Der Innsbruck Brenner Radweg ist Teil einer beeindruckenden Radroute, die von München nach Venedig führt. Diese Route bietet eine abwechslungsreiche Tour, die durch zwei Länder und deren Tourismusregionen mit herausragenden Natur- und Kulturschönheiten führt.
Die Route im Detail
Ausgehend von der dreifachen Olympiastadt Innsbruck führt die Route über den Brennerpass Richtung Süden. Auf Radwegen, Radrouten oder kleinen Nebenstraßen erleben aktive Genussradler zwei Länder mit ihren Tourismusregionen und vielen herausragenden Natur- und Kulturschönheiten. Die Route "Innsbruck-Venedig" führt über Innsbruck (Start der Tour) und durch das UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten und Treviso bis hin zu den Dogenpalästen und Kanälen der Lagunenstadt Venedig.
Start in Innsbruck
Ihre Reise beginnt in Innsbruck, der Hauptstadt Tirols. Nach einem morgendlichen Transfer auf den Brennerpass startet Ihre erste Radtour bergab durch das liebliche Eisacktal. Beim "Goldenen Dachl" ist noch wenig los. Entgegen der normal ausgewiesenen Beschilderung des Radweges entlang der Bundesstraße kann man die ruhigere Route auf der "Römerstraße" an Schloss Ampras vorbei radeln.
Durch die Stadt fahren Sie in Richtung des Olympiastadions und suchen dann den Weg zum Schloss Amprass. Die "Grafen von Andechs" waren lange Jahre Besitzer, dann kamen die "Grafen von Tirol". Nach der Befestigung der Brennerstraße blühte der Handel auf.
Schloss Ambras ist ein sehenswertes Ziel, das in einem großen Park liegt und in Ober- und Unterschloss aufgeteilt ist. Man folgt einem steilen Fuß-/Wanderweg, der als Radweg gekennzeichnet ist und steil unter der Autobahntrasse hinauf nach Ambras führt. Nach der Schlossbesichtigung folgt man dem Radweg im normalen Verkehr der Straße bis Aldrans.
Richtung Brennerpass
Von Innsbruck aus geht es gleich mit 10 bis 12% steil aus dem Inntal hinauf an den östlichen Rand des Wipptales. Während des Aufstieges von Innsbruck weicht man von der Route ab, da man den ausgeschilderten Radweg nicht findet. Steil geht es auf der kleinen Landstraße hinauf nach "Lans". Kurz nach dem Ort fährt man an der olympischen Bob- und Rodelbahn vorbei. Man unterquert die Seilbahn zum Patschnerkofel und radelt weiter bergauf bis zum Ort "Patsch".
Die "Römerstraße" folgt den Höhen und Senken. Die Straße führt wellig am Hang entlang weiter bis zum Ort Pfons. Hier gäbe es links des Tales eine Alternative auf einem Trail für Mountainbiker, aber mit Gepäck kommt das nicht in Frage. Auf der Nordseite stellt die "Römerstraße" von Hall nach Matrei eine Teilalternative dar.
Der Brenner ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen, er verbindet Nord- und Südtirol. Mit 1.374 Metern über dem Meer ist er weit und breit der niedrigste Pass über den Alpenhauptkamm, und hat daher auch ein reges Verkehrsaufkommen.
Auf der Bundes- bzw. Staatsstraße ist - abhängig von Wochentag, Jahreszeit, Wetter etc - mit mäßigem bis starkem Kfz-Verkehr zu rechnen, der Haupt- und Schwerverkehr rauscht jedoch über die Autobahn. Der Brenner gilt auch nicht als landschaftliche Attraktion, insbesondere die Passhöhe ist ziemlich verbaut. Außerdem ist er ein vergleichsweise einfacher Pass, es gibt nur wenige Stellen, an denen es mit 10% etwas steiler zugeht.
Alternative Routen am Brenner
- Nösslach: Möchte man auch das letzte Stück Bundesstraße von Steinach bis zur Passhöhe umgehen, bleibt nur die Alternative über Nösslach (mit zusätzlichen Höhenmetern).
- Brenner-Grenzkammstraße: Eine Alternative am Brenner direkt ist auch die Brenner-Grenzkammstraße, die im ersten Weltkrieg als Militärstraße angelegt wurde und zwischen Gries und Brenner über 2000m knapp unter dem Bergkamm oberhalb des Brenners entlangführt. Die Straße bietet ein einzigartiges Panorama und tolle Möglichkeiten zum Wildcampen.
