Wer eine längere Reise mit dem Motorrad unternehmen möchte, ist mit einem Motorradkoffer gut beraten, denn in diesem können sämtliche Gegenstände gelagert werden, welche normalerweise im Rucksack mitgenommen werden müssten. Mit einem Motorradkoffer wird der Rücken also effektiv entlastet und darüber hinaus ist auch deutlich mehr Platz vorhanden.
BMW Motorrad und NAD: Eine langjährige Partnerschaft
BMW Motorrad setzt bei der neuen R 1300 RT und R 1300 RS auf ein Koffersystem ab Werk vom spanischen Hersteller NAD. BMW und NAD arbeiten bereits seit mehr als 25 Jahren zusammen. Das erste gemeinsame Projekt: die Koffer und Sitze für die BMW R 1200 C. Seitdem wurden über eine Million Koffer und Sitze für mehr als 20 verschiedene BMW-Modelle entwickelt - von der GS-Familie bis hin zur K 1600. Diese Erfahrung ist auch die Basis für die neuen Touring-Koffersysteme der R 1300 RT und R 1300 RS.
Für die R 1300 RT entwickelte NAD ein vollständiges Set: zwei erweiterbare Seitenkoffer und ein Topcase, das Platz für zwei Helme bietet. Die Koffer lassen sich per schlüsselloser Technik direkt über das Motorrad öffnen und verriegeln. Für die sportlichere R 1300 RS hat NAD ein kompakteres Koffersystem mit zwei festen Koffern (26 und 29 Liter) entwickelt.
Mit den neuen NAD-Koffern für die R 1300 RT und R 1300 RS unterstreicht BMW seinen Anspruch auf Qualität und Zuverlässigkeit. Dort wird das Know-how aus der Serienentwicklung genutzt (wenn vom Hersteller erlaubt), um diese Entwicklungen mit der eigenen Endverbraucher-Marke "SHAD" für die breite Masse verfügbar zu machen. In diesem Fall heißt das: NAD baut für die neue RS- und RT-Familie von BMW die Original-Koffer ab Werk.
Alternativen zu BMW-Originalkoffern
Es ist durchaus üblich, dass Hersteller für verschiedene Produkte und Baureihen verschiedene Anbieter haben. So kommen beispielsweise in der einen Produktreihe die Sturzbügel oder Koffer von der einen Firma und bei einer anderen Baureihe die Koffer oder die Sitzbank von einem anderen Zulieferer. Damit sichern sich Hersteller auch vor einer zu großen Abhängigkeit von nur einem Zulieferer ab.
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Ein Seitenkoffer am Motorrad sorgt für Stauraum auf der Tour, ersetzt den Rucksack und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. Die Satteltaschen sind meist als Topcase designt und damit ideal zugänglich. Neben dem Motorradkoffer aus Kunststoff oder Leder sind jene aus Aluminium zu empfehlen.
Der Seitenkoffer, das Topcase, der Gepäck-Koffer und weitere Angebote für den Rucksäcke-Ersatz auf dem Motorrad wird meist im Set mit Zubehör für die Montage angeboten. Dabei steht auch meist auf der Amazon-Produktseite, zu welchem Hersteller / Modell der Motorrad-Seitenkoffer passt - BMW, Ducati, GIVI, Yamaha, Honda und so weiter.
Vor- und Nachteile verschiedener Koffersysteme
Die Alukoffer sind bestimmt für Reisen besser, für meine Kurztrips und vor allem für jeden Tag zur Arbeit sind die Varios perfekt. Absolut geniale Idee, je nach Bedarf das Volumen zu verändern. Absolut vollgasfest und wasserdicht. Habe auch kein Bock auf Rohrgedönsel. Befestigung finde ich auch genial und alles mit dem Zündschlüssel zu bedienen.
Ich hatte die Variokoffer an meiner F800er und habe jetzt die Zega Pro Black an der 1200er. Die Ladekapazitaet und im Ende der Ecken mehr Haltbarkeit spricht halt fuer die Alukisten. Fuer die Zegas gibt es einen Sack nuetzliches Zubehoer. Die Variokoffer sind offiziell NICHT Wasserdicht.
