Wenn Sie ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug gekauft haben, ist der Gang zur Zulassungsstelle erforderlich. Hierzu gehören unter anderem die Zulassungsbescheinigung, Ihr Personalausweis sowie die elektronische Versicherungsbestätigung.
Viele Fahrzeughalter machen sich wenig Gedanken über das Kennzeichen und seine Maße. Es gibt Nummernschilder mit unterschiedlichen Größen. In manchen Fällen, etwa beim Motorrad, haben Sie Wahlmöglichkeiten.
Gesetzliche Vorschriften und Maße
Die Ausgestaltung der Kennzeichen sowie die zulässigen Maße sind durch die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) gesetzlich vorgeschrieben. Die zulässigen Kennzeichenformen und Größen sind abhängig von der Fahrzeugart.
Die Regelungen hinsichtlich der verschiedenen Kfz-Kennzeichen und ihrer Maße finden sich in der Anlage 4 zur Fahrzeug-Zulassungsverordnung, welche kurz FZV genannt wird.
Übersicht der Kennzeichengrößen
Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Kennzeichengrößen für Krafträder:
| Fahrzeugart | Kennzeichenform | Höhe (mm) | Breite (mm) |
|---|---|---|---|
| Krafträder / Motorräder über 125 ccm | Kraftradkennzeichen zweizeilig | 200 | 180 - 220 |
| Krafträder / Motorräder über 125 ccm | Zweizeiliges Kennzeichen | 200 | max. 340 |
| Kleinkrafträder und Leichtkrafträder bis 125 ccm | Kraftradkennzeichen zweizeilig | 200 | 180 - 220 |
| Kleinkrafträder und Leichtkrafträder bis 125 ccm | Zweizeiliges Kennzeichen | 200 | max. 340 |
| Kleinkrafträder und Leichtkrafträder bis 125 ccm | Verkleinertes zweizeiliges Kennzeichen | 130 | max. 255 |
Dem durchschnittlichen Autofahrer ist wohl das herkömmliche Kfz-Kennzeichen bekannt. Das Nummernschild hat eine maximale Breite von 520 Millimetern sowie eine Höhe von 110 Millimetern. Für Autos und Lkw gibt es außerdem ein zweizeiliges Nummernschild.
Als Schriftart für Buchstaben und Ziffern wird in Deutschland in der Regel die Mittelschrift verwendet.
Für Motorräder haben die Kennzeichen hingegen andere Maße. Bis zum Jahr 2011 gab es nur die großen Nummernschilder, welche bis zu 280 Millimeter breit und 200 Millimeter hoch sind. Die neuen, kleineren Motorradkennzeichen haben folgende Maße: Sie sind entweder 180, 200 oder 220 Millimeter breit und verfügen über eine Höhe von 200 Millimetern.
Leichtkrafträder, hierzu gehören laut § 2 Abs. 10 FZV alle Krafträder mit einem Hubraum von mehr als 50 cm³ und höchstens 125 cm³ sowie einer maximalen Nennleistung von 11 kW, bekommen spezielle Nummernschilder.
Motorradkennzeichen beantragen
Wenn Sie ein Motorrad für den Straßenverkehr zulassen und hierzu ein Kennzeichen beantragen möchten, geht das ganz einfach. Sie können sich direkt an die ansässige Zulassungsbehörde wenden.
Natürlich ist es hier auch möglich, ein altes Kennzeichen durch ein neues Modell im kleineren Format auszutauschen. Bevor Sie Ihr Motorrad im Straßenverkehr benutzen dürfen müssen Sie ein Kennzeichen beantragen.
Die Verwaltungsgebühren für ein neues Kennzeichen betragen ungefähr 25 Euro, für einen Wechsel auf das kleinere Format ca. 5 Euro. Meist ist eine Werkstatt angeschlossen, in der Sie sich das neue Motorradkennzeichen anfertigen lassen können.
