Die Antriebskette ist eine der gängigsten Arten der Kraftübertragung zwischen Motor und Hinterrad. Der Kettentrieb ist gegenüber den Alternativen Kardan und Zahnriemen nicht nur günstiger in der Herstellung, die Kette bietet auch nach wie vor den besten Wirkungsgrad.
Normierung und Kompatibilität
DID Motorradketten und Ketten anderer Hersteller, Ritzel und Kettenräder sind einheitlich genormt und damit untereinander passgenau. Diese Normierung (Teilung) ermöglicht eine reibungslose Passform, unabhängig vom Hersteller wie beispielsweise AFAM, JT Sprockets, ESJOT, PBR, Maxum, Renthal, Supersprox, Sunstar und andere, sowie letztendlich OEM Parts (Originalteile). Die Typ-Bezeichnungen (Teilung ) beginnen mit den niedrigen Kettentyp-Zahlen für ein hubraumschwaches Motorrad und steigen danach bis zu den leistungsstarken Motorrädern auf.
Damit ist gewährleistet, dass z.B. eine DID Motorradkette mit der Teilung 520 auf ein Ritzel oder Kettenrad mit der Teilung 520, egal ob der Hersteller z.B. AFAM, JT Sprockets, ESJOT, PBR, Maxum, Renthal, Supersprox oder Sunstar heißt, exakt passt. Die Werbeaussage, dass Komponenten eines Herstellers besser zueinander passen, ist eher eine strategische Werbemaßnahme.
Kettentypen und Zugfestigkeit
Eine Übersicht der Motorradketten-Hersteller zeigt gleiche Kettentypen mit verschiedenen Zugfestigkeiten und damit theoretisch zu erwartenden Laufleistungen je nach Einsatzzweck und Qualität der Antriebsketten. Wirft man einen Blick auf die Motorradketten-Herstellerliste, dann sieht man, dass gleiche Kettentypen untereinander mit unterschiedlichen Zugfestigkeiten gemäß ihres Einsatzzweckes und der damit zu erwartenden Laufleistungen angeboten werden. Daran bemisst sich in der Regel auch der Anschaffungspreis der angebotenen DID- Antriebsketten. Verantwortlich dafür zeichnen sich Materialbeschaffenheit und die Höhe und Stärke der Innen- und Außen-Laschen.
Kettenlänge und -maße
Kettenlängen werden in Rollen angegeben. "118" auf der Verkaufsverpackung bedeuten 118 Rollen in geschlossener oder offener Form. Manchmal werden im Sprachgebrauch Kettenrollen mit Kettengliedern (innere Komponente mit jeweils 2 Rollen, siehe Skizze unten) verwechselt. Eine Motorradkette besteht in ihrem inneren Teil aus einem Kettenglied mit jeweils immer 2 Rollen.
Die Kettenlängen werden aber grundsätzlich immer in Kettenrollen angeboten und verkauft. Historisch bedingt werden Maße häufig noch in englischem Zoll angegeben, wie beispielsweise 5/8 x ¼ = 520. Aus historischen Gründen werden die Maße häufig noch in englischem Zoll angeben, beispielsweise 5/8 x ¼ = 520. Die Ketten - Teilung P beschreibt den Abstand von Bolzenmitte zu Bolzenmitte, die Kettenbreite b1 hingegen gibt die Breite der Rolle an.
Die Teilung P beschreibt den Abstand von Bolzenmitte zu Bolzenmitte, während die Breite b1 die Rolle definiert. Auf Grund ihrer Größenmaße erhalten die jeweiligen DID-Motorradketten die entsprechende Kurzbezeichnung, z.B. 520, siehe Tabelle. Basierend auf ihren Maßen erhalten die DID-Motorradketten spezifische Kurzbezeichnungen wie 520, wie in der Tabelle ersichtlich.
Ritzel: Das treibende Element
Ritzel ist die Bezeichnung für das kleinere und in der Regel treibende Zahnrad einer Zahnradpaarung. Das Kettenritzel besteht aus hochwertig verarbeiteten Stahl und weist neben der präzisen Verarbeitung eine lange Lebensdauer auf. Firmen wie Esjot, JT, Sunstar, Supersprox und Afam fertigen diese Ritzel an.
