Honda Motorrad Werbung Geschichte

Der einfachste Weg ist für Honda keine Option, denn wir sind nie zufrieden und ruhen uns nie aus. Aus dieser Philosophie folgt, dass wir uns niemals zurücklehnen, stets die Grenzen jedes einzelnen Motorrads hinterfragen und fortwährend nach Erfolg streben.

Die Philosophie von Honda

Wir gehen bei Innovationen, Technik und Entwicklung bis zum Äußersten. Aus diesem Grund sind wir stets die Ersten, die technologische Neuerungen einführen, beispielsweise den Vierzylinder-Reihenmotor, das Doppelkupplungsgetriebe und den Motorradairbag. Das ist die Rastlosigkeit, die uns vorwärts treibt, auf alle Honda Fahrer übergeht und sie in ihr nächstes Abenteuer führt. Zu echter Freiheit.

Die ungewöhnliche Persönlichkeit von Sōichirō Honda

Sōichirō Honda war ein ungewöhnlicher Mann. Zwar konnte und wollte niemand bestreiten, dass Honda jenes unbezahlbare Händchen dafür hatte, zur rechten Zeit mit der richtigen Idee aufwarten zu können - sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und sein für Japaner nur schwer nachvollziehbarer Hang zur Individualität (bei gleichzeitiger Infragestellung vieler japanischer Dogmen) ließen ihn jedoch zu einem zwar akzeptierten Außenseiter werden, dessen Ansichten und Erkenntnisse aber nur schwer vermittelbar waren.

Die Anfänge von Honda

Wie so viele der Gründer großer Unternehmen war auch Sōichirō Honda ein Selfmade-Man. Seine Kindheit verbrachte er in der Werkstatt seines Vaters, dem er bei den Reparaturen half. Dazu eröffnete der Vater 1917 oder 1918 eine Fahrradhandlung und Reparaturwerkstatt und dazu auch eine Zeitschrift mit dem Titel Die Welt der Räder abonniert, die Sōichirō mit großer Begeisterung las. Der Wunsch, mit Motoren umzugehen, steigerte sich von Tag zu Tag.

Lehrjahre in Tokio

Im Alter von 16 Jahren ging Honda nach Tokio, wo er eine Lehrstelle in einer Autowerkstatt annahm. Während des sechsjährigen Aufenthalts blieb Honda Herrn Sakakibara und seiner Shokai-Gesellschaft treu. 1928 bekam der Zweiundzwanzigjährige das Angebot, eine Filiale der Shokai-Werkstätten in Hamamatsu zu eröffnen. Und so kehrte er stolz in seine Heimat zurück, ließ eine große Tafel „Shokai-Werkstätten - Außenstelle Hamamatsu“ aufstellen.

Von Stahlfelgen zu Kolbenringen

Durch seine Arbeit in der Werkstatt offenbar nicht ausgelastet, gründete er zuerst eine Firma, die erfolgreich Stahlfelgen produzierte - Honda hatte beim großen Erdbeben in Tokyo gesehen, wie zuerst die Holzfelgen und dann die Fahrzeuge verbrannten - dann folgte 1937 die Gründung von Tokai Seiki Heavy Industry (TSHI), ein Unternehmen, das Kolbenringe produzierte.

Die Gründung der Honda Corporation

Noch im selben Jahr (1948) gründete Honda die Honda Corporation mit der Produktion von Motorrädern. Nach dem ersten Motorrad folgte ein dreirädriges Lastenrad mit Hilfsmotor, das sich in dem zerstörten Land gut verkaufte und sogar von Oktober 1952 an auf die Philippinen verkauft werden konnte.

Globale Visionen und Motorsport

Honda unterschied sich von seinen japanischen Kollegen auch dadurch, dass er oft und gerne ins Ausland reiste. Es waren diese frühen Reisen, die eine weitere Facette der Persönlichkeit von Sōichirō Honda freilegten - hier wurde ihm, lange vor seinen japanischen Kollegen, klar, dass der Markt der Zukunft ein globaler Markt sein würde: „Think global, act local“, sollte eine seiner Devisen werden, die er von den 60er Jahren an mit der ihm eigenen Konsequenz weltweit in die Realität umsetzen sollte.

Die erste große Weltreise löste aber noch eine zweite Erkenntnis aus: „Motorsport ist gut - gut für die Ingenieure und gut für das Image.“ So stieg das Unternehmen im März 1954 in das Renngeschäft ein. Das erste Rennen unter Honda-Beteiligung fand in Brasilien statt, und im Juni 1954 besuchte Soichiro Honda dann das legendäre Tourist Trophy-Rennen auf der Isle of Man, um anschließend noch einige europäische Autofabriken zu besichtigen. Wieder zu Hause angelangt, gab Honda den Befehl, Rennmaschinen zu entwickeln, mit denen die Firma bei der Motorrad-Weltmeisterschaft und natürlich auch bei der Tourist Trophy anzutreten hatte.

