Kamera am Motorrad befestigen: Tipps und Anregungen für perfekte Aufnahmen

Seit­dem ich Motor­rad fah­re, ver­su­che ich das neue Hob­by mit der Foto­gra­fie und dem Fil­men zu ver­bin­den. Klar, dass man da auch die Action­cam direkt am Motor­rad befes­ti­gen möch­te. Aber so eine Kame­ra am Moped kann eine ordent­li­che Por­ti­on an Daten­müll pro­du­zie­ren, wenn man sie ein­fach nur unbe­dacht mit­lau­fen lässt.

Man denkt zunächst, dass es super­ein­fach ist und merkt dann, dass der Teu­fel im Detail liegt. Was habe ich nicht schon an Koh­le in irgend­wel­che Hal­te­run­gen für GoPro und Co. aus dem Fens­ter gewor­fen. Daher habe ich mal ein klei­nes Video gemacht, in dem ich Euch ein paar Posi­tio­nen und Befes­ti­gun­gen für mei­ne DJI Osmo Action am Motor­rad und die Erfah­run­gen damit vor­stel­le. Das ist natür­lich sub­jek­tiv und auch vom Motor­rad abhän­gig.

Nicht jedes Bike hat die glei­chen Mög­lich­kei­ten der Befes­ti­gung. Auch sind die vor­ge­stell­ten Mög­lich­kei­ten lan­ge nicht voll­stän­dig. P.S.: Auch mit einer 360° Kame­ra habe ich schon expe­ri­men­tiert. Die Mög­lich­kei­ten sind super, weil man mehr Blick­win­kel auf ein­mal hat. Aber für den mehr oder weni­ger täg­li­chen Gebrauch kommt bei den meis­ten wohl eine Action­cam im GoPro-For­mat zum Ein­satz.

Grundlegende Tipps für GoPro Motorradaufnahmen

Ein Punkt macht da natür­lich der spä­te­re Schnitt und die Sto­ry eines Vide­os aus. Ein ande­rer Punkt ist Posi­ti­on der Kame­ra am Motor­rad, um abwechs­lungs­rei­che Auf­nah­men zu erzeu­gen. Es ist wichtig, dass du mit unterschiedlichen Perspektiven für Abwechslung sorgst. Eine Kameraeinstellung bzw -position wird für den Zuschauer schnell langweilig.

Rechtlicher Aspekt

Es herrscht eine gewisse Unsicherheit, ob Videoaufnahmen im Straßenverkehr erlaubt sind. Hierbei geht es in erster Linie um sogenannte „Dashcams“, jedoch fällt unter Umständen auch die Nutzung der GoPro am Motorrad darunter. Du solltest dich deshalb am besten immer zuerst über die aktuelle Rechtslage informieren. Denk dabei daran, dass die Rechtslage in unterschiedlichen Ländern variieren kann.

Sicherheit geht vor

Achte darauf, die Kamera so anbringen, dass wirklich nichts passieren kann. Verwende eine Sicherheitsschlaufe. Safety first!

Verschiedene Kamerapositionen und Halterungen

Beim Motorradfahren ist sicherlich die Anbringung am Motorradhelm eine gängige Option. Die Helmbefestigung ermöglicht es, genau zu filmen wo du hinschaust. Doch nicht nur das, es gibt auch andere interessante Optionen wie die Lenker- oder Sitzrohr-Stangenhalterung. Es gibt mitlerweile für alles wunderbare Halterungen und wer ein spannendes Video machen möchte, sollte da nicht sparen an Ideen.

Hier sind einige beliebte Positionen:

  • Helm: Filme nach vorne und habe deine Arme und den Lenker perfekt mit auf dem Bild.
  • Seitlich am Motorrad: Bringt die Schräglage gut zur Geltung. Am besten mit Klebepads oder dem Saugnapf.
  • Am Sturzbügel: Eine robuste und sichere Option.
  • An der Spiegelhalterung: Interessanter Bildausschnitt, kein Verschwenken mit dem Kopf und ein gutes Gefühl für Schräglage.

Die Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven

Es gibt Nichts langweiligeres als ein Video nur aus einer Perspektive. Mal auf die Soziusfußraste klemmen und mal nach hinten das wippen der Schwinge und des Hinterrads filmen; vorn an den Sturzbügel das Vorderrad bei steilen Kurvenfahrten schön in Schräglage filmen; Auch mal vor der Brust das Cockpit aufnehmen mit deinen Einlenkbewegungen; hinten auf der Topcase-Platte festzurren und deine Kurvenbewegungen (schön hin und her setzen ) filmen.... da gibt es echt einige Möglichkeiten die man auch nutzen sollte.

Du kannst die Kamera entweder auf ein Stativ stellen, oder du hältst sie sehr ruhig in der Hand und filmst dein Motorrad, andere Motorradfahrer oder auch einfach mal die Landschaft während einer Pause aus der Perspektive eines Außenstehenden. Hierzu schadet es nie, wenn du auch ein Handstativ dabei hast.

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Achte auf einen guten Bildstabilisator: Wenn die Cam keinen vernünftigen Bildstabilisator hat sind die Möglichkeiten beschränkt. So weit mein Wissensstand derzeit ist, sind zur Zeit von allen Kameras nur die GoPros mit HyperSmooth 2.0 in der Lage, unter diesen Bedingungen wirklich scharfe, geglättete Videos zu liefern.
  • Nutze eine Fernbedienung: Zum Ein- und Ausschalten hab ich eine Fernbedienung am Lenker. Als gut erwiesen hat sich die Steuerung übers Smartphone. Ich habe mir jetzt extra für diesen Zweck ein gebrauchtes Galaxy S5 Mini ersteigert, weil das mit Nässe einigermaßen zurechtkommt.
  • Schütze deine Kamera: Würde dir auch die Wasserdichte Box für die GoPro empfehlen.

Erfahrungen anderer Motorradfahrer

Viele Motorradfahrer haben ihre eigenen bevorzugten Methoden und Positionen für die Kamerabefestigung entwickelt. Hier sind einige Einblicke:

  • Am Sturzbügel und am Koffer verwende ich eine GoPro 5 Session, diese kann ich auf Bedarf drehen!
  • Ich habe meine GoPro seit Jahren an der Spiegelhalterung links befestigt. Ich habe viele Kameras und Befestigungsorte ausprobiert.
  • Ich habe die GoPro mit einem kleinen Halter und dem ram-mount-Klemmarm des tomtom-Navi am linken Spiegel angebracht. Passt für mich seit 50.000km.

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