Das Laufradfahren ist für Kinder oft der erste Schritt in die Welt des Fahrradfahrens. Es fördert die Balance, Koordination und das Selbstbewusstsein eurer Kleinen. Aber bevor ihr euren kleinen Entdecker auf das Laufrad lasst, gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit das Fahren sicher und spaßig wird.
Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung
1. Das passende Laufrad
Das Wichtigste ist natürlich das Laufrad selbst. Hier ist es entscheidend, dass das Laufrad gut zur Größe und zum Alter eures Kindes passt. Es sollte leicht genug sein, damit euer Kind es ohne Mühe manövrieren kann. Ein hochwertiges Laufrad wie das Vii Ulli Laufrad ist ergonomisch gestaltet und bietet genau die richtige Kombination aus Stabilität und Leichtigkeit.
Wenn es darum geht, das perfekte Laufrad für eure kleinen Abenteurer zu finden, schaut euch das Ulli Laufrad genauer an. Mit seiner stabilen Konstruktion und den kindgerechten Komponenten ist es ideal für Kinder im empfohlenen Alter, um mit dem Laufradfahren zu beginnen.
Kinder sollten von ihrer Größe bzw. ihrer Schrittlänge auf einem Laufrad eigenständig sitzen können und mit beiden Füßen -über die ganze Sohle- sicher am Boden stehen. Auch wenn es Durchschnittswerte zu Alter, Körpergröße und Schrittlänge der Kinder gibt, so variieren doch oft die Proportionen mit langem Oberkörper und kurzen Beinen oder umgekehrt.
Sie entscheidet über den sicheren und komfortablen Sitz Ihres Kindes und zeigt an, ob Ihr Kind sich auch gut abstoßen kann.
Ob man sich für die Materialien Holz (Birken-/Buchensperrholz, z.B. die LikeaBike Laufräder von Kokua), Metall, (z.B. von Puky) oder Kunststoff (GFK-Polyamid bei FirstBike Laufrädern von Coertech) entscheidet, ist eine Frage von Haltbarkeit/Langlebigkeit, dem Gewicht und schließlich vom Geschmack bzw. Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle von uns geführten Laufräder eine so lange Lebensdauer haben, dass sie auch zwei Kindergenerationen überstehen.
Beim Gewicht sind die Unterschiede größer. Während das Puky-Modell LR1 aus Stahl mit knapp 5 kg daherkommmt, wiegt das größenvergleichbare Modell aus Holz von kokua nur gute 3 kg (Spoky). Zweifellos sind leichtere Laufräder für die Kleinen besser zu halten, zu heben und damit auch leichter zu beherrschen.
Angeboten werden Schaum-, Polyurethan (PU) bzw. Vollgummibereifung sowie Luftbereifung. Nicht luftbereifte Modelle federn relativ hart ab und eignen sich eigentlich nur für sehr glatten Untergrund oder die (große) Wohnung. Die mittlerweile sehr viel verbreitetere Luftbereifung federt sehr viel weicher ab, hat mehr Griff und eignet sich daher wesentlich besser für alltägliche Fahrten auf unterschiedlichen Untergründen.
Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Lenkeinschlagsbegrenzung. Die Meinungen über Sinn, Unsinn oder sogar Gefahr einer Lenkeinschlagsbegrenzung gehen weit auseinander.
Beispielsweise hat sich Puky ganz bewußt gegen eine Begrenzung entschieden, da sie der Meinung sind, dass die Verletzungsgefahr durch Fallen auf das Lenkerende geringer ist. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, daß beide Prognosen für die Praxis nicht wirklich relevant sind.
Stürze und leichte Unfälle sind ganz normal und keine der beiden Varianten ist, aus unserer Sicht, eine reale Gefahr für ernsthafte Verletzungen.
Einige Laufräder sind mit Handbremse ausgestattet oder nachrüstbar. In der Regel sind Kleinkinder zwischen 2 und 3 Jahren noch gar nicht in der Lage eine Handbremse zu betätigen. Erst ab einem Alter der Kinder von 3 Jahren kann über die Handbremse als ergänzende Ausstattung nachgedacht werden.
Insbesondere bei häufigen Fahrten auf leicht abschüssigem Gelände und als unmittelbare Vorbereitung auf die Handbremse am Fahrrad, kann die Bremse am Hinterrad(!) des Laufrades ein sinnvoller Zusatz sein.
