Fahrradketten im Test: Shimano und andere im Vergleich

Viele Radfahrer unterschätzen die Bedeutung einer guten Kette. Dabei ist die Kette ein geniales Bauteil, das mit einem hohen Wirkungsgrad die Kraft ans Hinterrad leitet und damit einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fahren leistet. Mit ein bisschen Zuwendung, vor allem regelmäßiger Schmierung, verrichtet die Kette ihre Arbeit in der Regel unauffällig.

Allerdings längt sich der Gliederstrang langsam, aber sicher. Dies geschieht, weil beim Ein- und Ausschwenken der Kette in die Zahnräder Reibung zwischen den Bolzen der Kette und den Kettenlaschen auftritt und Material abgetragen wird. Besonders dann, wenn das Rad im Alltagsbetrieb bei jedem Wetter oder im Gelände bewegt wird und Dreck in die Gelenke dringt. Auch Radeln mit Motor fördert den Verschleiß, denn E-Bikes bringen mehr Power auf die Kette als die Waden.

Eine gelängte Kette verändert die Zahnprofile aber so, dass eine neue Kette darauf irgendwann nicht mehr läuft. Dann wird der Service teuer, weil neben der Kette auch Kettenblatt (vorn) und Ritzel (hinten) ausgetauscht werden müssen. Bei hochwertigen Rädern empfiehlt es sich daher, die Kette rechtzeitig zu wechseln, dann halten die Zahnräder zwei bis vier Ketten lang. Die absoluten Kilometerleistungen können dabei gewaltig schwanken. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten, während die gleiche Kette am gepflegten Schönwetterrad auch 7000 Kilometer und mehr halten kann.

Welche Kette für E-Bikes?

Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Und lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die Top-Modelle zu kaufen? Der Test fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage. Während manche Exemplare nach dem Testmarathon noch nicht austauschpflichtig wären, sind andere schon extrem gelängt. Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Die teurere Edelstahlkette längt sich dabei etwas weniger als die einfacheren Modelle. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.

Unterm Strich lernen wir, dass das Attribut „E-Bike-tauglich“ keine Qualitätsaussage ist. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Punktabzug gibt es nur durch das umständliche Handling mit dem Verschlussbolzen. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.

Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Wie lange Ketten insgesamt halten, hängt auch von der Pflege ab. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.

Kettenverschleiß - So wurde getestet

Der Verschleiß der Ketten wurde auf einer Prüfmaschine bestimmt. Dazu wurden je sieben Kettenabschnitte zu einer Prüfkette zusammengesetzt, die auf dem Prüfstand verspannt wurde. 80 Stunden lang wurde die Kette mit 300 N Spannung und 75 U/min bewegt. Weitere 30 Stunden mit einer auf 750 N erhöhten Last, wie sie fürs E-Biken repräsentativer ist. Alle 20 Stunden wurde feiner, aggressiver Quarzsand auf die Kette gerieselt, die mit einfachem Motoröl geschmiert wurde. Am Ende jedes Zyklus wurde die Längung der Gelenke mit Messschiebern unter Vorlast ermittelt. Zusätzlich haben wir den Rollenverschleiß erfasst und mit einer Kettenmesslehre überprüft, ob ein Austausch anstünde. Ein Referenzkettenabschnitt wurde in beiden Prüfketten verwendet.

Die Grafik zeigt, wie sehr sich die Kettengelenke im Zuge der Prüfung durch Verschleiß gelängt haben. Ketten unter 0,02 Millimeter Längung pro Gelenk sind nach der Prüfung mit Kettenlehre, die auch den Rollenverschleiß erfasst, noch nicht austauschpflichtig.

Ergebnisse des Verschleißtests

Nachfolgend finden Sie die Testergebnisse zu den 13 Fahrradketten im MYBIKE-Verschleißtest.

