Die Integration von Bluetooth-Technologie in Motorradhelme hat die Art und Weise, wie Fahrer kommunizieren und ihre Fahrt genießen, revolutioniert. In diesem Artikel wird ein detaillierter Testbericht über den Harley Davidson Helm mit Bluetooth vorgestellt, insbesondere der Sena Outrush R, und ein Vergleich mit anderen Bluetooth-Motorradhelmen auf dem Markt gezogen.
Der Sena Outrush R im Test
Der Sena Outrush R ist ein Klapphelm mit integriertem Sena Kommunikationssystem, der zu einem attraktiven Preis angeboten wird. Beim Auspacken fiel die wertige Verarbeitung auf. Der Helm ist mit seinen 1700 Gramm recht leicht und vermittelt ein sicheres Gefühl. Die Wangenpolster sind herausnehmbar, was die Reinigung erleichtert. Der Helm lässt sich problemlos mit einer Hand öffnen und schließen.
Das integrierte Sonnenvisier bietet eine ideale Tönung, die weder zu dunkel noch zu hell ist. Auch für Brillenträger ist der Helm gut geeignet, da sich die Brille problemlos aufsetzen lässt. Die Bedieneinheit des Sena an der linken Außenseite des Helms ist einfach gehalten und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen.
Erste Testfahrt und Komfort
Die erste Testfahrt von 40 km bestätigte den positiven Eindruck. Der Helm sitzt fest, ohne zu drücken. Besonders beeindruckend war die schnelle Verbindung des Sena mit dem Navi. Kaum waren beide Geräte an, schon waren sie miteinander verbunden.
Tourtest und Sprachqualität
Auf einer längeren Tour von 200 km wurde der Helm sowie die Sprachqualität bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, auch auf der Autobahn, getestet. Der Helm sitzt auch bei Geschwindigkeiten um die 150 km/h noch solide, und auch beim Schulterblick verrutscht nichts. Die Sprachausgabe ist sehr gut und klar, und auch die Musikwiedergabe ist hervorragend, ohne Kreischen oder Fiepsen, selbst bei höherer Lautstärke.
Der Sena Outrush R wurde auf zwei unterschiedlichen Motorrädern getestet: KTM 890 Duke und Indian Scout Bobber, beide ohne Windschild. Bei beiden Bikes hat der Helm absolut überzeugt.
Fazit zum Sena Outrush R
Der Sena Outrush R bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ein solider, touren- und alltagstauglicher Helm. Wer einen guten Helm mit integriertem Sena Kommunikationssystem sucht, macht mit dem Outrush R nichts falsch. Sicherheit beim Fahren muss nicht überteuert sein.
Vergleich mit anderen Bluetooth-Motorradhelmen
Neben dem Sena Outrush R gibt es eine Vielzahl anderer Bluetooth-Motorradhelme auf dem Markt. Hier ist ein Vergleich einiger beliebter Modelle:
Cardo Packtalk Edge
Das Cardo Packtalk Edge wird als das beste Kommunikationssystem für kleine und größere Gruppen bewertet und erhielt 93 Punkte im Test. Es zeichnet sich durch seine Praxistauglichkeit, Material/Verarbeitung, Ausstattung, Lieferumfang, Gewicht/Akku sowie Sprachqualität/Reichweite aus.
Sena 50S
Der Sena 50S erhielt 89 Punkte und bietet ein attraktives Paket mit längerer Akkulaufzeit, erweitertem Lieferumfang und umfangreicher Ausstattung.
Schuberth SC Edge
Das SCHUBERTH SC EDGE basiert auf Cardos Spitzenmodell, dem PACKTALK EDGE, und bietet das Dynamic Mesh Communication (DMC) der 2. Generation.
Weitere erwähnenswerte Modelle
- Cardo Packtalk Pro mit Crash Detection System und Auto Ein/Aus Funktion
- Sena 60S mit Wave Intercom Mesh 3.0 Technologie
- HJC Smart 50B mit einem All-in-One-Design, das vollständig in den Helm integriert ist
- Sena SRL-EXT, speziell für SHOEI NXR2 Helme entwickelt
Testergebnisse im Überblick
Die Zeitschrift "Motorrad" hat zwölf aktuelle Klapphelme getestet und die Ergebnisse in einer Tabelle zusammengefasst:
| Modell | Preis in Euro | Urteil Motorrad |
|---|---|---|
| Schuberth C5 | ab 699,00 | Sehr gut |
| Shoei Neotec 3 | ab 669,00 | Sehr gut |
| Nolan N100-6 | ab 399,99 | Sehr gut |
| LS2 FF901 Advant X Carbon | ab 469,00 | Sehr gut |
| HJC RPHA 91 Carbon | 699,90 | Sehr gut |
| BMW System 7 Carbon Evo | ab 710,00 | Gut |
| AGV Tourmodular | ab 549,95 | Gut |
| Germot GM 970 | 159,90 | Gut |
| Airoh Specktre | ab 259,99 | Gut |
| MTR K-4 Evo | ab 99,99 | Gut |
| Rocc 810 | ab 189,95 | Befriedigend |
| Harley-D. Evo X17 Sunshield Modular | 383,00 | Befriedigend |
Der Schuberth C5 überzeugte vor allem durch sehr gute Brillentauglichkeit, gute Passform und sehr komfortable und einfache Bedienung. Der MTR K-4 Evo zeigte, dass ausreichender Schutz nicht teuer sein muss.
Wichtige Aspekte beim Kauf eines Motorradhelms
Beim Kauf eines Motorradhelms sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Sicherheit: Der Helm muss den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen (ECE-R 22.06).
- Passform und Tragekomfort: Der Helm sollte fest sitzen, ohne zu drücken.
- Aerodynamik und Akustik: Ein guter Helm sollte aerodynamisch sein und wenig Windgeräusche verursachen.
- Belüftung: Eine gute Belüftung sorgt für ein angenehmes Klima im Helm.
- Handhabung und Ausstattung: Die Bedienung sollte einfach sein, und der Helm sollte über nützliche Features wie Sonnenblende und Pinlock-Visier verfügen.
Bluetooth im Helm: Connectivity und Soundqualität
Bluetooth-Vernetzung im Helm ermöglicht es, mit anderen Fahrern zu kommunizieren, Musik zu hören, Navigationsanweisungen zu empfangen und Anrufe zu tätigen. Die Soundqualität variiert je nach Helm und Umgebung. Bis Landstraßentempo lässt sich die Wunsch-Playlist problemlos auf Power-Naked Bikes genießen, auf top verkleideten Supertourern führt man auch jenseits der Autobahn-Richtgeschwindigkeit noch ganz entspannt Telefonate.
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