Entscheiden Sie: Normalerweise sollte Ihr laufradfahrendes Kind nicht im Dunkeln unterwegs sein, auch nicht an dunklen Winternachmittagen und schon gar nicht in einer Umgebung, wo es darauf ankommt gesehen zu werden! Wenn Sie das Laufrad dennoch mit einer (Akku-)Lichtanlage ausstatten möchten, die Sie ggf. häufig instandsetzen müssen, sei Ihnen das unbenommen.
2. Sicherheit geht vor
Sicherheit steht an erster Stelle! Auch wenn das Laufradfahren vergleichsweise sicher ist, ist es wichtig, dass euer Kind gut geschützt ist. Ein gutsitzender Helm ist dabei unerlässlich. Achtet darauf, dass der Helm die richtige Größe hat und sicher verschlossen ist. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, Knie- und Ellbogenschoner zu besorgen, vor allem, wenn euer Kind gerne rasant unterwegs ist.
Auch wenn die Realität leider oftmals anders aussieht - am sichersten ist Ihr Kind mit dem Laufrad unterwegs, wenn es nie ohne Helm fährt. Dieser muss dann aber auch fest am Kopf sitzen und der Kinnriemen muss geschlossen sein.
3. Bequeme Kleidung
Die richtige Kleidung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Euer Kind sollte sich frei bewegen können und nicht durch zu enge oder unbequeme Kleidung eingeschränkt werden. Am besten eignen sich bequeme und wetterfeste Kleidungsstücke. Bei kühlerem Wetter sind Handschuhe und eine Mütze unter dem Helm sinnvoll, um das Kind warmzuhalten.
4. Der ideale Ort zum Üben
Der Ort, an dem euer Kind das Laufradfahren übt, ist ebenso wichtig. Eine ebene, sichere und nicht zu belebte Fläche ist ideal für die ersten Versuche. Beginnt in eurem Garten, auf einem ruhigen Parkplatz oder auf einem wenig frequentierten Gehweg.
Da kleine Kinder Gefahrensituationen kaum überblicken können und nicht schnell genug reagieren, im Fall der Fälle verlieren sie noch oft die Kontrolle über ihr Laufrad. Aus diesem Grund dürfen sie nur fernab der Straße mit ihrem Laufrad fahren. Am besten sind Kinder in geschützten Bereichen mit ihrem Laufrad aufgehoben.
Das kanneine freie Fläche neben dem Spielplatz sein,eine überschaubare Parkanlage,der ebene Waldweg oderein leerer Parkplatz des Supermarktes zum Beispiel am Sonntagnachmittag.
In verkehrsberuhigten Wohngebieten, wie Spielstraßen, dürfen Laufrad Fahrer zwar auch allein, aber nur in Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein. In Begleitung Erwachsener dürfen sie immerhin auf Gehwegen und in Fußgängerzonen mit dem Laufrad fahren.
Wichtig: bleiben Sie immer neben Ihrem Kind und erlauben Sie nicht, dass Ihr Kind schon eine weite Strecke vorausfährt. Außerdem müssen auch die Kleinen Rücksicht auf andere Fußgänger nehmen. Auf der Straße (auch bei einer Überquerung) ist das Fahren mit dem Laufrad tabu! Nehmen Sie dazu das kleine Kinderfahrzeug lieber hoch (es gibt auch praktische Tragegurte) und überqueren Sie mit Ihrem Kind an der Hand die Straße. Trainieren Sie frühzeitig, dass Ihr Kind in der Nähe einer Straße und vor dem Überqueren lieber absteigt.
5. Geduld und Ermutigung
Zu guter Letzt braucht euer Kind - und auch ihr als Eltern - die richtige Einstellung. Geduld und Ermutigung sind der Schlüssel. Lasst euer Kind in seinem eigenen Tempo lernen und gebt ihm die Zeit, die es braucht. Das Wichtigste ist, dass das Laufradfahren Spaß macht und euer Kind sich wohlfühlt.
Gezielte Übungen für den erfolgreichen Start
Wenn ihr eurem Kind das Laufradfahren näherbringen möchtet, sind gezielte Übungen der Schlüssel. In unserem Blogpost "Laufrad fahren lernen: Tipps und Tricks für den erfolgreichen Start" findet ihr wertvolle Anleitungen und Übungen, die das Laufradfahren leichter und sicherer machen.