Diese Marken sind Erstausrüster bei vielen Motorradmarken. Mittlerweile unterscheiden sich bei den hier aufgezählten Firmen die Ritzel in puncto Qualität nur unwesentlich voneinander. Bei den Ritzel selbst gibt es eine breite Vielfalt. Neben den normalen Stahlritzel gibt es SuperSport-Ritzel, welche mit Erleichterungsbohrungen versehen sind und einen Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichen Vollstahl-Ritzeln bieten.
Weiterhin gibt es speziell für den Crossbereich entwickelte Schlammnutritzel. Daneben gibt es die sogenannten Silentritzel. Das sind Vollstahl-Ritzel, die zusätzlich mit einer beidseitigen Gummierung versehen sind. Ein bis zu 10dB geringerer Lärmpegel wird erreicht durch das seitliche Aufbringen von vulkanisiertem Gummi auf dem CNC-gefrästen Stahlritzel. Das aufgebrachte Gummi verringert die Reibung zwischen Kette und Ritzel und verlängert damit die Lebensdauer des Antriebs.
Das Silentritzel ist qualitativ sehr hochwertig verarbeitet und weist neben der präzisen Verarbeitung eine lange Lebensdauer auf. Viele Erstausrüster verwenden bereits gummierte Ritzel. Wir haben die Ritzel in vielen Kettensätzen integriert. Jeder Motor benötigt ein spezielles Ritzel. Einige Ritzel können gleichzeitig bei mehreren Motoren verwendet werden.
Kettenrad: Das abtreibende Element
Kettenrad ist die Bezeichnung für das größere und in der Regel abtreibende Zahnrad einer Zahnradpaarung. Firmen wie Esjot, JT, Sunstar, Supersprox und Afam fertigen diese Kettenräder an. Wie bei den Ritzeln gibt es bei den Kettenräder ebenfalls eine große Gestaltungsvielfalt.
Stahlkettenräder
Das Kettenrad besteht aus hochwertig verarbeitetem Stahl (C49 / C45) und weist neben der präzisen Verarbeitung an CNC eine lange Lebensdauer auf. Supersprox hat ein Racing Steel Kettenrad im Sortiment für beste Performence im Rennsport. Die erste Schicht besteht aus Silber-Nickel, die einen starken Rostschutz gewährleistet. Die zweite schwarze Schicht beinhalte kleinste Partikel, die die Microporen in der Oberfläche schließen. Dadurch hat Rost keine Möglichkeit anzugreifen, was wichtig gegen einen frühzeitigen Kettenverschleiß ist.
Aluminiumkettenräder
Ein Aluminiumkettenrad ist sehr leicht und daher hervorragend für den Rennsport geeignet. Zudem ist Aluminium eine kaltausgehärtete Legierung, die nicht (wie z.B. Stahl) nachträglich gehärtet werden muss. Ein Stahlkettenrad wird nach dem CNC-fräsen nachgehärtet, um die Lebensdauer noch weiter zu erhöhen. Dabei können aber leider kleinste Verformungen im Material entstehen, so dass ein Aluminiumkettenrad in jedem Fall im Detail präziser als ein Stahlkettenrad ist.
Weiterhin sehen Aluminiumkettenräder optisch besser aus und haben wegen des Siliziumanteils den Vorteil einer leichten Eigenschmierung. Ein Stahlkettenrad dagegen ist wegen des hohen Materialpreises bei Aluminium preisgünstiger und wegen der Materialeigenschaften belastbarer und langlebiger als ein Aluminiumkettenrad. Weiterhin gibt es speziell für den Crossbereich entwickelte Aluminiumkettenräder mit selbstreinigenden Schlammnuten. Alle Kettenräder aus Aluminium können gegen einen Aufpreis in Höhe von 25 Euro farblich eloxiert werden.
Stealth-Kettenräder
Stealth-Kettenräder sind die hochwertigsten und technisch fortschrittlichsten Kettenräder der Welt. Duraluminium wird überwiegend in der Luftfahrt verwendet und hat gegenüber reinem Aluminium eine geringfügig größere Dichte. Die Zugfestigkeit beträgt etwa dem 11-fachen von reinem Aluminium.
