Hüftschmerzen beim Radfahren: Ursachen und Behandlung

Bewegung ist gesund, das wissen wir alle. Das Fahrrad gehört zu den beliebtesten Sport- und Fortbewegungsmitteln überhaupt. Deswegen ist es besonders ärgerlich, wenn dein Spaß von Beschwerden wie Taubheitsgefühlen oder Schmerzen getrübt wird. Wir beschäftigen uns in diesem Artikel mit den Ursachen von Hüftschmerzen beim Radfahren und möglichen Lösungen, mit denen du sie vermeiden kannst. Es ist ein wenig konterintuitiv, dass die Hüfte belastet werden kann, wenn du im Sattel sitzt, denn deine Beine berühren noch nicht einmal den Boden.

Bevor wir loslegen: Solltest du eine hüftbezogene Erkrankung oder Verletzung haben - eine Schleimbeutelentzündung oder Hüftarthrose beispielsweise - solltest du stets nur nach Absprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin aufs Rad steigen. Zwar kann gerade bei Arthrose die regelmäßige und verhältnismäßig schonende Belastung beim Fahrradfahren Hüftschmerzen lindern, da sie die Beweglichkeit der Gelenke und die Nährstoffversorgung des umgebenden Gewebes verbessert wird.

Ursachen von Hüftschmerzen beim Radfahren

Grundsätzlich gibt es viele Ursachen für Schmerzen beim Radfahren. Häufige Beschwerden beim Fahrradfahren entstehen oft durch ungünstige Körperhaltung, falsche Einstellungen am Fahrrad oder Überlastung. Und diese Beschwerden beim Radfahren werden meist nicht nur Stürze verursacht, sondern als Folge falscher Belastung oder Fehleinstellungen des Rades.

Der Sattel

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an - bei einem dich und deinen Fahrstil ungeeigneten Sattel können durch Druck Schmerzen und Diskomfort entstehen, eine veränderte Sitzhaltung kann dazu führen, dass du die Hüfte dauerhaft schief hältst. Der perfekte Fahrradsattel für dich sollte nicht zu breit oder zu schmal sein und die entlastenden Features müssen auf deine Gesäß-Größe passen, damit kein Druck auf die falschen Körperteile ausgeübt wird.

Die richtige Sattelbreite hängt von deinem Sitzknochenabstand ab, den du sehr einfach bestimmen kannst, die ergonomischen Entlastungsfeatures berücksichtigen sowohl die geschlechtlich bedingten anatomischen Unterschiede als auch die unterschiedlichen Belastungen auf dem Rennrad, Mountainbike (MTB) oder City-Bike.

Um dir die beste Fahrt frei von Schmerzen in Rücken, Becken, Hüfte und Gesäßbereich zu ermöglichen, haben die Ergonomie-Experten von ERGON die CORE 3D-Technologie entwickelt. Die Core-Sättel haben einen schwimmenden Kern aus flexiblem Infinergy-Material, der sich den natürlichen Tretbewegungen anpasst. So wird die Muskulatur im unteren Rücken mobilisiert und Sitzdruck effektiv minimiert. Außerdem werden Mikrovibrationen und kleineren Stöße abgefangen.

Die Körperhaltung

Neben dem Sattel ist die korrekte Haltung auf dem Rad eine Voraussetzung für eine schmerzfreie Fahrt - und das gilt nicht nur für deine Hüfte, sondern auch für deine Oberschenkel, Knie und Füße sowie deinen Oberkörper und deine Hände. Die korrekte Einstellung von Sitzhöhe, Lenker (natürlich mit den richtigen ergonomischen Fahrradgriffen) und Cockpit garantiert eine optimale Druckverteilung. Sattelhöhe, Neigung und Nachsitz beeinflussen dabei die Hüftbewegung und Hüftbeugewinkel. Auch der Vorbeugewinkel des Oberkörpers beeinflusst die Hüftmuskulatur, wobei hier eine aufrechtere Sitzhaltung zu besserer Entlastung und Beweglichkeit führt.