Diese Übungen helfen eurem Kind, das Gleichgewicht zu halten, Hindernissen geschickt auszuweichen und kontrolliert zu bremsen. Durch das Üben von geraden Linien, das Umfahren von Hütchen oder das sichere Bremsen an einer vorher markierten Stelle gewinnt euer Kind schnell Vertrauen in seine Fähigkeiten.
Hier sind einige wichtige Übungen, die Ihrem Kind helfen können, das Laufradfahren zu meistern:
- Schwung holen und rollen, ohne den Boden zu berühren
- Geradeaus fahren, im Kreis fahren, eine Acht fahren
- Schnelles Bremsen auf Zuruf
- Bremsen und Anhalten an markierten Stellen (z. B. Straßenkreide-Linien)
- Slalom fahren um Hindernisse herum
- Etwas vom Boden aufheben (z. B. Tischtennisbälle oder Wurfringe)
Auch Laufrad Übungen, die auch mit mehreren Kindern gemacht werden können:
- Nebeneinander fahren
- Hintereinanderfahren
- Das vorfahrende Kind macht etwas vor, die anderen machen es nach
Weitere Tipps und Überlegungen
- Frühzeitiger Beginn: Aus unserer Sicht sollten Laufräder den Kindern frühestens mit 18-24 Monaten angeboten werden - bis zu diesem Alter gibt es mit dem Rutscher eine sinnvollere Alternative.
- Spielerisches Erkunden: Viele Kleinkinder, die erstmals mit einem Laufrad in Berührung kommen, beginnen damit, das Laufrad zu schieben. Entsprechend ihrem Sicherheitsbedürfnis und ihrem Ansatz alle neuen Dinge spielerisch zu erkunden, tun Kinder damit aber genau das richtige. Lassen Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht, um sich auf etwas Neues einzulassen!
- Individuelles Tempo: Ob es also ein paar Minuten dauert, bis Ihr Kind den Weg in den Sattel findet, oder ein paar Wochen, ist vollkommen zweitrangig.
- Gleichgewichtssinn: Mit anderen Worten: Die größte Hürde für das "laufradlernende" Kind, ist das Halten des Gleichgewichtes. Es wird die Füße anfangs viel am Boden haben dies verschafft ihm das Gefühl von Sicherheit.
Laufrad fahren im Straßenverkehr - das sollte Ihr Kind vorher können & wissen
Erläutern Sie Ihrem Kind, dass es getrennte Wege für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gibt. Daher geht man auf dem Gehweg auch immer auf der anderen, der sicheren Seite - möglichst weit entfernt vom Bordstein.
Überqueren Sie mit Ihrem Kind gemeinsam die Fahrbahn immer an gesicherten Stellen, also an Ampeln oder Zebrastreifen. Sollte das nicht möglich sein, gehen Sie bestenfalls bis zur nächsten Kreuzung und achten Sie darauf, dass sie gut sichtbar sind. Schauen Sie links, rechts, links, suchen Sie gegebenenfalls Blickkontakt mit Autofahrern, damit diese anhalten und wechseln Sie die Straßenseite mit Ihrem Kind gerade und zügig.
Bei Grün gehen, bei Rot stehen! Das ist ein wichtiger Merksatz für die Kinder. Erläutern Sie Ihrem Kind, warum es auch bei grünem Signal nochmal nach links und rechts schauen sollte.
Das Laufrad als Vorbereitung auf das Fahrradfahren
Ziemlich bald wird sich zeigen, dass dein Kind bereit ist für den nächsten Schritt: ein kleines Fahrrad mit Pedalen. Höchstwahrscheinlich wird es durch das Training mit dem Laufrad keine Stützräder benötigen - es hängt ganz davon ab, wie gut dein Kind das Gleichgewicht halten kann.
Mit dem richtigen Laufrad, der passenden Schutzausrüstung, bequemer Kleidung und einer sicheren Umgebung steht dem Laufrad-Abenteuer eures Kindes nichts mehr im Wege. Das Vii Ulli Laufrad bietet dabei die perfekte Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Laufradfahren. Also, schnappt euch das passende Laufrad und lasst euer Kind die Welt auf zwei Rädern entdecken! Ihr werdet staunen, wie schnell euer kleiner Wirbelwind damit sicher unterwegs ist.
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