Kette für Mountainbike kaufen: Alles, was Sie wissen müssen

Die Kette ist ein entscheidendes Element, das Ihr Fahrrad zu einer effizienten Maschine macht. Sie überträgt Ihre Muskelkraft in Vortrieb. Abhängig von der verwendeten Schaltung und dem Antrieb sind unterschiedliche Ausführungen erhältlich. Für eine einwandfreie Funktion der Schaltung muss unbedingt die passende Kette gewählt werden.

Die richtige Kette für Ihr Mountainbike auswählen

Die Fahrradkette ist den Abständen der einzelnen Ritzel entsprechend breit bzw. schmal ausgeführt. Auch wenn sich die Außenbreiten der verschiedenen Ketten nur minimal unterscheiden, kann eine falsche Kette zu enormen Schaltproblemen führen! Spezielle Ketten für 9-, 10-, 11- und 12-fach Schaltungen garantieren in allen Fahrsituationen perfekte Schaltvorgänge. Single-Speed Bikes und BMX Räder benötigen hingegen eine 1/2" x 1/8" Kette. Für eine moderne Nabenschaltung wie beispielsweise die Rohloff Speedhub wird hingegen die gleiche Kette verwendet wie bei einer 6-8-fach Kettenschaltung.

Gewicht und Material der Kette

Die Kette ist aber nicht nur für den Vortrieb entscheidend, sondern kann auch effektiv zum Gewichtstuning beitragen. Durch ausgefräste Kettenglieder und Hohlbolzen wird das Gewicht der Fahrradkette auf ein Minimum reduziert.

Montage der Kette

Die stärkste Kette ist natürlich immer nur so stark wie das schwächste Glied. Deswegen gilt ein besonderes Augenmerk der Montage. Besonders unkompliziert gestaltet sich das Verschließen der Kette mit einem Kettenschloss. Der Vorteil des Kettenschlosses liegt bei der werkzeuglosen und schnellen Montage. Nicht nur im Rahmen einer Tour weiß die einfache Handhabung zu begeistern. Mit dem passenden Kettenschloss wird weder die Schaltung beeinträchtigt noch die Reißfestigkeit der Kette minimiert.

Die zweite Möglichkeit der Montage stellt die Vernietung dar. Bei der einmaligen Vernietung sollte aus Gründen der Sicherheit immer auf einen passenden Nietstift geachtet werden. Ebenfalls zu bedenken ist, dass bei der Vernietung Nietwerkzeug benötigt wird. Eine fachgerecht verschlossene Kette kann enormen Belastungen standhalten.

Pflege und Wartung der Kette

Selbst die beste Kette bedarf einer gewissen Pflege, damit sie reibungslos ihren Dienst versehen kann. Mit Kettenreinigern ist eine einfache und schnelle Säuberung der Kette möglich.

Die richtige Kettenlänge ermitteln

Die Frage nach der optimalen Kettenlänge taucht immer wieder auf und ist leider gar nicht so einfach zu beantworten. Aufgrund der Vielzahl von Fällen und Montageanleitungen können wir hier nicht jeden Einzelfall abbilden, als Faustregel kann man jedoch festhalten, dass in den meisten Fällen empfohlen wird, die neue Kette vorne und hinten jeweils auf das größte Ritzel zu legen, sie nicht durch das Schaltwerk zu führen und dann zu spannen (bei vollgefederten Rädern bei vollständig eingefedertem Hinterbau).

Um die zusätzliche Länge beim Durchführen durch das Schaltwerk zu erhalten, wird meistens empfohlen noch 2 Doppelglieder zu addieren. Bitte beachte, dass bei Ketten mit Kettenschloss 2 Innenlaschen nach dem kürzen stehen bleiben müssen, bei Verwendung eines Nietstiftes (Shimano) eine Außen- und eine Innenlasche.

