Die Geschichte von Harley Davidson in Südafrika ist eng mit der globalen Expansion der Marke und dem Abenteuergeist der Motorradfahrer verbunden. Von den frühen Exporten nach Fernost bis hin zu den heutigen Motorradtouren durch die atemberaubenden Landschaften Südafrikas hat Harley Davidson eine bemerkenswerte Reise hinter sich.
Die Anfänge: Harley Davidson in Fernost
Das Engagement von Harley-Davidson in Fernost begann eigentlich schon sehr früh in der Firmengeschichte. Zwischen 1912 und 1917 soll die kaiserliche japanische Armee bereits einige wenige Harley-Davidson-Seitenwagenmodelle gekauft haben. Anfang der 20er-Jahre existierte in Japan die Importfirma „Nippon Jidosha KK“ des Barons Okura, die einige J-Modelle mit elektrischer Ausrüstung bestellte.
1923 legte ein verheerendes Erdbeben den Osten Japans in Trümmer, infolgedessen eine hohe Nachfrage von leichtgängigen Transportmitteln in den zerstörten Gebieten entstand. Dabei stellte sich heraus, dass Motorräder mit oder ohne Beiwagen die idealen Fahrzeuge waren, um in den Trümmerlandschaften die Versorgung der Bevölkerung und den Wiederaufbau zu bewerkstelligen. Dumm war nur, dass es in dieser Zeit in ganz Japan keinen Motorradhersteller gab.
1924 gab es dann durch eine unglückliche politische Entscheidung der Amerikaner einen gewaltigen außenwirtschaftlichen Knall: Der US-Kongress begrenzte die Einwanderungsrate aus Japan, was von den Japanern als ein Affront gegen ihr Land empfunden wurde und eine äußerst feindliche Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach sich zog.
Im Juli des gleichen Jahres tauchte Alfred Rich Child in Yokohama auf und wurde von Baron Okura eingeladen. Harley-Davidson war ziemlich sauer über den schleppenden Verkauf der Motorräder und irritiert darüber, dass die Firma Nippon Jidosha um keinen Preis Ersatzteile bestellen wollte. Harley-Davidson gab zu bedenken, dass zu einer vernünftigen technischen Wartung und Pflege Ersatzteile unabdingbar sind.
Mitte der 20er Jahre traf sich Mr. Child mit Repräsentanten des großen Pharmakonzerns Sankyo Co. Limited in Muromachi/Tokio und schloss im Auftrag von Harley-Davidson einen Abkommen über eine neue Harley-Vertretung in Japan ab, der er als Managing-Director vorstand: Die „Harley-Davidson Sales Company of Japan“.
Noch im Jahr 1924 bestellte die neue Firma sogleich 350 Big-Twins, die meisten mit Seitenwagen. Das war ein beachtlicher Auftrag, zu dem noch Ersatzteilbestellungen im Wert von 20.000 Dollar und Händler-Spezialwerkzeuge für 3.000 Dollar dazukamen.
Die Lizenzproduktion in Japan
Der geniale Alfred Rich Child fand aber auch hier einen Ausweg. Sein Vorschlag war tiefgreifend und bis dahin auch für Harley-Davidson unvorstellbar: eine Lizenz-Produktion von Harley-Motorrädern in Japan. Es muss die außerordentlich prekäre Lage der Company nach dem Börsencrash gewesen sein, die die Firmenmanager schließlich veranlasste, diesem aberwitzigen Plan zuzustimmen.
Harley lieferte aus Milwaukee Blaupausen und überzählige Fertigungsmaschinen, die wegen der schlechten Nachfrage der Motorräder überflüssig in Wisconsin herumstanden. Der Sankyo-Konzern ließ sich darauf ein, das für damalige Verhältnisse ungewohnte Geschäft mit 75.000 Dollar zu finanzieren. Eine neue Firma wurde gegründet: die Harley-Davidson-Factory in Shinagawa.
Aus Angst vor politischen Konsequenzen hielt Harley-Davidson den ganzen profitablen Fernost-Deal streng geheim. 1936 kündigte Harley-Davidson alle Verträge mit dem Sankyo-Konzern auf und erklärte sich damit einverstanden, dass Alfred Rich Child eine neue, und diesmal eigene exklusive Harley-Davidson-Importfirma gründete: die „Nichiman Harley-Davidson-Sales“, zuständig für Japan, Korea, Nordchina und die Mandschurei - alles damals von Japan besetzte Gebiete.