Testergebnisse im Überblick

Kette Preis (ca.) Verschleiß (mm) Testurteil
KMC E10 52,95 Euro 0,078 BEFRIEDIGEND
KMC X10 33,90 Euro 0,017 SEHR GUT (Testsieger)
KMC X10 EL Gold 54,90 Euro 0,054 GUT
Miché E-Bike 48,38 Euro 0,111 AUSREICHEND
Miché 10 Speed 36,50 Euro 0,035 GUT
Shimano CNE 6090 42,95 Euro 0,017 SEHR GUT
Shimano Deore HG 54 29,95 Euro 0,016 SEHR GUT
Shimano HG 95 32,95 Euro 0,016 SEHR GUT
SRAM PC 1031 22,00 Euro 0,102 AUSREICHEND
SRAM PC 1071 48,90 Euro 0,026 SEHR GUT
Wippermann 10 S1 67,50 Euro 0,023 SEHR GUT
Wippermann 10 SE 57,90 Euro 0,024 SEHR GUT
Wippermann 10 SO 34,90 Euro 0,028 SEHR GUT

Kette schließen: Kettennietstift vs. Kettenschloss

Irgendwie muss die neue Kette an das Fahrrad. Im Prinzip gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Techniken beim Verschluss einer Fahrradkette: Kettennietstift oder Kettenschloss. Doch nahezu jeder Kettenhersteller hat seine eigenen Kettenschlösser, die sich im Verschlusssystem voneinander unterscheiden und somit anders zu schließen und zu öffnen sind. Manche Kettenschlösser haben den Vorteil, dass man sie auch ohne Werkzeug öffnen und schließen kann, während andere trotzdem noch ein Werkzeug benötigen.

Kompatibilität von Kettenschlössern

Kettenschlösser sind mit den Ketten anderer Hersteller kompatibel. Es kommt nur auf die Breite der Kette an - was wiederum auf die Anzahl der Ritzel hinten am Fahrrad ankommt. Jedes Kettenschloss kommt mit einer entsprechenden Angabe.

Unterschied Kettennietstift und Kettenschloss

Bei Kettennietstiften handelt es sich um einen Bolzen, mit dem sich die beiden losen Enden der Kette miteinander verbinden lassen. Ein Kettenschloss jedoch verbindet die beiden Enden der Kette auf eine andere Weise. Im Prinzip erhält man so ein zusätzliches Glied, das die beiden Enden der Kette verbindet. Anders als beim Kettennietstift lässt sich das Verschlussglied also von den anderen Gliedern unterscheiden.

Viele Radfahrer sind negativ eingestellt gegenüber „dem Kettenschloss“. Doch wie anfangs erklärt ist das eine Pauschalisierung - jeder Kettenhersteller hat ein individuelles Kettenverschluss-System. Manche Kettenschlösser sind schwieriger zu verwenden als andere. Wenn man pauschal bleiben möchte, lässt sich sagen, dass die Befestigung eines Kettenschlosses sehr viel leichter vonstatten geht als das Schließen mithilfe eines Nietstifts.

Wie schließt man eine Kette mit Kettennietstift?

Um eine Kette mit dem Nietstift zu schließen, benötigt man einen Kettennieter. Der Kettennietstift besteht aus zwei Teilen, die an einer Sollbruchstelle später auseinander gebrochen werden. Zunächst schiebt man die Laschen des einen Endes der Kette über die Innenrolle des anderen Endes der Kette. Hier hindurch schiebt man das Teil des Nietstifts, welches ein runderes oder spitzes Ende hat. Dann legt man die - so zunächst hilfsmäßig geschlossene Kette - an die Ansatzstelle des Kettennieters und presst dann das hervorstehende, flache Ende des Bolzen mit dem Kettennieter in die Kette hinein. Nun sollte das andere, runde Ende des Bolzen hervorstehen. Dieses bricht man mithilfe einer Zange oder eines ähnlichen Werkzeugs an der Sollbruchstelle ab.

Manche Kettennieter verfügen noch über eine zusätzliche Einstellung, um den Kettennietstift zu beiden Seiten noch zu spreizen und auszuweiten - dadurch sitzt er noch etwas sicherer in der Kette und kann nicht herausrutschen.

