Harley Davidson: Eine Erfolgsgeschichte in Deutschland

House-of-Flames Harley-Davidson ist Deutschlands bekannteste Adresse, wenn es um Harley-Davidson geht. Innerhalb weniger Jahre hat das Unternehmen mit seinen Standorten in Ulm und München eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben.

Die Anfänge von House of Flames

Geschäftsführer Walter Maygatt, der sich seit jeher in der Welt der Custom Bikes einen Namen gemacht hat, hatte die Geschäftsidee bei einem Trip zum jährlichen Harley-Treffen in Faak am See im Jahr 1998. Nachdem alle Bewerbungskriterien erfüllt waren, um den Status eines offiziellen Harley-Davidson-Händlers zu erlangen, ging alles sehr schnell: Nach nur acht Monaten Bauzeit wurde im Oktober 1999 in Ulm-Ringingen das "House of Flames" mit einer gigantischen Einweihungsfeier eröffnet.

Im März 2001 folgte die Eröffnung des zweiten Standorts in der Großstadt München. Der dritte House of Flames Store - und der zweite in München - eröffnete 2011 im Münchner Westen. Hinzu kamen 2018 das House of Flames in Rosenheim und 2023 das House of Flames in Augsburg.

Das Erfolgskonzept

Die Kombination aus Prominenz und der traditionsreichsten Zweiradmarke der Welt, Harley-Davidson, trägt einen großen Teil zum Erfolgskonzept des Unternehmens bei. Damit allein ist es natürlich nicht getan! Kaum ein anderer H-D Händler bietet so viele attraktive Möglichkeiten und fundierteres technisches Know-How. Die Vielschichtigkeit der Kunden und Besucher, deren Herz für die gleiche Sache schlägt, ist im House-of-Flames einzigartig. In den drei Häusern begegnen sich täglich die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Vom eingefleischten “Hardcore Biker” bis hin zum ein oder anderen Star aus Funk und Fernsehen. Die Zielgruppe ist äußerst exklusiv und kaufkräftig.

Nicht zuletzt ist auch das Personal ein immens wichtiger Bestandteil des Geschäftes. Die vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen eines nicht alltäglichen Arbeitsplatzes erwarten Dich.

Die Motorradgeschichte Nürnbergs

In Nürnberg, aber auch in Fürth, Erlangen, Neumarkt, Schwabach, Forchheim und Bamberg existierte von 1884 bis 2005 eine deutschlandweit einmalige Motorradindustrie.

Der erste Niedergang geschah um das Jahr 1925. Weltwirtschaftskrise, schneller technischer Fortschritt und mangelndes unternehmerisches Verständnis ließen zahlreiche kleine Manufakturen so schnell wieder verschwinden, wie sie entstanden waren. Die Großen überlebten und retteten sich auf teils abenteuerliche Weise über den Zweiten Weltkrieg. Danach begann für sie zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre eine Blütezeit, in der in jeder Minute ein Motorrad, Moped oder Roller von einem der vielen Montagebänder lief. Tausende Arbeiter und Angestellte verdienten in Nürnberg ihren Lebensunterhalt mit dem Motorradbau.

Dann kamen ab Anfang der 1950er Jahre die in Großserie produzierten Klein-Pkw. Oft nicht viel teurer als ein gutes Motorrad, bescherten sie der blühenden Motorrad-Industrie ihren zweiten Niedergang. Wer es sich jetzt leisten konnte, fuhr, geschützt vor Wind und Wetter, lieber Goggo-Mobil, Lloyd, VW Käfer, Messerschmitt Kabinenroller oder BMW Isetta. Die Zeit des Motorrades als Transportmittel war nicht nur in Nürnberg und Umgebung abgelaufen.

DKW, Victoria und Express aus Neumarkt schlossen sich zur Zweirad-Union zusammen. Die 60er und 70er Jahre wurden hier die fetten Jahre erfolgreicher Mopeds und Kleinkrafträder, bevor Anfang der 80er Jahre fernöstliche Modelle den Markt überrannten. Deutschland war als Hersteller von Motorrädern aller Klassen einfach zu teuer geworden.

Mehrfach wechselten bei Hercules die Besitzverhältnisse, mit jedem Wechsel reduzierte sich die Zahl der Beschäftigten.

Buchautor Thomas Reinwald hat in drei Jahrzehnten Recherche alles zusammengetragen, was aus 121 spannenden Jahren Nürnberger Motorradgeschichte noch überliefert ist. Archive und viele Zeitzeugen lieferten ihm Stoff über 58 aufgelistete Fabriken vom Industriebetrieb bis zur Hinterhofmanufaktur mit einstelliger Belegschaft. Hinter allen Firmen steckt ein unternehmerisches Schicksal, das mit dem Aufstieg und Niedergang des Motorrad-Booms in Deutschland eng verbunden ist. So entstanden spannende Geschichten von ehrlichen Handwerkern und windigen Geschäftemachern.

Entstanden ist ein über 250 Seiten starkes Buch im DIN A4-Format als Dokumentation mit 676 Fotos und Skizzen. Der Autor erzählt auch viele bisher unveröffentlichte Insider-Geschichten. Statt Prospektrepros und tabellarischen Aufzählungen präsentiert er neben den Fotos von Serienmodellen viele Prototypen und Vorserienfahrzeuge, die nie vom Band liefen. „Nürnberger Motorradgeschichte“ ist eine packende und unterhaltsame Dokumentation geworden.

Das Buch hat einen wertigen Hardcover-Einband mit Fadenheftung, und kostet nur sehr faire 39 € (+5 € Porto u. Erhältlich ist es unter www.zweirad-online.de, im Buch Shop oder im gutsortierten Buchhandel und bei Amazon.

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