Antriebssysteme im Überblick

Der Antrieb ist ein wesentlicher Teil eines Fahrrades. Jedoch wird er zunehmend komplexer. Klassisch unterscheidet man in Kettenschaltungen und Nabenschaltungen, jedoch hat sich in den Schaltungs-Kategorien die Vielfalt vergrößert. Das bringt durchaus ein wenig Verwirrung und fordert eine Beschäftigung mit der Materie.

Kettenschaltungen

Die Kettenschaltung verändert die Übersetzung durch ein Umsetzen der Kette selbst über Ritzel und Kettenblätter. Dabei wird die Kette mittels Umwerfer und Schaltwerk umgesetzt und so den jeweiligen Gegebenheiten (bergauf, bergab, gewünschte Trittfrequenz) angepasst. Waren bis vor rund 5 Jahren noch alle MTB-Antriebe vorne dreifach und hinten mit 7, 8 oder 9 Ritzel ausgestattet, so hat sich nach der Einführung der 10-fach Schaltung aufgrund der größeren Bandbreite der Kassetten die Möglichkeit ergeben, vorne auf eines oder gar zwei Kettenblätter zu verzichten.

Welche Version hier für Dich die richtige ist, ist letztendlich Geschmackssache. Aber grundsätzlich empfiehlt sich eine Einblattschtestaltung (also nur ein Kettenblatt vorn) für Racer, während All Mountain-Fahrer gern vorn zwei oder drei Kettenblätter verwenden, da diese letztlich doch die größte Bandbreite für rasante Abfahrten und steilste Anstiege bieten. Hier muss man jedoch etwas mehr Gewicht in Kauf nehmen.

Nabenschaltungen

Die Nabenschaltung führt die Kette mittels nur eines Kettenblatts auf ein Ritzel. Die Schaltvorgänge selbst finden in der Hinterradnabe über ein Getriebe statt. Dabei gibt es Nabenschaltungen ab 3 und bis zu 14 Gängen. Dazu gekommen sind Getriebeschaltungen, die im Bereich des Tretlagers liegen und damit den Schwerpunkt zentraler ins Rad liegen. Der Vorteil aller Getriebeschaltungen ist die immer gleiche Kettenlinie, die den Verschleiß gegenüber einer Kettenschaltung deutlich reduziert, jedoch sind Getriebe auch schwerer und oft kritisch für den Schwerpunkt eines Rades.

Ketten, Ritzel und Kettenblätter

Das ist relativ eindeutige der Gliederstrang, der die Kraft von der Kurbeleinheit vorn auf die Nabe hinten überträgt. Die Kette wird entsprechend ihrer Verwendung für unterschiedliche Schaltungskategorien unterschieden und unterscheidet sich vor allem in der Kettenbreite. Aber auch die Qualität unterscheidet sich durchaus. Viele Leute neigen dazu günstigere Ketten zu fahren (im Vergleich zum Antrieb), da die Kette das Hauptverschleißteil ist. Jedoch lässt sich dem entgegenstellen, dass ein hoher Verschleiß an der Kette auch stärker an Ritzeln und Kettenblättern nagt und diese ebenso schneller verschleißen.

Ein Ritzel ist das Zahnrad, welches die Kraft der Kette auf die Naben und damit auf das Rad überträgt. Eine Zusammenfassung von mehreren Ritzeln (aktuell bis zu 11 Stück) auf einem Träger bezeichnet man als Kassette. Ähnlich der Kette gibt es hier ebenfalls Qualitätsunterschiede, jedoch muss die Kassette in erster Linie zur Schaltung passen. Gibt der Schalthebel z.B. 10 Gänge vor, so kannst Du auch nur eine 10-fach Kassette fahren.

