Flyer zählt zu den Pionieren im Bereich der E-Bikes und hat sich durch innovative Technologien und hochwertige Komponenten einen Namen gemacht. Die Marke bietet eine breite Palette an Modellen, von sportlichen E-Mountainbikes bis hin zu komfortablen City-E-Bikes. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über einige der beliebtesten Flyer-Modelle, ihre technischen Daten, Fahreigenschaften und Testergebnisse.
Flyer Goroc TR:X 8.63: Fahrspass im Gelände
Mit seinem innovativen Motorensystem bringt Flyers Goroc TR:X 8.63 riesigen Fahrspaß im Gelände. Flyer zählt zu den ersten Herstellern, die Pinions revolutionäre Motor-Getriebe-Einheit verbauen. Passgenau eingebettet sitzt diese beim mit dem Design & Innovation Award 2024. Auch größere Unebenheiten schluckt das Fahrwerk hochmotiviert weg. Satt aufliegend, manövriert es sich sehr direkt und spurtreu durch enge Kurven. Auch sonst greift der Schweizer E-Bike-Pionier durchweg ins oberste Komponenten-Regal: Gabel und Dämpfer von Fox mit üppigen je 130-mm-Hub sowie TRP C2.3 Vier-Kolben-Bremsanlage mit großen 203er Rotoren.
In sportlich geprägter Sitzposition nimmt man auf dem Goroc schnell Fahrt auf, während grobstollige 29-Zoll-Pneus erstklassigen Grip auf Wald- und Schotterwegen bieten. Obgleich unverkennbarer MTB-Gene ist die Geometrie auf Komfort und Langstrecke ausgelegt. Indizien dafür: Cockpit mit breitem, leicht gekröpftem Lenker sowie Ergo-Griffen und ein Bedienkomfort, der seinesgleichen sucht. Schnell und direkt wird, auch unter Last und bergauf, elektronisch zwischen den zwölf Gängen der E1.12 MGU gewechselt, die eine satte Bandbreite von 600 Prozent bietet.
Die vier Unterstützungs-Modi lassen sich per App individualisieren - bieten in den Werkseinstellungen aber eine sehr gute Abstufung. Die Geräuschentwicklung innerhalb des Magnesiumgehäuses ist gut hörbar, die Schaltperformance begeistert aber durchweg.
Flyer Uproc X 8.70: Das Schweizer Taschenmesser unter den E-Mountainbikes
Eins für alles - so heißt das Motto des Flyer Uproc X. Bergauf oder bergab, Tour oder Trail: Der Alleskönner soll sich so ziemlich überall zu Hause fühlen. Damit passt das Bike der Schweizer E-Bike-Pioniere perfekt in unsere Testgruppe der sportlichen All Mountain Bikes. Das Versprechen des Herstellers: Nicht nur Trail-Profis, sondern auch komfortbewusste E-Biker sollen mit dem Rad ihre Freude haben. Das Flyer Uproc X 8.70 kostet 7999 Euro und ist damit die zweitteuerste Ausstattungsvariante der Reihe.
Technische Daten und Noten Flyer Uproc X 8.70
Das Flyer Uproc X 8.70 will für 7999 Euro das Schweizer Taschenmesser unter den E-Mountainbikes sein. Die Fakten zum Flyer Uproc X 8.70:
- Motor: Panasonic GX Ultimate Pro, 95 Nm max. Drehmoment
- Akku: 750 Wh (entnehmbar)
- Rahmenmaterial: Carbon
- Federweg: 150 mm
- Laufradgröße: MX, 29” vorne, 27,5” hinten
- Rahmengrößen: S, M, L, XL
- Preis: 7999 Euro
- Gewicht: 24,97 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
Rahmen und Konstruktion
Alle Varianten des Flyer Uproc X setzen auf einen Vollcarbonrahmen. Mit klaren Linien, voluminösen Formen und robusten Lagern wirkt der Rahmen sehr solide, die Verarbeitung und die Details können überzeugen. Der Hinterbau setzt 150 Millimeter Hub frei, das gleiche gilt für die verbaute Fox-Gabel. Schaltzüge und Bremsleitungen laufen klassisch hinter dem Steuerrohr in den Rahmen und werden dort, sicher verstaut, zu ihren Abnehmern geführt.
