Helen Weber: Eine deutsche Mountainbike-Meisterin

Helen Weber stammt aus einer Mountainbiker-Familie. Als Anfang der 2000er-Jahre bei der Spvgg Warmbronn eine Mountainbike-Abteilung gegründet wurde, begann die ganze Familie mit dem Radsport. Mittlerweile ist die 20-Jährige mit Abstand das erfolgreichste Familienmitglied.

Erfolge und Disziplinen

Ende Mai fuhr Helen Weber bei den Deutschen Enduro-Meisterschaften in Winterberg im Sauerland auf Rang zwei und bestätigte damit die Silbermedaille aus dem Vorjahr, die sie im hessischen Willingen gewonnen hatte. Beide Male landete die Warmbronnerin hinter der Seriensiegerin Raffaela Richter aus Thüringen - allerdings verkürzte Helen Weber den Rückstand in diesem Jahr von 48 auf rund 30 Sekunden.

„Raffaela Richter ist mir in so ziemlich allen Bereichen ein gutes Stück voraus. Aber ich habe mir zum Ziel gesetzt, ihr Niveau auch eines Tages zu erreichen“, erklärt Helen Weber. Abgesehen davon, dass die 20-Jährige erst ihre dritte Saison fährt, empfindet sie Rang zwei bei den diesjährigen Titelkämpfen als großen Erfolg. „Ich hatte keinen guten Winter. Ich war häufig erkältet und bin nur wenig zum Trainieren gekommen“, erklärt die Warmbronnerin. Zudem stand noch ein Umzug nach Heidelberg an, wo Helen Weber die Fächer Volkswirtschaftslehre und Politik studiert.

Umso bemerkenswerter ist es, dass die junge Frau es schaffte, zusammen mit ihrem Teamkollegen Torben Drach - ebenfalls DM-Zweiter bei den Herren - im März bei einem Worldcup-Rennen im australischen Tasmanien an den Start zu gehen. „Das war echt eine krasse Erfahrung“, meint die Warmbronnerin, die kürzlich von der Stadt Leonberg für ihre Erfolge im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden ist.

Bei der Disziplin Enduro müssen die Fahrer mit ihren vollgefederten Enduro-Mountainbikes mehrere Verbindungsetappen und Wertungsprüfungen absolvieren. Als „Abfahrtssport mit Ausdauerelementen“ bezeichnet Helen Weber ihre Sportart.

In der Regel müssen die Sportler sechs verschiedene Etappen bergab, so genannte Stages, einzeln möglichst schnell bewältigen. Das dauert oft nur ein bis drei Minuten. Die Zeiten werden am Schluss addiert. Dazwischen liegen Verbindungsetappen, die meist bergauf gehen. Hier wird keine Zeit gemessen, es gibt jedoch ein Zeitlimit. Bisweilen werden die Fahrer mit Seilbahnen wieder nach oben transportiert. „3000 Meter bergab und 2000 Meter bergauf sind ziemlich normal für uns“, erklärt Helen Weber.

Die große Schwierigkeit liegt darin, dass die Fahrer die Strecken nicht wirklich gut kennen. In der Regel gibt es einen einzigen Trainingstag, an dem die Fahrer die örtlichen Gegebenheiten besichtigen können. „Wir fahren viel auf Sicht und müssen deshalb häufig spontan reagieren“, erläutert die Warmbronnerin. Die Kunst bestehe darin, die richtige Linie für das Bike zu sehen. Zudem müssen die Fahrer mit Defekten selbst klar kommen. Das musste Helen Weber bei der fünften Etappe, als sie einen Sturz erlitt.

Die DM war voraussichtlich das einzige Rennen, das Helen Weber in diesem Jahr in Deutschland bestreitet. Für die World Cup Serie stehen nunmehr fünf Rennen in Frankreich, Italien und Österreich an. „Unser Sport ist ein bisschen auf Europa zentriert, gelegentlich gibt es Rennen in Australien, den USA oder Kanada“, erzählt die Studentin. Sie freut sich, dass ihr Team RAAW/bc.bike Gravity sie nicht nur mit nachhaltigem Material, das auch Reparaturen auf einfache Art ermöglicht, ausstattet, sondern auch alle Reise- und Anmeldekosten übernimmt.

