Bikepacking ist, so muss man es wohl sagen, was du draus machst. Das gilt zwar wohl für die meisten Unternehmungen, aber jeder versteht unter dem gerade sehr hochfrequent verwendeten Begriff Bikepacking etwas anderes. Die einen sehen sich sofort auf einem 1000 km langen Trip durch Guatemala, andere denken an die kleine Flucht übers Wochenende.
Die drei von uns hier getesteten Zelte haben bestimmt ihre Stärken (und Schwächen) - alle aber passen sie in die meisten gängigen Lenkertaschen. Diese kleinen Zelte für eine Person sind vielleicht nicht die allerleichtesten, aber sie haben Vorteile gegenüber Ultraleichtmaterial wie Biwaksack und Tarp: Robustheit, Autarkie (stehen von sich aus) und ein besserer Schutz gegen die Elemente.
Von Vango aus der Nähe des britischen Glasgow haben wir zwei Vertreter im Test: das F10 Helium UL Air und das Apex Compact 100. Vom italienischen Hersteller Ferrino aus Turin kommt das Piuma 1 Ultralight.
Vango Apex Compact 100 im Praxistest
Das erste Einpersonenzelt in unserem kleinen Test ist das schwerste. Das Vango Apex Compact 100 wiegt mollige 1886 Gramm (selbst gemessen) inklusive aller beigepackter Utensilien wie Stangen, Heringe, Flickzeug und Packsack. Der Fokus liegt hier primär auf dem Umweltaspekt, denn es besteht hauptsächlich aus 70D Protex Eco Gewebe, das aus recycelten PET-Flaschen gewonnen wird.
Der Packsack selbst lässt sich bereits am Lenker montieren, oder man steckt Zelt samt Zubehör mit oder ohne Packsack in die eigene Lenkertasche. Alle Utensilien in einem Packsack (oben), der in die meisten Lenkertaschen passt - oder man schnallt ihn mit den eignen Gurten direkt an den Lenker.
Der Aufbau des Vango Apex Einpersonen-Zelts
Das Vango Apex hat - so aber auch die anderen beiden Zelte hier im Test - eine recht einfache Konstruktion: Sie spannen alle einen zentralen Bogen auf, von dort aus erstreckt sich das Zelt nach hinten und vorne. Der Aufbau ist insofern bei allen fast gleich. Zunächst die Stange durchfädeln, die in kleine mit Gummiband verbundene Sektionen gestückelt ist.
Das ging bei diesem Vertreter leicht und ist durch robuste Laschen klar vorgegeben. Die Enden der Zeltstange werden in einem Gewebeband am Boden des Vango Apex fixiert, so steht der Bogen. Eine kleine Zeltstange stellt hier noch das Fußende auf - sie wird zwischen Zeltbahn und einer Schlaufe fixiert. Danach spannt man das Zelt nach vorne und hinten ab - fertig.
Das Abspannen des Zelts und der gerade Stand des Vango Apex brauchen am Anfang etwas Feinjustage und Gewöhnung, aber grundsätzlich steht es tatsächlich in etwa 5 Minuten, wie der Hersteller selbst auch angibt.
Platz, Raumgefühl & Handling
Der Innenraum des Vango Apex Compact 100 ist mit einer Bodenfläche von 215 x 95 cm und einer maximalen Höhe von 88 cm ausreichend für die meisten Menschen samt eines Hipbags oder kleinen Rucksacks. Vor dem inneren Eingang ist ebenfalls Raum für (wasser- und insektendichtes) Gepäck. Allerdings misst die Apsis an der breitesten Stelle weniger als 50 cm - das meiste wird wohl am Bike bleiben müssen.
Im Zelt liegend ist viel Raum nach oben. Der überwiegende Teil des Innenzelts besteht aus blickdichtem Gewebe, das auch winddicht ist - neben dem großen Eingang des Innenzelts sorgen nur kleine Mückengitter-“Fenster” an der Seite und am Ende für Luftzirkulation. Gut, wenn es kalt ist - schlecht bei 25 Grad und mehr. Die Reißverschlüsse laufen ok.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt am Zelt ist aber: Um aus dem Innenzelt zu kommen, muss man den Reißverschluss von vorne unten bis vorne oben ziehen; ein wirklich langer Weg. Eine 2-Wege-Zipper wäre hier deutlich praktischer!
