Das E-Klapprad Hitway BK6S mit Straßenzulassung überrascht im Test mit ansprechender Optik, tiefem Einstieg, guten Fahreigenschaften und einem günstigen Preis. Ob sich der Kauf lohnt, verraten wir im Testbericht. Mit dem Hitway BK6S kommt nun ein weiteres E-Klapprad mit Straßenzulassung auf den Markt, das mit einer guten Ausstattung, soliden Fahreigenschaften und einem attraktiven Preis punkten will.
Optik und Verarbeitung
Optisch macht das Hitway BK6S einiges her. Das liegt vor allem am schick lackierten Aluminiumrahmen, der in mattem Türkis, Schwarz, Silber oder Rot erhältlich ist. Der schlanke Rahmen steht dem kompakten E-Klapprad ausgesprochen gut, auch wenn er natürlich nicht ganz so elegant wirkt wie etwa ein City-E-Bike. Typisch für E-Klappräder sind die außen am Rahmen verlegten Kabel und Züge. Sie sind solide befestigt und stören nicht weiter.
Gleiches gilt für die Schutzbleche: Sie wackeln nicht und bieten ausreichend Schutz bei Regen und Matsch - der gepolsterte Sattel saugt sich bei Nässe allerdings mit Wasser voll. Auch das Display beschlägt nach Niederschlag. Aufgrund dieser Erfahrungen und wegen einer fehlenden IPxx-Zertifizierung sollten Käufer das Hitway BK6S nicht dauerhaft im Regen stehen lassen. Generell sollte man bedenken, dass bei einem E-Bike dieser Preisklasse überwiegend günstige Komponenten eingebaut werden. Diese sind tendenziell weniger langlebig als hochwertigere Teile.
Klappmechanismus und Abmessungen
Das Klappsystem des Hitway BK6S funktioniert tadellos: Der zentrale Sicherungshebel am Rahmen geht leichtgängig auf und zu. Auch die Pedale (leider aus Kunststoff) lassen sich einklappen, die Lenkstange dank Schnellverschluss umklappen und in der Höhe verstellen. So lässt sich das E-Bike kompakt zusammenfalten und passt auch in kleinere Kofferräume. Mit Maßen von 96 cm x 38 cm x 75 cm im gefalteten Zustand kann man es zudem in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Zusatzticket mitnehmen.
Die Gesamtlänge des E-Bikes liegt bei 168 cm, der Lenker ist von 115 cm bis 128 cm höhenverstellbar. Dabei gibt Hitway eine mögliche Fahrergröße von 165 bis 195 cm an. Unser 186 cm großer Tester fühlte sich beim Fahren wohl - das BK6S ist also auch für größere Personen geeignet. Die maximale Zuladung liegt bei ordentlichen 120 kg. Das E-Bike selbst wiegt knapp 26 kg.
Lenker, Display und Licht
Der 58 cm breite Lenker des Hitway BK6S ist für unser Empfinden etwas zu kurz. Allerdings sind diese Maße bei einem Klapprad durchaus normal. Auf der rechten Seite sitzt die solide 7-Gang-Schaltung von Shimano, die in unserem Test einwandfrei funktionierte. Die ergonomisch geformten Griffe ermöglichen auch bei längeren Trips ein ermüdungsfreies Fahren.
Auf der linken Lenkerseite befindet sich das hintergrundbeleuchtete Display, das sich auch bei direkter Sonne gut ablesen lässt. Es zeigt alle wichtigen Daten wie Geschwindigkeit, Unterstützungsmodus, Akkukapazität, Gesamtkilometer und Tageskilometer übersichtlich an. In den Einstellungen (langes Drücken der Plus- und Minus-Taste) lässt sich sogar die Maximalgeschwindigkeit hochsetzen - ohne Auswirkungen. Gut so, denn bei 25 km/h ist gemäß StVZO Schluss. Sonst wäre die Straßenzulassung futsch.
Praktische Details wie die in den Bremshebel integrierte Klingel, die helle, höhenverstellbare Frontleuchte und das gut sichtbare Rücklicht runden die solide Ausstattung des BK6S ab.