7 Koffersysteme für die BMW R 1250 GS im Test
Ob als Tisch, Stuhl, Trittleiter oder Montageständer - bei einem richtigen Abenteuer dürfen sich Motorrad-Koffersysteme für nichts zu schade sein. Wir haben sieben Koffersets aus Alu und Kunststoff getestet.
Druck ist das Stichwort, damit müssen Alu- wie Kunststoff-Lösungen umgehen können. Überdruck, Unterdruck, Winddruck, Wasserdruck oder schlichtweg mechanische Krafteinwirkung. Doch neben dem Schutz vor Wind, Staub, Nässe und Umfallern müssen diese Koffer noch weitere Tugenden aufweisen, über die wir bisher noch gar nicht geredet haben: Viel Stauraum bieten, wäre eine davon. Zugleich aber nicht unnötig breit zu bauen eine weitere. Zudem sollte der Schwerpunkt mit maximal beladenen Seitenkoffern und Topcase nicht zu hoch liegen.
Und weil wir damit bereits beim Thema Stauraum und Beladungsmaximum sind: Was nützt es, wenn das gesamte Gepäck in die Koffer passt, diese aber nur mit fünf Kilogramm beladen werden dürfen? Oder auch andersrum: Wenn der Hersteller zwar 15 Kilo erlaubt, ein zu geringes Volumen diesen aber entgegensteht?
Erlaubte Geschwindigkeit mit beladenen Koffern
Und noch eine weitere Herstellerangabe ist für Hobby-Abenteurer nicht ganz unwichtig: die mit montiertem Gepäck erlaubte Reisegeschwindigkeit. BMW traut sich hier am meisten, lässt den Abenteuer-Reisenden mit bis zu 180 km/h von der Leine. Andere sind da restriktiver, beschränken die Höchstgeschwindigkeit auf 130 oder gar 120 km/h. Im besten Fall geschieht dies aus reiner Vorsicht, im schlimmsten Fall wird es jenseits dieser Tempi aber gefährlich. In der Regel zeigt sich die große GS dankenswerterweise recht unbeeindruckt vom Beladungszustand. Störendes Pendeln oder sonstige Einschränkungen der Fahreigenschaften sind ihr weitgehend fremd. Dennoch sollten im vollbeladenen Zustand einige Tipps beherzigt werden (siehe unten).
Hier eine Übersicht der getesteten Koffersysteme:
1. SW-Motech Trax ADV-Seitenkoffer und Trax ADV-Topcase
Riesiger Stauraum; Anbringen und Abnehmen aller Koffer sehr einfach möglich; einhändige Bedienung; Seitenkoffer nach vorn klapp- sowie komplett abnehmbar; Koffer lassen sich gut stapeln; sehr stabil und robust; Koffer und Topcase lassen sich gut tragen; Adventure-Helm passt in Topcase; Testgepäck lässt sich locker verstauen; Kofferträger lassen sich dank Quicklock-System einfach abnehmen
Kein mitgeliefertes Gepäcknetz; etwas hoher Schwerpunkt; alle drei Koffer minimal undicht
Fazit: Am Dichtungsgummi sollte SW-Motech nachbessern. Ansonsten zeigt das Trax ADV-Koffersystem aber keine Schwächen, glänzt mit Volumen, Bedienung und Robustheit. Und wird verdienter Testsieger.
2. BMW Variokoffer und Vario-Topcase
Trägersystem sehr unauffällig am Fahrzeug platziert; Koffer sehr stabil; sehr geringe Fahrzeugbreite mit Koffern dank schmaler und symmetrischer Bauform; Volumen von Koffern und Topcase durch simples Umlegen eines Hebels jeweils um etwa neun Liter erweiterbar; Tragegriffe; farbliche Codierung der Bedienelemente; tiefer Schwerpunkt am Motorrad; Adventure-Helm passt in Topcase
Testgepäck reizt vorhandenes Volumen bereits stark aus; hohes Gewicht; rechter Koffer kippt am Boden um; Beladen etwas umständlich
Fazit: Wer keine Lust am Schrauben hat, ein sauberes Heck liebt oder schlicht der weiß-blauen Marke am ganzen Motorrad treu bleiben will, findet in den Variokoffern eine sehr gute und durchdachte Lösung.