Daten & Fakten
- Aufbauzeit: ca. 5 Minuten
- Kapazität: Zelt 1 Person
- Gesamtgewicht: 1886 g
- Material: Protex Eco
- Länge: 30 cm
- Breite: 15 cm (Durchmesser)
- Preise: UVP 185 Euro - ab 130 Euro im Handel (Stand: Juli 2024)
Fazit zum Vango Apex Compact 100
Der Preis von mittlerweile etwa 150 Euro für das Vango Apex Compact 100 ist schon attraktiv, Bauart und Verarbeitung lassen kaum Platz für Kritik - ok, der Reißverschluss. Und das Gewicht ist mit knapp 1,9 Kilo recht hoch, wenn man auch Schlafsack und/oder Isomatte dabeihaben möchte. Aber wer einen robusten Unterschlupf und etwas grünes Gewissen dabei haben will, ohne auf die Gramm genau zu schauen, ist mit dem Vango Apex sicher gut versorgt.
Das Vango F10 Helium UL Air im Praxistest
Ebenfalls von der britischen Insel kommt das Vango F10 Helium UL Air. Spannend ist hier, dass es kein Gestänge hat, wie das Apex, sondern stattdessen einen aufblasbaren Bogen - daher der Zusatz Air im Namen. Es gibt aber ein baugleiches F10 Helium UL, das mit einer Aluminium-Stange aufgerichtet wird.
Mit dem Vango F10 Helium UL Air haben wir das Zelt mit dem mittleren von uns ermittelten Gewichts: 1173 Gramm. Kurioserweise liegt die Gewichtsangabe des Herstellers darüber - bei 1200 bzw. 1350 Gramm. Die Aufblas-Wurst (Airbeam nennt es der Hersteller), die dem Vango F10 Helium die Stabilität gibt, ist eine Sache für sich. Einerseits erspart sie das Alu-Gestänge, im Prinzip Platz und Gewicht sowie das Einfädeln.
In der Praxis besteht die “Wurscht” aber eben auch aus dickem Kunststoff. So wiegt die Air-Variante am Ende sogar mehr als das baugleiche Helium mit Gestänge (1010 Gramm laut Herstellerangabe). Und das Aufpumpen kostet auch seine Zeit, vor allem mit dem als Pumpsack fungierenden Packsack.
Der Aufbau des Vango F10 Helium
Und damit sind wir beim Aufbau des Zeltes. Man kann sowohl den Pumpsack, als auch eine Fahrradpumpe an das Ventil der Wurst klemmen, aber die muss schon ordentlich Volumen haben, wenn das schneller von der Hand gehen soll. So bleibt noch die eigene Lunge... Ansonsten steht das kleine Zelt ähnlich schnell wie das Apex - wenn man sich an das Handling mit der luftgefüllten Stabilisation gewöhnt hat.
Auch hier gibt es noch eine etwa 30 Zentimeter lange Alu-Stange für das Fußende, und auch hier geht die Abspannung mittels Leinen einfach vonstatten.
Platz, Raumgefühl & Handling
Im Inneren ist das Vango Helium deutlich weniger groß, als es von außen aussieht, denn das Innenzelt ist recht tief abgehangen. Dafür wirkt es durch den hellen Stoff etwas “luftiger”, auch wenn einem tatsächlich im Liegen fast das Innenzelt auf dem Gesicht liegt - das mag sicher nicht jeder. Die Maße sind entsprechend: 210 x 65 Zentimeter bei einer maximalen Höhe von 85 Zentimetern im Innenzelt.
Aber: Hier gibt es einen 2-Wege-Zipper für den Eingang zum Innenzelt! Das ganze Zelt und auch der Boden sind angenehm weich und rascheln auch bei einer Isomatte nur zurückhaltend. Lufteinlässe vorne und hinten am Innenzelt sorgen auch hier für Ventilation. Die fünf Zentimeter weniger in der Länge und nur 65 statt 95 Zentimeter Breite im Vergleich machen sich bemerkbar. Hier will man nur mit ins Zelt holen, was auch unbedingt sein muss.
