Keine Papiere für Moped: Was tun?

Es ist kein Weltuntergang, wenn Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren haben. Das Fahren ohne Betriebserlaubnis kann ein Bußgeld von 50 Euro nach sich ziehen. Haben Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren und sind dementsprechend ohne Papiere unterwegs, kann sich dies schnell zu einem teuren Spaß entwickeln.

Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)

Die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) wird benötigt, um zu bestätigen, dass ein Kraftfahrzeug oder bestimmte Teile des Fahrzeugs den nationalen Vorschriften entsprechen und dieses daher im öffentlichen Verkehr geführt werden darf. Sie wird in der Regel vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilt und ist ausschließlich in Deutschland gültig.

ABE verloren? Was tun?

Wenn Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren haben, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, wie Sie sich einen Ersatz besorgen können. Für welche Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen selbst überlassen. Was Sie jedoch in jedem Fall benötigen, ist eine sogenannte „Unbedenklichkeitsbescheinigung“.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Um eine solche Unbedenklichkeitsbescheinigung zu erlangen, brauchen Sie selbst ebenfalls ein Dokument, welches Ihre Aussage belegt. Dies kann beispielsweise der Kaufvertrag des Fahrzeugs sein. Ihre Beweise können Sie entweder bei der Polizei oder der zuständigen Zulassungsbehörde vorlegen. In manchen Fällen wird hier eine Gebühr fällig.

Also als erstes brauchst du eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die bekommst du von den Bullen *g*, und zwar müssen die überprüfen ob das Ding nicht geklaut ist. Ich habe bei der Zulassungsstelle (dort, wo's auch PKW-Kennzeichen gibt) eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragt. Hat etwa 15 min gedauert und ca 18€ gekostet. Die sehen nämlich nur nach, ob das Fahrzeug zur Zeit irgendwo angemeldet sprich Versichert ist oder ob es als gestohlen gemeldet ist oder war.

Für die Unbednklichkeitsbescheinigung brauchst du folgende Daten: Hersteller, Typ, Fahrgestellnummer. Mehr nicht.

Wie und wo bekomme ich eine neue Betriebserlaubnis?

Wenn Sie Ihre Betriebserlaubnis verloren haben, gibt es mehrere Anlaufstellen, um ein Ersatzdokument zu erhalten:

  • Hersteller: Haben Sie die Betriebserlaubnis verloren, können Sie sich ein Ersatzdokument direkt beim Hersteller besorgen. Dies kann entweder per Telefon oder teilweise auch schon online abgewickelt werden. Nachdem Sie Angaben zu Fahrgestellnummer sowie Modell abgegeben haben, wird Ihnen eine neue Betriebserlaubnis für Ihr Fahrzeug ausgestellt.
  • TÜV: Die zweite Möglichkeit besteht darin, sich an den TÜV zu wenden, nachdem die Betriebserlaubnis verloren ging. Normalerweise ist diese Vorgehensweise jedoch nur gängig, wenn der Hersteller nicht mehr existiert. Der TÜV muss Ihr KFZ einem Rundum-Check unterziehen und alle Daten mit dem momentanen Zustand und der Beschaffenheit des Fahrzeugs vergleichen. Erst wenn alle Angaben übereinstimmen, wird eine neue Betriebserlaubnis erteilt.
  • Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): Wurde das Fahrzeug in der DDR produziert, wie z. B. die beliebten Kleinkrafträder von Simson, können Sie sich auch an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wenden, wenn Sie die Betriebserlaubnis verloren haben.
  • Händler: Sollte das nicht der Fall sein, können Sie auch bei einem Händler vorbeischauen, der Fahrzeuge des entsprechenden Herstellers vertreibt.

Kosten einer neuen Betriebserlaubnis

Eine neue Betriebserlaubnis kann je nach Hersteller 10 bis 50 Euro kosten. Beim TÜV kommen außerdem Kosten für den Rundum-Check hinzu.

Es kann nicht genau gesagt werden, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie die ABE für Ihr Mofa, Ihren Anhänger, Ihr Leichtkraftrad oder die ABE für Ihre Felgen verloren haben. Es macht jedoch in der Regel keinen Unterschied, um welche Fahrzeugteile es sich handelt.

Ich war heute beim TÜV. Abgesehen davon, dass das Mofa sich überlegt hat, nicht anzuspringen, war esganz plötzlich ganz leicht an eine neue Betriebserlaubnis zu kommen. 72,50 EURO hat das gekostet.

Fahren ohne Betriebserlaubnis

Nein, haben Sie Ihre allgemeine Betriebserlaubnis verloren, dürfen Sie nicht mehr mit Ihrem Fahrzeug herumfahren. Ansonsten droht ein Verwarngeld von 10 Euro.

Zulassung eines Oldtimers ohne Papiere

Gerade bei Klassikern kann es oft der Fall sein, dass wichtige Papiere wie der Kfz-Brief, der Kaufvertrag oder die Zulassungsbescheinigung Teil II nicht mehr auffindbar sind. Will man den Oldtimer ohne Papiere zulassen, steht man oft vor einem Problem, nämlich in Form vom Wohlwollen der Zulassungsstellen.

Hier trifft die Verordnung in § 12 Abs. 4 FZV recht detaillierte Regelungen: Die verlorene ZBII muss im Verkehrsblatt mit einer Frist zur Vorlage bei der Zulassungsbehörde aufgeboten werden. Die genannte Frist zur Vorlage bei der Zulassungsbehörde beträgt zumeist 14 Tage.

Vorgehensweise

  1. Unbedenklichkeitsbescheinigung: Damit klar ist, dass das Mofa nicht geklaut ist und die Papiere deshalb fehlen, muss zunächst eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ her.
  2. Hersteller kontaktieren: Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung in der Hand geht es nun an das eigentliche Beantragen der Papiere. Hierzu wendet man sich an den Hersteller deines Mofas (z.B. Kreidler).
  3. TÜV als Alternative: Aber auch dann gibt es eine Möglichkeit. Hier kommt der TÜV ins Spiel. Auch dort kommt man an neue Fahrzeugpapiere, allerdings nur über eine Einzelabnahme.

Wichtige Hinweise

  • Kaufvertrag: Wenn Sie ein Fahrzeug ohne Papiere kaufen, machen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag mit Anschrift des Verkäufers (Ausweis zeigen lassen!) und einer „Erklärung an Eides Statt, uneingeschränkter Eigentümer“ des betreffenden Fahrzeugs zu sein.
  • Diebstahl: Der Diebstahl des Fahrzeugbriefes muss der zuständigen Zulassungsstelle sowie der Polizei gemeldet werden.
  • Eigentumsnachweis: Beim Verkauf eines Fahrzeugs ohne Papiere: Nach Restaurierung und bestandener Hauptuntersuchung kann man als Käufer mit dem damaligen Kaufvertrag, der als Eigentumsnachweis fungiert, zur Zulassungsstelle gehen.

Zusammenfassung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine neue Betriebserlaubnis für Ihr Moped zu erhalten, wenn die Originalpapiere verloren gegangen sind. Die wichtigsten Schritte sind die Beantragung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung und die Kontaktaufnahme mit dem Hersteller oder dem TÜV. Mit den entsprechenden Dokumenten und etwas Geduld können Sie Ihr Moped wieder legal im Straßenverkehr bewegen.

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