3. Hepco & Becker Xceed-Seitenkoffer und Xceed-Topcase
Gepäcknetze in allen Kofferdeckeln; Deckel nach vorn und hinten klappbar sowie komplett abnehmbar; Adventure-Helm passt in Topcase; Testgepäck lässt sich locker verstauen; Koffer sind relativ leicht; sehr feste Verbindungen zwischen Koffern und Kofferträgern; praktische Griffe an allen Koffern; Kofferträger mit Schnellverschluss-System
Motorradheck auf der rechten Seite breiter; Seitenwände und Deckel der Koffer könnten stabiler sein; Koffer nur mittelmäßig stapelbar; Form der Koffer raubt etwas Stauraum
Fazit: Ein sehr guter dritter Platz, aber punktemäßig ganz knapp am Urteil "sehr gut" vorbei. Die Xceed-Koffer schauen toll aus, für den ganz harten Abenteuer-Einsatz sind sie aber nicht gemacht.
4. Touratech Zega Evo-Seitenkoffer und Zega Pro-Topcase
Sehr leichtes Trägersystem; extrem stabile Koffer aus 1,5 mm dickem Aluminiumblech; sehr wertige Verarbeitung; angenehme Tragegriffe an den Seitenkoffern; Einhandbedienung zum Abnehmen; Seitenkoffer beidseitig verwendbar; Adventure-Helm passt in Topcase; Testgepäck lässt sich gut verstauen; eloxierte Oberflächen; wasserdicht
Konstruktionsbedingt brach ein Plastikteil am Verschluss während unseres Härtetests; Topcase steht etwas wackelig; kein Gepäcknetz im Deckel mitgeliefert
Fazit: Voll fernreisetauglich präsentieren sich die Zega-Boxen von Touratech. Leider brach ein Plastikteil beim simplen Einklemm-Test (Pappkarton zwischen Box und Deckel). Die Reparatur wäre möglich.
5. Wunderlich Extreme-Koffersatz und Extreme-Topcase
Gepäcknetze in allen Kofferdeckeln; Deckel an Seitenkoffern nach vorn und hinten klappbar sowie komplett abnehmbar; stabiles Drahtseil hält Deckel gekippt; Adventure-Helm passt in Topcase; Testgepäck lässt sich gut verstauen; Verzurrösen; extrem widerstandsfähig
Koffer über Rändelrad befestigt; Topcase steht wegen Befestigungsmechanismus uneben auf dem Boden; Verschluss am Topcase fluchtet nicht richtig; schlecht tragbar, da keine Griffe; relativ schwer; (De-)Montage des Topcases kraftaufwendig; Topcase-Halter scharfkantig
Fazit: Der Name "Extreme" passt gut zu den Koffern von Wunderlich: Sie können jede Menge einstecken. Komfortabel sind sie zwar nicht, für den ganz harten Einsatz aber trotzdem eine gute Wahl.
6. Givi Trekker 33-Seitenkoffer und TRK52N-Topcase
Stabile Kunststoffkonstruktion; Seitenkoffer komplett oder nur im oberen Drittel zu öffnen; integrierte Spanngummis; Topcase fasst zwei Helme; praktischer Griff; Topcase lässt sich unkompliziert abnehmen
Blinker müssen zur Montage des Trägersystems versetzt werden; Dichtungsgummi in Seitenkoffern rutscht aus Halterung, Koffer dadurch leicht undicht; überstehende Griffe erschweren das Anbringen von zusätzlichem Gepäck; mangelnde Widerstandsfähigkeit; Dellen in den Aluminiumblenden; asymmetrisches Heck; Koffer dreifach verriegelt
Fazit: Ironischerweise zeigt sich die Aluminiumblende anfälliger als der robuste Kunststoff, aus dem die Koffer gefertigt sind. Die Seitenkoffer bieten wenig Stauraum, dafür bietet das Topcase viel Volumen.
