Die Dolomiten sind eine Welt für sich, eine Welt der Zinnen und Zacken. Sie bieten die höchste Pässedichte der Alpen, wobei sämtliche Übergänge auch im Winter offen sind. Optisch ein Hochgenuss, fahrerisch eine Herausforderung.
Das Grödner Joch: Ein Muss für jeden Motorradfahrer
Das Grödner Joch bzw. Passo di Gardena gehört zu den über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren und ist ein Pass in den Dolomiten in Südtirol in Italien. Mit einer Scheitelhöhe von 2121 Metern ist es einer der höchsten befahrbaren Alpenpässe und ein beliebtes Ziel für Touristen und Radsportler. Das Grödner Joch verbindet das Val Gardena mit dem Gadertal in Südtirol.
Die Passstraße
Die Passstraße beginnt in St. Ulrich im Val Gardena und führt über 24 Kilometer durch die atemberaubende Berglandschaft der Dolomiten bis nach Corvara im Gadertal. Die Passstraße des Grödner Jochs führt durch die Dolomiten und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge. Die Strecke ist kurvenreich und hat insgesamt etwa 30 Kehren.
Die Passstraße des Grödner Jochs ist aufgrund ihrer Steigung und der vielen Kurven eine anspruchsvolle Strecke. Eine der Herausforderungen bei der Fahrt auf dem Gardena Pass ist zweifellos die Streckenführung selbst. Mit seinen ca. 30 Kehren gilt die Strecke als sehr anspruchsvoll, insbesondere für Motorradfahrer und Rennradfahrer, die die Kurven mit hoher Geschwindigkeit durchfahren wollen. Für erfahrene Fahrer kann die Fahrt auf dem Grödner Joch ein unvergessliches Erlebnis sein.
INFO: Die Straße zum Grödner Joch wurde repariert und ist jetzt in einem sehr guten Zustand. Nun kann man die Kurven auch genießen. Aber Achtung! Hier stellt sich die Polizei gerne in Kurven auf und macht Geschwindigkeitsmessungen. Nahezu jeder Motorradfahrer wird Opfer, da man sie schlecht erkennt und es bereits zu spät ist, sobald man sie erkennt.
Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten
Es gibt viele Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten entlang der Passstraße des Grödner Jochs. Einer der bekanntesten Aussichtspunkte ist das Rifugio Passo Sella, von dem aus man einen spektakulären Blick auf die Sella-Gruppe hat. Ein weiterer lohnenswerter Aussichtspunkt ist die Bergstation der Dantercepies Seilbahn, von der aus man einen Panoramablick auf die umliegenden Berge und Täler hat.
Eingebettet in den Naturpark Schlern bietet die Hochebene einen grandiosen Blick auf die Bergwelt. Während der Fahrt durch das Tal können Reisende typische Südtiroler Dörfer und Almen passieren, die zum Verweilen und Erkunden einladen. Die Strecke führt auch am Naturpark Puez-Geisler vorbei, der ein beliebtes Ziel für Wanderer ist.
Die Strecke und der Scheitel bieten Alpenpanoramen vom Feinsten, u.a. auf den Langkofel, den Sellastock und die Cirspitzen. Aussichten auf die umliegenden Gebirgsmassive bietet die Strecke dank vieler Kurven und Kehren Motorradfahrspaß vom Feinsten.
Geschichte
Die Geschichte des Grödner Jochs reicht weit zurück. Schon in der Antike wurde die Route über die Alpen genutzt, um Handel zu treiben und militärische Operationen durchzuführen. Der Pass wurde aber erst im 19. Jahrhundert für den modernen Verkehr ausgebaut. Zunächst wurde eine Straße gebaut, die allerdings nur im Sommer passierbar war.
Um die Grenzen des kaiserlichen Österreichs zu schützen und zu verteidigen, entbrannte hier ein erbitterter Hochgebirgskrieg zwischen österreichischen Südtirolern und Italienern. Außerdem weißt das Grödnertal noch eine weitere Eigenart auf: hier wird von Teilen der Bevölkerung noch Ladinisch gesprochen. Diese Sprache ist jedoch im Aussterben begriffen, weswegen sie zunehmend gepflegt wird.
Besonderheiten und Tipps
Heute ist der Passo Gardena vor allem bei Touristen und Sportlern beliebt. Jedes Jahr im Sommer findet hier das berühmte Sella Ronda Bike Day statt, bei dem tausende Radfahrer die Strecke erklimmen. Auch im Winter ist der Pass ein beliebtes Ziel für Skifahrer und Snowboarder.
Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, von einfachen Imbissbuden bis hin zu gehobenen Restaurants. Besonders zu empfehlen sind die traditionellen Südtiroler Gerichte wie Schlutzkrapfen, Knödel oder Speckknödel.
Es gibt mehrere Webcams entlang des Grödner Jochs, die eine Live-Ansicht der Passstraße und der umliegenden Berglandschaft zeigen. Diese Webcams sind besonders nützlich für Reisende, um die aktuelle Wetter- und Verkehrslage auf der Strecke zu überprüfen.
Auf der Passhöhe ist wie bei schönem Wetter auf allen Passhöhen meist der Teufel los. Alles, was mindestens zwei Räder hat, macht dort eine Rast. Deshalb empfehlen wir, lieber unterwegs ein ruhiges Plätzchen zu suchen, um eine Pause zu machen. Es gibt genügend Gelegenheit dazu. Es wurde eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h eingeführt! Und es wird regelmäßig kontrolliert.
Die Sella Ronda
Der Grödner Joch ist Teil der berühmten Sella Ronda. Dort heißt es: Nimm den Lenker fest in die Hand und mach was draus! Denn jetzt folgen mit Grödner Joch (2.137 m), Sellajoch (2.240 m) und Pordoijoch (2.239 m) Schlag auf Schlag drei Pässe der berühmten Sella-Ronda. Die Sellarunde mit dem Motorrad zu fahren ist ziemlich anstrengend, obwohl man nicht sehr lange dafür braucht, auch die Kilometer um den Sellastock halten sich in Grenzen.
Die Landschaften, die man rund um den Sella zu sehen bekommt sind einzigartig und wunderschön, man hat von den Passhöhen einen fantastischen Blick auf die umliegenden Berge wie zum Beispiel auf die Langkofelgruppe, Stevia und natürlich auf die Cirspitzen.
Weitere Touren in der Umgebung
Die vorgestellte Route lässt sich problemlos noch erweitern, denn in Südtirol reiht sich ein Pass an den nächsten und es gibt unzählige Möglichkeiten, zusätzliche Schleifen einzubauen. Allerdings raten wir persönlich eher davon ab, zu viele Abschnitte an einem Tag unterzubringen. Zwar klingt es verlockend, möglichst viele Highlights mitzunehmen, doch dabei geht schnell der eigentliche Reiz verloren: die Kurven in Ruhe zu fahren, an Aussichtspunkten innezuhalten oder einfach mal einen Kaffee mit Blick auf die Dolomiten zu genießen. Vom Grödner Joch kann man nun wieder runter fahren und zurück ins Pustertal, oder man fährt die Südseite runter und nimmt noch das Prodoijoch mit.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Grödnerjoch eine der spektakulärsten Alpenrouten ist und ein unvergessliches Erlebnis für jeden Besucher bietet. Obwohl die Strecke anspruchsvoll ist, lohnt sich die Fahrt allein schon wegen der atemberaubenden Ausblicke.
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