Das erste Resultat war das offizielle Honda-Werksteam, mit dem man erstmals im November 1955 bei den Rennen zur japanischen Motorrad-Meisterschaft erschien. Nur kurz zu den Motorrad-Rennen: 1959 tauchte Honda erstmals bei europäischen Rennen auf; der 6. Platz bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man in der 125-cm³-Klasse machte auch die Europäer auf die Marke Honda aufmerksam.

Im Juni desselben Jahres wurde auch die Honda Motor Co. in Amerika gegründet, die Vertriebsgesellschaft, die die kleinen Honda-Motorräder in den 60er Jahren in den USA so populär machte, dass die Beach Boys mit Little Honda in der Hitparade Rang 1 belegten.

Erfolge und Expansion

Im Jahr 1961 fanden zwei weitere wichtige Ereignisse statt: Der erste Sieg bei der legendären Tourist Trophy (der die Marke Honda bei den Motorrad-Begeisterten dieser Erde schlagartig ins Rampenlicht stellte) und der erste europäische Brückenkopf. gegründet. Durch intelligente Marketingstrategien und hervorragende technische Leistungen gelang es dem Konzern wenige Jahre später zum Motorradhersteller mit den weltweit höchsten Verkaufszahlen aufzusteigen.

Und von 1963 an wurden auch Automobile wie der Honda T360 und Honda S500 entwickelt. Auch hier setzte er seinen Dickkopf durch - denn die japanische Regierung wollte keinen weiteren Automobil-Hersteller im Land haben und plante ein Gesetz zu verabschieden, dass in Japan nur drei Hersteller Autos bauen dürfen sollten - Honda baute daraufhin eiligst ein Modell, dass vor der Verabschiedung des Gesetzes fertig war und startete eine riesige Werbekampagne, die ihm derart viele Vorab-Bestellungen bescherte, dass die Regierung nicht mehr den Mut hatte, das Gesetz durchzusetzen.

Honda im Automobilgeschäft

Es sollte bis zum Oktober 1966 dauern, bis der Name Honda auch bei uns unter der Rubrik Autohersteller bekannt wurde. Der kleine Sportwagen eroberte sich auf Anhieb die Herzen der Autofans und die Fachzeitschriften nahmen seine faszinierende Technik wohlwollend unter die Lupe.

Nun war Honda auch im Autogeschäft angekommen - und im Laufe der nächsten Jahre ging es auch in diesem Bereich aufwärts, bis Sōichirō Honda mit seinem luftgekühlten 1300 in Schwierigkeiten kam, denn es wurde klar, dass der Motor trotz allem technischen Aufwand nicht das neue US-Gesetz - eine Ergänzung des Umweltschutzgesetzes („Clean Air Act“) - würde erfüllen können, das neue, bislang unbekannt hohe Reduzierungen bei den Auspuffgasen von Fahrzeugen festlegte.

Es dauerte seine Zeit, bis Honda seinen Frieden mit der Entwicklung von wassergekühlten Motoren gemacht hatte - doch dann präsentierte die Firma im Februar 1971 einer überraschten Öffentlichkeit das Honda CVCC-System. Das Compound Vortex Controlled Combustion-System war Bestandteil des ersten Triebwerks, das die Abgasgesetze, die 1975 in den USA Vorschrift wurden, ohne Katalysator voll erfüllen konnte.

Rückzug und neue Ära

Anfang 1973 erklärte Fujisawa dann dem überraschten Verwaltungsrat, dass er von seinem Amt zurücktreten wolle. Er hatte diesen Entschluss alleine gefasst und niemandem von seinen Überlegungen berichtet. Sōichirō Honda reagierte sofort: „So, wie wir unser Werk gemeinsam begonnen hatten, mussten wir uns auch gemeinsam zurückziehen. Fujisawa, der nicht geglaubt hatte, dass ich ihn so hoch achtete, war von meiner Entscheidung tief gerührt.“

Offiziell wurde dieser Schritt dann im Oktober 1973 vollzogen, beide blieben aber als Gründer der Gesellschaft Direktoren und oberste Ratgeber ohne das Recht, im Namen der Gesellschaft zu handeln oder zu sprechen.

Nun begann die große Zeit der Company: Der Honda Civic verkaufte sich blendend, darauf folgte der Accord, der als Prelude den Coupé-Markt abdeckte. Mit jeder neuen Modellgeneration dieser Fahrzeuge wuchs der Marktanteil - ob der Einstieg von Honda 1979 bei British Leyland eine gute Idee war, darf hingegen bezweifelt werden. Andererseits erhielt Honda so die Chance, seine Fahrzeuge auch in England als Acclaim zu bauen. Und mit dem Honda Jazz verfügte das Unternehmen nun von 1983 an auch über einen attraktiven Kleinwagen für die City.