Das Kettenblatt ist nun das Zahnrad, welches die Kraft von der Kurbel auf die Kette überträgt. Der Bashguard ist ein Schlagschutz, der das Kettenblatt vor dem Aufsetzen beim Überfahren hoher Hindernisse, wie z.B. Baumstämmen, schützt. Das Kettenblatt ist in seiner Größe ebenfalls entscheidend für die Bandbreite des Gesamtantriebs. Vor dieser Wahl musst Du aber unbedingt den Lochkreis Deiner Kurbel kennen, denn nicht jede Kettenblattgröße lässt sich auf jedem Lochkreis fahren. Der Lochkreis ist der Durchmesser des gedachten Kreises, welcher mittig durch die Kettenblattschrauben führt. Gängig sind hier momentan 104 mm und 64 mm (MTB 3/2-fach), 110 mm (Rennrad „Compact“) und 130 mm (Rennrad „Standard).

Für die Verwendung von nur einem Kettenblatt sind momentan aber verschiedene Lochkreise und Direktmontagestandards in Produktion. Hier ist also unbedingt genau zu schauen, was passt. Für die meisten Einfach-Schaltungen gibt es sog. „Single-Narrow“-Kettenblätter. Diese passen sich mit der Zahnbreite der Kettenform aus schmalen Gliedern und breiteren Laschen an und verhindern so das Abspringen der Kette.

Ersatzteilkauf: Worauf achten?

Die Kurbelschraube muss, wen wundert´s, zur Kurbel passen. Für einige gängige Kurbeln gibt es schöne, bunte oder besonders leichte Tuningversionen. Das trifft noch mehr auf Kettenblattschrauben zu. Dabei hat sich Aluminium als Material weitgehend durchgesetzt. Hier gibt es allerdings auch Maße zu beachten. Die meisten Kettenblattschrauben arbeiten mit 8 mm-Gewinden, jedoch gibt es auch einige wenige Kurbeln, die mit 10 mm arbeiten. Besonders wichtig ist jedoch die Länge. Gängig sind 5 mm für die Montage eines einzelnen Kettenblatts, die Länge für die Montage von zwei Kettenblättern oder einem Blatt und einem Bashguard an einem Befestigungspunkt beträgt 7 oder 8 mm und für die Montage von besonders dicken Polycarbonat-Bashguards gibt es auch mal 10 oder 13 mm Kettenblattschrauben.

Kettenverschluss: Nietstift oder Kettenschloss?

Damit ist letztlich alles Material gemeint, welches zur Reparatur oder der Montage der Kette benötigt wird. Es handelt sich also entweder um Nietstifte oder Kettenschlösser. Der Nietstift ist immer noch die sicherste, langlebigste Version, eine Kette zu verschließen und wird so auch von Shimano und Campagnolo verwendet. Sram und KMC setzten auf das praktische, weil werkzeugfrei zu schließende Kettenschloss, welches aus zwei ineinander greifenden Laschen mit entsprechenden Stiften besteht. Insbesondere KMC bietet hier auch Nachrüstversionen für Ketten von Shimano und Campagnolo an. Ein Verschlussmechanismus liegt im übrigen jeder neuen Kette bei.

Die Fahrradkette und ihre Funktion

Die Fahrradkette ist für die Drehmomentübertragung vom Tretlager auf die Radnabe des Hinterrades verantwortlich. Sie ist aus Stahl gefertigt und besteht aus einzelnen Gliedern, welche genau auf die Ritzel und Kettenblatt passen - deshalb gibt es je nach Anzahl der Gänge am Rad verschiedene Ketten. Wichtig ist auch, dass die Länge auf das Bike abgestimmt ist, sodass die Radkette nicht zu stramm sitzt, aber auch nicht zu locker. Gerade bei Fahrrädern mit Kettenschaltung kann eine Kette mit der Zeit verschleißen.

Wann sollte die Kette ausgetauscht werden?

Sie sollte vor allem dann ausgetauscht werden, wenn sie zu sehr geweitet ist und dadurch Ritzel und Kettenblätter schädigen kann. Ob dies der Fall ist, kannst du mit einer Kettenlehre nachmessen, die Du bei uns in der Rubrik Fahrradzubehör ebenfalls findest. Ketten sind in unterschiedlichen Qualitätsstufen erhältlich, die sich vor allem bei Haltbarkeit und Gewicht bemerkbar machen.

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