Die Regionalzüge aus Italien enden am Brenner in der Regel auf Gleis 7. Die Regionalzüge Richtung Innsbruck starten vom "Tronco Nord", einem Stumpfgleis zwischen Gleis 6 und 7. Beim Umsteigen muß man also nicht den Bahnsteig wechseln.
In Steinach ist die letzte Gelegenheit, sich -bei durchgehenden Öffnungszeiten- vor der Passhöhe noch einmal mit Getränken und Lebensmitteln zu versorgen. Weiter auf der Straße bleiben. Im unten verlinkten "Trekkingbike"-Artikel wird ein Umweg über den Weiler Nösslach ins Spiel gebracht. Kurz vor der Passhöhe kommt ein etwas steileres Stück von ca.
Am Brenner überqueren Sie die österreichisch-italienische Grenze. Nur mehr einige Gebäude erinnern an die einstige Grenze.
Abfahrt ins Eisacktal
Nach einem morgendlichen Transfer auf den Brennerpass startet Ihre erste Radtour bergab durch das liebliche Eisacktal. Auf dem gut ausgebauten Radweg gleiten Sie vorbei an verträumten Dörfern, der mächtigen Festung Franzensfeste und dem idyllischen Vahrner See.
Kurz nach Brenner-Ort beginnt der Eisacktal-Radweg. Zwischen Brenner und Brennerbad ist es fast eben. Ab Brennerbad rollt man sehr schön abwärts auf der ehemaligen Bahnstrecke. Die neue Bahnlinie verläuft nun durch einen Tunnel in einem großen Bogen durch den Berg. Der geteerte Radweg auf der alten Bahnstrecke führt uns sehr schön, weit oberhalb der Straßen, mit 3 bis 4% kontinuierlich abwärts. Sogar einige Tunnel durchfahren wir.
In einem kilometerlangen Bogen wendet sich der Bahnradweg nach Westen in das Pflerschtal bis Mareit und trifft dort wieder auf die aus dem Tunnel vom Brenner kommende Bahnstrecke. Man radelt parallel zur Bahnstrecke zurück ins Wipptal nach Gossensaß, unterquert beim Ort die Autobahn und rollt recht steil auf Wirtschaftswegen abwärts nach Sterzing. Einige kurze, steile Anstiege gibt es auf dem Abschnitt zwischen Gossensaß und Sterzing.
Bei Gossensaß macht der Radweg einen weiten Bogen (ca. 3 km) in das Pflerschtal und führt dann durch die Ortsmitte. Möchte man dem Radweg folgen, hat man dadurch allerdings eine sehr angenehme Steigung bzw. Gefälle.
Sterzing und Umgebung
In Sterzing lädt die nette Altstadt zu einer Pause ein. Im Sterzinger Talkessel teilen sich die Wege, am Eisack entlang geht es weiter nach Brixen, Bozen bzw. Verona. Außerdem beginnen hier die Straßen zum Jaufenpass und zum Penser Joch.
Sterzing (Vipiteno, 948 m.ü.M.) war aufgrund seiner geographisch zentralen Lage zwischen dem Jaufen- und Brennerpass sowie Penserjoch seit jeher eine wichtige Handelsstadt. Der Eisack - Südtirols zweitgrößter Fluss - entspringt am Brenner in knapp 2 000 m Höhe und mündet südlich von Bozen in die wasserärmere Etsch.
Weiterreise
Nach Norden kann man im Inntal östlich oder westlich weiterfahren. Der Reschenpass liegt wesentlich weiter westlich, führt bei Nauders in den Vinschgau und bedeutet einen gewissen Umweg. Das Pfitscherjoch (2.246 m) liegt östlich des Brenners und verbindet das Zillertal mit Sterzing.
Weitere Etappen der Radreise
Die Radreise von Innsbruck nach Venedig umfasst mehrere Etappen, die jeweils unterschiedliche Highlights bieten:
- Brixen: Eine traditionsreiche Stadt mit dem Kloster Neustift.
- Bozen: Südtirols Landeshauptstadt mit den berühmten Bozner Lauben und dem Ötzi-Museum.
- Trient: Eine historische Stadt, erreichbar über den Etschtal-Radweg oder die hügeligere Variante am Kalterer See.
- Gardasee: Mit einer Schifffahrt erreicht man die südliche Spitze des Sees.
- Verona: Bekannt als Heimat von Romeo und Julia, lockt mit der römischen Arena und weiteren Sehenswürdigkeiten.
Der Dolomiten-Radweg
Eine weitere interessante Option ist der Dolomiten-Radweg (Weg) oder La lunga via delle Dolomiti, auch bekannt als Dolomiti, also übersetzt etwa Langer Weg der Dolomiten. Er verläuft auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn. Diese Strecke führt von Cimabanche-Pass bis nach Calalzo di Cadore.
