Videos, YouTube und Bewegtbilder sind im Trend, und Helmkameras erfreuen sich großer Beliebtheit bei Motorradfahrern. Mit einer Helmkamera lassen sich beeindruckende Bilder und Videos aufnehmen. Doch welche Kamerahalterung ist die richtige für dein Motorrad?
Die Qual der Wahl: Verschiedene Kamerahalterungen im Überblick
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Kamera am Motorrad zu befestigen. Hier sind einige der gängigsten Optionen:
Helmhalterung
Die Helmbefestigung ist ideal, um genau das zu filmen, wohin du schaust. Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert. Bei der Auswahl der richtigen Kamera, sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerklich machen.
Vorteile:
- Filmt genau das, wohin du schaust
- Entkopplung von Vibrationen des Motorrads
Nachteile:
- Gewicht am Helm kann störend sein
- Wind kann zusätzlichen Bremseffekt verursachen
Lenkerhalterung
Die Lenkerhalterung filmt nach vorne und hat deine Arme und den Lenker perfekt mit auf dem Bild. Aufnahmerichtung: filmt den Fahrer oder nach vorn auf die Straße bzw.
Vorteile:
- Gute Perspektive auf Straße und Fahrer
Nachteile:
- Vibrationen können stärker sein
Rohrhalterung/Federgabel
Eine meiner liebsten Haltepunkte sind die Crash Bars und die Federgabel, da man dort die Federgabel samt Kotflügel arbeiten sieht und die Dynamik noch besser zum Vorschein kommt, als bei der Helmperspektive.
Vorteile:
- Dynamische Perspektive
- Zeigt die Arbeit der Federgabel
Heckhalterung/Heckfender
Auf der Heckverkleidung der Tenere 700 ist genügend Platz, um eine Klebehalterung anzubringen, die den kompletten rückwärtigen „Verkehr“ zeigt. Insbesondere wenn ihr mit mehreren Mopeds unterwegs seid, trumpf diese Perspektive auf. Die GoPro 7 Black rechnet die Vibrationen erstaunlich gut raus.
Vorteile:
- Zeigt den rückwärtigen Verkehr
- Interessant bei Fahrten in der Gruppe
Sozius-Fußrastenhalterung
Ich habe bei meiner Tenere 700 keine Sozius-Fußrasten mehr verbaut und nutze die Rahmenstrebe, um dort meinen Ishoxs Shark SE oder den Cobra Pro mit Smal Grab zu montieren.
Vorteile:
- Alternative Befestigungsmöglichkeit
Weitere Halterungen
Es gibt auch Universalhalterungen, die an fast allen Oberflächen angebracht werden können, und spezielle Halterungen für bestimmte Motorradmodelle.
Worauf du bei der Auswahl einer Kamerahalterung achten solltest
Bei der Auswahl einer Kamerahalterung für dein Motorrad solltest du folgende Kriterien berücksichtigen:
- Stabilität: Die Halterung muss stabil sein und Vibrationen minimieren.
- Sicherheit: Die Halterung muss sicher befestigt werden können, damit die Kamera nicht herunterfällt.
- Flexibilität: Die Halterung sollte flexibel einstellbar sein, um verschiedene Perspektiven zu ermöglichen.
- Kompatibilität: Die Halterung muss mit deiner Kamera und deinem Motorrad kompatibel sein.
- Bedienbarkeit: Die Halterung sollte einfach zu bedienen sein, auch mit Handschuhen.
Empfehlenswerte Kamerahalterungen
Hier sind einige empfohlene Kamerahalterungen für Motorräder:
- Ishoxs Shark SE: Eine vielseitige Universalhalterung, die sich auf Offroad-Touren bewährt hat.
- GoPro Klebehalterung: Eine einfache und effektive Möglichkeit, die Kamera seitlich am Helm zu befestigen.
- RAM Mount: Ein universelles Montagesystem, das sich für verschiedene Anwendungen eignet.
- Halterungen von Stephan Franzen (Thronebikeparts): Handwerklich perfekt hergestellte Halterungen, die speziell für Motorräder entwickelt wurden.
Actioncams im Test: Welche ist die beste für Motorradfahrer?
Neben der richtigen Halterung spielt auch die Wahl der Actioncam eine wichtige Rolle. Hier ein Überblick über einige getestete Modelle:
| Kamera | Max. Auflösung | Max. Bildwiederholfrequenz | Preis | Urteil |
|---|---|---|---|---|
| GoPro Hero 3+ | 4096 x 2160p | 240 fps | 449 Euro | Sehr gut, Testsieger |
| Garmin Virb Elite | 1920 x 1080p | 60 fps | 399 Euro | Gut |
| Contour +2 | 1920 x 1080p | 60 fps | 299 Euro | Gut |
| HD PRO 2 | 1920 x 1080p | 60 fps | 199,90 Euro | Gut |
| Midland XTC-280 | 1920 x 1080p | 60 fps | 169 Euro | Gut |
| a-rival aQtion Cam RC | 1080 x 720p | 30 fps | 99 Euro | Ausreichend |
Die GoPro Hero 13 Black hat im CHIP Testcenter mit einem fast durchweg exzellenten Ergebnis überzeugt. Unschlagbar ist die Actioncam in der Ausstattung: Zur hohen 5,3K-Auflösung und beeindruckenden Burst-Zeitlupen gesellen sich professionelle Videofeatures und ein souveräner Bildstabilisator.
Die Insta360 Ace Pro hat im CHIP Test zunächst verblüfft und dann voll überzeugt: Das auffälligste Feature ist der Touchscreen auf der Rückseite, der für Vlogs und Selfies nach vorne geklappt werden kann, um sich gut im Vorschaubild zu haben.
Die DJI Osmo Pocket 3 ist eine recht ungewöhnliche Kamera: Sie hängt in einem Gimbal mit Handgriff, der mit Display und Bedientasten ausgestattet ist. Im CHIP Testcenter hat die kleine Kamera mit dem großen 1-Zoll-Sensor beeindruckende Leistungen erbracht.
Tipps für perfekte Motorradvideos
Hier sind einige Tipps, wie du perfekte Motorradvideos erstellst:
- Verwende verschiedene Perspektiven, um Abwechslung zu schaffen.
- Achte auf eine gute Bildstabilisierung, um Verwacklungen zu vermeiden.
- Nimm den Motorsound auf, um das Video authentischer zu gestalten.
- Schneide das Video, um unnötige Szenen zu entfernen.
- Füge Musik oder Kommentare hinzu, um das Video interessanter zu gestalten.
Wichtige Einstellungen für deine GoPro
Ich persönlich zeichne meine Videos in 2,7K und mit 60fps auf. Sound auf „Windgeräusche“, um den pfeifenden Fahrtwind aus den Videos zu verbannen. In Kombi mit dem Puluz Windabsorber funktioniert das mit der Hero 7 sehr gut und man hat trotzdem noch den Motor- bzw. Auspuffsound auf den Aufnahmen.
Weitere nützliche Tipps:
- Bildrate: 60fps bzw. 30fps
- Qualität: mind. das Doppelte der Bildrate
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