Der E-Bike-Antrieb des Flyer Uproc X
Sein Antrieb macht das Flyer Uproc X zu einem besonderen Bike. Denn den superkräftigen Panasonic-Motor findet man kaum in anderen E-MTBs. Die maximale Unterstützung des GX Ultimate liegt klar über der Konkurrenz von Shimano und Bosch. In der Praxis wird das umso deutlicher, weil das Kraftpaket im höchsten Modus schon bei geringem Fahrer-Input richtig aufs Gas drückt. Dazu gibt´s, wie bei Flyer üblich, Displays, Remote und Akku von FIT. Der Intube-Akku hat 750 Wattstunden und kann komfortabel zur Seite entnommen werden. Vorteil: Entgegen der Unterseite des Unterrohrs ist die Seite nicht direkt dem Dreckbeschuss ausgesetzt. Nach oder während Geländefahrten geht der Batteriewechsel also sauberer vonstatten. Die Batterie wird nicht mit einem Schloss gesichert. Der benötigte Inbus-Schlüssel ist in der Steckachse immer am Bike.
Ebenfalls von FIT: Der Bedienhebel direkt am linken Griff und das Display, das zentral vor dem Vorbau sitzt.
Die Geometrie
Die Geometrie des Uproc X ist auf Fahrstärke ausgelegt und vermeidet extreme Werte. Lang sind die Kettenstreben (460 mm), das verleiht ein unkompliziertes Handling, denn auch ohne aktive Fahrposition bekommt das Vorderrad ausreichend Druck. Eher gemäßigt ist der Lenkwinkel von 65,5°. Auch das bringt ein neutrales Handling Handling. Der steile Sitzwinkel ist der extremste Wert der Uproc-Geometrie. Er positioniert den Fahrer weit vorne auf dem E-Bike, was in steilen Anstiegen für hervorragende Kletterfähigkeiten sorgt.
EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)
- Sitzrohrlänge: 443 mm
- Radstand: 1262 mm
- Reach: 470 mm
- Stack: 633 mm
- Lenkwinkel: 65,5 Grad
- Sitzwinkel: 77,5 Grad
- Kettenstrebenlänge: 460 mm
Die Ausstattung des Flyer Uproc X 8.70
Für 7999 Euro ist die Ausstattung solide, mehr aber auch nicht. Highend-Parts gibt´s beim Uproc X erst bei den teureren Modellen. Dafür sind einige Extras mit an Bord. Im Alltagseinsatz kann die Monkey-Link-Schnittstelle punkten: Unter dem Vorbau kann ein Frontlicht magnetisch angeklipst werden, dass dann direkt aus dem Haupt-Akku mit Strom versorgt wird. Im Vorbau steckt ein Multitool mit den wichtigsten Werkzeugen. Grund solide sind die sonstigen Komponenten: Schaltung und Bremsen stammen aus Shimanos XT-Regal und sind funktional absolut top. Das Fox-Performance-Fahrwerk arbeitet ebenfalls auf gutem Niveau, auch wenn manch andere Hersteller für 8000 Euro schon höherwertigere Federelemente verbauen. Wer mehr möchte, muss zum Topmodell Flyer Uproc X 9.50 für 11.299 Euro greifen. Die Kindshock-Teleskopstütze bietet mit 175 Millimetern viel Verstellweg. Weniger gewöhnlich sind die Reifen von Onza. Die Porcupine-Pneus gliederten sich in diesem Test recht unauffällig in die beliebte Konkurrenz von Maxxis und Schwalbe ein.
Praxistest: So fährt sich das Flyer Uproc X 8.70
Hier macht dem Schweizer Carbon-Boliden so schnell keiner etwas vor. Die Sitzposition ist eher aufrecht und bequem. Auch das sensible Fahrwerk bringt Komfort. Besonders auffällig ist das neutrale und unkomplizierte Handling - damit kommen E-Biker schnell zurecht. Weiteres Plus ist die leichte Akku-Entnahme. Der seitliche Mechanismus kann vor allem punkten, wenn man die Batterie unterwegs herausnehmen will. Ein Schloss gibt´s für die Batterie allerdings nicht.
