Motorradfahren ist für viele mehr als nur ein Hobby; es ist eine Leidenschaft, eine Lebenseinstellung und für manche sogar die Liebe ihres Lebens. Die Faszination des Motorradfahrens liegt in der einzigartigen Kombination aus Freiheit, Abenteuer und der tiefen Verbindung zwischen Mensch und Maschine.
Die Magie des ersten Moments
Die Geschichte von Anastasia Leniova, bekannt als "Leniova33" auf ihrem Blog, beginnt mit dem Lesen von Motorradzeitschriften im Alter von 13 Jahren. Da sie keine Freunde mit Motorrädern hatte, waren diese Magazine ihre Quelle der Inspiration. Ihre erste Maschine war ein altes chinesisches 250 ccm Motorrad. In der Werkstatt, wo ihr Bike wieder fahrtüchtig gemacht wurde, hatte sie auch ihre Fahrstunden und Theorieunterricht. So stand sie mit einer russischen Yava und einem viel zu großen Helm da, bereit für ihre Führerscheinprüfung. Irgendwie habe sie es geschafft, dass Motorrad nicht fallen zu lassen und die Prüfung zu bestehen. So hat alles angefangen.
Mehr als nur ein Hobby
Motorradfahren ist definitiv mehr als nur ein Hobby für Anastasia. Sie würde sagen, es ist die Liebe ihres Lebens. Sie liebt es neue Motorräder zu testen, darüber zu schreiben und den Menschen neue Features vorzustellen. Sie bewundert Menschen, die an ihre Grenzen gehen und das Unmögliche möglich machen. Es berührt sie und motiviert sie, auch ihr Bestes zu geben. Sie bewundert alle Frauen, die es geschafft haben, die Dakar zu beenden - sie weiß, dass es nicht nur fahrerisch schwierig ist, sondern dass es auch schwierig ist, Sponsoren zu finden. Diejenigen, die beides geschafft haben, verdienen große Bewunderung!
Herausforderungen und Triumphe
Wie bei jeder großen Liebe gibt es auch beim Motorradfahren Herausforderungen. Anastasias größte Herausforderung waren Rückenschmerzen aufgrund von Bandscheibenvorfällen. Um sich zu erholen, durfte sie mehrere Monate lang überhaupt nicht fahren. Das hat aber auch nicht geholfen. Jetzt ist es 2,5 Jahre her, und sie fährt hauptsächlich zum Vergnügen und nimmt nicht an ernsthaften Enduro-Rennen teil. Aber sie hat die Rallye als Alternative entdeckt. Motorradfahren, Rallye, egal Hauptsache offroad.
Brenzliche Situationen und unvergessliche Erlebnisse
Die gibt es irgendwie ständig. Eine ihrer "Lieblingssituationen" war im Iran, wo sie mit drei deutschen Jungs zeltete, die sie auf der Straße getroffen hatte. Mitten in der Nacht wurde sie von einem mit Sturmhaube maskierten Mann aus dem Zelt gezogen und auf die Knie gezwungen. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein lokales SWAT-Team handelte, das sie für Terroristen hielt. Eine andere Situation war weit weniger beängstigend. Auf einer Offroad-Tour um die Ostsee, habe sie ihre einzige Kreditkarte verloren. Bargeld hatte sie nicht mehr dabei. Ihre letzte Tankfüllung für den Tripp habe sie dann mit etwas Corned Beef und selbstgemachten Wodka bezahlt. Alles in allem war es eine sehr gute Lektion darüber, dass man alle Probleme lösen kann.
Die Sehnsucht nach neuen Horizonten
Ich bin mit dem Motorrad durch 33 Länder gefahren und jedes einzelne davon, hatte malerische Orte zu bieten! Anastasia träumt davon, die Dakar oder der Africa Eco-Rallye zu fahren. Es ist ein langer Weg, aber es ist ihr Lebenstraum.