Umgesetzt worden ist demnach ein geringeres Gewicht und höhere Beständigkeit. Eloxal ist (ELektrolytische OXydation von Aluminium). Es wird in einem elektrochemischen Vorgang die Oberfläche des Aluminiumwerkstücks in eine Oxidschicht umgewandelt. Nach Erfahrungen halten die Stealth-Kettenräder ungefähr dreimal länger als reine Aluminium Kettenräder und sind 50% leichter als Stahl-Kettenräder.
Bestens für Straße und Offroad geeignet. Für viele Modelle gibt es diverse Farben zur Auswahl. Supersprox erweitert das Sortiment ständig. Eine große Auswahl an Stealthkettensätzen gibt es unter folgendem link bei Kettenmax. Gerade für die robusten und schweren Stahlkettenräder für Ducati bietet Supersprox mit dem Stealthkettenrad eine super-Alternative. Mit bis zu 30% Gewichtseinsparung, ist das Kettenrad deutlich leichter als das Original.
Die Motorradkette im Detail
Eine Kette ist eine Aneinandereihung von beweglichen, ineinandergefügten oder mit Gelenken verbundenen Gliedern, die häufig aus Metallen wie etwa Stahl hergestellt wird. Motorradketten dienen zur Kraftübertragung, haben gelenkig verbundene Kettenglieder die auf ein gezahntes Kettenrad passen, und sind in einer Dimension flexibel, d. h. nur in einer Ebene beweglich.
Die Rollenkette hat in der Technik die größte Bedeutung und Verbreitung erlangt, insbesondere in Form der Motorradkette, aber auch in anderen Kettengetrieben. Die inneren Laschen sitzen auf einer Buchse, die sich auf einem Bolzen befindet. Zwischen den inneren Laschen befindet sich eine Rolle auf der Hülse. Diese bewirkt eine Verringerung von Antriebskräften und Verschleiß. Wegen der hohen Belastung kommt dort oft eine Ausführung mit doppelten Gliedern zum Einsatz, die von zwei Zahnkränzen angetrieben wird.
Eine Besonderheit bei Motorradketten ist die Sicherstellung der Schmierung durch Gummiringe oder Lamellen. Diese Ketten werden als O-Ring- bzw.
Kettenteilung und Wechsel
Jedes Motorrad fährt seine individuelle Teilung. Wichtig ist bei Kettenkitwechseln, dass die neuen Teile alle die gleiche Teilung haben, im Normalfall die Teilung mit der der erste Original-Kettensatz ausgeliefert wurde. In vielen Fällen ist jedoch ein Teilungswechsel zweckmäßig. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Ritzel, Kettenrad und Kette die selbe Teilung aufweisen.
Bei diversen Maschinen ist es problemlos möglich die Kettenteilung zu wechseln. Je nach Fahranspruch und Motivation bietet sich ein Wechsel auf eine kleinere Teilung an. Kleinere Teilungen haben meist einen entscheidenen Gewichtsvorteil. Am Beispiel einer Yamaha YZF-R1 1000 RN22 (Bj.09-14) sei dies kurz angeführt. Üblicherweise wird bei dieser Maschine die Teilung 530 gefahren. Nun besteht die Möglichkeit entscheidene Gewichtsvorteile mit Teilungsänderung auf 520 zu bewirken. Hier kann die extrem sportliche Variante mit ERV3-Kette für die Rennstrecke oder die ZVM-X Kette für Rennstrecke und Straße verwendet werden.
Worauf achte ich bei der Wahl der Kette?
Ein weites Feld. Grundsätzlich sollte man seine eigenen Bedürfnisse als Fahrer selber einschätzen.Offroadfahrer werde sicherlich leichtläufige Rollenketten den Ring-Ketten vorziehen. Für große Straßenmaschinen ab 750 ccm kann man ohne Weiteres auf die besseren Premiumketten setzen. Die Gewichtseinsparung auf der Rennstrecke durch Hochleistungsrennketten wie ERV-3 ist enorm.
Wenn es auf Gewichtseinsparung ankommt, ist das die erste Wahl im Kettensatz neben Alurädern und Supersportritzeln. Da es keinen Qualitätsunterschied aktuell gibt zwischen den Premiumketten (ZVM-X) der Teilung 525 und 530, macht es in der Praxis eigentlich keinen Sinn mehr die Teilung 530 zu fahren. Bei der Standardkette (VX) sieht das schon wieder ganz anders aus).