Deutschland sieht die MTB-Fahrerin in ihrem Sport nicht optimal aufgestellt: „Weil es eine Mindestbreite von zwei Metern gibt, gelten schmalere Strecken als illegal.“ Die Wahl ihres Studienortes Heidelberg hat auch damit zu tun. „Im Raum Heidelberg und Freiburg gibt es die meisten Strecken, die sich zum Training eignen“, erläutert Helen Weber, die früher auch Tennis gespielt und Hip-Hop getanzt hat. Sechs bis sieben Einheiten zu je drei Stunden absolviert sie pro Woche, dazu kommen Kräftigungsübungen im Fitnessstudio. Und ein Weichei darf eine Mountainbikerin ohnehin nicht sein: Bei einer Fahrt zur Streckenbesichtigung hat sich Helen Weber schon mal den Ellenbogen ausgekugelt.

Deutscher Vizemeistertitel im Downhill

Eigentlich wollte Helen Weber im August 2024 nur ihre Freundin in Thüringen besuchen. Doch dann forderte Raphaela Richter sie auf: „Nimm doch mit mir an den deutschen Downhill-Meisterschaften der Mountainbike-Fahrer teil!“ Und weil Helen Weber aus der MTB-Szene stammt und natürlich ihr Fahrrad im Gepäck hatte, war die Sache abgemacht - und die Sportlerin aus Warmbronn wurde in Ilmenau hinter Raphaela Richter Downhill-Vizemeisterin, was sie eigentlich nie vorhatte.

„Ich habe mich überreden lassen“, erzählt die 22-Jährige, „aber es hat total Spaß gemacht. Es war auf jeden Fall besser als nur zuschauen.“ Überraschend am Erfolg war, dass die Studentin eigentlich nicht zu den wagemutigen Downhillern gehört, sie startet im MTB-Enduro und nahm schon an etlichen Weltcups teil.

Ilmenau rief am 19. August die besten DH Fahrerinnen und Fahrer nach Thüringen zur Deutschen Meisterschaft im Downhill. Diese prestigeträchtige Veranstaltung bietet spektakuläre Momente auf der anspruchsvollen Strecke. Kurzentschlossen schrieb sich auch Helen in die Startliste ein, wie es dazu kam beschreibt die E-Enduro Weltcupfahrerin so: „Eigentlich wollte ich nur eine Freundin besuchen, und jetzt bin ich Deutsche Vize-Downhill-Meisterin! Ursprünglich geplant war lediglich, meine Freundin Raphaela Richter, die in der Nähe von Ilmenau wohnt, zu besuchen und gemeinsam Rad zu fahren. Spontan entschieden wir uns, am Rennen teilzunehmen - mein erstes Downhill-Rennen überhaupt. Ich wusste nicht wirklich, was auf mich zukommt, außer dass es eine coole Strecke ist, samstags der Seeding Run über die Startreihenfolge entscheidet und sonntags der Finale Run stattfindet.“

Trotzdem sie nur mit ihrem Enduro R.E375 angereist war, gab der Trackwalk - die gemeinsame Besichtigung der Strecke vor dem Training - noch den entscheidenden positiven Kick. Ihren ersten Eindruck von der Strecke fasst Helen zusammen: „Schon im Training merkte ich schnell, dass ich mich mit meinem Enduro Bike richtig wohl auf der Strecke fühlte und von Runde zu Runde schneller wurde. Die Strecke führte weitestgehend durch ein gerodetes Waldstück und war daher sehr offen. Der Boden war super frisch, staubig und locker, die meisten Anlieger waren schnell ausgebombt oder ganz verschwunden. Dort zu pushen, wo man etwas Grip auf dem losen Boden finden konnte, und so Schwung zu behalten, war der Schlüssel. An ein, zwei Stellen stieß ich mit dem Enduro Bike an meine Grenzen. Insgesamt ist das R.E375 so ein solider Allrounder im Downhill, dass ich überall richtig pushen konnte.“

Bereits im Seeding Run ging Helens Strategie auf: die aus dem Training bekannte Linienwahl beibehalten und die Geschwindigkeit umsetzen. Ergebnis: ein sauberer Seeding Run als Zweitschnellste. Die Karten am Renn-Sonntag mischte das Wetter komplett neu, umso mehr freute sich Helen über ein gelungenes Finale: „Am Sonntag fing es nach dem letzten Training stark an zu regnen, aber Raphaela und ich waren zuversichtlich, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Nach meinem guten Seeding Run war ich natürlich richtig motiviert, nochmal alles rauszuholen. Trotz kleinerer Fehler schaffte ich es, einen soliden Run hinzulegen, und landete hinter Rapha auf Platz 2! Dass Nina im Final Run gestürzt ist, war natürlich richtig schade, aber ich hätte mich für niemanden mehr freuen können, den Titel zu holen, als für Rapha. Alle Mädels haben sich so für uns mitgefreut, das war echt besonders.