Viele Zulassungsstellen bieten Ihnen die Möglichkeit, vorab ein Wunschkennzeichen via Internet zu reservieren. Die Reservierung wird dabei nur für einen bestimmten Zeitraum vorgenommen. Erfolgt innerhalb dieser Spanne keine Zulassung, erlischt die Reservierung automatisch. Die Kosten dafür betragen ca.
Die Montage des Motorradkennzeichens ist genau geregelt. Es darf bis zu 30 Grad von der Senkrechten geneigt montiert werden, das heißt es muss zwischen 60 und 90 Grad zum Boden stehen.
Übrigens: Eine seitliche Montage, die vor allem bei Choppern sehr beliebt ist, ist zulässig.
Saisonkennzeichen
Da Motorräder meistens in den wärmeren Monaten zum Einsatz kommen, sind Saisonkennzeichen als Motorradkennzeichen besonders gut geeignet. Die Gültigkeit des Kennzeichens ist dabei auf einen expliziten Zeitraum beschränkt.
Vorteil: Je nach zugelassenen Monaten zahlen Sie nur anteilig Steuer und Versicherung, für ein halbes Jahr also nur die Hälfte des regulären Betrags. Der von Ihnen gewählte Anfangs- und End- Monat wird am Rand des Kennzeichens eingeprägt.
Wechselkennzeichen
Falls Sie über zwei Motorräder verfügen, kommt eventuell ein Wechselkennzeichen in Frage. Voraussetzung: Die beiden Motorräder dürfen nicht zeitgleich verwendet werden.
Ein Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen. Der erste, vorangestellte Teil stellt das eigentliche Kennzeichen dar, ist variabel und muss am jeweils genutzten Fahrzeug angebracht werden. Der zweite Teil ist kleiner, bildet die TÜV-Plakette ab und bleibt immer am selben Fahrzeug montiert. Die Steuerpflicht bleibt bei einem Wechselkennzeichen für beide Fahrzeuge bestehen. Eventuell können Sie jedoch von niedrigeren Versicherungspreisen profitieren.
Kurzzeitkennzeichen
Für Überführungsfahrten oder Probefahrten können Sie Kurzzeitkennzeichen verwenden. Alle anderen Arten von Fahrten sind mit diesem Kennzeichen verboten und werden polizeilich verfolgt. Diese sind durch ein Verfallsdatum oben rechts in schwarzer Schrift auf gelbem Grund erkennbar.
Beachten Sie dabei: Das Autokennzeichen auf Zeit wird nur in Verbindung mit einer speziellen Kurzzeitversicherung ausgegeben.
Der einzige Unterschied zwischen dem Kurzzeitkennzeichen für Motorräder und Autos ist die Form des Kennzeichens. Die Kosten für ein Kurzzeitkennzeichen für Motorräder belaufen sich auf ca. 5-8 Euro.
Oldtimerkennzeichen
Viele Besitzer eines Oldtimers entscheiden sich gegen ein H-Kennzeichen, weil es um einiges größer ist als ein normales Motorradkennzeichen.
Oldtimerkennzeichen dienen der Steuerbegünstigung und Kennzeichnung historischer Fahrzeuge. Sie sind durch ein zusätzliches H gekennzeichnet. Da dadurch mehr Platz beansprucht wird, sind sie für Motorräder nicht sehr beliebt.
Als Oldtimer gelten Motorräder, die mindestens 30 Jahre alt, gut erhalten und weitestgehend im Originalzustand sind. Es ist ein spezielles TÜV- oder DEKRA-Gutachten erforderlich, um ein Motorrad als Oldtimer zuzulassen.
Sie sollte das Oldtimerkennzeichen jedoch nicht nur unter dem Vorwand der Steuerbegünstigung nehmen. Das Motorrad muss im Originalzustand und zusätzlich gut erhalten sein, was wiederum zusätzliche Kosten mit sich bringt.
Die Zulassung eines Oldtimer-Motorrades kann mit Ausnahmeregelungen verbunden sein. Freunde alter Motorräder kennen die besonderen Herausforderungen, die sich beim Betrieb der alten Schätzchen auf öffentlichen Straßen ergeben.
