Hercules bezeichnet eine ganze Reihe seiner E-Bikes als SUV. Vollgefedert, und damit nach unserer Definition zur Gattung der SUVs gehörend, sind allerdings nur 5, die allesamt zur NOS FS-Serie zählen. Das Hercules NOS FS SUV 4.2 soll herausragende Qualität mit innovativer Technologie und unvergleichlichem Fahrspaß vereinen. Ein ganz schön hoher Anspruch.
Hercules Nos FS SUV 2.2 im Detail
In unserer aktuellen SUV e-Bike Testreihe hatte der Belchenradler Christof wieder die Gelegenheit, einen weiteren interessanten Kandidaten zur Probe zu fahren: Das Hercules Nos FS SUV 2.2. Es ist von der Rahmengeometrie her ein echtes e-Mountainbike Fully (FS steht für Full Suspension) mit zusätzlicher straßentauglicher Vollausstattung. Außerdem verfügt das FS mit 150 mm vorne und hinten über mehr Federweg als das 120 mm Nos Hardtail. Das verspricht maximalen Fahrspaß und ist ganz nach meinem Geschmack.
Motor und Antrieb
Beim Motor setzt Hercules auf den Shimano EP8. Der bewährte, 85 Nm starke e-Mountainbike Motor zieht kraftvoll durch. Leistungsmäßig liegt der EP8 auf einer Stufe mit dem Platzhirsch CX von Bosch. Gefühlt braucht der EP8 eine etwas höhere Trittfrequenz, um seine maximale Power zu entfalten. Dafür ist er 300 Gramm leichter als der CX.
Akkuleistung und Reichweite
Mit dem großen 630 Wh Akku stellen ausgedehnte Entdeckungstouren kein Problem dar. Ich konnte in der Vergangenheit Touren mit 80 Kilometern, inklusive reichlich Höhenmeter, realisieren.
Display und Bedienelemente
Als Display besitzt das Hercules SUV ein einfaches, monochromes Shimano E6100 Display. Wer ein funktionales Display mit dezenter Optik, ohne „Bling-Bling-Faktor“ bevorzugt, wird es mögen. Alle wichtigen Daten sind aber beim E6100 gut ablesbar und es ist intuitiv einfach bedienbar. Die Haptik der Remote am Lenker, zur Wahl der drei Unterstützungsstufen Eco, Trail und Boost sowie um die verschiedenen Anzeigen im Display zu wechseln, überzeugt mich nicht 100 % ig.
Schaltung und Bremsen
Das Hercules Nos FS SUV 2.2 betont auch hier seine sportlichen e-MTB Gene mit einer 12-fach Shimano Deore Kettenschaltung. Die große 10-51 Kassette bietet eine tolle Übersetzungsbandbreite und hält genügend kleine Gänge parat, was vorzüglich mit der Leistungs-Charakteristik des EP8 harmoniert. Auch bei der Wahl der Bremsanlage bedient sich Hercules am e-MTB Regal. Die kräftigen Shimano BR-MT420 Vierkolbenbremsen am Vorder- und Hinterrad, kombiniert mit großen 203 mm Scheiben, lassen keine Wünsche offen. Die MT 420 lässt sich feinfühlig dosieren und beißt bei Bedarf aber auch richtig zu.
Fahrwerk und Komfort
Ein vollgefedertes SUV e-Bike bietet ein sehr breites Einsatzspektrum mit maximalem Komfort auf der Straße und guter Geländetauglichkeit. Hercules geht beim NOS FS 2.2 keine Kompromisse ein und setzt auf bewährte Elemente von Rock Shox: Eine Rock Shox 35 Gold, 150 mm Luftfedergabel mit Lockfunktion und als Dämpfer den Rock Shox Deluxe Select 150mm, DebonAir. Und tatsächlich rollt das Nos FS SUV extrem komfortabel auf Straße und sehr gutmütig auf unbefestigten Wald- und Forstwegen.
Bereifung
Als Reifen sind Schwalbe Johnny Watts Performance in der Größe 27,5 x 2,6 Zoll montiert. Das Nos e-SUV FS 2.2 verzichtet auf die 29 Zoll Bereifung am Vorderrad, mit etwas besserer Laufruhe bergab, zugunsten besser Agilität insgesamt. Mit einer Breite von 2,6 Zoll sorgen sie für eine hervorragende Dämpfung, vor allem wenn man nicht mit zu viel Luftdruck fährt.