Das Ende des Fernost-Abenteuers
1937 putschte sich in Japan das Militär an die Macht. Colonel Fujii, der die bisherigen Geschäfte mit der Armee und Sankyo koordiniert hatte, verstaatlichte kurzerhand die Fabrik in Shinagawa, zahlte Alfred Richard Child aus und verwies ihn dann samt seiner Familie mit einem Ultimatum des Landes. Mit Familie und einem stattlichen Betrag verließ der politische Flüchtling, nachdem er seine beiden schönen Residenzen noch gewinnbringend verkauft hatte, mit Frau und Kind auf einem Dampfer Japan. Es war das Ende des Fernost-Abenteuers von Harley-Davidson.
Harley Davidson in Südafrika heute
In Südafrika ist Harley-Davidson bereits erfolgreich unterwegs. Harley-Davidson investiert die Motor Company intensiv in andere Weltmärkte.
Erfahrener Harley Davidson Enthusiast (Mitglied im HD Club Cape Town) und Südafrika Kenner, plant und führt Motorradtouren durch das Traumland Südafrika. Meist entlang der Traumstrasse R 62, über traumhafte Pässe und atemberaubende Natur bis hin zur Garden Route werden Sie unsere Touren führen. Wir verfügen über ausgearbeitete Südafrika- und Kapstadt- Motorradtouren, gestalten aber auch gern nach Ihren individuellen Wünschen und Interessen.
Für grenzenlosen Harley Davidson Genuss stellen wir Ihnen Bus (9 Sitzer) zur Verfügung, hier wird das benötigte Gepäck untergebracht und auch Begleitpersonen können hier mitfahren. Der Trailer mit Ersatzharley sorgt in jedem Fall für ungehinderten Harley Spass. Die neuesten Modelle stehen startklar für Sie bereit. Die Touren starten in Kapstadt. Hier können Sie einige Tage entspannen und die ersten Sight Seeing Ausflüge wie den weltberühmten Tafelberg, das Kap der guten Hoffnung oder eine Wein Tour mit oder ohne Harley erleben.
Motorradtouren durch Südafrika
Folgt uns auf eine der klassischen Motorradtouren Südafrika durch einen der schönsten Teile des schwarzen Kontinents nach Südafrika. Der Winter in Europa ist die Saison dort, genießt den Sommer auf der anderen Seite des Äquators, während die kalte Jahreszeit zuhause herrscht. Am heutigen Abend startet Euer Harley®-Abenteuer Südafrika.
Nach dem Check-in geht es von Eurem gewählten Abflugort per Nachtflug mit einer renommierten Fluggesellschaft über den afrikanischen Kontinent nach Kapstadt. Am zweiten Reisetag erfolgt die Ankunft in Kapstadt und Ihr werdet von Eurer lokalen Reiseleitung abgeholt, die Euch direkt zum zentral gelegenen Hotel in der Nähe der lebhaften V&A Waterfront bringt. Hier werdet Ihr die Möglichkeit bekommen, Euch etwas zu erfrischen und wenn es das Wetter erlaubt, zu einer fakultativen Tour auf den Tafelberg zu starten. Der Abend steht Euch zur freien Verfügung.
Nach dem Frühstück könnt Ihr zu einer fakultativen Stadtrundfahrt mit Besuch des Tafelberges starten. Diese Bustour inkludiert alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Euer lokaler Guide zeigt Euch die Highlights. Am frühen Abend erfolgt die Tour-Besprechung der Südafrika Motorradtour und das Wilkommens-Abendessen in einem afrikanischen Restaurant, mit Musik und Showeinlagen.
Mit dem Motorrad durch Südafrika, ohne wenn und aber. Mit der Harley-Davidson® durch Südafrika. Kapstadt ist eine tolle Stadt. Der Tafelberg sticht hervor. Motorradreise mit Begleitfahrzeug für Zusatzgepäck.
Die Faszination Südafrika
Von Löwen und Giraffen. Von neuen Freundschaften und einer spannenden Geschichte. Südafrika ist „in“, die Plätze begehrt und die Preise sind gut, denn diese sind bei uns immer mit Flug kalkuliert.