Internationale Erfolge und E-Enduro

Nach ihrem zweiten Vizemeistertitel bei den deutschen Enduro-Meisterschaften im Mai ist Helen Weber derzeit international unterwegs. Die Warmbronnerin fuhr sowohl beim dritten Rennen des UCI World Cups in Pietra Ligure in Italien als auch beim vierten Rennen im österreichischen Leogang unter die Top 20. „Das waren meine besten Resultate in meiner ersten Saison bei den Frauen“, freute sich die 20-Jährige, die in Italien auf Rang 17 landete und in Österreich auf Platz 16.

In Pietra Ligure hatten die Mountainbikerinnen einen anspruchsvollen Kurs mit langen Etappen auf staubigem und losem Untergrund mit vielen schwierigen Kurven und Gegenanstiegen zu absolvieren. Die Enduro-Fahrerinnen mussten über rund 60 Kilometer 2800 Meter bergab und 1800 Meter bergauf bewältigen und waren fast sieben Stunden lang auf ihren Rädern.

In Leogang wartete auf die Enduro-Fahrer eine Strecke, die durch viele Bike-Parks führte und mit staubigen Kurven und schnellen Wurzelpassagen aufwartete. Auf der ersten Etappe fand die 20-Jährige noch nicht richtig ihr Tempo, bei der zweiten schrammte sie unglücklich an einen Stein und riss sich dabei den Verschluss ihres Radschuhs ab. „Ich bin die zweite Etappe dann mit einem komplett offenen Schuh gefahren“, erzählt die Warmbronnerin. Auf den folgenden Stages kam sie jedoch in ihren Renn-Flow und arbeitete sich Stück für Stück bis auf Rang 16 vor.

Enduro ist vergleichbar mit dem Rallye-Sport bei den Autos - es gibt am Tag verschiedene Wertungsprüfungen, die gezeitet werden; für die Verbindungsetappen zwischen den Prüfungen gibt es ein Zeitfenster innerhalb dessen die Teilnehmer von A nach B fahren müssen. Helen Weber startet im MTB-Enduro sowohl mit Bio-Bike als auch mit dem E-Bike. Helen Weber ist eine ordentliche Hausnummer im Enduro-Sport - sie wurde vergangenes Jahr deutsche Vizemeisterin im MTB-Enduro sowie im MTB-E-Enduro, also mit dem E-Mountainbike. Und eben auch ausnahmsweise disziplinfremd im Downhill.

Ganz besonders angetan hat es ihr die mit dem Elektromotor unterstützte Variante E-Enduro. „Man kann mit der Unterstützung des Motors ganz andere Streckenquerschnitte bewältigen“, erklärt die Warmbronnerin, die wegen des Studiums im Karlsruhe lebt. Soll heißen: Steile und technisch knifflige Anstiege, die mit dem normalen MTB selbst für die versiertesten Fahrer nicht im Sattel zu bewältigen sind, können die E-Enduro-Piloten hochfahren. „Damit sind die Prüfungen noch selektiver“, unterstreicht Helen Weber, das verschiebt die Grenzen im Vergleich zum normalen MTB nach oben.“

Den Motor grundsätzlich auf volle Power stellen, führt garantiert nicht zum Sieg - die Ladung einer Batterie muss bis zu einer bestimmten Wegmarke überdauern, weil nur an festgelegten Punkten der Akku gewechselt werden darf. Zwei bis dreimal darf bei einer Enduro-Veranstaltung ein schnelle Batterie-Boxenstopp eingelegt werden.

„Man tritt immer volle Pulle“, sagt die dreifache deutsche Vizemeisterin. Lediglich auf den Verbindungsetappen können sich die Sportler erholen. Diese neue, elektrische Dimension im MTB-Sports begeistert Helen Weber so sehr, dass sie zu dieser Saison das Team gewechselt hat und nun für den Profi-Rennstall Rotwild-Schwalbe-Gravity startet.