Für ganz besondere Kunden, bieten wir die Restbestände der Enuma ZZZ Kette an. Auch zum Vorteilspreis in individuellen Kettensätzen nach Wunschkombination. Diese Kette ist unvergleichbar. Die Zugfestigkeit und Laufleistung gegenüber heute hergestellten Ketten ist nicht vergleichbar. Warum Enuma nur noch das Nachfolgemodell ZVX-3 herstellt, wissen wir nicht.
Bei O-Ring und X-Ring-Ketten ist das Schmierintervall verlängert, es ist jedoch bei der Reinigung darauf zu achten dass verträgliche Mittel verwendet werden. Bremsenreiniger und Petroleum können den schnellen Tod einer Kette herbeiführen, da die enthaltenden Additiva die Ringe in den Ketten angreifen und diese kurzfristig zum Auflösen bringen, womit das Fett nicht mehr zurüclgehalten werden kann und damit die Kette an der Stelle steif wird.
Es ist wichtig die Kette von Sand und Partikelresten regelmäßig zu befreien, da ansonsten die Laufleistung stark vermindert wird. Es gibt diverse Anbieter von Schmierstoffen und Reinigungsmitteln. Wir bieten bei Kettenmax im shop eine Auswahl in unserem shop an. Wir empfehlen für alle DID Ketten die Kombi von DID chainlube als Schmierstoff und DID chaincleaner als Reiniger.
Herausragend ist das HKS Extreme czech Hochleistungs-Kettenschmiere. Wer das Maximum an perfekter Pflege rausholen möchte, ist mit den Systemen von Scottoiler oder den Produkten von CLS am besten bedient. Scottoiler und CLS sind die Markführer für automatische Kettenöler-Schmiersysteme, die die Kette kontinuierlich während der Fahrt schmieren.
Alternativ zur Nass-Schmierung kann es für gewisse Fahrer von Vorteil sein auf Trockenschmierung umzusteigen.
Wartung und Pflege
Wäre da nicht der große Nachteil: Der Kettenantrieb ist relativ pflege- und wartungsintensiv. Die regelmäßige Schmierung ist dabei an erster Stelle zu nennen. Dies gilt auch für die heute fast ausschließlich verwendeten Dichtringketten, die eine Fettfüllung zur inneren Schmierung dauerhaft bunkern. Für die äußere Schmierung ist weiterhin der Mensch zuständig.
Der Verschleiß äußert sich zunächst in einer überproportionalen Längung der Kette. Ungepflegte Ketten müssen entsprechend häufig nachjustiert werden. Mit zunehmendem Spiel im Antriebsstrang verschlechtern sich die Fahreigenschaften drastisch. Lästige Lastwechselreaktionen und Kettenschlagen sind die Folge.
Anhaftende Staub- und Schmutzpartikel wirken am Kettentrieb wie Schmirgelpapier. Für die Reinigung der Kette bietet der Markt vielfältige Mittel und Systeme. Die komfortabelste Lösung ist der Ketten-Max. Der zweigeteilte Kunststoffkasten (www.kettenmax. com) reinigt die Kette mit zwölf Bürsten von allen Seiten. Die Reinigung mit der guten alten Zahnbürste oder Pinsel ist dagegen deutlich weniger »clean«, funktioniert aber auch.
Als Lösungsmittel sollte aber auf jeden Fall ein spezieller Kettenreiniger verwendet werden, alternativ Diesel, Petroleum oder Kerosin. Benzin und andere Lösungsmittel sind nicht geeignet, da sie die O-Ringe beschädigen. Jede Art Motorradkette benötigt regelmäßige Schmierung.
Für den manuellen Auftrag sollte unbedingt spezielles Kettenfett zum Einsatz kommen. Kettensprays kombinieren Eigenschaften wie Korrosionsschutz und Reibungsreduzierung mit guten Hafteigenschaften. Um die Fettschicht gleichmäßig aufzutragen, wird das Hinterrad während des Sprühvorgangs von Hand gedreht. Zur Entlastung des Hinterrades ist ein Haupt-, oder Montageständer ideal.
Ist beides nicht zur Hand, kann eine zweite Person das Hinterrad auch vorsichtig durch Kippen über den Seitenständer entlasten. Eine optimale Stelle für den Schmiermittelauftrag ist die Innenseite der Kette, am unteren Kettenstrang. Ein Sprühkopf mit Röhrchen und ein Stück Pappe hinter der Kette schützen Schwinge und Reifen vor unerwünschter Verschmutzung.