Safari am Kap. Löwen, Elefanten und Giraffen stehen auf dem Programm. Flüge National Garden. Viele km im Begleitfahrzeug. Im Nationalpark bei Kapstadt.
Harley Davidson feiert Jubiläum in Budapest
Es ist gute Tradition beim amerikanischen Motorradhersteller Harley-Davidson, runde, halb- und sogar viertelrunde „Gründungsfeste“ abzuhalten. Die Veranstaltungsleitung sprach zum Schluss von „über 100.000 Harley-Fahrern“, die im Vorfeld Tickets erworben hatten; allein aus Deutschland sollen gut 20.000, meist per Achse, angereist sein.
Die meist feisten US-Bikes und deren Fahrerinnen und Fahrer sowie viele Sozias waren in der Stadt an der Donau praktisch omnipräsent: Am Eventgelände, der riesigen Puskás Arena mitten in der Stadt, sowieso. Aber man sah sie auch an vielen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die von den Gästen aus ganz Europa und aller Welt - wir notierten Besucher aus Australien, Equador, Bali, Singapur oder Südafrika - quasi heimgesucht wurden.
Zwar war die Teilnahme an der großen Jubiläumsparade über gut 20 Kilometer durch die Straßen Budapests auf 7.000 limitiert, doch schlossen sich dem offiziellen Zug ungezählte weitere Fahrer und Fahrerinnen auf Bikes zahlreicher Marken an, die sich über die Mengenbegrenzung und den Ticketkauf einfach hinwegsetzten. Die Zuschauer stellten sich oft in Fünfer- oder gar Sechserreihen an den Straßenrand; die ehrwürdige Freiheitsbrücke von 1896 war sogar teilweise nur im Stil eines Tour-de-France-Spaliers, also einzeln passierbar.
Harley-Davidson stellt sich der Zukunft
Vom Wettbewerber Indian, aber auch europäischen Marken wie BMW oder Triumph zumindest unter technischen Entwicklungsdruck gesetzt, präsentierte man in Budapest eine neue Generation der Grand American Tourer, die zunächst als opulente Street Glide CVO und Road Glide CVO auf den Markt kommen werden. Es handelt sich zwar um die bekannte Fahrzeugkonzeption und die legendären Modellbezeichnungen, unter der neuen, weit weniger schwülstigen Karosserie ist aber alles neu: Fahrgestell, Karosserie, Bremsen, Elektronik, Assistenzsysteme.
Mehr Komfort, bessere Aerodynamik und höhere Fahrleistungen bei deutlich geringerem Gewicht werden versprochen. Denn auch der Motor ist neu, weist er doch erstmals in der Firmengeschichte eine variable Ventilsteuerung zur besseren Leistungsausbeute auf. Die beiden zukünftigen Modelle waren erstmals in Europa zu sehen und jeden Tag dicht umlagert; Probesitzen war Ehrensache. Etwas später werden auch die Basismodelle entsprechend umgestellt.
Customizing-Wettbewerb
Wie immer bei Harley-Veranstaltungen gab es einen umfangreichen Customizing-Wettbewerb, bei dem neue oder auch in den letzten Jahren bereits erfolgreiche Harley-Umbauten präsentiert und prämiert wurden. Dem Auffälligkeits-Faktor unter den 80 ausgestellten Preziosen waren keine Grenzen gesetzt, weshalb die eine oder andere Kreation auch gar nicht mehr fahrfähig ist - aber eben mit teils extrem hohem Aufwand spektakulär umgebaut worden war.
„Es ist keineswegs selbstverständlich, dass so viele Besucher mit Motorrädern so herzlich willkommen geheißen werden und die Stadt vorübergehend quasi in Besitz nehmen durften“, freute sich Harleys Europa-Chef Kolja Rebstock. Als nächstes trifft sich die Harley-Gemeinde Anfang September bei der 25. European Bike Week am Faaker See, kommendes Jahr wird Senigallia nahe Bologna das Ziel der 30. Rallye der Harley Owners Group (HOG) sein; die enge Gemeinschaft vieler Harley-Fahrerinnen und -Fahrer, in sogenannte Chapter gegliedert, gibt es seit mittlerweile 40 Jahren.
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