Daten & Fakten
- Aufbauzeit: ca. 5 bis 8 Minuten (je nach Aufblasvorgang)
- Kapazität: Zelt für 1 Person
- Gesamtgewicht: 1173 g
- Material: Protex 15
- Länge: 33 cm
- Breite: 14 cm (Durchmesser)
- Preis: UVP 590 Euro >> z. B. bei Doorout reduziert erhältlich
Fazit zum Vango F10 Helium UL Air
Die Idee mit dem Airbeam (Luftwurscht) ist gut - spart aber unterm Strich nichts. Wenn man also auf das Gewicht schaut, ist das leichtere Helium ohne Air die bessere Wahl. Und was passiert bei einem schleichenden Luftverlust? Ein Alu-Gestänge ist auf jeden Fall auch widerstandsfähiger.
Ansonsten ist das Einpersonenzelt wirklich reduziert auf das Nötigste bis zu den Schlaufen für die Heringe aus dünner Reepschnur. Der UVP ist mit fast 600 Euro hoch, aber auch da sind die Händlerpreise schon erträglicher. Das komplette Paket passt auch gut in die Lenkertasche. Bei warmem Wetter schützt es wohl auch gut gegen Kälte, sodass eine Isomatte und lange Bekleidung ausreichen für die Nacht.
Das Ferrino Piuma 1 im Praxistest - TIPP
Das Ferrino Piuma 1 macht seinem Namen alle Ehre: Piuma ist italienisch für Feder. Mit 1016 Gramm ist es das leichteste Zelt von den drei hier gezeigten - auch wenn “0,95 Kg” draufsteht. Das Zelt der Italiener ist sogar mit sehr leichten Heringen ausgestattet, die den Reepschnüren aber fast schon zu wenig Halt bieten, wenn etwa zu starker Wind am Zelt zerrt.
Sei’s drum, alles passt einfach in den Packsack, und der ist auch der kleinste hier. Allerdings gehen geringes Volumen und niedriges Gewicht zu Lasten der Zeltmaße. Dieses Zelt ist nichts für große oder stämmige Menschen, da die Liegefläche an der breitesten Stelle nur 60 Zentimeter misst - hier sind viele Isomatten im Fußbereich deutlich zu breit.
Dafür macht das Ferrino Piuma den luftigsten Eindruck mit der hellgrauen Außenhülle und dem noch helleren Innenzelt.
Der Aufbau des Ferrino Piuma 1
Auch das Ferrino Piuma 1 setzt auf den Stangenbogen als zentrales Element. Dieser besteht aber aus nur 23,5 Zentimeter kurzen Einzelelementen, die alle mit einem Gummiband verbunden und leicht gebogen sind. Das macht das Durchfädeln durch den ja ebenfalls gebogenen Tunnel der Außenhülle sehr einfach.
Noch besser ist dabei, dass man das Gestänge nicht einfangen muss, um es dann am Boden zu fixieren - die gebogene Stange findet den Weg fast allein. Die minimalistischen Heringe mit einem Haken oben halten zwar die dünnen Schnüre gut - in weichem Untergrund (sandig, feucht) neigen sie aber auf Zug durch den Boden zu “schneiden”, weil sie mit drei Millimetern sehr flach sind.
Das Gestänge, die Schlaufen, alles macht einen auf Leichtgewicht und dennoch haltbaren Eindruck. Erwähnt seien hier die farblich passend eloxierten Plättchen, in die das Gestänge gesteckt wird! Italienische Produkte haben eben immer einen eigenen Style. Die Handhabung ist nicht minder formidabel.
Platz, Raumgefühl & Handling
Das Ferrino ist, wie schon beschrieben, das Zelt mit dem geringsten Platzangebot innen. Dafür liegt man darin luftumströmt, fast schon kühl. Das Innenzelt ist hauchdünn und der große Eingang aus Moskitonetz entsprechend durchsichtig bzw. luftdurchlässig. Der Eindruck im Liegen ist dadurch weniger beengt als bei den anderen beiden Zelten.
