Kathi Bräu Motorradtreffen: Ein fränkisches Mekka für Biker

Schon seit den 70er Jahren sind Heckenhof und Kathi-Bräu weit über die fränkischen Grenzen hinaus als Biker-Treffpunkt bekannt und beliebt. Wie eh und je sitzen Wanderer, ältere Leute und junge Familien mit ihren Kindern zwischen den vielen Motorradfahrern, die seit Jahrzehnten vor allem an den Wochenenden die Brau-Gastwirtschaft und den Biergarten in Heckenhof als ihr oberfränkisches Mekka ansehen. Ursprüngliche, fränkische Wirtshaus- und Biergartenkultur eben.

Die Geschichte der Kathi und ihr motorisiertes Fahrrad

Wer kannte die Kathi aus Heckenhof nicht? Sie war eine, die schon mit 25 Jahren ein motorisiertes Fahrrad hatte - das war 1934. Inzwischen haben viele Bürger solch ein Rad, auch wenn die heute mit Elektromotor laufen.

Augenzeugen berichteten: Wenn die Kathi mit ihrem ungewöhnlichen Rad von Heckenhof nach Aufseß zum Einkaufen fuhr und spielende Kinder auf der Straße erblickte, benutzte sie ihre Ballon-Hupe und rief: „Bä hü, bä hü - Kinderle, geht auf Seite, die Kathi kommt!“

Um den Heckenhofer Berg nicht hoch laufen zu müssen, kaufte sie das Fahrrad mit Motor. Jahrzehnte lang schlummerte das Fahrzeug also auf dem Dachboden des Gasthauses der „Kathi-Bräu“, bis Josef Schmitt dem Drängen von Franz Hartmann nachgab, und die inzwischen stark mitgenommene Maschine vom Dachboden holte.

Die Restaurierung des historischen Fahrrads

Der begeisterte Zweirad-Monteur Hartmann aus Wüstenstein war es auch, der die Maschine in über 270 Einzelteile zerlegte und wieder in einen guten Zustand brachte. Franz Hartmann, ehemaliger Hercules-Versuchsmechaniker, verbrachte zuletzt viel mehr Zeit in seiner Werkstatt: Nach rund 45 Stunden hatte er das Rad fertig gestellt.

Das Fahrrad mit seinem Hilfsmotor, einem „JLO F 60“ - vom Typ: F-60 H - hat eine Leistung von zirka eindreiviertel PS mit 60 Kubikmeter Hubraum Volumen. Mit Zubehör wiegt es etwa 13 Kilogramm. Der Brennstoffverbrauch liegt bei gut 1,8 Liter auf 100 Kilometern, die Lichtleistung beträgt siebeneinhalb Watt. Der Motor treibt das Hinterrad des Damenfahrrades an. Seine Bedienung erfolgt durch den Kupplungs- und den Gashebel, welche am Lenker angebracht sind. Drei Liter Treibstoff können in den Brennstofftank gefüllt werden. Das Rad war mit Filter, Absperrventil und Leitung mit Streben und Motorhalter und Kettenrad mit Kette, Kettenspannschraube und Schutzblech ausgestattet.

Bei der Anlieferung des Fahrzeuges in Heckenhof staunten viele Liebhaber nicht schlecht. Und Franz Hartmann erklärte noch aus fachmännischer Sicht: Alle Schrauben seien nicht eingerostet gewesen und ließen sich nach der Reinigung problemlos verwenden.

Ehrung für die Zweirad-Pionierin

Jahrzehntelang fristete das flotte Rad seine Zeit auf dem Dachboden der „Kathi-Bräu“, deren Wirtin die Zweirad-Pionierin war, und wird erst jetzt nach der Renovierung durch Franz Hartmann aus Wüstenstein beim neuen Besitzer Josef Schmitt einen Ehrenplatz erhalten, denn die Kathi ist am 10.

Kathi-Bräu: Ein Ort der Gastfreundschaft

Wirtin Kathi Meyer war schon immer fortschrittlich, befasste sich mit Neuheiten - sie war begeisterter Motorrad-Fan. Damit fuhr sie zum Einkaufen nach Aufseß und zurück nach Heckenhof. Josef Schmitt, der seit vielen Jahrzehnten dieses Bier braut, erinnert sich: „Die Kathi hatte halt ein Herz für die Motorradfahrer, daher war sie in der Fränkischen sehr beliebt.

Kathi-Brau ist eine Brauerei-Gastwirtschaft, die schön und ruhig gelegen ist. Vor der Wirtschaft ist ein großer Parkplatz, so dass für alle genügend Platz ist. Nicht nur Autos parken bei Kathi-Bräu, sondern sehr oft und viele Biker.

Bier und fränkische Spezialitäten

Zur Brauerei-Gastwirtschaft Kathi - Bräu gehört auch ein uriger Biergarten, dort werden Fränkische Brotzeiten angeboten sowie täglich wechselnde kleine warme Gerichte. Besonders zu empfehlen ist das Schaschlik, das gibt es immer am Freitag. Käsekuchen. Eigene Brauerei: Dunkles Lagerbier, Bockbier (März und April), Kathi leicht (ab Anfang Mai den ganzen Sommer über) (alles vom Fass). Fränkische Brotzeiten. Täglich kleine Karte mit warmen Gerichten.

Kathi - Bräu Dunkles Bockbier wird in der Brauerei-Gastwirtschaft Kathi Bräu in Aufseß in der Fränkischen Schweiz gebraut. Kathi-Bräu Dunkles Bockbier hat es in sich. Dieses Bockbier hat 7,2% Alkoholgehalt und ist entsprechend ein sehr kräftiges Bier. Die Farbe steht mit einem dunklen Kastanienbraun im Glas und obenauf steht die cremige Schaumkrone. Im Nachgang schmeckt man Starkbiercharakter , aber bei Dunklem Bockbier dürfte das normal sein, denn schon der Name haut rein. Bierkenner wissen, dass der Bock nicht auf einem Bein stehen kann und trinken dann ihre vier Bierchen, der Bock ist einfach viel zu süffig. Anfänger sollten aufpassen, denn der Bock kann einen auch umhauen.

In der Fränkischen Schweiz gibt es mehrere Brauerei-Wanderwege, die auch gut beschildert sind. Die Frage stellt sich nur, ob das nützlich beim Heimweg ist, denn ist sind ja Brauerei-Wanderwege. Wählt man die Richtung Aufseß, so gelangt man zur Kathi-Bräu.

Öffnungszeiten

Anfang Apr. Anfang Nov. bis vor Weihnachten sowie Feb. Weihnachten bis Ende Jan.

Zusammenfassung der wichtigsten Daten zum Kathi-Bräu Bockbier
Merkmal Wert
Alkoholgehalt 7,2%
Farbe Dunkles Kastanienbraun
Verfügbarkeit März und April

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