Die Hase-Ems-Tour führt auf 265 Kilometern durch den Südwesten Niedersachsens - vom Osnabrücker Land übers Emsland bis nach Rheine. Auf 332 Kilometern schlängelt sich die Hase-Ems-Tour entlang der beiden Flüsse Hase und Ems im südlichen Niedersachsen. Die idyllische Natur - und Kulturlandschaft im Nordwesten Deutschlands, genauer zwischen Emsland und Osnabrücker Land, hat Urlaubern mit den unterschiedlichsten Ansprüchen viel zu bieten.
Unterwegs zwischen Osnabrück und Meppen erlebt ihr einzigartige Flusslandschaften, bezaubernde, uralte Bauernhöfe und so viel ursprüngliche Natur, wie ihr sie selten noch vorfindet. Zwei Flüsse, viel Grün, hübsche Städte: Die Hase-Ems-Tour führt auf 265 Kilometern durch den Südwesten Niedersachsens - vom Osnabrücker Land übers Emsland bis nach Rheine.
Die Strecke verläuft meist auf asphaltierten Wegen fernab großer Straßen und weist nur geringe Steigungen auf - eignet sich somit auch für weniger geübte Radler. Zwei Flüsse - ein Radweg: Von Melle im Osnabrücker Land führt die Hase-Ems-Tour 265 Kilometer durch den Südwesten Niedersachsens bis ins westfälische Rheine. Am besten teilt ihr euch die Strecke in Etappen ein.
Startpunkt: Osnabrück
Ihr startet eure Tour in der Friedensstadt Osnabrück mit dem historischen Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Friede geschlossen wurde. In der Altstadt stehen mit dem historischen Rathaus am Markt sowie Dom und Marienkirche einige interessante Sehenswürdigkeiten. In Osnabrück erleichtern Radwege die Fahrt durch die Stadt, der Weg ins Zentrum ist ausgeschildert. Verfehlen können Sie den rechten Wasserlauf nicht, denn genau wie alle anderen Radrouten ist die Hase-Ems-Tour lückenlos ausgeschildert und führt Sie verlässlich nach Osnabrück, ebenfalls ein reizvoller Startpunkt.
Erste Etappe: Osnabrück bis Bersenbrück
Vom Rathaus aus begebt ihr euch auf die erste Etappe von Osnabrück bis Bersenbrück. Als erstes radelt ihr durch den Norden der Sadt und stoßt als nächstes auf den Stichkanal, der Verbindung vom Mittellandkanal zum Hafen Osnabrück. Dem folgt ihr als nächstes für einige Kilometer. Anschließend geht es am Fluss und einem parallel verlaufenden Kanal entlang durch das Naturschutzgebiet Haseniederung in die alte Handels- und Tuchmacherstadt Bramsche.
Hier ist die Hase bereits ein kraftvoller Wasserlauf, der zahlreiche Mühlen antrieb. So auch in Bramsche, wo die Tuchmachergilde seit dem Mittelalter ihre Stoffe mit Wasserkraft produzierte. Das mehrfach ausgezeichnete Tuchmacher Museum zeigt diese Geschichte. Von Bramsche aus geht es danach weiter Richtung Nordosten. Vorbei am Kloster Malgarten und der Alfsee-Region. Euer Weg führt nicht direkt am Alfsee lang.
Bei warmem Sommerwetter lohnt sich ein Abstecher an den Alfsee. Der Stausee wurde als Rückhaltebecken für die Hase angelegt und hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt. Ein Abstecher lohnt sich. Radler können aber bei Maschort südlich von Rieste abbiegen und am Alfsee entlang nach Alfhausen fahren. Die offizielle Hase-Ems-Route führt nicht direkt zum See.
Von dort geht es weiter auf verkehrsarmen Straßen und gut befestigen Feldwegen durchs nördliche Osnabrücker Land. Bei Heeke treffen sie wieder auf die ausgeschilderte Route, die nach gut fünf Kilometern durch Bersenbrück führt. Immer der Hase nach, sozusagen. Bersenbrück, die Endstation dieser Etappe, ist eine Kleinstadt mit einem ehemaligen Kloster. Im Äbtissinnenflügel von St. Marien befindet sich heute ein kleines Museum. Außerdem gibt es spannende Sonderausstellungen.
Zweite Etappe: Bersenbrück nach Löningen
Die zweite Etappe (58 Kilometer) führt von Bersenbrück nach Löningen. Von Bersenbrück geht es auf meist gut befestigten Wegen durch ausgedehnte Felder ins Artland mit seinen typischen Höfen: jahrhundertealte große Anwesen umgeben von parkartigen Anlagen mit üppigen Eichen. Nächste Station ist Quakenbrück, mit gut 12.000 Einwohnern das wirtschaftliche Zentrum des Artlandes. Kornkammer des Fürstbistums Osnabrück. Den Wohlstand erkennen Sie an den prachtvoll mit Schnitzwerk und Malereien verzierten Fachwerkhöfen.