Um Griffe, Cockpit, Sattelhöhe und -neigung und Vorsitz korrekt einzustellen kannst du entweder einen Fitting-Profi aufsuchen oder eine der ERGON Fitting Boxen nutzen und das Bike Fitting ganz bequem zu Hause durchführen.

Die Füße

Zuletzt noch ein Wort zu deinen Füßen. Die richtige Haltung auf den Fahrradpedalen, zum Radfahren geeignete Schuhe und (wenn vorhanden) korrekt eingestellte Klickpedale (Cleats) sorgen nicht nur für einen sicheren, effektiven Tritt, sondern können auch Schmerzen durch falsche Belastung in den Beinen, der Hüfte und im Becken verhindern, denn je nach Fuß- und Knieausrichtung ändert sich auch die Biomechanik im Hüftgelenk.

Die richtige Haltung auf den Pedalen und der korrekte Abstand von Pedal zu Sattel werden im Fitting angepasst. Deine Cleats kannst du mit wenigen Handgriffen mit Hilfe des ERGON TP1 Cleat Tools einstellen.

Weitere Ursachen und Beschwerden beim Radfahren

Fahrradfahren beansprucht viele Muskelgruppen und Körperbereiche. Entsprechend gibt es beim Radfahren auch kaum einen Bereich, der nicht von Schmerzen betroffen sein kann. Doch viele Radfahrer kämpfen mit körperlichen Beschwerden. Auch Taubheitsgefühle im Sitzbereich oder in den Händen sind keine Seltenheit. Diese Beschwerden können den Spaß am Radfahren deutlich schmälern.

Gesäßschmerzen

Grundsätzlich gibt es drei unangenehme Phänomene im Gesäßbereich:

  • Druckschmerzen
  • (ausstrahlende) Schmerzen mit Ursprung im unteren Rücken
  • Taubheitsgefühle

Letztere entstehen, wenn empfindliche Nervenbahnen im Dammbereich durch einen schlecht sitzenden Sattel oder eine ungeeignete Polsterhose eingeklemmt werden. Auch Druckschmerzen sind meist auf eine ungünstige Ergonomie zurückzuführen. Schmerzen im unteren Rückenbereich stammen hingegen häufig vom sogenannten Piriformis Syndrom. Dabei drückt der Piriformis-Muskel auf den bekannten Ischiasnerv. Die Folge sind Taubheitsgefühle und unangenehme Schmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen können.

Was kann ich während oder vor der Fahrt gegen Gesäßschmerzen tun?

Gegen den klassischen Gesäßschmerz gibt es natürlich spezielle Polsterhosen. Diese sollten sehr gut sitzen, die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und aus hochwertigen Materialien bestehen. Ironischerweise sind aber gerade die Polsterhosen oft für die Schmerzen verantwortlich. Passt die Polsterung nämlich nicht zum eigenen Gesäß, kann sie unangenehme Falten werfen. Diese Falten verursachen dann Druckschmerzen, die nach einigen Kilometern unerträglich werden können.

Polsterhosen, deren Nähte nicht sorgfältig abgeflacht wurden, können ebenfalls scheuern. Gleiches gilt für Polster, die Feuchtigkeit nicht gut ableiten. Vor allem im empfindlichen Gesäßbereich kann es dann schnell zu Reizungen kommen. Eine hochwertige Polsterhose ist deshalb unerlässlich. Wer dennoch während der Fahrt Schmerzen verspürt, sollte aus dem Sattel steigen und dem Gesäß eine Pause gönnen. Schon ein paar Minuten Entspannung können Wunder wirken. Auch das Eincremen mit einer speziellen Gesäßcreme kann helfen, Verletzungen vorzubeugen. Viele Radfahrer setzen z.B. auf Hirschtalg oder spezielle Gesäßcremes von z.B. Assos, Sixtufit oder Born.

Knieschmerzen

Kein anderer Körperteil schmerzt so häufig wie das Knie. Über das Knie werden sehr große Kräfte übertragen, denn im Oberschenkel arbeiten die stärksten Muskeln. Dementsprechend werden Sehnen und Knorpel im Knie stark beansprucht und bei Fehlstellungen schnell abgenutzt. Zu kurze Bänder oder muskuläre Dysbalancen können diesen Effekt noch verstärken, und Radfahrer sind bekanntlich die Könige der verkürzten Bänder.

Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass Radfahren als absolut kniegelenkschonende Sportart gilt und als Einstieg in den Sport empfohlen werden kann. Denn im Vergleich z.B. zum Laufen wirken wesentlich geringere Kräfte auf das Kniegelenk. Auch Fehlstellungen des Fußes, z.B. durch falsch eingestellte Schuhplatten, können die Ursache sein. Schließlich können auch Umwelteinflüsse zu Knieschmerzen führen. Denn bei niedrigen Temperaturen sind die Sehnen weniger elastisch und reiben stärker am Knie.

Schmerzen im inneren und äußeren Bereich des Knies

Eine Möglichkeit ist eine Fehlstellung des Fußes durch falsch eingestellte Schuhplatten. Denn das Kniegelenk funktioniert wie ein Scharnier und ist nur begrenzt drehbar. Zeigen die Füße nach innen oder außen, muss das Knie um eine Achse gebeugt werden. Das wiederum führt zu einer einseitigen Belastung des Meniskus. Nach dem gleichen Prinzip kann auch eine zu schwache Hüftbeugemuskulatur verantwortlich sein, da auch hier eine Rotation des Knies stattfindet. Eine weitere Ursache sind die Außenbänder. Sind diese einseitig verkürzt, kann der Druck auf den entsprechenden Meniskus ebenfalls erhöht sein.

Schmerzen im unteren Bereich des Knies - das Patellaspitzensyndrom

Eine zu starke Zugbelastung dieser Sehne kann zu Schmerzen unter der Kniescheibe führen. Meist ist die Patellasehne gereizt, aber auch andere beteiligte Körperteile können Schmerzen verursachen. Mögliche Ursachen sind eine verspannte Oberschenkelmuskulatur durch Überlastung, verkürzte Bänder, Hüft- oder Fußfehlstellungen sowie ein falsch eingestelltes Fahrrad (Sattelhöhe, Geometrie, Kurbellänge).

Ein Besuch beim Fachhändler mit anschließender Radvermessung kann hier Abhilfe schaffen. Ansonsten gilt wie immer: Dehnen, dehnen, dehnen! Denn gerade der sehr starke Quadrizeps, der meist stärker ausgebildet ist als die Hüftbeugemuskulatur, und verkürzte Kniebeuger machen Probleme. Ausgleichendes Krafttraining und Blackroll-Training bringen meist ebenfalls nach kurzer Zeit Besserung.

Rückenschmerzen

Grundsätzlich stärkt Radfahren die Rückenmuskulatur und stabilisiert die Wirbelsäule. Allerdings kann gerade die Rückenmuskulatur bei untrainierten Sportlern durch die nach vorne gebeugte Haltung schnell überlastet werden. Schmerzen in Rücken, Armen und Handgelenken sind die Folge. Je gestreckter die Haltung, desto stärker wird die Muskulatur belastet. Eine große Sattelüberhöhung verbessert zwar die Aerodynamik und die Krafteinleitung in die Pedale, allerdings muss dann auch die Rumpfmuskulatur entsprechend trainiert werden. Wer also mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, sollte auf eine aufrechtere Sitzposition setzen.

Doch nicht nur die Sattelhöhe ist wichtig. Die gesamte Einstellung des Fahrrades sollte zum eigenen Körper passen. Eine Einstellung durch einen erfahrenen Fachhändler oder Fahrradmechaniker ist daher unbedingt zu empfehlen. Wer dann unterwegs immer noch unter Rückenschmerzen leidet, sollte immer wieder kleine Dehnpausen einlegen und auch zu Hause mehrmals pro Woche an seinem Bandapparat arbeiten.

Nacken- und Schulterschmerzen

Durch die nach vorne gebeugte Haltung auf dem Fahrrad lastet natürlich ein gewisses Gewicht auf den Schultern. Je gestreckter die Sitzposition ist, desto stärker werden die Schultern belastet. Um die Schultern zu entlasten, reicht es oft schon aus, eine etwas aufrechtere Sitzposition einzunehmen. Hier kann man mit Sattel und Lenker experimentieren. Manchmal hilft auch ein schmalerer Lenker.