Im Alltag ebenfalls super: Die praktischen Features wie das integrierte Mini-Werkzeug und der magnetische Anschluss für ein Frontlicht (Monkey Link) inklusive Stromversorgung. Einzig das Gewicht von fast 25 Kilogramm könnte im Alltag etwas stören, ist aber leider nicht unüblich für diese Bike- und Akkuklasse.
Bergauf
Der Uphill ist die zweite große Stärke des Uproc X. Allem voran drückt hier der kräftige Panasonic-Motor der Fahrt seinen Stempel auf. Das hohe Drehmoment von nominell 95 Newtonmetern ist deutlich spürbar. So erklettert man mühelos auch steilste Anstiege. Da auch die Geometrie des edlen Vollcarbonrahmens anspruchsvolle Kraxeleien sehr erleichtert, gehört das Flyer in Summe zu den besten Kletterern im Test. Der steile Sitzwinkel positioniert den Fahrer vorne im Bike, das bringt viel Kontrolle. Obendrein halten die langen Kettenstreben und die tiefe Front das Vorderrad am Boden. In technischen Passagen kann die Modulation und Spritzigkeit des Motors allerdings nicht mit dem hervorragenden Bosch CX mithalten. Der Schub ist eher gleichförmig, bei schnellen Antritten beschleunigt der GX Ultimate nicht so direkt.
Bergab
Auf dem Trail sind vor allem zwei Merkmale charakterbildend: die fahrstabile Geometrie und das recht hohe Gewicht des Bikes. Mit knapp 25 Kilo ist das Flyer Uproc X das schwerste Bike im Test, zudem sind die Kettenstreben lang - das schiebt den Regler klar in Richtung Laufruhe. Quirliges Trail-Handling und Spieltrieb sind nicht die Stärken des Schweizer Boliden. Dafür können schnelle Geraden und ruppige Passagen dem All Mountain nur wenig anhaben. Das Fahrwerk glättet kleine und große Schläge souverän, das Handling ist angenehm direkt und präzise, die Geometrie sorgt für eine ausgewogene Radlastverteilung, dank des eher konservativen Lenkwinkels bleibt man auch bei passiver Fahrweise immer Herr der Lage.
Obendrein auffällig: Bergab gehört das Flyer zu den leisesten Bikes des Tests. Zwar ist der Panasonic-Motor nicht komplett klapperfrei, im Vergleich zu den Bosch- und Shimano-Bikes fällt das dezente Rappeln aber kaum auf. In Summe ist das Uproc X bergab ein zuverlässiger und unkomplizierter Begleiter, mit dem man auch ruppige Downhills zügig meistern kann. Aktive Fahrer, die maximalen Fahrspaß auf Trails suchen, finden aber geeignetere Kandidaten unter den Highend-E-Mountainbikes.
Technische Daten und Noten Flyer Uproc X 8.70
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis | 7999 Euro |
| Größen (Sitzrohr) / Rahmenmaterial | S, M, L (getestete Größe 44,5 cm), XL / Carbon |
| Gewicht | 24,97 kg |
| Reichhöhe | 1760 (+0)hm |
| Durchschnittsgeschwindigkeit | 14,9 km/h |
| Schwerpunkthöhe | 524 mm |
| Federweg vorne/hinten | 150/150 mm |
| Lenkerbreite | 810 mm |
| Kurbellänge / Q-Faktor | 165 mm / 184 mm |
| Bodenfreiheit | 468 mm |
| Motor | Panasonic GX Ultimate Pro |
| Max. Drehmoment | 95 Nm |
| Akku / -Gewicht/ Preis Ersatz-Akku | Flyer FIB-750 FIT / 4789 g / 1079 Euro |
| Schaltung | Shimano XT |
| Übersetzung (v. / h.) | 34; 10-51 |
| Display | FIT Compact DSP1-M |
| Zul. Gesamtgewicht | 140 kg |
| Gabel / Dämpfer | Fox 36 Float Performance E / Fox Float X Performance |
| Teleskopstütze | KS Lev Integra, 175 mm |
| Bremse / Disc Ø (vorne / hinten) | Shimano XT / 203 mm / 203 mm |
| Laufräder | DT Swiss H 1900 Spline Hybrid |
| Reifen | Onza Porcupine TRC/60 29 x 2,4; Onza Porcupine GRC/50 27,5 x 2,6 |
| EMTB-Testurteil | 8,5 Punkte - sehr gut |
FLYER Upstreet SL 3.63: Urbanes Leichtgewicht für die Stadt
FLYER stellt einen Neuzugang im Portfolio vor, das FLYER Upstreet SL. Urbanes Leichtgewicht - so betitelt die Schweizer Premium-Brand FLYER liebevoll ihren Neuzugang im Portfolio. Das FLYER Upstreet SL 3.63 erweitert die schon lange bestehende Upstreet-Modellreihe, die als die urbane Produktpalette der Schweizer gilt. FLYER positioniert das Upstreet SL 3.63 als sportliches City-E-Bike, das für schnelle Strecken konzipiert ist und mit Alltagstauglichkeit und modernem Design punkten soll.
