Die Geschichte der Jakob Schwinn GmbH

Die Geschichte des TSV Donndorf ist eng mit der Unterstützung durch Jakob Schwinn verbunden.

Frühe Jahre und Vereinsgründung

Zur Anschaffung von benötigten Turngeräten (1 Pferd, 1 Barren, 1 Reck, 2 große Matten, 4 Sprungbretter sowie Hanteln und Kugeln) erhielt der Verein von Mitglied Jakob Schwinn ein Darlehen von 250 Reichsmark.

Nach dem 1. Weltkrieg erfolgte die Gründung des Vereins. 1. Vorsitzender war Hans Schmidt.

Es folgte ein Wechsel des Vereinslokals und die Gründung einer Fußballabteilung bei den Donndorfer Turnern. Die Trikots waren blau-gelb gestreift mit schwarzen Hosen. Bei Spielen gegen die „Eckersdorfer“ konnte man die Mannschaften schlecht auseinanderhalten.

Aus diesem Grund wurden später rote Trikots mit gelben Aufschlägen angeschafft. Die Trikots waren wieder schwarz-gelb.

Die Zeit des Nationalsozialismus

Die Turngeräte und das sonstige Eigentum wurden von der SA eingezogen. „Die Kasse der Turner wurde restlos ausgeplündert und die SA versoff sofort 100 Reichsmark“, so lautete die damalige Notiz.

Um einer Pfändung der Gerätschaften zu entgehen, stellte Emil Stiefler sein Sparbuch dem Verein zur Verfügung.

1. Weltkrieg kehrten 11 Kameraden nicht mehr in die Heimat zurück.

Nachkriegszeit und sportliche Erfolge

Infolge der Einberufungen zum Militärdienst großer Aderlass der Fußballabteilung. Die Mannschaft konnte trotz allem die Gruppenmeisterschaft in Stadtsteinach erringen, jedoch verhinderte der 2. Weltkrieg den Aufstieg.

Die verjüngte 1. Mannschaft erreichte 47:13 Punkte, 107:43 Tore bei 30 Spielen. Sie war heim- (26:4 Punkte) und auswärtsstärkster (21:9 Punkte) Verein. Die meisten Zuschauer der Liga besuchten die Heimspiele (insg. 8200). Torwart Raber verwandelte sieben Elfmeter. In den letzten 26 Spielen wurde nie der 1. Tabellenplatz abgegeben.

Legendär waren in dieser Zeit auch die Spiele gegen den FC Tannenwirtshaus. Am 16. 08. wurde die Schülermannschaft unter Trainer Otto Wirobal Kreispokalsieger.

Die 1. Jugendmannschaft wurde Vizemeister - Bezirksjugendgruppe Oberfranken Ost (Trainer Christian Müller) und Jugend- und Schülerlandkreispokalsieger.

Im Fußball stieg die 1. Mannschaft in die II. Amateurliga Oberfranken-Ost (Bezirksliga) auf.

„Eigengewächs“ Alfred Horn (bis 1954 beim TSV) wechselte über den FC Bayern Hof (1954 bis 1961) in die Oberliga (damals höchste Spielklasse in Deutschland) zu Eintracht Frankfurt. In 46 Spielen (Saison 1961/62 und 1962/63) erzielte er 11 Treffer.

Die 1. Mannschaft des TSV Donndorf konnte sich in der A-Klasse halten. Beim Heimspiel am 17.09. gegen die SpVgg Selb wurde SR Däschner aus Obersiemau laut seinem Bericht tätlich angegriffen. Tatsächlich erhielt er lediglich von einem Nichtvereinsmitglied einen Tritt ins Gesäß.

Im Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg endete es 2:13 (1150 zahlende Zuschauer). Tore für Donndorf: R. Albrecht.

Ein Wiedersehen feierten TSV-Trainer Günther Klinkisch und Herbert Heidenreich, die vor Jahren gemeinsam das Trikot der SpVgg Bayreuth trugen.

Das Freundschaftsspiel gegen SpVgg Bayreuth endete 0:7, Zuschauer 1800. Tore für den TSV: U. Herath (2), Geßlein.

Im Freundschaftsspiel gegen SpVgg Bayreuth (2. Mannschaft) gelang ein 2:1 Sieg. Die Sportplatzkerwa wurde von der 1. und 2. Mannschaft ausgerichtet.

Die 1. Mannschaft spielte Relegationsspiele um Verbleib in der Bezirksliga.

Im Fußball wurde die 1. Mannschaft A-Jugend-Kreisligameister.