Das ROTWILD Schwalbe Gravity Team

Der Ire Kelan Grant (31) und Torben Drach (26) aus Karlsruhe sind Profi-Piloten, Helen Weber ist (eigentlich) Semi-Profi, da sie zudem den intellektuellen Anforderungen ihres Studiums (Volkswirtschaftslehre und Politik) nachkommen muss. Der MTB-Sport sorgt für eine finanzielle Aufbesserung ihres Budgets („einen Nebenjob kriege ich zeitlich nicht hin“) - und das professionelle Team sorgt für ein E-Mountainbike aus dem High-End-Bereich, das deutlich mehr als 10 000 Euro kostet.

Das Rotwild-Schwalbe-Gravity-Team: Torben Drach, Helen Weber, Kelan Grant (v. li.) Eigentlich wollte die Rotwild-Schwalbe-Gravity-Mannschaft im MTB-Weltcup der E-Enduro starten, der seit 2020 ausgetragen wird. Doch die Dachorganisationen Rad-Weltverband UCI und die World E-Bike Series haben den Wettbewerb für dieses Jahr kurzerhand gestrichen. Die Verantwortlichen wollen adäquate Rennformate entwickeln und die logistischen Voraussetzungen schaffen - die Szene im E-Enduro ist schneller gewachsen als erwartet, es findet ein Umbruch statt.

„Wir starten nun lediglich im Enduro-Weltcup mit einem umgebauten Bike mit einer leeren Batteriehülle“, erklärt Helen Weber, die die Zwangspause mit dem E-MTB sehr bedauert. Die Mannschaft nutzt die frei gewordene Zeit, um die Werbung in eigener Sache zu forcieren - auf Youtube wurde ein Kanal gestartet, der Blicke hinter die Kulissen eines professionellen MTB-Teams gewährt. So geht Marketing anno 2025, die Formel 1 hat es mit der Netflix-Serie „Drive to survive“ vorexerziert. „Vermarktung ist ein wichtiges Standbein eines Profi-Teams, das muss man können“, betont Helen Weber, die fest davon ausgeht, dass es 2026 wieder einen Weltcup im E-Enduro geben wird.

Der Start der Enduro Weltcup Saison 2024 markierte den Beginn einer spannenden Ära bei ROTWILD: Die Rückkehr in den internationalen Mountainbike-Rennsport, um Innovationskraft und Leistungsfähigkeit unserer Bikes unter Beweis zu stellen. „The Gravity Team goes electric!“ Seit mehreren Jahren ist das Gravity Team fester Bestandteil der Enduro-Race-Szene, und nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2023 kam der Umschwung aufs E-Bike für viele ziemlich überraschend. Das Team setzt sich aus Torben, Kelan und Helen als Fahrerinnen und Fahrer, sowie David und Lukas als Team-Manager zusammen.

Helen hat ihre Wurzeln im Cross-Country-Sport. Sie wechselte 2021 auf das Enduro-Bike und konnte sich über die EWS 100-Veranstaltungen für die großen Enduro World Series Rennen qualifizieren. In ihrer ersten Saison beendete die junge Racerin das Rennen der Enduro World Series #3 - La Thuile sogar auf dem Podium der U21-Klasse.

Der gebürtige Ire Kelan stammt aus Omagh in Nordirland. Er sorgte erstmals mit dem Gewinn des Red Bull Foxhunt 2017 für internationale Aufmerksamkeit und konnte daraufhin einen Vertrag mit dem Chain Reaction Cycles / Mavic Team abschließen. Die Teilnahme an der EWS bedeutete für ihn eine steile Lernkurve und er konnte sich im internationalen Rennzirkus etablieren.

Begonnen hat Torben seine MTB-Karriere, ebenso wie Helen, im Cross Country, wo er zusammen mit seinem besten Kumpel David Horvath im Nationalkader an den Start ging. Nach einer kurzen Auszeit als Trainer begeisterte ihn die Disziplin Enduro und die Leidenschaft fürs Racing kam wieder zurück.

Mountainbike-Enthusiast, Team-Manager des Teams, ehemaliges Mitglied des Cross Country-Nationalkader sowie World Cup-Fahrer, welcher bei seinem ersten Downhill World Cup Rennen im Jahr 2019 einen schweren Unfall erlitt und seither den adaptiven Mountainbike-Sport seine Disziplin nennt. Gemeinsam mit Torben hat David das Team im Jahr 2020 gegründet. Seither bringt er sich als Manager und Mentor gewinnbringend ins Team ein. Seine fahrerischen Skills auf dem Adaptiv Mountainbike beeindrucken nicht nur seine Teamkameraden, sondern demonstrieren auch eindrucksvoll, was alles möglich ist.