Fahreigenschaften und Komfort
Die Fahrt mit dem Hitway BK6S gestaltet sich erstaunlich angenehm. Das liegt zum einen an der guten Ergonomie mit dem höhenverstellbaren Sattel und Lenker, die sich ergonomisch sinnvoll an den Fahrer anpassen lassen. Zum anderen schlucken die 3 Zoll breiten Reifen auf den 20-Zoll-Felgen zusammen mit der einfachen, aber wirkungsvollen Sattel- und Frontfedergabel viele Unebenheiten souverän weg. Bordsteinkanten? Kopfsteinpflaster? Für das BK6S kein Problem!
Der 250-Watt-Heckmotor mit 45 Nm Drehmoment arbeitet zwar ohne feinfühligen Drehmomentsensor, setzt aber nach etwa einer Pedalumdrehung sanft und zügig ein. Die Kraftentfaltung erfolgt dabei angenehm gleichmäßig, was für entspanntes Anfahren sorgt.
Nicht optimal ist die Übersetzung der Gangschaltung bei höheren Geschwindigkeiten: Um auf dem höchsten Gang 25 km/h zu fahren, sind flotte 80 Kurbelumdrehungen pro Minute nötig. Hier hätte eine etwas längere Endübersetzung nicht geschadet. Tatsächlich kämpfen aber viele E-Klappräder mit diesem Problem.
Akku und Reichweite
Mit seinem 432 Wh starken Akku verspricht das Hitway BK6S laut Hersteller eine Reichweite zwischen 35 und 90 Kilometer. Im Test konnten wir die 35 Kilometer im Alltag problemlos bestätigen - ein ordentlicher Wert für ein günstiges Klapprad.
Die theoretisch möglichen 90 Kilometer gelten nur unter Idealbedingungen, also mit minimaler Zuladung, wenig Steigung, optimaler Witterung und defensiver Fahrweise. In der Praxis werden sie kaum zu erreichen sein.
Praktisch: Der Akku lässt sich mit einem Schlüssel einfach aus dem Rahmen entnehmen. So kann man ihn in der Wohnung laden, während das Bike im Keller bleibt.
Alternativen und weitere Modelle
Robuste Fatbike-Optik und ein richtig großer Akku: Mit dem Tiefeinsteiger BK16 für 1.169,99 Euro (mit Rabattcode) zielt Hitway auf preisbewusste Käufer, die ein zuverlässiges E-Bike für Alltag und Freizeit suchen. Im Hinterrad sitzt ein Nabenmotor mit 60 Nm und 250 Watt Leistung. Einen Drehmomentsensor gibt es nicht, stattdessen wird nur die Trittfrequenz gemessen. Die Unterstützung erfolgt in drei Stufen (15, 20 und 25 km/h), die über eine einfache Bedieneinheit am Lenker gesteuert werden (Power, Plus, Minus).
Die Stromversorgung übernimmt ein richtig starker 48-V-Akku mit einer Kapazität von 864 Wh, der laut Hersteller bis zu 80 km Reichweite bieten soll. Der Akku kann verschlossen, herausgenommen oder direkt am Rad geladen werden. Eine Schutzklappe verdeckt den Ladeanschluss und hält Regen und Schmutz fern (Schutzklasse IP54).
Probleme und Lösungen
Für meinen E-Bike-Klapprad Test habe ich mich über mehrere Wochen mit dem Hitway BK6S beschäftigt. Zwangsläufig musste ich mich auch genauer mit dem Steuerungselement bzw. Display S866 auseinandersetzen. Grund dafür war, dass das Hitway BK6S auf einmal 32 km/h gefahren ist und die gesetzliche Geschwindigkeitsbeschränkung von maximal 25 km/h aufgehoben war. In diesem Artikel gehe ich genauer auf das Problem der zu hohen Geschwindigkeit von 32 km/h vom Hitway Bk6S mit dem Display S866 ein.
Die Folge ist, dass das E-Bike dann 32 km/h fährt und dadurch nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen darf. Um die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder zu aktivieren, benötigst du das Steuerungselement vom Daumengas. Hast du aber das Steuerungselement vom Daumengas, dann dauert es inklusive Montage nur eine Minute, bis du das Problem gelöst hast.
