als kleiner Campinggrill und erster steckbarer Gasgrill der Welt, zu den für uns unabdingbaren Tools in unserem VW Bus Campervan. Der Skotti Gasgrill für unterwegs bietet, unseren Erfahrungen nach, genau das, wonach wir lange Zeit suchen. Seit der Skotti Grill, übrigens angelehnt an den Namen eines ehemaligen Hundes des Erfinders, 2018 auf den Markt kommt, schreitet die Entwicklung rasant voran.
Multifunktional bietet der Skotti neben dem klassischen Steak, vielfältige Möglichkeiten zum Kochen oder Backen. Der Skotti Gasgrill besteht aus qualitativ hochwertigem Edelstahl, was für eine lange Lebensdauer spricht. Dieser weltweit erste, streckbare Gasgrill für unterwegs benötigt zum Aufbau kein Werkzeug. Der Mini Gasgrill ist erstaunlich robust.
Nicht alle Schraubkartuschen verfügen über die richtige Gasmischung. Tatsächlich grillen wir beim ersten Versuch mit einer bereits angebrochenen Kartusche, mit einem Gasgemisch von 20% Propan- und 80% Butan. Dabei zeigen sich unterschiedliche Hitzezonen. Ca. ⅔ der Grillfläche entwickeln eine gute Hitzeleistung, zum Ende des Brennrohrs hin nimmt diese aber deutlich ab.
Um ihn entsprechend zu nutzen, entfernst Du das Brennrohr und schon kannst Du ihn mit Holz oder Holzkohle befeuern. Das Material ist ziemlich leicht zu säubern und kann sogar in der Spülmaschine gereinigt werden. Falls Du Dich wunderst, dass der Grill fleckige Verfärbungen nach dem Grillen zeigt, musst Du Dir keine Sorgen machen.
Der Deckel sorgt für eine bessere Hitzeverteilung und macht auch das indirekte Grillen möglich. Mit den Skotti Boks* mit 1 Liter und 2,5 Liter Volumen verwandelst Du den Skotti in eine Outdoor-Küche. Übrigens gibt’s den steckbaren Skotti Grill auch familienfreundlich in einer XL Version, die immer noch leicht transportabel und nicht minder attraktiv ist. Der Edelstahl ist einfach zu säubern, darf sogar in die Spülmaschine und ist extrem langlebig.
Mit 189,- € ist der Skotti Grill* gewiß kein Schnäppchen, dafür aber verspricht er ein Leben lang zu halten.
Enders Explorer II Pro
Der Enders Explorer II Pro hat sich im Test als ein stabiler und zuverlässiger Grill für Camping, Freizeit und Balkon gezeigt. Die Konstruktion ist robust und funktional - der Grill relativ schnell aufgebaut und direkt einsatzbereit. Für die Montage ist lediglich ein Schraubendreher nötig. Gaskartusche anschließen, Piezo-Zünder betätigen, und schon heizt der Grill los. Die beiden separat regelbaren Edelstahlbrenner ermöglichen flexibles Grillen - von schnellem Anbraten bis zum langsamen Garen mit indirekter Hitze.
Im Test zeigte der Explorer II Pro eine gleichmäßige Hitzeverteilung über die gesamte Fläche - kein Zonen-Grillen, sondern gleichmäßiges Garen. Ein Grund dafür ist auch die Garhaube aus pulverbeschichtetem Aluguss: Sie speichert die Wärme besonders gut, verteilt sie effizient und ist zudem robust, rostgeschützt und pflegeleicht - ideal für häufige Einsätze unterwegs oder zu Hause.
Die Verarbeitung wirkt wertig und stabil, alle Bedienelemente sind solide verbaut, und der Grill steht auch auf unebenem Boden sicher. Nach dem Grillen kühlt das Gerät zügig ab - praktisch, wenn man schnell weiterziehen möchte. Dank seiner kompakten Bauweise lässt sich der Grill zudem leicht verstauen - perfekt für den Transport im Wohnmobil, Kofferraum oder Schrank.
Kampa Dometic Sizzle Barbecue
Der Kampa Dometic Sizzle Barbecue zeigt im Test, dass man auch für wenig Geld ordentlich grillen kann. Mit einem Preis von nur 50 Euro gehört er zu den günstigsten Modellen im Vergleich - und bietet trotz einiger Schwächen ein stimmiges Gesamtpaket für unterwegs. Mit einem Gewicht von nur 2,9 kg ist der Kampa extrem leicht und damit ideal für Camping, Festivals oder spontane Ausflüge. Der Aufbau ist unkompliziert: Die Gaskartusche wird einfach eingelegt und eingerastet, anschließend sorgt ein Piezozünder für den schnellen Start - ganz ohne Werkzeug.
Im Temperaturtest wurden 230 °C nach einer Minute und 380 °C nach drei Minuten erreicht - gemessen bei offenem Grill, denn einen Deckel besitzt der Kampa nicht. Das wirkt sich auf die Hitzeverteilung aus: Die Hitze konzentriert sich stark auf die Mitte der Grillfläche, da sie ungehindert nach oben entweicht und sich nicht zirkulieren kann - ein typischer Effekt bei offenen Grills. Am Rand ist die Temperatur entsprechend niedriger.
Auch bei der Verarbeitung ist der günstige Preis spürbar: Das Gerät wirkt eher einfach und wenig hochwertig. Die Reinigung ist etwas aufwendiger, da sich Fett und Rückstände unter dem Rost und an schwer erreichbaren Stellen sammeln. Dafür punktet der Kampa mit echter Mobilität: Ein Transportkoffer gehört zum Lieferumfang und macht das Verstauen besonders einfach - perfekt für unterwegs.
Camping-Gasgrills im Test: Vergleichstabelle
Diese Tabelle bietet einen Überblick über die getesteten Camping-Gasgrills und ihre wichtigsten Eigenschaften.
| Modell | Gewicht | Preis | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Skotti Mini Gasgrill 2.0 | 3,3 kg | ca. 189 € | Leicht, kompakt, vielseitiges Zubehör |
| Enders Explorer II Pro | ca. 10 kg | ca. 270 € | Stabil, gleichmäßige Hitzeverteilung, wertige Verarbeitung |
| Kampa Dometic Sizzle Barbecue | 2,9 kg | ca. 50 € | Sehr leicht, günstig, einfacher Aufbau |
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