Die Tischtennis Mädchen wurden unter Trainer Wilhelm Allwicher und Betreuer Wolfgang Kirchhoff Bayerischer Pokalsieger und Bayerischer Mannschaftsmeister. Sie wurden Süddeutscher Vizemeister und erreichten den 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft.

Im Jahr 2005 wurde die 1. Mannschaft im Fußball Meister und stieg in die A-Klasse (jetzt Kreisliga) auf, nach Relegationsspiel gegen SV Gesees (1:0), Zuschauer 850 und Entscheidung am „grünen Tisch“.

Weitere Vereinsaktivitäten

Durch den Bau einer Turnhalle und eines Lehrschwimmbeckens durch den Schulverband konnte eine Schwimmabteilung und eine Gymnastikabteilung gegründet werden.

Es erfolgte die Auflösung der Tischtennisabteilung.

Die Gründung einer Wasserballmannschaft erfolgte unter Fritz Hermann („Pfiff“).

Es gab ein Großwandertag mit Nachbarvereinen Mistelgau und Mistelbach durch den Hummelgau.

Eine Damengymnastikgruppe wurde gegründet.

Es erfolgte die Gründung der Abteilung Ski-Nordisch durch Helmut Rieß.

Die Gründung der Volleyball-Abteilung erfolgte. Spieler/innen der ersten Stunde : Max Biller, Uwe Frank, Wolfgang Schuller, Manfred Rottig, Effi und Markus Wutschig, Jürgen und Marita Keck.

1980 erfolgte die Gründung der Tennisabteilung.

Es erfolgte die Gründung der Schachabteilung.

Ehrungen und Jubiläen

Vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurden Herbert Schreiner und Klaus Hümmer für 400 Spiele sowie Georg Hacker für 600 Spiele geehrt.

Große Freude hatte Donndorfs dienstältester Spieler Klaus Hümmer, als ihm nach der Ehrung für seinen 500. Einsatz in der 1. Mannschaft durch 1. Vorsitzenden Schmidt auch noch das jüngste Mitglied des oberfränkischen Spielmannszuges gratulierte.

Konrad Popp wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Für seinen 700. Einsatz in der ersten Mannschaft wurde Ehrenspielführer Konrad Albrecht durch Vorstand Adam Schmidt geehrt.

Die langjährigen Landesliga-Fußballer Detlef Speckner und Roland Schirmer wurden vom TSV anlässlich eines Abschiedsspiel zwischen dem ASV Oberpreuschwitz und dem TSV Donndorf (6:3) mit der Vereins-Ehrennadel ausgezeichnet.

Für 400 Spiele in der ersten Mannschaft des TSV Donndorf wurde „Kapitän“ Hans Bär geehrt.

Für 500 Spiele im Trikot des TSV Donndorf wurde Routinier Hans Bär (Ambo) geehrt.

Die 75-Jahr-Feier fand vom 21. - 28. Juli statt. Schirmherr war Bürgermeister Bernreuther. Es waren 831 Mitglieder (davon 264 Jugendliche im Alter von 6 - 18 Jahren) im Verein.

Adam Schmidt wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, Alfred Hübner zum Ehrenmitglied.

Klaus Hümmer wurde für über 1000 Spiele für den TSV geehrt, Hans Bär für 500 Spiele.

Für den 400. Einsatz in der 1. Mannschaft wurde Bodo Püchling geehrt.

Für seinen 500. Einsatz in der 1. Mannschaft wurde geehrt. Der TSV-Kapitän ist nebenbei auch engagiert in der Nachwuchsarbeit tätig.

Für 75-jährige Vereinstreue wurden Adam Schmidt und Georg Vogel geehrt.

Sportstätten

Bau des heutigen Sportheimes (als 2. Bau des 2. Sportplatzes.

Renovierung des Gastzimmers im Sportheim durch Mitglieder (Materialkosten DM 13.000,-).

Das Sportheim wird nach wie vor von ehrenamtlichen Helfern bewirtschaftet.

Restitutionsklagen nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zahlreiche Restitutionsklagen, die auch die Familie Schwinn betrafen. Hier eine Auflistung einiger dieser Klagen:

  • Restitutionsklage von Wwe. Sylvain Lieser, Aline geb. Samuel, Strasbourg, gegen Eheleute Jakob Schwinn, Katharina geb. Goebel, Saarbrücken, wegen Hausgrundstück Saarbrücken-St. Arnual, Petersbergstraße 25.

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