Man folgt dem Radweg auf der ehemaligen Dolomitenbahn durch das Höhlensteintal vorbei am Toblacher See und dem Kriegerfriedhof, der an den Ersten Weltkrieg erinnert. Kurz darauf eröffnet sich ein einzigartiger Panoramablick auf die Felsformation der Drei Zinnen, bevor Sie den Dürrensee erreichen. Leicht ansteigend führt der Radweg zur Grenze der beiden Provinzen Bozen und Belluno.
Die alte Eisenbahntrasse wurde zum Radweg umfunktioniert. So folgen Sie gemütlich der Streckenführung durch das Boitetal bis nach Pieve di Cadore. In der historischen Stadt treffen Sie auf den Fluss Piave, dem Sie weiter Richtung Süden folgen. Herrliche Ausblicke belgelten Sie bis nach Longarone, der jüngsten Stadt Ihrer Reise.
Praktische Tipps für den Dolomiten-Radweg
- Wer sich die steilen Passagen bei der Auffahrt zum Pass ersparen will, nimmt ab Toblach (Bahnhof) den Bus.
- Fahrräder werden ins Gepäckfach der Busse geschoben.
- Eventuell sollte man zuvor Packtaschen abnehmen.
- Von Calalzo kann man mit dem Bus zurück nach Cortina liften.
- Alternativ kann man von Calalzo (ggf. Umsteigen) mit dem Bus zurück bis Toblach fahren.
- Die Strecke von Toblach nach Calalzo ist gut an einem Tag zu schaffen.
Übernachtungsmöglichkeiten
Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Hotels und Restaurants. Einige empfohlene Orte für eine Übernachtung sind:
- Mühlbach
- Bruneck
- Toblach
- Cortina d'Ampezzo
- Calalzo
Zusätzliche Informationen
Die Radreise von Innsbruck nach Venedig ist eine sehr abwechslungsreiche Tour. Die anspruchsvollsten Abschnitte über die Alpen (Innsbruck - Brenner) kann man mit der Bahn abkürzen und die Strecke von Toblach nach Cortina D’Ampezzo auf dem Radweg entlang der einstigen Bahntrasse ohne Schwierigkeiten radeln.
Anreise
- Mit der Bahn: Bahnanreise nach Innsbruck Hauptbahnhof
- Mit dem Flugzeug: Low-cost Flüge zum Flughafen Innsbruck, Treviso oder Venedig Marco Polo.
Rückreise
- Bahn: Gute Zugverbindungen von Venedig/Festland nach Innsbruck (www.bahn.de)
- Flixbus: Via Flixbus von der Dogenmetropole nach Innsbruck
- Flugzeug: ab Venedig Airport zu den meisten Deutschen Flughäfen bzw. Österreichischen Flughäfen
Sonstige Hinweise
- Empfehlenswert ist in jedem Fall eine Reiserücktrittsversicherung inkl. Reiseabbruchversicherung.
- Unfall-Schutz inkl.
Nachhaltigkeit
Wir freuen uns gemeinsam mit der Ferienregion Tegernsee seit September 2020 etwas bewirken zu können. Ob kulturelle, wirtschaftliche oder natürliche Nachhaltigkeit, jeder Aspekt und jedes Handeln ist ein positiver Schritt für die Region, in der wir leben. Gemeinsam mit anderen Unternehmen im Tegernseer Tal freuen wir uns auf aktive Zusammenarbeit zum Schutz dieses wunderbaren Fleckchen Erde.
Streckencharakteristik
Einfaches Radeln in meist flachem Gelände, mit nur einigen kurzen Steigungen. Wenig anstrengend, geeignet für alle. Die Radstrecke folgt überwiegend dem Eisack- und dem Etsch-Radweg. Auf der Weiterfahrt vom Gardasee nach Verona verläuft die Route hauptsächlich auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Bei den Ein- und Ausfahrten der Städte ist wegen des Verkehrs etwas Vorsicht geboten, vor allem in der Gegend von Verona.Geradelt wird zu 95 % auf befestigten Wegen. An den Tagen 2, 3, 4 und 5 besteht die Möglichkeit, die jeweilige Etappe mit dem Zug zu verkürzen. Außerdem gibt es an allen Tagen eine Zugverbindung zwischen den jeweiligen Übernachtungsorten.
Insgesamt legen Sie während dieser Radreise auf einem der schönsten Radwege Italiens eine Distanz von ca. 255 km zurück.
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