In Bezug auf Leichtigkeit und Flexibilität übertrifft das Upstreet SL sogar sein preisgekröntes Vorgängermodell. Unser Test der XL-Variante offenbart ein Gewicht von 18 kg, was ganze 10 kg leichter ist als der Award-Gewinner. Unser Test-Bike, das FLYER Upstreet SL 3.63, ist zu einem Preis von 5.899 € erhältlich. Es verfügt über moderne High-Tech-Komponenten wie den neuen und kompakten Bosch SX-Motor und die unsichtbare Classified POWERSHIFT-Nabenschaltung, die man häufiger an noblen Rennrädern findet. Das Upstreet SL 3.63 erweckt dabei den Eindruck eines Gravel-Bikes - dank glatter Reifen und einer Carbon-Gabel.
Design und Ausstattung
Das FLYER Upstreet SL 3.63 präsentiert sich in einem modernen Design und setzt dabei auf einen eleganten Aluminium-Rahmen mit markanten, rechteckigen Rohren. Die Gabel des City-E-Bikes ist eine Eigenentwicklung von FLYER, die sogenannte Rigid Fork, und besteht aus Carbon. Das FLYER ONE Carbon Cockpit SL trägt den gleichen Werkstoff und fällt etwas voluminöser aus. Der Hersteller setzt also bewusst auf gewichtssparende Komponenten, wie Carbon-Gabel und -Cockpit, die normalerweise bei rennorientierten Bikes Verwendung finden. Mit dieser Materialwahl erinnert das City-E-Bike ein wenig an ein Rennrad und an Gravel-Bikes, was den sportlichen Charakter des Upstreet SL 3.63 betont.
Antrieb und Technologie
Beim Antrieb setzt FLYER am Upstreet SL 3.63 auf den Bosch Performance Line SX-Motor, der dem Fahrer bis zu 55 Nm Unterstützung bietet, die bei 25 km/h bauartbedingt endet. Schaut man sich den Motor genauer an, fällt das Custom Motor-Cover direkt auf, das eine erstklassige Integration des Aggregats ermöglicht. Der Motor sitzt somit formschön im Rahmen des City-E-Bikes. Die schlichte Integration des Antriebs macht auch beim Cockpit nicht halt. FLYER verzichtet am Upstreet SL auf ein herkömmliches Display und setzt stattdessen auf den im Oberrohr sitzenden Bosch System Controller sowie die Mini Remote. Die drahtlose Bedienung der Remote über Bluetooth trägt zur verbesserten Kabelverlegung bei, was die Gesamtoptik und Funktionalität des E-Bikes weiter optimiert. Insgesamt ist die Kabelverlegung am FLYER Upstreet SL 3.63 super clean und simpel gestaltet. Auch das Kabel des FLYER ONE HL-2-Frontlichts, das mit 100 Lux und automatischem LED-Tagfahrlicht für die nötige Sichtbarkeit sorgt, verschwindet hier unauffällig am Cockpit. Kabelführung allererster Sahne!
Gespeist wird der Motor vom Bosch Compact Tube 400-Akku mit 400 Wh Kapazität, der im Unterrohr des Upstreet SL 3.36 seinen Platz findet. Typisch FLYER, kann man den Akku für externes Laden seitlich super bequem entnehmen. Der Trinkfalschenhalter am Oberrohr mit angebrachten Anschraubpunkten kann optional mit einem Range Extender besetzt werden. Der eigene Bosch PowerMore 250 Range Extender mit 250 Wh erhöht die Akku-Kapazität dann von 400 auf 650 Wh, was die Reichweitenangst minimiert und die mögliche Kilometeranzahl deutlich nach oben schraubt. Das FLYER Upstreet SL 3.63 kommt nicht mit viel Schnickschnack und kleinen Spielereien, sondern fokussiert sich auf die nötigsten Features am Bike.
