Hercules E-Bike Test: Ein umfassender Überblick

Die Marke Hercules blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Gegründet im Jahr 1886, entwickelte sich Hercules schnell zu einem der bedeutendsten Fahrradhersteller in Deutschland. Der entscheidende Wandel gelang 1985, als Hercules sein erstes E-Bike auf den Markt brachte. Die Hercules E-Bikes überzeugen durch eine hochwertige Verarbeitung, robuste Komponenten und den Einsatz modernster Technik.

Hercules E-Bike Modelle im Test

Hercules bietet ein vielseitiges Portfolio an E-Bike Modellen. Ob du auf der Suche nach einem eleganten City Bike, einem leistungsstarken Trekkingrad oder einem flexiblen E-Faltrad bist - Hercules bietet für jeden Bedarf passgenaue Lösungen.

City E-Bikes

Die Hercules City E-Bikes sind speziell für den urbanen Einsatz konzipiert. Mit einem tiefen Einstieg, einer aufrechten Sitzposition und wendigem Handling sind Modelle wie das Hercules Futura Compact 10 ideal für Ausflüge in der Stadt.

Trekking E-Bikes

Für ambitionierte Radfahrer, die gerne viele Kilometer sammeln, sind die Hercules Trekking E-Bikes die ideale Wahl. Modelle wie das Hercules Alassio Pro vereinen den Bosch Performance Line CX Motor mit einem 750Wh Akku - perfekt für ausgedehnte Touren und anspruchsvolle Radreisen. Die Sitzposition ist gestreckter als auf einem City E-Bike.

E-Falträder

Das Hercules Rob Fold F8 ist das Paradebeispiel für ein innovatives E-Faltrad. Tina konnte beim Stadtradeln ihre allerersten e-Bike Erfahrungen mit dem Hercules Rob Fold sammeln. Das Einfalten ist ziemlich easy, auch für Leute, die noch keine Erfahrungen mit einem Klapprad haben.

Motor und Akku

Besonders hervorzuheben ist die Integration leistungsstarker Bosch-Motoren - von der Active Line über die Performance Line bis hin zur Performance Line CX. Die Akkus variieren dabei in Kapazitäten von 400Wh bis 750Wh, was beeindruckende Reichweiten von bis zu 175 km ermöglicht.

Shimano oder Bosch, mal günstig, mal teuer - darauf setzen sieben Hersteller in unserem Vergleichstest von neun E-Hardtails zwischen 3000 und 3800 Euro. Das Hercules ist neben dem RRaymon Hardray E 6.0 (Yamaha PW-X2) eine von zwei Ausnahmen: Die Entwickler entschieden sich beim Nos 1.1 für den Brose Drive S Mag. Das Aggregat ist zwar nicht mehr ganz neu, aber mit seinem bärigen Drehmoment von 90 Nm nach wie vor konkurrenzfähig. Mit Energie versorgt wird das Brose-Aggregat vom Supercore 750 Akku des Zulieferers FIT. Die Batterie gibt 750 Wh ab, ist mit 3954 Gramm verhältnismäßig leicht, garantiert eine gute Reichweite und lässt sich praktisch und schnell nach unten aus dem Unterrohr des Nos 1.1 entnehmen.

Testberichte und Fahrverhalten

Hercules Nos 1.1

Hercules stellt mit dem Nos 1.1 ein quirliges E-Hardtail auf die 27,5-Zoll-Räder. Motor und Akku garantieren eine starke Reichweite, die Sitzposition ist ausgewogen - langen Touren steht nichts im Weg. Auch für den Traileinsatz ist das Hercules gerüstet - Gabel, Bremsen und Reifen sind ordentlich, das Cockpit ist breit, der Schwerpunkt tief. Schnelle Abfahrten mag das Bike dagegen weniger.

Der Brose-Antrieb ist bekannt für kernigen Durchzug bei niedriger Trittfrequenz. Schon bei geringem Fahrer-Input schiebt der Drive S Mag kräftig an, das hilft auf langen Anstiegen über so manche Rampe. Trotz seiner enormen Kraft fühlt sich Broses Top-Antrieb sehr natürlich und geschmeidig an, zudem ist er recht leise.

Im Traileinsatz zeichnet sich das Hercules durch einen verspielten und wendigen Charakter aus: Radstand und Kettenstreben sind kurz, und auch die 27,5-Zoll-Laufräder tragen zum agilen Fahrverhalten bei. Das tiefe Tretlager verleiht dem Bike viel Stabilität im Traileinsatz, dank breitem Cockpit hat der Pilot gute Kontrolle.