Das Problem mit der zu hohen Geschwindigkeit von 32 km/h vom Hitway BK6S mit dem Display S866 tritt relativ häufig auf. Ich habe in etlichen Foren und Bewertungen Nutzer gefunden, die sich mit dem Problem rumgeschlagen haben.
Hitway BK6S im Test: Detaillierte Bewertung
Das Elektro-Klapprad BK6S von Hitway erhält von mir im Test eine Bewertung von 8,3 von 10 möglichen Punkten. Meine Erfahrungen und Bewertung sind wie folgt:
- Qualität: 8,5 von 10 - Die Haptik von Rahmen, Schutzblechen und Lenker ist toll. Die Scharniere sind doppelt gesichert und wenn man sie erstmal verstanden hat, leicht zu bedienen. Die Felgen sind robust und schick anzusehen. Abzug gibt es in puncto Bremsen. Wie erwähnt, mussten sie nach 500 Kilometer neu eingestellt werden. Zusätzlich quietschen sie immer wieder mal.
- Motor, Akku & Reichweite: 8,5 von 10 (Abzug -1) - Der 250 Wattmotor mit einem Drehmoment von 32 Newtonmeter ist im Vergleich der E-Klappräder Mittelfeld. Gleiches gilt für die Akkukapazität von 403 Wattstunden. Eine maximalen Reichweite von 31 Kilometern mit einer Akkuladung ist auch nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Eher passend zum Preis vom Hitway BK6S. Durch den ein Punkt Abzug, wegen dem Problem der Geschwindigkeit, vergebe ich eine Bewertung von 7,5 von 10 möglichen Punkten.
- Ausstattung: 9,7 von 10 - Die Ausstattung vom BK6S ist die gleiche, wie vom smartEC Camp-20D. Klingel, Licht, Gepäckträger mit Sitz, Schutzbleche, Federung, Schiebehilfe, Kettenschutz, mechanische Scheibenbremsen und eine 7-Gang-Schaltung sorgen für eine sehr gute Bewertung.
- Komfort & Fahrspaß: 9,0 von 10 - Das Hitway BK6S macht für mich auf über 500 km einen komfortablen Eindruck. Der Sattel ist bequem und gefedert. Die Vorderradfederung kann je nach Geschmack eingestellt werden und die 3 Zoll breiten Reifen federn so einiges auf Rad- und Waldwegen ab. Dadurch bekommst du auch einiges an Fahrspaß geboten. Allerdings nicht die volle Punktzahl, da der Motor nicht den besten Anzug hat (32 Nm).
- Maße & Gewicht: 7,0 von 10 - Wie das so bei den Elektro-Fatbikes ist, kann das Hitway BK6S in der Kategorie Maße und Gewicht nicht punkten. Es bringt 26,3 Kilogramm auf die Waage und hat ein Faltmaß von 88 x 49 x 78 cm (Gesamt: 215 cm). Ich bin mehrmals mit dem Klapprad und der Bahn gefahren und dafür geht es noch, aber ist halt nicht optimal.
Preisvergleich
Wenn du dir das Elektro-Klapprad von Hitway kaufen möchtest, dann solltest du vorher einen Preisvergleich durchführen. Je nach Angebot bekommst du das Rad für 600 bis 1.100 Euro. Mein Hitway BK6S vom Test habe ich für 600 Euro am Black Friday erworben.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Das Hitway BK16 überrascht positiv. Es ist kein sportliches E-MTB und auch kein Hightech-Premium-Bike - will es aber auch nicht sein. Es ist ein komfortables, zuverlässiges E-Bike mit einfacher Bedienung, robuster Technik und praxisgerechter Ausstattung. Seine Stärken spielt es vor allem im Stadtverkehr, auf Feldwegen oder bei leichten Touren aus. Wer auf smarte Features wie App-Steuerung oder Drehmomentsensor verzichten kann, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket.
Tabelle: Technische Daten und Bewertung des Hitway BK6S
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Motorleistung | 250 Watt |
| Akkukapazität | 432 Wh |
| Reichweite (Test) | 35 km |
| Gänge | 7-Gang Shimano |
| Gewicht | 26 kg |
| Klappmaß | 96 cm x 38 cm x 75 cm |
| Bewertung (Test) | 8,3 / 10 |
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