Generell gilt: besser öfter wenig Schmiermittel als selten und zu dick auftragen. Unter trockenen Bedingungen kann das Schmiermittel-Intervall bis zu tausend Kilometer betragen, nach Fahrten im Nassen sollten die Kettenglieder generell frisch konserviert werden. Mit etwas Erfahrung kann man sich getrost auf die Finger-Prüfmethode verlassen.
Verschleiß und Austausch
Die Kette ist ein Verschleißteil. Abnutzung an Kettenrad, Ritzel, Kettenbolzen sowie eine Längung der Kettenglieder sind auch bei bester Pflege unvermeidbar. Eine falsch justierte Kettenspannung - egal ob zu stramm oder zu locker - führt immer zu erhöhtem Verschleiß und kann sogar gefährlich werden.
Bei großem Spiel im Antriebsstrang kann die Kette vom Kettenrad springen. Zu straff gespannt, drohen Schäden am Getriebeausgangslager. Spiel im Kettentrieb ist nötig, weil die schräg gestellte Schwinge die Distanz zwischen Ritzel und Kettenrad verkürzt. Erst wenn Getriebeausgangswelle, Schwingendrehpunkt und Radachse auf einer Achse liegen, erreicht der Kettentrieb seine maximale Länge.
Zum Justieren wird die Achsmutter gelöst, dann kann das Spiel an der Kettenspannvorrichtung neu eingestellt werden. Weiterhin ist unbedingt darauf zu achten, dass die Radachse nicht schräg in der Schwinge positioniert wird. Je nach Pflegeaufwand, Beanspruchung und Qualität muss der Kettensatz früher oder später erneuert werden.
Grundsätzlich sollten nicht einzelne Komponenten, sondern immer Ritzel, Kettenrad und Kette gemeinsam gewechselt werden. Doch wann ist des soweit? Ein klares Indiz für das Ende einer Kette ist, wenn die Kettenspannvorrichtung am Ende ihres Verstellbereichs angekommen ist. Für Wechselstimmung sorgt auch die sogenannte Sägezahnbildung am Kettenrad.
Wenn’s beim Rückwärtsschieben schon knackt, wird’s allerhöchste Zeit. Eine bewährte Prüfmethode zur Verschleißmessung ist auch der Versuch, die Kette vom Kettenblatt abzuheben. Löst sich diese mehr als drei Millimeter, sind die Kettenglieder ebenfalls deutlich gelängt.
Aber nicht immer zeigt sich der Verschleiß so deutlich. Steht ein Wechsel ins Haus, beginnt die Suche nach geeignetem Ersatz. Bei nahezu allen Anbietern findet sich eine umfangreiche Typenliste, mit der das passende Ketten-Kit schnell gefunden ist.
Mit steigender Motorleistung und Gewicht des Motorrades wachsen die Anforderungen an eine Kette. Entscheidender Faktor für die Qualität einer Kette ist die Höhe der Zugfestigkeit. Diesen Wert sucht man auf den ersten Blick meist vergeblich. Jeder Hersteller wählt unterschiedliche Bezeichnungen, um die Qualität und Ausführung seiner Ketten zu beschreiben.
Zum Glück sind die wichtigsten Dimensionen genormt. In der Regel ist das dreistellige Zahlenkürzel (z.B. 520 oder 630) auf jedem Kettenglied eingeprägt. Dieser Code verrät die wichtigsten Maße wie Kettenteilung (Abstand zwischen den Bolzen) und innere Weite der Kettenglieder. Für die jeweiligen Qualitätsmerkmale, etwa die Güte des Stahls und die Bauart der Dichtringe, beglückt uns jeder Hersteller mit eigenen Ziffern und Zahlenwirrwarr.
Heute verbauen alle Hersteller ausnahmslos abgedichtete Ketten mit Dauerfettfüllung zur inneren Schmierung. Je nach Hersteller finden sich Dichtring-Bauformen mit der Bezeichnung X-, Z-, XW-, RZ- oder Quad-Ring. Gegenüber dem O-Ring bieten diese Typen nicht nur zwei, sondern mehrere Kontaktpunkte zur Abdichtung.
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