Hercules NOS FS SUV 4.2

Ein SUV E-Bike ist ein Bike für fast alles. Und wer ein Hansdampf in allen Gassen sein will, braucht viele Talente. Super zum Einkaufen oder für längere Touren mit Gepäck. Überhaupt erweist sich das Hercules-Bike als wahrer Allrounder: fahrstabil und durchzugsstark beim Pendeln, straff, aber komfortabel auf der Biergarten-Tour, stabil und belastbar beim Einkauf oder dem Zeltausflug mit Gepäck.

Wer auf der Suche nach einem vielseitig einsetzbaren SUV E-Bike ist, wird beim Hercules NOS FS SUV 4.2 fündig. Das Bike eignet sich sehr gut zum Transportieren von Einkäufen oder Gepäck und fühlt sich auf allen Untergründen wohl. Auch zum Pendeln ist das Hercules SUV E-Bike ein super Begleiter, nicht zuletzt aufgrund seines moderaten Gewichts.

Hercules Futura SL I-9

Nach vorangegangener knapp 100-jähriger Firmengeschichte brachte Hercules bereits 1985 sein erstes E-Bike auf den Markt. Viele Generationen später setzen die Kölner bei ihrem Futura SL I-9 neben bereits preisgekrönter Designsprache sehr gezielt auf Leichtbau.

Der Aufstieg gelingt einfach, die Anfahrt dank sensibel ansprechendem SX-Motor sehr ­harmonisch. Als Teil des rund laufenden Antriebsgespanns überzeugt die Cues-Schaltung mit sauberen Gangwechseln und passender Übersetzung für moderate Anstiege. Hier entfaltet der SX im Boost-Modus auch ausreichend (und gut hörbar) Power, um nichts von der angenehmen Fahrdynamik einzubüßen. Bemerkenswert ruhig flitzt es sich bergab - leichte Flatterneigung bei Vollbeladung ist erst jenseits der 30 km/h wahrnehmbar.

Ausstattung und Komponenten

Jeder Hersteller muss in dieser Preisklasse abwägen, wo es sich zu investieren lohnt und wo man lieber den Rotstift ansetzt. Eine gute Wahl ist die Federgabel am Hercules: Die SR Suntour XCR mit 34er Standrohren reagiert feinfühlig auf Unebenheiten und vermittelt viel Komfort. Das breite Cockpit verleiht Sicherheit bergab, ebenso wie die 2,6er Nobby Nic und die kräftigen Vierkolben-Deore-Bremsen.

Für den Einsatz im Alltag hat Hercules das NOS 1.1 an Heck und Front mit einem Monkeylink ausgestattet. Serienmäßig sitzen hier nur Reflektoren, doch Rück- und Frontleuchten können mit einem Klick angebracht werden. Der Strom kommt dann aus dem Haupt-Akku.

Sicherheit

Hercules wirbt beim NOS FS 4.2 unter anderem mit dem hellen Frontscheinwerfer mit 100 Lux Lichtleistung und Fernlicht dass per dedizierten Button rechts am Lenker aktiviert wird. Für die Sicherheit ein sehr wichtiger Faktor. Ebenso wie das immer öfter verbaute eBike ABS von Bosch. Das gibt es aber bei der NOS FS-Serie von Hercules nur im Topmodell - zusammen mit einer 11-fach-Schaltung und einer 150-Lux-Frontlampe.

Auch die Rückleuchte hat Hercules nicht nur optisch ansprechend als LED-Streifen ausgeführt. Es ist aus seitlichen Blickwinkeln sehr gut erkennbar und erhöht damit deutlich die Sichtbarkeit.

Geometrie

Als einziger Hersteller in unserem Vergleichstest von neun E-Hardtails zwischen 3000 und 3800 Euro setzt Hercules auf die kleineren 27,5-Zoll-Räder an der Front und im Heck. Auffällig sind der kurze Radstand, das mit 300 Millimeter sehr tiefe Tretlager, und der mit 67,5 Grad steile Lenkwinkel. Auch der Reach fällt mit mit 431 Millimeter recht kurz aus - damit ist das Hercules gewiss nicht auf Highspeed-Abfahrten ausgelegt, sondern dafür geschaffen, um sich im Stadtbetrieb und auf überfüllten Radwegen durch den Verkehr zu winden.

Kleine 27,5-Zoll-Räder, kurzer Radstand, kurzer Reach, recht steiler Lenkwinkel. Damit setzt das Hercules auf Wendigkeit statt Laufruhe auf schnellen Abfahrten.

Zusammenfassung der MTB-Messwerte (Rahmengröße L)

Merkmal Wert
Sitzrohrlänge 470 mm
Radstand 1180 mm
Reach 431 mm
Stack 643 mm
Lenkwinkel 67,5°
Sitzwinkel 73°
Kettenstrebenlänge 448 mm

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