James Bond fährt Triumph: Motorrad-Action in "Keine Zeit zu sterben"

Auch wenn wir alle noch etwas auf den neuen Bond-Film warten müssen, fährt Triumph schon mal das offizielle 007 Motorrad vor. Dazu gesellen sich endlich stylishe Bikes, die mit einigen Verfolgungsszenen für geballte Motorradpower im neuen Bond sorgen. In "Keine Zeit zu sterben" versucht man sich an einer Symbiose aus Witz, Charme, Herzschmerz und Action.

Motorradfahren hat definitiv nichts von seiner Faszination verloren.

Hinter den Kulissen von "Keine Zeit zu sterben"

Um alles über die Zusammenarbeit zwischen Triumph und den Bond-Produzenten zu erfahren, sind wir für euch nach London gereist und haben exklusiv mit den Verantwortlichen gesprochen. Dabei hatten wir die Gelegenheit, neben Oscargewinnern und einem mehrfachen Enduro-Weltmeister auch weitere Protagonisten aus dem neuen Bond-Film zu treffen.

Als einziges Magazin aus Deutschland, dem deutschsprachigem Raum und ohnehin als einzige Vertreter der Motorradbranche weltweit haben wir auf dieser Veranstaltung die Möglichkeit, mit den Protagonisten des Films hinter die Kulissen zu schauen und am eigenen Leib zu erfahren, wie die Stunts produziert werden und welcher Aufwand dahintersteckt.

Die Stunt-Bikes: Triumph Scrambler 1200 XE und Tiger 900

Eine Triumph Scrambler 1200 XE und eine damals noch im Prototypstatus befindliche Tiger 900 begleiten die Protagonisten durch zahlreiche Verfolgungsjagden. Der spektakuläre Sprung in Matera wurde auf einer seriennahen Scambler 1200 durchgeführt.

So erfahren wir unter anderem, dass die Filmszenen tatsächlich mit originalen Triumph-Maschinen gedreht wurden. Wirklich alle Stunts? Ja, alle Stunts.

Das absolute Highlight ist der Sprung über eine im Film nicht sichtbare Rampe auf eine dicht bevölkerte Straße in Matera. Gerüchten zufolge, die behaupten, dass dieser spektakuläre Sprung nicht mit einer seriennahen Triumph Scrambler 1200 durchgeführt worden ist, können wir eine Absage erteilen. Zusätzlich wurde Cola auf das Kopfsteinpflaster aufgetragen, um für mehr Grip zu sorgen und so das Unfallrisiko zu minimieren.

Die Original-Bikes aus dem Film konnten wir vor Ort für euch begutachten und natürlich auch ablichten. Auch konnten wir von Paul die eine oder andere Anekdote von den Dreharbeiten erfahren. So ist es eine Tatsache, dass Daniel Craig einer von uns ist und regelmäßig selbst mit den Triumphs am Set unterwegs war.

Die Stars hinter den Stunts

Als Stuntdouble für Daniel Craig stand niemand Geringerer als Vierfach-Enduro-Weltmeister Paul „Fast Eddy“ Edmondson zur Verfügung. Im Rahmen des Events haben wir Gelegenheit, zusammen mit dem vierfachen Enduro-Weltmeister Paul Edmondson Details zu den Motorradstunts zu besprechen. Stuntprofi Edmondson benötigte laut eigener Aussage lediglich drei Versuche, bis alles kinoreif im Kasten war.

Etwas nördlich von London, auf dem Gelände der Land Rover Jaguar Driving Experience, wollen wir eine Szene aus dem neuesten Bond noch einmal aus erster Reihe erleben. Leider dürfen wir nicht auf einer der Triumphs Platz nehmen, aber viel näher als dem Beifahrersitz im Land Rover von Rallye- und Stuntfahrer Mark Higgins, den man uns anbietet, kann man so einem Stunt wohl nicht kommen.

Rallye-Fahrer Mark Higgins ist ein absoluter Experte auf vier Rädern. 2016 brach er erneut den Rundenrekord auf der Isle of Men Bis zu diesem Tag hielt ich mich für einen guten Fahrer, nun weiß ich es besser. Das, was diese Jungs machen, ist auf absolut allerhöchstem Niveau.

Während der Fahrt bleibt sogar Zeit für ein entspanntes Pläuschchen mit Mark, der, so wie ich auch, mit einem Kommunikationssystem im Helm ausgerüstet wurde. Dabei erzählt er mir fast nebensächlich, dass er den Rekord auf dem für Motorradrennen weltberühmten Kurs der Ilse of Men TT hält, bevor er schon fast etwas kleinlaut hinzufügt „aber auf vier Rädern“. Die von ihm erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 207,17 km/h.

Triumph Scrambler 1200 Bond Edition

Sie basiert auf dem Top-Modell Triumph Scrambler XE, das sich durch erstklassige Performance und Funktionalität auszeichnet. Daneben besticht die Bond Edition mit erstklassiger Technik, einer hochwertigen Ausstattung und beeindruckenden technischen Daten. Inspiriert wurde sie von dem Bike, das Bond im neuen Film fährt.

Zur Ausstattung gehört das wunderschöne Startnummernschild am Auspuff sowie ein Zierbeschlag an der unteren Seitenverkleidung mit geprägtem 007-Logo. Das 007-Logo im Startbildschirm.