Zudem sind aufgrund der Größe und des Formates der aktuellen Kennzeichen diese an alten Motorrädern oft schwierig zu montieren und darüberhinaus optisch wenig ansprechend.
Auf Initiative des VFV hat der ‚Parlamentarische Arbeitskreis Automobiles Kulturgut (PAK)‘ Ausnahmeregelungen durchgesetzt, um die Vorschriften für die ganz alten Krafträder praktikabel zu machen:
- Motorräder, die vor 1959 erstmals zugelassen wurden, dürfen auch mit den bei Leichtkrafträdern üblichen Kennzeichen betrieben werden.
§ 79 Übergangs- und Anwendungsbestimmungen (Link zur Gesetzesnorm)(1a) Krafträdern, die vor dem 1.
Januar 1961 abnehmbare Geschwindigkeitsmessgeräte und Wegstreckenzähler verwendet werden, wenn 1. diese während der Fahrt sicher angebracht sind, 2. der Anbau im Sichtbereich erfolgt, ohne das Sichtfeld des Fahrers einzuschränken, 3. die zulässige Abweichung der angezeigten Geschwindigkeit in den letzten Dritteln des Anzeigebereichs höchstens plus 7 Prozent des Skalenendwertes beträgt und 4.
3D-Kennzeichen
Viele Autofahrer kennen nur klassische Kennzeichen aus Alu, aber die Entwicklung schreitet auch in diesem Bereich stetig voran. 3D-Kennzeichen aus elastischem Kunststoff stellen gleich in mehrfacher Hinsicht eine echte Neuerung dar. Die visuelle Veränderung spricht Autofreunde und Tuner gleichermaßen an. Das Geniale daran ist, dass das einfache Upgrade der Pkw-Optik für jeden zu realisieren ist.
Wir informieren Dich über die visuellen Möglichkeiten, Materialeigenschaften und Vorteile im Vergleich zu Blechschildern und über den Umweltaspekt. Bei 3D-Kennzeichen aus Kunststoff werden nicht nur Materialien, sondern auch Verfahren angewandt, die die Produkte hochwertig und langlebig machen. Gleichzeitig sehen sie gut aus und setzen auf Nachhaltigkeit.
Die Vorgaben zum Zustand, den Eigenschaften und dem Anbringungsort von Kennzeichen werden in § 10 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) geregelt. Hier erfüllen die 3D-Kennzeichen alle Vorgaben.
Vorteile von 3D-Kennzeichen
- Einzigartiges Design, das sich abhebt und auffällt.
- Das innovative Nummernschild mit seinen erhabenen Buchstaben und Zahlen in elegantem Schwarz besticht als Alternative zum Kennzeichen aus Blech durch Elastizität und Beständigkeit.
- Kleinere Schläge und Rempler, die ein Aluschild für immer verformen, steckt das Kunststoff-Kennzeichen ohne bleibende Spuren weg.
- Hochwertige Qualität
- Lebenslange Garantie* (*ausgenommen Version: Hochglanz und Carbon Optik).
Du möchtest ein Kfz-Kennzeichen kaufen, das sich von der Masse abhebt? Dann wird Dir das Nummernschild im einzigartigen 3D-Look gefallen! Und es überzeugt nicht nur optisch: Die runden, weichen Kanten des Kennzeichens ermöglichen eine angenehme Montage - Schnitte und Kratzer gehören mit dem Kunststoff-Schild der Vergangenheit an.
Eine normgerechte Alternative mit überlegener Technologie: das hochwertige Kfz-Kennzeichen aus Kunststoff ist geprüft und zertifiziert. Unabhängige akkreditierte Prüfungsinstitute bestätigen, dass das Nummernschuld voll zulassungsfähig ist und aktuell die einzige normgerechte Alternative aus Hightech-Kunststoff zum alten Blechschild in Deutschland darstellt.
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