E-Bike-Fahrradträger im Test: Welcher Träger ist der Beste?

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und viele Radfahrer möchten auch auf Reisen nicht auf ihr E-Bike verzichten. Um das E-Bike auf der Anhängerkupplung transportieren zu können, bedarf es einer passenden Trägerlösung.

Der Artikel behandelt E-Bike-Fahrradträger-Tests, Schwerpunkte, Auswahlkriterien und empfohlene Modelle. Außerdem werden Sicherheitstipps und Hinweise zum Transport von E-Bikes gegeben.

Warum spezielle E-Bike-Fahrradträger?

Fahrradträger für E-Bikes unterscheiden sich von Trägern für herkömmliche Fahrräder in einigen Facetten. Beispielsweise müssen E-Bike-Träger deutlich robuster sein, um das zusätzliche Gewicht zu tragen, das E-Bikes haben. Unterschiede zwischen traditionellen Fahrradträgern und Fahrradträgern für E-Bikes Der wohl entscheidende Punkt ist der Schienenabstand, den Fahrradträger für E-Bikes im Gegenzug haben müssen.

Der Grund: E-Bikes sind deutlich breiter als herkömmliche Fahrräder, hinzu kommt das Gewicht, denn sowohl der Akku als auch der Motor bringen zusätzliches Gewicht auf das Elektrofahrrad. Hinzu kommt der Rahmen des E-Bikes, der ebenfalls stabiler sein muss als ein herkömmlicher Fahrradrahmen. Damit der E-Bike-Fahrradträger dieses zusätzliche Gewicht und die größeren Abmessungen eines E-Bikes tragen kann, muss er auf besondere Weise befestigt werden und insgesamt sehr stabil sein.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Fahrradträgers für E-Bikes

Bevor Sie einen Fahrradträger für E-Bikes kaufen, müssen Sie sich sicher sein, dass der Träger für Größe und Gewicht Ihres E-Bikes gerüstet ist. Stellen Sie überdies sicher, dass der Fahrradträger mit der Anhängerkupplung Ihres Autos kompatibel ist. Lässt sich der gewählte Fahrradträger für E-Bikes gut anbringen?

Um in diesem Punkt auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, die Bewertungen anderer Nutzer im Internet zu lesen. Gleichzeitig können Sie nachlesen, wie andere Käufer die Wetterbeständigkeit und die Haltbarkeit bzw. Sicherheitstipps für den Transport von E-Bikes Beim Transport von Lasten - und E-Bikes gehören dazu - sind Unfälle unbedingt zu vermeiden.

Nicht nur die Räder können zu Schaden kommen, unter Umständen gefährden Sie auch andere Verkehrsteilnehmer. Dementsprechend müssen Sie vor der Abfahrt gewissenhaft überprüfen, ob die E-Bikes stabil und sicher am Träger befestigt sind. Dafür kontrollieren Sie die Verriegelungen, Gurte und sämtliche Halterungen.

Überdies ist es wichtig, dass der Träger mitsamt den E-Bikes gut zu sehen ist, auch bei schlechter Witterung oder bei Dunkelheit. Bei der Streckenwahl sollten Sie, falls möglich, eine Route wählen, auf der holprige Straßen vermieden werden. Auch enge Kurven oder niedrige Überführungen können Hindernisse darstellen.

Streuen Sie während der Fahrt regelmäßig Pausen ein - und kontrollieren Sie dann sämtliche Komponenten, ob es Zeichen von Lockerungen gibt. Gerade bei längeren Strecken ist das sehr sinnvoll.

Empfehlungen und Testberichte

AUTO BILD hat Fahrradträger fürs Auto getestet, die speziell für den sicheren Transport von zwei E-Bikes entwickelt wurden.

Testsieger des AUTO BILD E-Bike-Fahrradträger-Tests: Thule Epos 2

Der Epos 2 der schwedischen Firma Thule ist mit einer cleveren Befestigungslösung ausgestattet. Anstatt eines herkömmlichen Bügels, der sich an der Vorderseite des Fahrradträgers befindet und an dem die Rahmenhalter befestigt werden, lassen sich die Rahmenhalter beim Epos 2 einzeln hochklappen. Die Rahmenhalter lassen sich leicht positionieren und auch mit nur einer Hand einfach und intuitiv bedienen.

Auch die Befestigung auf der Anhängerkupplung funktioniert leicht und ohne Probleme. Bei der Testfahrt kam es zu keiner Beschädigung am Träger oder an den Rädern, auch die Felgenhalter sind durch Gummiauflagen geschützt. Die Verarbeitungsqualität wirkt hochwertig. Mit 295 von 300 möglichen Punkten erhält der Thule Epos 2 die Note 1,0 (sehr gut).