Weitere Ausstattungsmerkmale
Eine Besonderheit stellt der „Doppeldecker“-Gepäckträger/Satteltaschenhalter mit bis zu 25 Kilogramm maximaler Zuladung dar. Apropos Zuladung: Das Testrad hat eine Gewichtsfreigabe von bis zu 150 Kilogramm! Ein überdurchschnittlicher Wert, der das Bike auch für schwerere Menschen oder Leute, die häufiger mit großem Gepäck unterwegs sind, sehr interessant macht. Der Frontscheinwerfer ist ein Litemove mit einer vorzüglichen und trail-tauglichen Ausleuchtung, wie ich bei meiner Nachfahrt auf dem Schönberg bei Freiburg feststellen konnte. Als Rückleuchte dient die Hercules R-Glow LED-Leuchte.
Gewicht und Handling
Die Waage zeigt exakt 28,5 Kilogramm in Rahmengröße 44 (M). Für ein e-SUV Fully dieser Preisklasse, mit kompletter Straßenausstattung, 630 Wh Akku und einem verwindungssteifen Alurahmen (mit Gewichtsfreigabe von 150 Kilogramm), geht der Wert voll in Ordnung. Im Handling kommt mir das Nos FS SUV ohnehin deutlich agiler vor als es die 28,5 Kilogramm vermuten lassen.
Fahrgefühl und Einsatzbereich
Vom Charakter her ist das Hercules Nos FS SUV 2.2 viel näher an einem e-MTB Fully als an einem Trekking e-Bike. Das vollgefederte e-SUV mit 150 mm Federweg und breiter Bereifung bügelt alles glatt, was unter die Reifen kommt. Dieser Fahrkomfort ist auf jedem Meter spürbar, auf der Straße, aber natürlich besonders auf unbefestigten Wald- und Schotterwegen. Das Nos FS SUV 2.2 bietet naturgemäß ein sehr breites Einsatzgebiet. Es eignet sich für den täglichen Weg zur Arbeit, als reines Fortbewegungsmittel und für Erledigungen im urbanen Raum aber genauso für Ausflüge und Entdeckungstouren in die Natur, bis hin zum leichten, gelegentlichen Trail-Einsatz.
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Hoher Fahrkomfort, breites Einsatzspektrum, hochwertige Ausstattung, gute Geländetauglichkeit, hohe Zuladung.
- Nachteile: Gewicht, mögliche Klappergeräusche von Anbauteilen im Gelände, kein ABS (optional im Topmodell).
Das Hercules NOS FS SUV 4.2
Das Hercules NOS FS SUV 4.2 ist mit 5.999 € die zweitteuerste Variante - in unserem Vergleichstest aber eines der günstigeren Bikes und neben dem getesteten Diamantrahmen-Modell auch als Tiefeinsteiger zu haben. Ebenso wie die Modelle Hercules NOS FS SUV 4.1 für 6.499 € und Hercules NOS FS SUV 4.3 für 5.499 €.
Besonderheiten des NOS FS SUV 4.2
- Klare Linienführung in zeitlosem Schwarz
- Kabelführung durch den Steuersatz
- Bosch Purion 200 Remote und Display in einer kompakten Einheit
- Gepäckträger mit MonkeyLoad-System (bis zu 25 kg Zuladung)
- Anschraubpunkte für einen Frontgepäckträger (zusätzliche 5 kg)
- Heller Frontscheinwerfer mit 100 Lux Lichtleistung und Fernlicht
- 10-fach-CUES-Schaltung von Shimano
Fahreigenschaften und Komfort
Die Dropper Post mit 150 mm Hub erleichtert das Aufsitzen spürbar. Der recht lange Reach und der breite Lenker führen zu einer eher sportlichen Sitzposition, die aber moderater ausfällt als bei Haibike und Mondraker. Das Hercules-Bike erweist sich als wahrer Allrounder: fahrstabil und durchzugsstark beim Pendeln, straff, aber komfortabel auf der Biergarten-Tour, stabil und belastbar beim Einkauf oder dem Zeltausflug mit Gepäck.
Einsatzbereich des NOS FS SUV 4.2
Wer auf der Suche nach einem vielseitig einsetzbaren SUV E-Bike ist, wird beim Hercules NOS FS SUV 4.2 fündig. Das Bike eignet sich sehr gut zum Transportieren von Einkäufen oder Gepäck und fühlt sich auf allen Untergründen wohl. Auch zum Pendeln ist das Hercules SUV E-Bike ein super Begleiter, nicht zuletzt aufgrund seines moderaten Gewichts.