Die Liebeserklärung an ein Motorrad
Eine Liebeserklärung an die BMW F800 GS. Ihr Motorrad ist nicht schön. Im Gegenteil. Die Technik ist solide und verlässlich. Etwas Herausragendes, Einzigartiges ist eigentlich nicht zu nennen. Mit den Leistungsparametern wäre beim Supertrumpf nicht zu beeindrucken. Ausgenommen die Sitzhöhe. Da ist ein wenig Kletterei angesagt. Krach macht es sowieso nicht. Es brummt, brabbelt, grummelt so vor sich hin. Eigentlich also ein graues Mäuschen. Understatement aus deutschem Haus. Da es in der Praxis eine hervorragende Figur macht. Die Qualitäten ergeben sich aus der Gesamtabstimmung. Auf der Kurvenhatz bleibt man nicht zurück. Durchs Gelände pflügt es für eine Großenduro so leichtfüßig wie ein Mountainbike, hinsichtlich der Zuladungskapazitäten hat es die Eigenschaften eines Lastesels und wer unbedingt will, kann den Autobahntransfer auch mit 200 Sachen absolvieren. Über Unebenheiten, Schlaglöcher oder verlorene Gegenstände bügelt man hinweg. Der Motor läuft. Ohne Zicken. Ohne Einschränkung. Das ist alles ganz hervorragend, aber eigentlich auch im Rahmen dessen, was bei dem Preis erwartet werden darf: ein gutes Motorrad.Der Punkt, an dem ihr Motorrad zur Gefährtin wurde, liegt jenseits von technischen Datenblättern. Das Motorrad, das heute in ihrer Garage steht und das Motorrad, das sie vom Händler mitgebracht habe, ist nur scheinbar dasselbe. Damals war es noch ein Motorrad neben vielen anderen. Eher spröde die ersten Fahrten, das sich Herantasten an die Eigenschaften, die besonderen Merkmale, Fähigkeiten und auch Macken. Dann endlich diese Symbiose von Mensch und Maschine, die beim Motorradfahren so einzigartig ist. Irgendwo und irgendwann ist „es“ dann zu einer „sie“ geworden. Zeit und Erlebnisse definieren den Charakter. Die Narbe links erinnert an die erste ernstzunehmende Begegnung mit schwierigem Gelände. Die kleine Beule hinten an die Vater-Sohn Kollision in Osteuropa. Der Kratzer an der Felge an die alpinen Schotterpisten der italienisch-französischen Grenze, die Spuren auf der Gepäckbrücke von Zeltstangen für Übernachtungen in Skandinavien. Der abgeschliffene Lack in Stiefelhöhe von langen Touren. Denn es gibt nichts Präsenteres, nichts Gegenwärtigeres als ein Motorrad. Egal aus welchem Baujahr. Immer habe ich den Eindruck, dass sie zum Sprung bereit ist. Eine Aufforderung zum Aufbruch.
Die Verwandlung durch das Fahren
Als ich vor 10 Monaten angefangen habe Motorrad fahren zu lernen, da hatte mein Motorrad mir zu viel Kraft, und es wirkte unberechenbar. Vorallem habe ich oft nicht hinbekommen es zu starten. Das alles ist mittlerweile unvorstellbar geworden. Motorrad fahren ist für mich so einfach, alltäglich und komplett selbstverständlich geworden wie Zuhause Fahrrad fahren für mich war. und jetzt erst, da ich darüber nachdenke fällt mir auf wie sehr ich vergessen habe, dass ich das mal nicht konnte, dass es mal neu und besonders für mich war.
Ein Gefühl von Zuhause und Freiheit
Neulich bin ich, nachdem wir zwei Freunde zum Busbahnhof gefahren haben, im dunkeln auf dem Highway aus Pondy zurück gefahren. Meine Begleiter waren außersicht, ich bin kein Speedjunkie und blied desswegen ein bisschen zurück, und plötzlich viel mir diese Gefühl wieder auf das ich sehr gut noch aus Berlin kenne. Das Gefühl wenn ich in Berlin mit dem Fahrrad, abends mit Freunden unterwegs war, auf großen, breiten Straßen, mit Straßenlaternen an beiden Seiten, und ich, immer ein bisschen langsamer (ich bin kein Speedjunkie), hinter den anderen her gefahren bin. Es ist dieses Gefühl von Zuhause, Abenteuer und Freiheit in einem. Motorrad fahren ist hier das geworden was für mich Fahrrad fahren in Deutschland war. Es ist genauso unverzichtbar, selbsverständlich und flexibel. Nur jedes gehört für mich an seinen Ort. Motorrad fahren gehört nach Auroville, und Fahrrad fahren nach Berlin.