Nachdem Honda nun in der Mittelklasse festen Fuß gefasst hatte, war es klar, dass Honda nun die nächste Bastion angreifen würde: den Markt der Nobel-Limousinen. Im Laufe der Jahre deckte Honda dann alle Modell-Kategorien erfolgreich ab: Geländewagen und SUV, entscheidend an dieser Entwicklung war Nobuhiko Kawamoto gewesen, der im Juni 1990 den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernahm. Der Ingenieur war eine der treibenden Kräfte hinter den grandiosen Siegen im Rennsport gewesen, und als jahrelanger Chef der Entwicklungsabteilung hatte er den Erfolgsweg des Hauses entscheidend mitbestimmt.

Im November 1992 stellte Honda dann nur für den japanischen Markt den NSX-R vor, dessen R für Racing stand, und der bei einem um 130 Kilogramm auf 1230 Kilogramm reduzierten Gewicht und 280 PS die 280 km/h-Grenze streifen konnte. Wer gerne mit einem offenen Dach fahren wollte, griff dann noch von 1996 an zum NSX-T mit einem herausnehmbaren Dachteil.

Die heutige Situation

Heute fehlt etwas die durchgängige Linie - man bedient zwar alle Geschmacksrichtungen, aber der Honda-Spirit hat sich verflüchtigt. Technische Innovationen müssen gesucht werden. Es fehlen eben - wie eingangs konstatiert - die Alpha-Männer, die früher auch gegen den Willen der risikoarmen breiten Masse den Kurs bestimmten.

Die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte von Honda

  • 1906: Soichiro Honda wird geboren.
  • 1922: Soichiro Honda verlässt die Schule und geht nach Tokio, wo er eine Lehre als Mechaniker macht.
  • 1937: Soichiro gründet die Firma Tokai Seiki zur Herstellung von Kolbenringen.
  • 1946: Soichiro hat die Idee, Fahrräder mit überschüssigen Generatormotoren auszustatten. Damit schafft er die erste „Honda“.
  • 1948: Soichiro Honda nimmt sich einen Geschäftspartner, Takeo Fujisawa, und zusammen gründen sie die Honda Motor Company.
  • 1955: Honda wird die größte Motorradmarke in Japan.
  • 1956: Die Prinzipien, nach denen Honda bis heute handelt, werden herausgearbeitet. Unsere erste Niederlassung außerhalb Japans entstand in Kalifornien.
  • 1958: Die Honda Super Cub ist ein einfaches, bezahlbares Motorrad für den Weltmarkt.
  • 1959: Die weltweit größte Motorradmarke beginnt erstmals mit dem Verkauf im Ausland, in den USA. Die American Honda Motor Co. wird gegründet.
  • 1960: Ein spezielles Honda R&D-Unternehmen wird als Schwesterunternehmen der Honda Motor Co. gegründet.
  • 1961: Honda triumphiert bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man.
  • 1962: Im Zuge des TT-Motorrad-Erfolgs eröffnet Honda im belgischen Aalst unsere erste ausländische Produktionsstätte.
  • 1963: Honda beginnt mit dem Verkauf von Autos und Nutzfahrzeugen.
  • 1964: Honda wagt den Schritt in den Motorsport.
  • 1967: Der Honda N360 wird vorgestellt.
  • 1972: Der kompakte, frontgetriebene Civic wird vorgestellt.
  • 1973: Soichiro Honda und Takeo Fujisawa gehen in den Ruhestand.
  • 1975: In Nordamerika bringt Honda den CVCC-Motor auf den Markt.
  • 1976: Der erste Mittelklasse-PKW von Honda, der Accord, wird vorgestellt.
  • 1979: Honda beginnt eine Partnerschaft mit BL für den Technologietransfer.
  • 1982: Honda wird die erste japanische Marke, die Autos in den USA herstellt.
  • 1992: In Europa werden zwei neue Honda Fabriken eröffnet.
  • 1995: Honda stellt den CR-V vor.
  • 1998: Honda feiert 50. Geburtstag.
  • 1999: Der Insight, das erste Benzin-Hybridfahrzeug von Honda, wird vorgestellt.
  • 2000: ASIMO wird vorgestellt.
  • 2001: Der Civic Type R kommt auf den Markt.
  • 2002: Der Jazz wird eingeführt.
  • 2003: Honda strahlt den TV-Werbespot „Cog“ (Zahnrad) in Europa aus.
  • 2006: Hondas Wasserstoffheld FCX Clarity wird vorgestellt.
  • 2014: Die globalen Verkäufe von Honda Motorrädern und Rollern erreichen 300 Millionen.
  • 2015: Mit dem HondaJet steigt Honda in den Flugzeugmarkt ein.
  • 2016: Die Honda Autoproduktion erreicht die Marke von 100 Millionen.
  • 2017: Honda präsentiert den neuen NSX und den Civic Type R.
  • 2018: Honda wird 70.

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