Antriebssystem und Schaltung
Wie simpel das Upstreet SL 3.63 gehalten wurde, zeigt sich am Antrieb des Stadtrades. Eine Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung, die wir in unserem Schwestermagazin GRAN FONDO schon an einem Gravel-Bike getestet haben, findet auch am City-E-Bike der Schweizer Verwendung. Wirft man einen ersten Blick auf den Antrieb des FLYER Upstreet SL 3.63, sieht das Ganze zunächst nach einem einfachen Single-Speed-System aus - mit einem überdimensional großen Kettenblatt vorne. Die Technik steckt indes unter dem Gehäuse der Nabe und ermöglicht die Wahl zwischen zwei Gängen: einen mit einer 1:1-Übersetzung (die Kassette dreht sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Nabenkörper, wie bei einer normalen Nabe) und einen mit 1:0,686-Übersetzung (die Kassette dreht sich mit einer höheren Geschwindigkeit als der Nabenkörper und bietet einen leichteren Gang), der für steileres Terrain den Anstieg erleichtert.
Die Nabenschaltung versteckt den oft störenden Umwerfer also in der Hinterradnabe, unterstreicht damit die cleane Optik noch stärker und schützt zusätzlich vor Umwelteinflüssen. Gesteuert wird die Getriebe-Nabenschaltung durch die Smart Thru Axle, eine elektronische Steckachse, die per Funk das Schaltsignal an die Radnabe weitergibt. Um auf nerviges Schmieren, Reinigen und Pflegen einer herkömmlichen Kette zu verzichten, setzt FLYER hier auf einen GATES CARBON DRIVE-Riemenantrieb, der das Sorglos-Paket des Bikes abrundet. Die 28”-Laufräder mit Vittoria Terreno Zero Classic Skin-Reifen vervollständigen das Antriebssystem. Verzögern sollen die TEKTRO T280-Bremsen mit 180-mm-Scheiben vorne und 160 mm hinten.
Alltagstaugliche Ausstattung
Um das City-E-Bike für den Stadtverkehr zu wappnen und eine solide Vollausstattung zu gewähren, verbaut der Hersteller am FLYER Upstreet SL 3.63 eine Klingel, den Hebie IC-Ständer und zu dem verbauten FLYER ONE HL-2-Frontstrahler das passende Lezyne Fender-Rücklicht. Das FLYER Upstreet SL gibt es in zwei Rahmenvarianten: einmal mit abgesenktem Oberrohr für einen vereinfachten und bequemeren Einstieg. Außerdem bietet FLYER die klassische Variante für sportliche Fahrer mit Diamantrahmen und hohem Oberrohr an. Beide Ausstattungsvarianten sind in den Größen S, M, L und XL verfügbar und wechseln in der Basisausstattung für 3.999 € den Besitzer. Das günstigste Modell, das FLYER Upstreet SL 3.12 XC, bietet eine Kettenschaltung, hat kleine Änderungen in der Ausstattung, kommt aber ohne Gepäckträger.
Ausstattung im Überblick
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| Motor | Bosch Performance Line SX 55 Nm |
| Akku | Bosch CompactTube 400 400 Wh |
| Display | Bosch System Controller |
| Gabel | FYLER Rigid |
| Sattelstütze | FYLER Alloy |
| Bremsen | Tektro T280 180/160 mm |
| Schaltung | Classifed 2-Gang 1x22 |
| Vorbau | FYLER ONE Carbon Cockpit SL 80 mm |
| Lenker | FYLER ONE Carbon Cockpit SL 700 mm |
| Laufradsatz | DT Swiss G 540 28" |
| Reifen | Vittoria Terreno Zero Classic Skin 47 mm |
Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit
Was hilft all die sportliche Optik, wenn das City-E-Bike nicht in der Praxis performt? Deshalb haben wir das Stadtrad in den Stuttgarter Großstadtdschungel entführt und über Asphalt und Kopfsteinpflaster gejagt, um zu testen, was der Hersteller verspricht. Bei Kopfsteinpflaster macht sich der geringe Fahrkomfort des FLYER Upstreet SL 3.63 bemerkbar, denn der Selle Royal Vivo-Sattel kann nur kleine Unebenheiten abfedern und das Bike hat Schwierigkeiten mit gröberen Hindernissen. Spaß hat man auf dem City-E-Bike aber dennoch und es verleitet zu einem sportlichen Fahrstil.