Auch steigt der Stoff über dem Kopf steil Richtung Decke, so dass man gar nicht damit in Berührung kommt. Der Einstieg ins Innere ist riesig. Was aber am besten gefällt: Auch ihn kann man einrollen und befestigen! So kann man ungestört ein- und ausräumen oder noch mehr Luft hereinlassen. Ein echtes Sommerzelt - aber eben bei Kälte wohl eher weniger angenehm.
Ein kleines Gimmick ist das Reißverschluss-Fensterchen, mit dem man etwa eine Trinkflasche aus dem Bereich zwischen Innen- und Außenzelt hereinholen kann ohne komplett aus dem Zelt aussteigen zu müssen. Fraglich ist dagegen, wozu ein 2-Wege-Reißverschluss am Außenzelt wirklich gut ist?
Daten & Fakten
- Aufbauzeit: ca. 6 Minuten
- Kapazität: Zelt für 1 Person
- Gesamtgewicht: 1016 g
- Material: Nyon Ripstop
- Länge: 29 cm
- Breite: 13 cm (Durchmesser)
- Preis: UVP 280 Euro >> z. B. bei Alltricks reduziert erhältlich
Fazit zum Ferrino Piuma 1
Das Einpersonenzelt Ferrino Piuma 1 hat uns in Sachen Konzept und Gewicht am besten gefallen. Auch mit Blick auf den verhältnismäßig günstigen Preis im Vergleich zu den beiden Zelten von Vango. Zwischen Vango Apex Compact und Ferrino Piuma liegen zwar fast 900 Gramm, aber mit etwas Glück keine 50 Euro. Auf der anderen Seite passt in die italienische Maßware nur, wer kein breites Kreuz oder großen Platzbedarf hat.
Die Qual der Wahl: Welches Bikepacking Zelt ist das Richtige?
Wer sich für Bikepacking, also für Radreisen, interessiert, stellt sich zwangsläufig bald die Frage der Unterkunft. Da Herbergen und Hotels ab vom Schuss und auf Dauer teuer sind, greifen viele zum Bikepacking Zelt.
Welche Bikeacking Zelte sind gut?
Zelte und Zelttypen gibt es wie Sand am Meer. Fahrrad-Reisende müssen vor allem an Gewicht und Packmaß sparen und sich darüber hinaus über die Größe des Zelts Gedanken machen. Von kleinen Ein-Personen-Zelten bis zu großen Zelten, in denen drei oder vier Personen Platz finden, bieten sich viele Modelle zum Bikepacking an.
Die richtige Wahl:
In unserer Empfehung haben wir die sieben besten Zelte aus verschiedenen Kategorien verglichen. Unser Ratgeber gibt hilfreiche Tipps, die beim Kauf eines Bikepacking Zelts beachtet werden sollten. So wirst Du unterwegs auf der Radtour sicher gut schlafen!
Bikepackig Zelte im Test: Diese Merkmale sind wichtig
- Zelttypen: Es wird zwischen verschiedenen Zelttypen unterschieden. Zum Bikepacking eignen sich vor allem Tunnel- und Kuppelzelte. Einige Hersteller bieten auch ultraleichte Geodätzelte an.
- Platz und Komfort: Oft ist ein etwas größeres Zelt komfortabler. Zwei Personen kommen etwa in einem 3-Personen-Zelt bequem mit ihrem Gepäck unter. Wer minimalistisch unterwegs ist, kann sich allerdings an die Herstellerangabe halten.
- Gewicht und Packmaß: Beim Bikepacking gilt: Je leichter und kleiner, desto besser. Allerdings darf Komfort und Beständigkeit nicht vergessen werden.
- Handhabung: Das Zelt muss unterwegs mit wenigen Handgriffen einsatzbereit sein. Das ist vor allem eine Frage der Übung und sollte vor der Reise ausreichend getestet werden.
- Saisonalität: Die Wetterfestigkeit eines Zelts wird oft mit Jahreszeiten angegeben. Beliebt sind 3-Jahreszeiten-Zelte als Allrounder. Wer nur im Winter oder Sommer unterwegs ist, wählt dementsprechend ein Winter- oder Sommerzelt.