Aufgewachsen im Bayerischen Wald hat Lukas seinen Weg über den Biathlonsport/ Wintersport zum Mountainbiken gefunden. Seit 2018 fährt er fleißig Enduro und konnte in den letzten Jahren einiges an Erfahrung und guten Ergebnissen bei Enduro Rennen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien sammeln. Während seines Sportmanagement Studiums leitete er bereits den Bikepark Heumöderntrails in Treuchtlingen und arbeitete als Tourismusberater im Mountainbike Sektor.

ROTWILD Racing DNA und das R.EXC

Das Bike für die Rückkehr in den internationalen Mountainbike Rennsport haben wir schon, vollgepackt mit Innovationen - so ist das eben im Rennsport. Unsere Ingenieure haben das Fahrwerk neu gedacht und das Elevated Box Design entwickelt. Dieses Mid-High Pivot System arbeitet um einen höher gelegten Drehpunkt und hebt die Fahrdynamik des Bikes auf ein neues Niveau. Die hohe Hinterbausteifigkeit und die optimierten Anti-Rise und Anti-Squat Werte machen es zum idealen Begleiter für den E-Enduro Rennsport. Mit 170 mm Federweg vorne, Mullet, verstellbarer Geometrie und Hinterbaulänge setzt das R.EXC neue Maßstäbe in puncto Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit.

ROTWILD ist zurück im internationalen Mountainbike-Rennsport. Mit dem R.EXC knüpfen wir an die Wurzeln unser Unternehmensgeschichte an. Seit unserem ersten Downhill Weltmeistertitel 1996 haben wir den Anspruch, wettkampforientierte Bikes zu bauen. Für uns bleibt wichtig: im Rennsport lassen sich Dinge entwickeln, die man im Labor nicht simulieren kann. Das neue R.EXC ist ein radikales Statement.

Helen Weber ist dreifache deutsche Vizemeisterin mit dem MTB. Die 22-Jährige hat sich einem Profi-Team angeschlossen - nun finden keine Weltcup-Rennen in E-Enduro statt.

Training und Alltag

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Normalerweise klappt das ganz gut. Ich muss natürlich besser planen, aber meine Freunde und Familie unterstützen mich. Außerdem sind meine Trainingsumfänge auch noch nicht so hoch, sonst würde das neben der Schule gar nicht gehen. Etwas das ich auf jeden Fall gelernt habe ist, dass man manchmal, wenn alles zu viel wird, lieber mal die Trainingsdauer etwas zurückschraubt, und auf seinen Körper hört, sonst liegt man nämlich schnell die nächste Woche krank im Bett. Ich habe 34 Stunden pro Woche Schule + lernen, Hausaufgaben, Präsentationen, etc. Grundlegend passe ich meine Ernährung an mein Training an, verbiete mir aber nicht alles worauf ich Lust habe. Ich koche sehr gerne und ernähre mich vegetarisch, denn damit fühle ich mich einfach am wohlsten. Es gibt natürlich ein paar Dinge wie z.B. An die Deutschen Meisterschaften Crosscountry, weil ich mich im Rennen einfach gut gefühlt habe, auch wenn ich nicht ganz vorne war:). Mich in allen Bereichen, also sowohl Kraft und Ausdauer als auch Technik zu verbessern, gesund zu bleiben, damit ich in der nächsten Saison in der MTB-Bundesliga wieder weiter nach vorne komme.

Welchen Beruf übst du aus? Ich gehe momentan noch zur Schule in die 11. Ich liebe grundsätzlich Bewegung. An seine körperlichen und mentalen Grenzen zu gehen ist zwar echt hart, aber es ist auch einfach ein Wahnsinns-Gefühl über sich selbst hinauszuwachsen! Außerdem bringt Sport einen in vielen Lebensbereichen weiter, man ist disziplinierter, hat ein besseres Durchhaltevermögen und kennt das Gefühl auch mal zu scheitern und dann trotzdem wieder aufzustehen und weiterzumachen. Das besondere am Mountainbiken ist, dass es nie das Gleiche ist. Ja, ich fände es schade, wenn es nur die zwei Dinge gibt die mich ausmachen. Klar, neben Sport, Schule und Klausuren ist oft wenig Zeit, aber ich gehe trotzdem total gerne mal mit meinen Freunden aus und versuche im Allgemeinen die wichtigen Dinge die zum Erwachsen werden dazugehören mitzunehmen.

Helen, Danke für das Interview.

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