Schnell in eine Lücke im Verkehr reinstechen? Kein Problem! Der Motor belohnt das sportliche Fahren bei hoher Trittfrequenz mit viel Leistung und verleitet zu Ampelsprints. Denn im Sprint-Modus an der Lichtzeichenanlage mit hoher Frequenz geht die Leistung des Motors bis auf 600 Watt und das Drehmoment von 40 Nm im Standard-Modus kurzzeitig auf 55 Nm hoch. Eine geräuschvolle Antwort auf die schnellen Pedaltritte erhält man vom Bosch Performance Line SX nicht, denn der Motor und das Bike verwöhnen mit einer angenehm unauffälligen Geräuschkulisse. Trotz seiner kompakten Größe und Leichtigkeit treibt der Bosch-Motor das FLYER Upstreet SL 3.63 kraftvoll an. In steilem Terrain muss der Motor jedoch nachgeben, was auf die geringe Übersetzungsbandbreite der Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung zurückzuführen ist.
Weitere Flyer Modelle im Überblick
Flink am Berg: Die Klasse der potenten „SUV“-Tourenpedelecs gewinnt auch bei Flyer mehr und mehr an Bedeutung. Flyer zielt mit seinen bulligen Pedelecs ausschließlich auf einen Premium-Kundenkreis ab und schickt ein breit aufgestelltes Sortiment an E-MTBs, Tourenmodellen und E-Bikes für den Alltag ins Rennen. Auch die Klasse der sogenannten „SUV“-Pedelecs - wuchtige Hybride aus MTBs und Trekkingrädern - hat bei Flyer inzwischen ihren festen Platz, darunter auch Modelle mit Hinterbaudämpfung. In der „Urban“-Sparte finden sich auch Falt- und Kompakt-Pedelecs.
Während sich der Hersteller bei der Ausstattung seit jeher durchweg im No-Problem-Segment bedient, hat sich optisch bei den Flyer-Modellen in den letzten Jahren viel getan. Denn inzwischen dominieren auch bei Flyer semi-integrierte Akkus und sogenannten Intube-Akkus, die bei den Tiefeinsteiger-Pedelecs vollständig im Hauptrohr und bei den Modellen mit Trapez- oder Herrenrahmen im Unterrohr integriert sind. Fast alle Modelle lassen sich auch mit größerem Akku ordern, wobei es in den meisten Fällen schon serienmäßig einen stattlichen Energievorrat montiert gibt.
Testergebnisse und Auszeichnungen
Die Testergebnisse lassen sich sehen: Auf Basis aller bei uns gelisteten Tests, in denen eine Endnote vergeben wurde, errechnen wir für den Hersteller einen Notendurchschnitt von 1,6. Leider gibt es auch Negativ-Ausreißer: Das Modell Gotour 6 erhielt im letzten E-Bike-Vergleich der Stiftung Warentest nur ein „Ausreichend“. Grund war eine angerissene Schweißnaht am Rahmen während des Dauertests am Prüfstand. Dieser Riss hätte sich aus Sicht der Tester mit der Zeit zu einem Rahmenbruch ausweiten können. Beim Komfort und Fahrhandling fährt Flyer in den Tests stets weit vorn. Allerdings kommen die Modelle recht pfundig daher, viele kratzen an der 30-kg-Schwelle.
Antriebssysteme und Technologien
E-Bikes von Flyer werden mehrheitlich mit Mittelmotoren aus der GX-Serie von Panasonic ausgerüstet, die den weit verbreiteten Aggregaten von Bosch in puncto Kraft, Kultiviertheit und Ausstattung in nichts nachstehen und auch noch einen automatischen Unterstützungsmodus bereithalten. Meist fällt die Wahl auf die Ultimate-Variante, insbesondere bei den E-MTBs und „SUV“-Pedelecs. Bei den City-E-Bikes findet sich gelegentlich auch die etwas schwächere Power-Ausführung.
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