- Wetterresistenz: Das Zelt sollte Wind, Regen und Sonne trotzen. Am besten wird dies durch eine optimale Abspannung erreicht. Darüber hinaus ist eine hohe Wassersäule von Vorteil.
Bestseller: Die beliebtesten Bikepacking Zelte
Was wird häufig gekauft? Entdecke nachfolgend die TOP 11 der beliebtesten und am häufigsten gekauften Angebote. Die Auswahl wird regelmäßig aktualisiert.
| Produkt | Preis |
|---|---|
| Forceatt Zelt 2 Personen Camping Zelt | 99,99 EUR |
| Grand Canyon Unisex - Erwachsene Cardova 1 Zelte | 84,95 EUR |
| EXPLORER Namib 1 Personen Zelt kleines Packmaß Ultraleicht | 119,90 EUR |
| Grand Canyon Unisex - Erwachsene Richmond Zelt | 99,95 EUR |
| Underwood Aggregator Tent 1Persone 1 Mann Zelt fürs Wandern | 59,99 EUR |
| EXPLORER Dakota 1-2 Personen Zelt kleines Packmaß Ultraleicht | 69,90 EUR |
| Night Cat Zelt für 1 Person Camping | 64,99 EUR |
| Zelt 2 Personen wasserdicht leicht kleines Packmaß | 22,95 EUR |
| GOALPINE® ESKAPADE II Zelt für 2 große Personen | 234,95 EUR |
| Forceatt Zelt,1/2 Personen Camping Zelt | 55,99 EUR |
| VAUDE Trailfront II | 100,00 EUR |
Bikepacking Zelt kaufen: So treffen Sie die richtige Entscheidung
Es gibt von Grund auf verschiedene Zeltkonstruktionen, die sich für verschiedene Zwecke unterschiedlich gut eignen. Fürs Bikepacking eignen sich vor allem Kuppel- und Tunnelzelte. Aber auch Geodätzelte können zum Einsatz kommen.
- Geodätzelt: Geodätzelte zeichnen sich durch ihre enorme Stabilität aus. Bei extremem Wetter und in den Bergen sind sie deshalb oft die beste Wahl. Meistens geht die Beständigkeit mit einem höheren Gewicht einher, doch es gibt auch ultraleichte Modelle, die sich fürs Bikepacking eignen.
- Kuppelzelt: Kuppelzelte sind wohl die gängigste Zeltart, die die meisten vom Camping kennen. Dabei werden zwei Stangen diagonal aufgespannt. Oft sind diese Zelt freistehend, d.h. dass sie ihre Form auch ohne das Abspannen mit Heringen halten können. Vor allem für Bikepacker und Trekker, die nicht immer eine flache Wiese zum Übernachten vorfinden, kann dies von Vorteil sein.
- Tunnelzelt: Bei Tunnelzelten kommen parallele Zeltstangen zum Einsatz. Dadurch muss das Zelt zwingend mit Heringen abgespannt werden. Für die meiste Stabilität wird es am besten in Windrichtung aufgestellt. Tunnelzelte bieten typischerweise viel Platz im Innenraum, da es im Vergleich zu Kuppelzelten keine “Dachschrägen” gibt.
Zudem kann allgemein zwischen Einwand- und Doppelwandzelten unterschieden werden. Einwandzelte überzeugen durch ihr geringes Gewicht und kleines Packmaß. Mehr Komfort bietet allerdings ein Doppelwandzelt, da dieses isoliert und atmungsaktiv ist. Das Innenzelt bleibt bei dieser Form meist trocken, weil nur das Außenzelt dem Wetter ausgesetzt wird.
Platz und Komfort: Wie groß sollte das Zelt sein?
Wie groß das Zelt sein sollte, kommt auf die Anzahl der Personen beim Bikepacking an. Die Angaben der Hersteller beziehen sich meist auf 60 cm Breite und 180 cm Länge pro Person. Zu beachten ist, dass sich die angegebene Personenanzahl auf Reisende ohne ihr Gepäck bezieht.