Tabelle: Vergleich der Hercules NOS FS SUV Modelle
| Modell | Preis | Besonderheiten |
|---|---|---|
| NOS FS SUV 4.2 | 5.999 € | Vielseitiger Allrounder |
| NOS FS SUV 4.1 | 6.499 € | - |
| NOS FS SUV 4.3 | 5.499 € | - |
Hercules Nos SUV 2.1 im Test
Im Rahmen der Aktion “Stadtradeln” konnte ich das SUV-Bike vor allem im täglichen Gebrauch testen und beim Pendeln zur Arbeit erleben. Der erste optische Eindruck gefiel mir sehr gut. Gleich bei der ersten Fahrt war ich vom Shimano Steps EP8 Motor und der Beschleunigungskraft begeistert. Aufgrund der breiten, dicken Schwalbe Johnny Watts Performance Bereifung und der RockShox 35 Gold Federgabel mit 130 mm Federweg war das Fahrgefühl sehr komfortabel. Erschütterungen können so einfach abgefedert werden.
Erfahrungen im Alltag
„Erstmals konnte ich durch das Testbike den ca. 11 Kilometer langen Weg zur Arbeit mit einem e-Bike pendeln. Ich war überrascht, wie schnell ich die Strecke mit diesem Bike bewältigen konnte. Im Vergleich zum Auto habe ich nur ca. 10-12 Minuten länger gebraucht, war dabei aber an der frischen Luft und konnte mich sportlich betätigen.
Empfehlung
Das Hercules NOS SUV 2.1 kann ich, speziell für komfortorientierte Fahrer:innen, die auf Feldwegen und grobem Gelände häufiger unterwegs sind, empfehlen.
Hercules Pasero Comp I-F5
Wer ein “spritziges” Citybike haben möchte und das noch mit Komfort, dem kann ich das Hercules Pasero Comp sehr empfehlen. Vor allem aber die Reichweite des Akkus hat mich überzeugt. Mit 750 Wh kommt man schon richtig weit und muss sich keine Sorgen machen, irgendwo “liegenzubleiben”. Auch die Shimano Nexus 5-Gang Nabenschaltung konnte mich überzeugen, zumindest hat in meinem gemäßigten Bikeeinsatz kein Gang gefehlt.
Hercules Rob Fold
Das Hercules Rob Fold ist ein perfektes e-Bike für Pendler und für den aktiven Urlaub. Überzeugt hat mich tatsächlich vor allem auch die Leistung des Akkus, die für meine Einsätze völlig ausreichend war und die Beschleunigung des Bosch Motors. Das Einfalten ist ziemlich easy, auch für Leute, die noch keine Erfahrungen mit einem Klapprad haben.
Hercules Nos 1.1 im Test
Das Aggregat ist zwar nicht mehr ganz neu, aber mit seinem bärigen Drehmoment von 90 Nm nach wie vor konkurrenzfähig. Den Brose-Motor kombinieren die Hercules-Macher mit Komponenten des Zulieferers FIT. Eine gute Lösung?
Der E-Bike-Antrieb des Hercules Nos 1.1
Der Brose-Antrieb ist bekannt für kernigen Durchzug bei niedriger Trittfrequenz. Schon bei geringem Fahrer-Input schiebt der Drive S Mag kräftig an, das hilft auf langen Anstiegen über so manche Rampe. Mit Energie versorgt wird das Brose-Aggregat vom Supercore 750 Akku des Zulieferers FIT.
Die Geometrie des Hercules Nos 1.1
Als einziger Hersteller in unserem Vergleichstest von neun E-Hardtails zwischen 3000 und 3800 Euro setzt Hercules auf die kleineren 27,5-Zoll-Räder an der Front und im Heck. Damit ist das Hercules gewiss nicht auf Highspeed-Abfahrten ausgelegt, sondern dafür geschaffen, um sich im Stadtbetrieb und auf überfüllten Radwegen durch den Verkehr zu winden.
Die Ausstattung des Hercules Nos 1.1
Hercules verzichtet leider auf eine Teleskop-Sattelstütze und spart auch bei den Schaltkomponenten. Eine gute Wahl ist die Federgabel am Hercules: Die SR Suntour XCR mit 34er Standrohren reagiert feinfühlig auf Unebenheiten und vermittelt viel Komfort. Praktisch: Für den Einsatz im Alltag hat Hercules das NOS 1.1 an Heck und Front mit einem Monkeylink ausgestattet.
Fazit zum Hercules Nos 1.1 im Test
Hercules stellt mit dem Nos 1.1 ein quirliges E-Hardtail auf die 27,5-Zoll-Räder. Motor und Akku garantieren eine starke Reichweite, die Sitzposition ist ausgewogen - langen Touren steht nichts im Weg. Auch für den Traileinsatz ist das Hercules gerüstet - Gabel, Bremsen und Reifen sind ordentlich, das Cockpit ist breit, der Schwerpunkt tief. Schnelle Abfahrten mag das Bike dagegen weniger.
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