Wie öffnet man eine genietete Kette?

Um eine so genietete Kette wieder zu öffnen, legt man einfach die Kette an den Kettennieter. Ähnlich wie beim Schließen bzw. Spreizen presst man mit dem Nietstift des Kettennieters gegen den Kettenbolzen, sodass er aus der anderen Seite hinausgeschoben wird. Dies tut man solange, bis sich die Kette öffnen lässt. Sollte man die Kette später wiederverwenden wollen, kann man diesen hinausgepressten Stift wiederverwenden, um die Kette wieder zu schließen!

Kettenschlösser verschiedener Hersteller

Connex Kettenschlösser

Der Kettenhersteller Connex hat eine starke Online-Präsenz mit Online-Shop und PDF-Anleitungen für ihre neueren Kettenschloss-Designs. Die Montage und Demontage des Connex Link Kettenschlosses wird ohne Werkzeug bewältigt. Den Connex Link gibt es momentan in vier verschiedenen Größen: für 8-fach, 9-fach, 10-fach und 11-fach Ketten. Und das in zwei verschiedenen Farben: Silber oder Gold.

Die Montage und Demontage des Connex Snap On Kettenschlosses wird ohne Werkzeug bewältigt. Der Connex Snap On eignet sich nur für 7-fach Ketten. Es gibt ihn in Stahl, Nickel und mit Anti-Rost-Beschichtung, welche vor allem der Seeluft standhalten soll.

Die Montage des Connex Federverschlusses funktioniert ohne Werkzeug. Für die Demontage benötigt man eventuell noch einen Schraubenzieher, um den Verschlussbolzen hinauszuschieben. Kompatibel zu 1-fach-System wie Singlespeed und Nabenschaltungsketten.

KMC Kettenschlösser

Bei den KMC-Kettenschlössern hat man eine riesengroße Auswahl - je nach Fahrradtyp, Größe und Extras wie Farbe und Reusable / Non-Reusable. Dabei geht es darum, ob man das Kettenschloss bloß als Einweg-Kettenschloss verwenden möchte oder ob man es eventuell nach der Demontage wiederverwenden möchte. Es kann jedoch schwierig sein, den gewünschten KMC-Kettenverschluss online zu finden - im Zweifelsfall raten wir dazu, den örtlichen Fahrradfachhandel zu kontaktieren.

Der KMC Missing Link ist wohl der beliebteste und universellste Kettenverschluss, den KMC anbietet. Dieses Kettenschloss gibt es in nahezu allen erdenklichen Größen und Ausführungen - egal ob Mountainbike oder Stadtrad, ob 1-fach oder 11-fach-Kette. Der Missing Link unterscheidet sich in Reusable und Non-Reusable - also wiederverwendbar und einweg. Die Montage und Demontage ist bei diesen beiden Variationen unterschiedlich! Der Reusable Missing Link lässt sich ohne Werkzeug verbauen. Der Non-Reusable Missing Link benötigt zusätzlich eine spezielle Zange. Den Missing Link gibt es in silber, schwarz und gold.

Der KMC Snap On ist wesentlich weniger verbreitet als der Missing Link. Den KMC Snap On gibt es nämlich nur für 1-fach-Systeme, also Nabenschaltungen oder Singlespeeds/Fixies. Zu unterscheiden sind die Snap On-Kettenschlösser jedoch in solche für schmale und solche für breite Nabenschaltungen. Die schmalen Snap On-Kettenschlösser haben eine Bolzenlänge von 7,3mm, die breiten eine Bolzenlänge von 8,6mm. Die Montage und Demontage erfolgt ohne Werkzeug.

Der KMC Spring Clip - auch als KMC Uni-Connector und KMC Inox SC bekannt - ist eine weitere Besonderheit. Dieses Kettenschloss von KMC eignet sich nur für 1-fach-Systeme und hat eine Bolzenlänge von 10,4mm - hier geht es also um eine besonders breite Kette, wie man sie manchmal bei BMX, Fixies oder Bahnrädern vorfindet. Für die Montage benötigt man eine übliche Flachzange.