Wenn die Leidenschaft die Beziehung überschattet
Das ganze steht mittlerweile so über dieser Beziehung das ich es gerade nicht mal mehr hören kann. Kompromisse lassen sich nur einrichten die ihm gefallen. z.B war er diese Woche Samstag fahren und hat dann noch dort geschlafen obwohl ich das nicht gut fand. Ich wollte dann das er vormittags kommt und wir Zeit für uns haben, aber nein es war ihm egal was ich sage und er kam abends. Urlaub ist auch nur mit Motorrad möglich und wenn ich Zeit anforder dann geht es nur ohne wenn quasi schlechtes Wetter ist. Aber wenn Dein Freund da so beharrlich und kompromisslos auf dem fahren besteht, scheint Deinem Freund (derzeit) mehr an seinem Moped zu liegen, als an Dir. Männer machen sehr häufig nach einer gewissen Zeit den Fehler, eine Beziehung für selbstverständlich zu halten und übersehen die Notwendigkeit, dass diese auch gepflegt werden muss. Ich kann Dir nur empfehlen, Deinem Freund zu offenbaren, dass Du das schlechte Gewissen nicht mehr erträgst, der Liebe zwischen ihm und seinem Moped im Wege zu stehen und Dich daher auch anderweitig orientieren wirst damit er sich ungestört seiner großen Liebe widmen kann. Entweder kapiert er dann was er riskiert, er lenkt ein und das "miteinander" bekommt noch eine Chance. Oder er blockt ab und es ist ihm egal. Dann kannst Du aber sicher sein, dass die Beziehung eh für die Tonne war und solltest darin keine Zeit und Mühe mehr vergeuden - denn Du wirst ja auch nicht jünger. In beiden Fällen weißt Du dann, woran Du bist.
Ich fahre auch schon ewig und gern und viel, aber das Hobby ist endlich d.h. man wird irgendwann zu alt dafür. Und dann wird Dein Freund sich fragen ob nicht dem Menschen, mit welchem man dann später auf der Parkbank sitzen und sich unterhalten wollte, ein höherer Stellenwert zugestanden hätte. Diese Frage sollte sich Dein Freund stellen - aber ich bezweifle, dass er darauf von alleine kommen wird. Da hilft nur die grobe Kelle.
Wenn Du von Anfang an gewusst hast, wie er gestrickt ist, hattest Du die Möglichkeit das zu akzeptieren oder Dich zu trennen. Alternativ hättest Du auch den Führerschein machen können und selber fahren. Dann hättest Du ihn vielleicht verstanden. So ist von Dir von Anfang an keinerlei Bereitschaft da gewesen, Dich auf sein Hobby einzulassen. Das kann nicht funktionieren. Also bleibt Dir nur die folgerichtige Trennung vorzunehmen. Wohnt Ihr zusammen? Dann suche Dir eine Wohnung und ziehe aus. Wohnt Ihr getrennt, dann ist es einfacher und Du machst einfach einen Cut und beendest diese für Dich unsägliche Situation. Es wird ihm auch nicht gefallen, wenn er eine Freundin hat, die ständig an ihm rumnölt. Jedenfalls sind Eure Interessen viel zu weit auseinander, als das da jemals eine homogene Einheit entstehen kann. Deine Entscheidung.
Ja sein Hobby ist ihm wichtig aber das was er mit dir macht ist nicht in Ordnung. Wenn man eine Beziehung führt müssen beide zufrieden sein und er sollte Zeit für dich haben. Ich bin auch ein Motorradfahrer aus Leidenschaft und weiß wie schön das Hobby ist. Aber so das ich meine Freundin hinten anstellen würde dann auch nicht, solange sie mir genug Freiheiten lässt. Du solltest mit ihm da klar drüber reden und es ansprechen das es so nicht weitergehen kann, weil es für dich belastend ist.
Also kompromissbereit ist dein Freund ja mal grad gar nicht. Ich bin selbst jahrelang Motorrad gefahren habe aber immer meine Frau darin einbezogen. Sie hat sogar selbst den Schein gemacht und wir konnten zusammen fahren. Wenn du das nicht willst ist das OK. Was aber nicht ok ist das dein Freund nur noch auf seinem Motorrad hocken will und du ihm scheinbar komplett egal bist. Ich glaube das es vllt wirklich angebracht wäre ihn vor die Wahl zu stellen.
Die Quintessenz
Die Liebe zum Motorradfahren ist eine vielschichtige Emotion, die von Freiheit, Abenteuer, Herausforderungen und unvergesslichen Erlebnissen geprägt ist. Es ist eine Leidenschaft, die Menschen auf der ganzen Welt verbindet und ihnen ein Gefühl von Zuhause und Freiheit vermittelt. Ob auf langen Touren durch malerische Landschaften oder auf der Suche nach neuen Herausforderungen im Gelände, das Motorradfahren ist mehr als nur ein Hobby - es ist eine Lebenseinstellung.
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