7. Shad SH36-Seitenkoffer und SH58X-Topcase
Dreistufige Volumenverstellung im Topcase (46, 52, 58 Liter); in der mittleren Stellung passt ein Adventure-Helm, in der größten Volumenerweiterung passen zwei Helme in das Topcase; trotz Kunststoffkonstruktion sehr stabil; Topcase sehr einfach zu (de-)montieren; Koffer halten sehr stabil an Kofferträgern; Integralhelm passt in Seitenkoffer
Seitenkoffer minimal undicht; Koffer lassen sich mit Handschuhen nur schwer öffnen; das Volumen in den Seitenkoffern reicht nicht für das Testgepäck; Beladen der Seitenkoffer umständlich durch unebene Seiten; Seitenkoffermontage kraftaufwendig; asymmetrisches Heck
Fazit: Der Einsatzzweck der Shad-Koffer ist nicht die Abenteuerreise, sondern die klassische Tour. Es bietet sehr viel Stauraum und Komfort, ist trotz Kunststoffkonstruktion robust und vor allem sehr günstig.
Breite der Koffersets
Mit 95 Zentimetern die breiteste Stelle an de R 1250 GS ist aber der Lenker. Eben diese 95 Zentimeter fordert denn auch der von BMW angebotene Koffersatz in Sachen Baubreite - zumindest, wenn man das komplette Volumen der Vario-Koffer nutzen möchte. Per Handgriff im Inneren verstellbar, lassen sich diese nämlich um etwa neun Liter und fünf Zentimeter verkleinern. Dann schrumpft die Breite am BMW-Heck auf überschaubare 84 Zentimeter. Mit 114 Zentimetern Spannweite halten sich die Koffer von Shad am wenigsten zurück. Dafür bieten sie mit 138 Litern aber auch das größte Stauvolumen im Test und sind mit nur knapp über 900 Euro für das komplette Set auch noch am günstigsten.
Folgende Tabelle zeigt die Breite und das Volumen der getesteten Koffersets:
| Koffersystem | Breite (cm) | Volumen (Liter) |
|---|---|---|
| SW-Motech Trax ADV | 103 | 120 |
| BMW Variokoffer | 84-95 | 75-93 |
| Hepco & Becker Xceed | 102 | 121 |
| Touratech Zega Evo | 98 | 107 |
| Wunderlich Extreme | 101 | 125 |
| Givi Trekker | 92 | 118 |
| Shad SH36 | 114 | 138 |
Alukoffer oder Kunststoffkoffer?
Alukoffer besitzen ein verwegenes Image, doch Kunststoffkoffer, bieten oftmals mehr Komfort - zu einem deutlich günstigeren Preis.
Motorrad-Abenteurer, die in entlegenen Gegenden stürzen könnten, sind mit Alukoffern besser bedient. Kunststoffkoffer gelten eher als bieder und weniger solide. Bei Stürzen auf Stein oder Asphalt ist Kunststoff allerdings bruchgefährdet und lässt sich schwierig reparieren. Alu verbiegt zunächst nur, reißt aber bei zu hoher Krafteinwirkung. Käufer achten also am besten nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf Komfort und Preis/Leistung.
Tipps für das Fahren mit Gepäck
Auch wenn ihr das nicht ausreizen und euch an die vom Hersteller vorgegebenen Beladungsgrenzen haltet, kommt schnell einiges an Mehrgewicht zusammen. Dieses wirkt vor allem auf das Hinterrad und hat Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Das müsst ihr beim Fahren berücksichtigen. Am besten ergreift ihr aber vorher schon Gegenmaßnahmen.
Empfohlene Maßnahmen:
- Die Federvorspannung erhöhen (Heck wird dadurch angehoben) und - falls es das Federbein erlaubt - auch Druck- und Zugstufe straffer einstellen.
- Außerdem möglichst den Reifendruck anpassen (Werte sollten im Fahrerhandbuch des jeweiligen Motorrades aufgeführt sein). Vorne reichen meist plus 0,2 bis 0,3 bar aus, hinten sind rund 3 bar angemessen.
- Danach Durchhang der Antriebskette prüfen und gegebenenfalls justieren. Eine zu straffe Kette stresst den Getriebeausgang.