Anlässlich der Kooperation entwarf Triumph eine eigene James-Bond-Edition Nun kam pünktlich zum 120. Jahrestag der Zweiradschmiede endlich zusammen, was zusammengehört. Anlässlich der Partnerschaft fertigte Triumph gar eine streng limitierte James-Bond-Edition beider Fahrzeuge an, die wir bereits vorstellten. Die Scrambler 1200 Bond-Edition ist mittlerweile ausverkauft.

"Keine Zeit zu sterben": Ein Kinoerfolg

"No time to die" - so der Titel im Original - ist der erfolgreichste Film während der Pandemie. Geschadet haben die Nebendarsteller auf zwei Rädern dem neuesten Bond-Film definitiv nicht.

Im Gegenteil - direkt nach Kinostart sprengte der neue Bond Rekorde an der Kinokasse und ist in Deutschland mit großem Abstand der erfolgreichste Film, der während der Pandemie gezeigt wurde. So gesehen also die BMW GS unter den Kinofilmen. Auch innerhalb der Reihe verwies der neueste Blockbuster die Vorgänger „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost“ bereits nach wenigen Wochen auf die Plätze. Insgesamt 774 Millionen US-Dollar spielte der Film allein an den Kinokassen dieser Welt ein.

Britischer Agent, britisches Bike, das ist, worum es geht - und das zieht! Allein in Deutschland begaben sich trotz der Pandemie rund sechs Millionen Fans in die Kinos und auch in Großbritannien, dem Mutterland von Bike und Agent, lief es bestens.

Mit einer Spieldauer von 163 Minuten ist „Keine Zeit zu sterben“ der längste Bond aller Zeiten. Einmalig ist auch, dass in dem letzten Teil alle Fäden aus den vorherigen Teilen mit Daniel Craig zusammenlaufen.

Einspielergebnisse von "Keine Zeit zu sterben"
Region Bemerkungen
Deutschland Erfolgreichster Film während der Pandemie
Weltweit 774 Millionen US-Dollar
Europa Größere Beliebtheit als in den USA

Triumph Scrambler 1200 XE aus dem Film versteigert

Für 138.600 Britische Pfund kam im Londoner Auktionshaus Christie's die originale Triumph Scrambler 1200 XE aus dem Blockbuster "James Bond - No Time to Die" unter den Hammer.

FilmFahrzeuge sind immer etwas Besonderes. Sie geben Filmen einen besonderen Touch und werden oft zu popkulturellen Phänomenen. Doppel-Null Agent James Bond ist vor allem für seine Vorliebe für Aston Martins weltbekannt. Doch im letzten Bond-Streifen "No Time to Die" (deutsch: Keine Zeit zu Sterben) hatte zu Beginn des Films eine Triumph Scrambler 1200 XE ihren großen und spektakulären Auftritt. Sie wurde von Daniel Craig und von Stuntmen gefahren. Dieses Exemplar stand für Sammler und Filmfans im Auktionshaus Christie's zum Verkauf, im Rahmen einer Wohltätigkeitsaktion zur Feier von 60 Jahren James Bond. Ende September 2022 wurde die berühmte Film-Triumph für 138.600 Britische Pfund versteigert - für weit mehr als zuvor erwartet worden war. Zum Zeitpunkt der Versteigerung entsprach dieses Summe umgerechnet circa 157.500 Euro.

Im Film ist das Motorrad vor allem durch die Anfangssequenz in der Stadt Matera bekannt, in der Bond mit einem Affenzahn durch die Innenstadt vor seinen Verfolgern flüchtet und als großes Highlight einen gigantischen Sprung über eine Treppe vollführt. Diese Szenen waren allesamt mit exakt dieser Triumph Scrambler 1200 XE gedreht worden, die bei Christie's unter den Hammer kam. In ihren Grundzügen wurde die Maschine nicht verändert: Der 1200 Kubik große Reihen-Twin mit seinen 90 PS und 110 Newtonmetern blieb unangetastet, auch das Erscheinungsbild wurde kaum verändert - es fehlen lediglich Rückspiegel, und ein Gitter ist vor der Lampenmaske angebracht. Eine schnittigere Auspuffanlage aus Edelstahl - nicht straßenzugelassen - macht ordentlich Krawall. Ob das Fahrwerk auch angepasst wurde (gerade für den großen Sprung) ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.

Christie's hatte einen Verkaufspreis zwischen 20.000 und 30.000 Pfund Sterling (23.600 - 35.449 Euro) erwartet, was immerhin bis zu 15.000 Euro mehr gewesen wären als für eine Triumph Scrambler 1200 XE beim Triumph-Händler um die Ecke. Schließlich wurden diese Erwartungen mit 138.600 Pfund weit übertroffen. Immerhin handelt es sich hier um einen echten Filmstar! Zudem: Der Erlös des Motorrads wird in Gänze dem Severn Hospice, einem englischen Hospiz, als Spende übergeben.

Die Triumph Scrambler 1200 XE aus dem Film wurde als reines Stunt-Fahrzeug gebaut, was bedeutet, dass für dieses Motorrad keine Homologation der Driver Vehicle License Agency (DVLA) im United Kindgom vorliegt, sprich eine Zulassung ist nicht möglich. Eine Zulassung in Deutschland wäre zwar grundsätzlich möglich, aber mit Nachrüst-Aufwand verbunden. Und es wäre formal kompliziert, da es sich bei der Film-Scrambler um ein Fahrzeug mit "Blanko-Rahmen" handelt. Also: eher ein Fall für Sammler.

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