Shimano Kettenschlösser

Shimano-Ketten schließt man klassischerweise mit dem Kettennietstift. Doch neuerdings hat nun auch Shimano ein eigenes Kettenschloss auf den Markt gebracht: den Shimano Quick-Link. Diesen gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: den SM-CN900 für 11-fach Ketten und den SM-UG51 für 6-fach, 7-fach und 8-fach Ketten. Die Montage des Quick Links ist nicht viel schwieriger als bei anderen Kettenverschlüssen. Man benötigt kein Werkzeug.

SRAM Kettenschlösser

Der SRAM PowerLock ist das Kettenschloss-Design von SRAM. Er ist dem SRAM PowerLink im Aussehen sehr ähnlich. Den SRAM PowerLock gibt es für 10-fach, 11-fach und 12-fach Ketten. Die Montage erfolgt ohne Werkzeug. Für die Demontage jedoch benötigt man eine spezielle Kettenschloss-Zange. Der PowerLock ist nämlich nicht dazu gedacht, wieder verwendet zu werden.

Der SRAM PowerLink sieht dem PowerLock eigentlich nahezu identisch aus. Doch der PowerLink lässt sich erheblich leichter öffnen als der PowerLock und während der PowerLock für 10-fach, 11-fach und 12-fach Ketten ist, sind die PowerLink-Kettenschlösser für 6-fach, 7-fach, 8-fach und 9-fach Ketten. Der PowerLink ist wiederverwendbar.

Rennradketten-Verschleißtest

Ein offen liegendes Getriebe mit zwölf Ritzeln, wie es heute am Rennrad üblich ist, ist eigentlich verrückt. Aber es funktioniert! Sogar ziemlich gut. Jedenfalls mit exakt arbeitender elektronischer Schaltung und penibel ausgerichtetem Schaltauge. Wie lange das Getriebe problemlos arbeitet, hängt vor allem an der Kette, deren Pflege und Schmierung. Denn Rennradketten verschleißen unweigerlich - und dann nehmen auch die teuren Kettenblätter und Ritzel Schaden.

Kleine Ritzel sind für Verschleiß gefährdeter als große, denn die wenigen Zähne sind öfter dran, wenn die Rennradkette über sie hinwegschnurrt. Außerdem spielt für die Abnutzung eine Rolle, wie groß das vordere Kettenblatt ist. Je kleiner, umso ­größer sind die Kettenkräfte, desto mehr Verschleiß ist zu erwarten. Wer verschleißarm schalten will, sollte immer auf Gänge achten, bei denen möglichst viele Zähne eingreifen.

Rennradketten: Gut geschmiert

Die Verschleißmechanik des Kettengetriebes findet vor allem im Inneren des Kettengelenkes statt. Die Innenlaschen der Rennradkette bewegen sich relativ zu den Kettenbolzen bei jedem Ein- und Ausschwenken aus den Zahnrädern. Die Antriebskraft wird dabei über eine winzige, linienförmige Kontaktfläche übertragen. Der Bolzen widersteht diesen Kräften nur, wenn er extrem hart ist und gut geschmiert wird. Mit speziellen Härteverfahren versuchen die Hersteller dies zu erreichen. Bricht die gehärtete Randschicht ein, ist dem weiteren Verschleiß des Bolzens Tür und Tor geöffnet. Denn die Bolzen sind im Inneren weniger hart.

Die Kette ändert aufgrund des Bolzenabriebs dann ihre sogenannte Teilung. Aus dem gleichmäßigen Bolzenabstand wird ein Lang-kurz-lang, das die Kette an den Zahnflanken hochrutschen lässt und Material abträgt. Kette und Ritzel passen sich einander an - was längere Zeit gut gehen kann, aber die Betriebssicherheit mindert. Eine neue Rennradkette ist auf stark eingelaufenen Ritzeln aber nicht mehr fahrbar, sie springt beim Antritt über die Zahnspitzen. Deshalb sollte man den Kettenverschleiß im Auge behalten und rechtzeitig wechseln, bevor die Zahnräder leiden.