Es kann also durchaus komfortabler sein, ein größeres Zelt zu wählen. Zwei Personen können beispielsweise mit ihrer Ausrüstung bequem in einem 3-Personen-Zelt übernachten. Allerdings muss dann etwas mehr Gewicht und Packmaß in Kauf genommen werden. Tipp: Vor der Reise sollte das Zelt am besten unter Realbedingungen, also mit der gesamten Ausrüstung, getestet werden.
Gewicht und Packmaß: Wie groß und schwer ist ein Bikepacking Zelt?
Da Radreisende möglichst wenig Gepäck mit sich herumtragen wollen, ist Gewicht und Packmaß ein wesentliches Entscheidungskriterium.
Allerdings ist auch zu beachten, dass das Zelt Wind und Wetter ausgesetzt ist und deshalb strapazierfähige Materialien gewählt werden sollten. Sehr leichtes und strapazierfähiges Gewebe, wie etwa Nylon oder Carbon, ist jedoch teuer.
Ein Ein-Personen-Zelt zum Bikepacking wiegt ca. 1 kg. Mit zunehmender Größe steigt auch das Gewicht und Packmaß. Allerdings können dann die verschiedenen Teile des Zelts unter den Reisenden aufgeteilt werden.
Gut zu wissen: Bikepacking Zelte können aufgrund ihrer Eigenschaften genauso beim Trekking und Backpacking eingesetzt werden.
Handhabung: Wie ist ein Bikepacking Zelt zu handhaben?
Grundsätzlich sollte ein Zelt schnell und einfach aufbaubar sein. Mit wenigen Handgriffen kann so bei jeder Wetterlage und nach einem langen Tag auf dem Fahrrad ein kleines Zuhause geschaffen werden.
Viele Hersteller bieten ein passendes Tarp als extra Bodenschutz zu ihrem Zelt an. Es kann allerdings auch eine handelsübliche Plane verwendet werden. Obwohl Zeltböden wasserdicht sind, bietet eine zusätzliche Lage mehr Schutz, auch um Löcher zu vermeiden.
Vor dem Kauf muss darüber hinaus auch das Zubehör des Zelts beachtet werden:
- Wie viele Türen gibt es?
- Wie viel Platz ist im Vorraum des Zelts?
- Gibt es “Fenster” zur Belüftung?
- Wo sind Reißverschlüsse positioniert?
- Wie viele Taschen gibt es?
- Gibt es ein Netz oder einen Haken an der Decke?
Gut zu wissen: Der Aufbau eines Zelts ist immer Übungssache. Um frustrierende Situationen unterwegs zu vermeiden, sollte vorher geübt werden.
Saisonalität: Für welche Jahreszeit ist das Zelt geeignet?
Oft geben Hersteller die Beständigkeit ihrer Zelte anhand von Jahreszeiten an. 3-Jahreszeiten-Zelte sind eine beliebte Wahl, da sie Allrounder sind, ohne zu schwer oder zu sperrig zu sein.
4-Jahreszeiten-Zelte sind für extreme Wetter und den Winter konzipiert. Oft werden sie auch “Winterzelte” genannt. Sogenannte Sommerzelte sind das Gegenteil und sind sehr leichtgewichtige und atmungsaktive Zelte.
Wetterresistenz: Was hält das Zelt alles aus?
Allgemein sollte ein Zelt Regen, Sonne und Wind trotzen. Um optimalen Schutz zu gewährleisten, muss es in jedem Fall richtig abgespannt sein, sodass sich keine Schwachstellen auftun. Ein wichtiger Indikator ist die strikte Trennung von Innen- und Außenzelt.
Die Regenfestigkeit wird oft in einer Wassersäule angegeben. Diese sollte mindestens 3000 mm betragen. Je höher die Wassersäule, desto besser. Oft ist der Zeltboden etwas wasserdichter als der Rest des Materials, um das Eindringen von Feuchtigkeit vom Boden zu verhindern.
Empfehlung: Inspizieren Sie vor dem Kauf unbedingt die Reißverschlüsse. Sind diese abgedichtet? Machen sie einen wertigen Eindruck?
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