Bosal Comfort Pro 2 wird Preis-Leistungs-Sieger

Einen Schlüssel mit Innenbart bietet hingegen der Comfort Pro II der Firma Bosal. Auch die Montage des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung funktioniert ähnlich leicht und intuitiv wie beim Testsieger von Thule. Das Beladen mit den Fahrrädern funktioniert fast reibungslos und intuitiv - einzig der Tragegriff, der für eine Erhöhung zwischen den Rad-Schienen sorgt, ist etwas im Weg.

Die Verarbeitung wirkt stellenweise etwas günstig, aber trotzdem solide. Bei der Testfahrt gibt es keine Auffälligkeiten: Sowohl der Träger als auch die Räder (Befestigungsteile geschützt durch Gummi) bleiben unbeschädigt. Mit 268 von 300 Punkten erhält der Bosal Comfort Pro II die Note 1,5 (gut). Dank des günstigen Preises von rund 450 Euro wird er zudem Preis-Leistungs-Sieger.

Weitere getestete Modelle

AUTO BILD hat zehn Fahrradträger zwischen 350 und 1000 Euro getestet, die für den Transport von zwei E-Bikes geeignet sind. Etwas mehr als 200 Euro günstiger als der Testsieger ist der zweitplatzierte Fahrradträger, der Uebler i21. Mit 277 von 300 Punkten erhält er nicht nur die Note 1,3 (sehr gut), sondern auch eine Kaufempfehlung.

  • Atera Strada Evo 3: Abklappmechanismus mit Rollenauszug, erweiterbar für Reifenbreiten bis 4", maximale Tragkraft je Schiene 30 kg.
  • Uebler i21: Für Reifenbreiten bis 4,5″ (ca. 11,5cm), Radabstand 1300 mm max.
  • Thule 939 VeloSpace XT 3: Passend für Heckbox Thule Backspace, Ratschenbänder für Fatbikes 4,7" Räder erhältlich.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über einige empfohlene Modelle:

Modell Atera Strada Evo 3 Uebler i21 Thule 939 VeloSpace XT 3
Anzahl Fahrräder 3 2 3
Max. Zuladung 66kg 60kg 60kg
Eigengewicht 20kg 13kg 21kg
E-Bike geeignet? Ja Ja Bedingt
Abklappmechanismus Ja Ja Ja

Tipps für den Transport von E-Bikes auf der Anhängerkupplung (AHK)

Auf der Anhängerkupplung (AHK) ist bei Fahrradträgern die begrenzte Zuladung das Hauptproblem in Zusammenhang mit E-Bikes. Spätestens die Stützlast der Anhängerkupplung setzt hier Grenzen.

  1. Rückenschonend beladen: Auch wenn bei einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung der notwendige Hebeweg gering ist, sollte das E-Bike nicht aus dem Rücken heraus gehoben werden.
  2. Gewicht reduzieren und lose Gegenstände entfernen: Die maximale Zuladung ist auf der Anhängerkupplung (AHK) begrenzt, daher sollten schwere Zubehörteile, wie der Akku, ein Fahrradschloss oder Werkzeug im Fahrzeuginneren transportiert werden.
  3. Schwerstes Fahrrad am nächsten zum Fahrzeug laden: Die Herstellerangaben definieren zwar ein maximales Zuladungsgewicht, jedoch ist es sicherer, wenn die schwersten Fahrräder in direkter Nähe zur Heckklappe stehen.
  4. Vor Feuchtigkeit schützen: Mit einem universellen Kontaktschutz können die elektrischen Kontakte des E-Bikes während dem Transport geschützt werden, solange der Akku im Fahrzeuginneren lagert.
  5. Am besten ein spezielles Regencover für Kupplungsträger verwenden: Nicht alle Bike-Cover sind für Fahrradträger auf der Anhängerkupplung geeignet.

Fazit

Bei der Wahl des passenden Fahrradträgers für E-Bikes achten Sie verstärkt auf so wichtige Kriterien wie Stabilität, Tragfähigkeit, Haltbarkeit und Nutzerfreundlichkeit - und darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind. Die regelmäßige Überprüfung der Komponenten und der Befestigung dürfen Sie dabei nicht vernachlässigen.

Bei E-Bikes sollten Tragfähigkeit, Sicherheit im Straßenverkehr und Abstände zwischen den Rädern zu den relevantesten Entscheidungskriterien zählen.

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