Häufig liegt die Ursache der Beschwerden nicht in der Einstellung des Fahrrades, sondern in der eigenen Körperhaltung. Radfahrer neigen dazu, die Arme durchzustrecken, so dass Stöße (z.B. durch Unebenheiten auf der Strecke) nahezu ungefedert auf die Schultern übertragen werden. Besonders auf Rennrädern und anderen ungefederten Fahrrädern kann dies zu starken Schmerzen führen. Deshalb sollten die Ellbogen immer leicht gebeugt sein, damit das Ellbogengelenk nicht blockiert und die Arme die Stöße abfedern können.

Eine weitere Schmerzquelle ist der so genannte Rundrücken. Eigentlich sollte die Wirbelsäule auch auf dem Fahrrad eine natürliche, leichte S-Stellung einnehmen. Viele Radfahrer machen jedoch einen „Katzenbuckel“. Dabei muss der Nacken stark nach hinten überstreckt werden, um nach vorne schauen zu können. Dadurch verspannt sich der Nacken und gleichzeitig die Schultermuskulatur. Mit der richtigen Körperhaltung und dem richtigen Fahrrad lassen sich diese Probleme jedoch relativ einfach vermeiden.

Hüftschmerzen

Viele Radfahrer leiden unter Schmerzen im unteren Rückenbereich. Oft ist aber nicht die Rückenmuskulatur dafür verantwortlich, sondern der Iliopsoas. Dieser gehört zur inneren Hüftmuskulatur und sorgt für die Beugung der Hüfte. Er setzt am Oberschenkelknochen an und zieht bis zur Wirbelsäule. Ist dieser Muskel überlastet oder verkürzt, zum Beispiel durch eine zu starke Hüftbeugung, können Rückenschmerzen auftreten. Neben Kräftigungsübungen für den Musculus iliopsoas helfen in diesem Fall natürlich auch Dehnübungen. Dabei sollten immer beide Muskelgruppen gedehnt werden: Also sowohl den Hüftbeuger als auch den Hüftstrecker, um ungünstigen Dysbalancen vorzubeugen.

Oberschenkelschmerzen

Schmerzen im Oberschenkel sind meist auf muskuläre Probleme zurückzuführen. Schließlich arbeiten im Oberschenkel sehr große und kräftige Muskeln wie der Quadrizeps. Ein Ungleichgewicht zwischen Streckern, Beugern und Adduktoren kann daher Schmerzen auslösen. Hier ist also auf ein abwechslungsreiches Training zu achten, das der einseitigen Belastung durch das Radfahren entgegenwirkt. Außerdem, und das wird der eine oder andere schon vermutet haben, sollte man auch die Oberschenkel gut dehnen. Auch ein Blackroll-Training kann Abhilfe schaffen.

Das Piriformis-Syndrom

Das Piriformis-Syndrom kann durch Radfahren ausgelöst werden und zu schmerzhaften Beschwerden führen. Diese Schmerzen können - ähnlich wie bei einem Bandscheibenvorfall - vom Rücken bis in die Beine ausstrahlen. Der Piriformis-Muskel ist für das Heben und Drehen des Oberschenkels verantwortlich und wird daher beim Radfahren naturgemäß stark beansprucht. Durch den einseitigen Bewegungsablauf und die häufige Verkürzung der Muskulatur bei Radfahrern drückt der Muskel gerne auf den Ischiasnerv. Die Folge sind Schmerzen und die gefürchteten Taubheitsgefühle in den unteren Extremitäten.

Vor allem bei längeren Fahrten in der gleichen Sitzposition können die Schmerzen extrem werden. Da die Symptome aber nicht wirklich von einem Bandscheibenvorfall zu unterscheiden sind, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Die erste Therapie besteht darin, dem Muskel etwas Ruhe zu gönnen, damit er sich entspannen kann und der Druck auf den Ischiasnerv verringert wird. Langfristig muss der Piriformis-Muskel jedoch gedehnt werden. Viele Sportler schwören inzwischen auf Yoga, um Rücken und Hüfte beweglich zu halten. Wer es lieber schulmedizinisch mag, ist natürlich auch beim Physiotherapeuten gut aufgehoben.

Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Schmerzen beim Radfahren

Beschwerden beim Radfahren lassen sich in vielen Fällen mit einfachen Anpassungen lindern. Etwa mit einer besseren Sitzposition, geeigneter Ausrüstung oder gezielten Dehnübungen. Ein Arztbesuch ist notwendig, wenn die Schmerzen länger anhalten, mit Schwellungen, Taubheitsgefühlen oder Bewegungseinschränkungen verbunden sind. Unsere oben vorgestellten Lösungen je Beschwerde helfen, das Wohlergehen beim Radfahren langfristig sicherzustellen. Akute Beschwerden können nämlich mit einfachen Maßnahmen sofort gelindert werden.

  • Leichte Gänge verwenden
  • Überprüfen Sie die Sitzposition, am besten mit einem Experten
  • Achten Sie darauf, dass Sie auf dem Sattel nicht rutschen
  • Steigern Sie das Kilometerpensum und die Intensität langsam
  • Vorerkrankungen bzw. Verletzungen ausschließen
  • Enge Beinführung beachten: parallel und möglichst nah am Rahmen

Etwa mit einer besseren Sitzposition, geeigneter Ausrüstung oder gezielten Dehnübungen. Bei Taubheitsgefühlen oder Druckschmerzen in den Händen sollten Sie regelmäßig die Handposition wechseln und gegebenenfalls gepolsterte Handschuhe oder einen ergonomischen Lenker verwenden. Zudem können Kühlung bei Entzündungen oder eine Wärmebehandlung bei Verspannungen die Beschwerden schnell lindern.

Sollten die Schmerzen jedoch nicht nachlassen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Ein Arztbesuch ist notwendig, wenn die Schmerzen länger anhalten, mit Schwellungen, Taubheitsgefühlen oder Bewegungseinschränkungen verbunden sind.

Die richtige Sattelhöhe

Der Sattel stützt den größten Teil des Körpergewichts und kann die Gelenke entlasten. Doch dieser muss richtig eingestellt sein. Für die richtige Haltung ist vor allem die Sitzhöhe entscheidend: Ist der Sattel zu hoch, kann das Becken nach hinten kippen und der Rücken wird rund. Diese Haltung kann Sitzschmerzen verursachen. Zudem sind die Beine dann komplett ausgestreckt und erreichen die Pedale nur mühsam. Der Sattel ist ideal eingestellt, wenn das Knie beim Fahren leicht gebeugt ist.

Gerade ältere Menschen stellen den Sattel niedrig ein, weil sie glauben, so sicherer anzuhalten oder auf- und absteigen zu können. Zumindest für die Knie ist der niedrige Sattel jedoch in jedem Alter ein Risiko, da das Knie beim Treten kaum gestreckt wird. Doch auch ein zu hoher Sattel birgt Gefahr für das Knie. Denn nun muss das Bein zu stark durchgedrückt werden. Auch dadurch wird die Kniescheibe sowie die umliegenden Sehnen und Muskeln stark belastet.

Die richtige Passform

Nicht nur die richtige Sitzhöhe, sondern auch die Passform und Ausrichtung sind wichtig für ein schmerzfreies Fahrradfahren. Eine zu extreme Sattelneigung kann den Bewegungsspielraum des Hüftgelenks einschränken und so zu Verspannungen führen. Symptome hierfür sind beispielsweise Schmerzen im unteren Rücken oder in der Leiste. Die Experten empfehlen eine möglichst waagerechte Einstellung.

Ein Frauensattel muss in der Regel breiter sein als ein Männersattel da die Sitzhöcker weiter auseinander liegen. Die Sattelnase sollte an die Körperform angepasst werden und weder zu breit noch zu schmal sein. Vor allem bei Männern wird durch zu schmale Sattel unnötiger Druck auf den Beckenboden ausgeübt und dies kann zu Taubheitsgefühlen und Druckschmerzen führen. Wichtig ist zudem, dass die Sattelnase etwas weicher ist als die Sitzfläche, um Reizungen zu vermeiden.

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