In der sehenswerten Altstadt mit vielen kleinen Geschäften stehen etwa 100 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten. Bei Quakenbrück teilt sich die Hase in mehrere Arme. Der Radweg folgt der Großen Hase, die nach Westen abknickt und an Essen vorbei nach Löningen fließt. Die Große Hase ist hier bereits ein ansehnlicher Fluss, der meist zwischen mit Gras bewachsenen Deichen durch ein Urstromtal fließt. Nur selten, wie bei Löningen, verläuft der Radweg direkt am Ufer. Das Städtchen bietet sich mit einer hübschen Fußgängerzone für eine Pause an. Sehenswert ist die klassizistische Kirche aus dem frühen 19.
Dritte Etappe: Löningen nach Meppen
Als drittes geht es nach Meppen. Kurz vor Herzlake zeigt eine Erdholländer-Windmühle, dass sich die Tour dem Emsland und den Niederlanden nähert. Mehrfach wechselt der Radweg vom Nord- zum Südufer der Hase und zurück. Nach 60 Kilometern erreicht er Haselünne. Kurz hinter Quakenbrück schlägt die Hase einen Haken und fließt westwärts der Ems zu.
Die Stadt ist für ihren Korn bekannt, von den einst 26 Brennereien existieren heute aber nur noch zwei, die Führungen und Verkostungen anbieten. Auf ihren letzten Kilometern, unter anderem durch die Kornbrennerstadt Haselünne, wuchert sie mit ihren natürlich Reizen: An ihrem renaturierten Lauf wurden Eisvögel und Biber heimisch. Nach 20 Kilometern ist Meppen erreicht. Am historischen Stadtkern von Meppen, Hauptstadt des Emslandes, mündet die Hase schließlich in die Ems, die nun Ihren Weg Richtung Lingen und Rheine begleitet.
Hier führt der Radweg über eine Hubbrücke direkt in die Altstadt. Die Hase mündet nahe des Zentrums in die Ems und die Radroute ändert ihre Richtung: Nun folgt sie der Ems flussaufwärts nach Süden. Versäumen Sie dennoch nicht den Abzweig zum Emsland Moormuseum, das die Geschichte der Moorentstehung und -kultivierung zeigt.
Vierte Etappe: Meppen nach Lingen
Es folgen die Städt Lingen, Rheine. Auf der Strecke nach Lingen geht es zunächst am westlichen Ufer entlang. Erleben Sie den Kontrast: Frachtschiffe mit Waren aus aller Welt sind auf dem großen Strom unterwegs. Bei Geeste wechselt die Tour für fünf Kilometer auf die andere Seite des Flusses und verläuft am Naherholungsgebiet Geester See vorbei. Auf dem letzten Streckenabschnitt geht es durch die typische Moorlandschaft des Emslandes, vorbei am Emswasserfall in Hanekenfähr. In der Region lohnt ein Abstecher ins Emsland Moormuseum bei Geeste.
Fünfte und Sechste Etappe: Lingen über Rheine zurück nach Osnabrück
Rund um Emsbüren und Salzbergen passieren Radler Laub- und Kiefernwälder, überqueren die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und beenden die Hase-Ems-Route in Rheine. Danach radelt ihr wieder zurück nach Osnabrück. Wer die Tour als Rundreise durch den Südwesten Niedersachsens geplant hat, fährt nun auf einer etwa 50 Kilometer langen Strecke zurück nach Osnabrück.
Immer der Hase nach - dann gelangen Sie unfehlbar zur Ems Unterwegs erleben Sie eine ungewöhnlich vielfältige Flusslandschaft. Denn die Hase ist ein sprunghaftes Gewässer, wechselt gelegentlich die Richtung, verzweigt sich zu einem Binnendelta, hat mal sumpfige, mal steile Ufer. Ganz anders die Ems, die als wichtige Wasserstraße schnörkellos und zielstrebig ihren Lauf nimmt.
Tausende von Obstbäumen säumen die Hase zwischen der Quelle in Melle und der Ems-Mündung in Meppen. Gepflanzt wurden Sie vor 20 Jahren als Modellprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, das jetzt, da die Bäume ausgewachsen sind, die schönsten Früchte trägt - in erster Linie Äpfel, Kirschen und Birnen, die zwischen Juni und September reifen. Zur Blütezeit im Frühjahr ist die Obstbaum-Allee zudem ein Augenschmaus.
Als verlässlicher Wegweiser jedoch eignet sich die Allee ebenso wenig wie der Lauf der Hase selbst. Denn die Baumreihen haben Lücken. Und der Lauf der Hase verzweigt sich kurz nach der Quelle in Gesmold. In dieser seltenen „Bifurkation“ entsteht ohne eigene Quelle die Else. Weitere Wasser-und Fluss-Phänomene macht hier ein lehrreicher Wasserspielplatz begreifbar.
Während die Else der Weser zustrebt, laufen Hase und Radweg in Richtung Ems. Die Hase prägt Teile der Osnabrücker City und begleitet dann den fließenden Übergang ins Naturschutzgebiet Haseniederung.
Hase-Ems-Gemütlichkeits-Tour: Ihre Etappen
| Etappe | Strecke | Länge (ca.) |
|---|---|---|
| 1 | Osnabrück - Bersenbrück | 55 km |
| 2 | Bersenbrück - Löningen | 58 km |
| 3 | Löningen - Meppen | 45 km |
| 4 | Meppen - Lingen | 40 km |
| 5 | Lingen - Rheine/Hörstel | 55 km |
| 6 | Rheine/Hörstel - Osnabrück | 72 km |
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