Hart, Härter, Kettenbolzen

Die Rennradketten wurden mit einer Maschine getestet. Hohe Kettenkraft, Sand und vorsätzlich unzureichende Schmierung mit einfachem Motoröl belasten die Ketten extrem. So lässt sich der Verschleiß im Zeitraffer begutachten. Im echten Rennradleben können die besten Ketten bei optimaler Pflege 10000 Kilometer und mehr erreichen. Auf dem Prüfstand wurden die Ketten 36 Stunden laufen gelassen. Eine Zwischenmessung nach 20 Stunden zeigte, wie sich der Verschleiß anbahnt. Das Ergebnis ist eindeutig: Unter den großen drei Herstellern baut Shimano die haltbarsten Ketten. Dura-Ace und Ultegra zeigten im Testzeitraum nur minimale Ansätze von Verschleiß. Die Bolzen sind demnach extrem verschleißfest. Die günstigere 105er-Kette zeigte etwas mehr Abrieb, war aber nach dem Test auch nicht verschlissen. Campagnolos Ketten lagen auf vergleichbarem Niveau. SRAM zeigte den stärksten Verschleiß.

Shimanos Ultegra verursachte nach der Kalkulation die niedrigsten Kilometerkosten, was den Antrieb betrifft. Schlechte Pflege oder zu später Kettentausch können die Kosten allerdings vervielfachen. Schwächere Ketten und sehr teure Kassetten treiben bei SRAM die erwarteten Betriebskosten.

Ergebnisse im Detail

Die Ergebnisse des Rennradketten-Verschleißtests im Detail:

  • Campagnolo Chorus: Sehr gute Schalteigenschaften, die Haltbarkeit ist ebenfalls gut und identisch zur Super Record. Einzig durch den Verzicht auf die Hohlbolzen ist sie etwas schwerer. Ein Kettenschloss wäre ein Gewinn.
  • Campagnolo Super Record: Hohle Bolzen schinden Gewicht gegenüber der Chorus. Die Haltbarkeit ist gut, erreicht aber nicht ganz das Niveau von Shimano. Das Handling leidet unter dem Verschluss per Nietstift und erfordert Spezial-Werkzeug.
  • Shimano 105: Äußerlich kaum von der Ultegra zu unterscheiden, auch ausdauernd, aber messbar weniger haltbar als die teurere Schwester. Das Schaltverhalten ist identisch zu den teureren Ketten. Kettenschloss ist nur einmal verwendbar.
  • Shimano Ultegra: Das Arbeitstier besticht durch exzellente Ausdauer. Chromierte Innenlaschen und extraharte Bolzen machen die Kette standfest. Durch Einmal-Kettenschloss gut im Handling.
  • Shimano Dura-Ace: Das Top-Modell paart exzellente Ausdauer mit Leichtbau. Der Unterschied zur Ultegra sind die hohlen Bolzen, die die Kette leichter machen.
  • SRAM Rival: Enttäuschende Haltbarkeit. Äußerlich gleicht die Kette der Force, läuft aber deutlich schneller ein. Die Schalteigenschaften sind sehr gut. Durch den größeren Rollendurchmesser nicht kompatibel mit Shimano.
  • SRAM Force: Die Kette bricht mehrfach an den Innenlaschen - ungewöhnlich, da die Lasten im Versuch weit unter der Reißkraft liegen. Der Verschleiß auf halber Strecke ist identisch zur Red, besser als bei der Rival, aber unter den Erwartungen. Das Kettenschloss ist gut, aber nur einmal verwendbar.
  • SRAM Red: Das Spitzenmodell bleibt im Verschleiß hinter den Erwartungen und erreicht nicht das Niveau der besten MTB-Ketten von SRAM. Die Hohlbolzen mindern das Gewicht gegenüber der Force um 10 Gramm. Sehr gute Schalt­eigenschaften. Gutes Kettenschloss für einmalige Nutzung.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0