BMW R 1300 GS - 15 Gepäcksysteme im Überblick:
Die BMW R 1300 GS hat Probleme mit den originalen Koffern. MOTORRAD hilft: 15 Hersteller bieten eine bunte Palette an Gepäcklösungen, von Alukoffern bis Softtaschen. Ob für den Offroad-Einsatz oder die gemütliche Landstraße, hier findet jeder das passende Gepäckstück. Und das alles in verschiedenen Größen und Preisklassen.
Über die Probleme mit den Originalkoffern der BMW R 1300 GS haben wir in MOTORRAD bereits ausführlich berichtet. Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen von zahlreichen Zubehörherstellern. Auf diesen vier Seiten stellen wir das breite Spektrum an Alukoffern, Kunststoffboxen und Seitentaschen von 15 Herstellern vor, alles passend für die neue GS - und alphabetisch gelistet. Spoiler: Es sind sogar Sets dabei, die an die originalen BMW-Vario-Halterungen passen.
- Koffer von Apduro für die R 1300 GS
- Koffer von Bikes Peak/EMD für die R 1300 GS
- Koffer von Givi für die R 1300 GS
- Koffer von Hepco & Becker für die R 1300 GS
- Koffer von Kappa für die R 1300 GS
- Koffer von Kriega für die R 1300 GS
- Koffer von Lone Rider für die R 1300 GS
- Koffer von MyTech für die R 1300 GS
- Koffer von Mosko Moto für die R 1300 GS
- Koffer von Outback Motortek für die R 1300 GS
- Koffer von Shad für die R 1300 GS
- Koffer von SW-Motech für die R 1300 GS
- Koffer von Touratech für die R 1300 GS
- Koffer von Wunderlich für die R 1300 GS
Vario Koffer und Vario Topcase der BMW R 1300 GS
Das Design der Vario Koffer und des Vario Topcase zeigt sich komplett überarbeitet. Vario Koffer und Vario Topcase mit integrierter Lademöglichkeit und Beleuchtung sowie Einbindung in die Funk-Zentralverriegelung für maximalen Komfort.
Ein weiteres Highlight ist die Elektrifizierung. Von nun an können elektronische Geräte wie beispielsweise Smartphone, Tablet oder Laptop im Gepäckinnenraum des linken Vario Koffers geladen werden. Dort befindet sich ein USB-A-Ladeanschluss, der das Laden über das Bordnetz mit einer Ladeleistung von bis zu 15 W (5 V / 3 A) ermöglicht. Ein weiterer USB-A-Anschluss befindet sich im Topcase.
Ein weiteres Novum stellt die Integration der Vario Koffer sowie des Topcase in die serienmäßige Funk-Zentralverriegelung der neuen BMW R 1300 GS dar. Zusätzlich sind im Vario Gepäcksystem aber auch mechanische Schlüssel enthalten, die das manuelle Öffnen beziehungsweise Schließen ermöglichen.
Insgesamt bietet das neue Vario Gepäcksystem bis zu 97 l Fassungsvermögen. Durch die Erweiterung der Vario Koffer wächst das Gepäckraumvolumen von circa 49 l um jeweils maximal circa 5,5 l.
Zusätzliche Möglichkeit der Gepäckaufnahme auf Koffern und Topcase mittels praktischer Verzurrösen.
In das Vario Gepäcksystem passen beispielsweise der BMW Helm 7 (Vario Koffer links und Vario Topcase) sowie in das Vario Topcase zum Beispiel auch der BMW Helm GS.
Die maximale Zuladung je Vario Koffer beträgt 10 kg je Seite, die maximale Zuladung des Vario Topcase ist auf 6 kg festgelegt.
Zusätzlich gestattet es das neue Vario Gepäcksystem, auch noch Gepäck außen an den Vario Koffern und am Vario Topcase zu verstauen. Bis zu 1 kg können jeweils seitlich an den Vario Koffern befestigt werden sowie weitere 2 kg auf dem Vario Topcase. Für die Befestigung von weiterem Gepäck sind Spanngurte empfohlen. Dazu sind auf dem Deckel des Vario Topcase Verzurrösen angebracht.
Praktische Vario Innentaschen für Vario Koffer und Vario Topcase als Original BMW Motorrad Zubehör.
Im Rahmen des Original BMW Motorrad Zubehörs sind für das Vario Gepäcksystem der neuen BMW R 1300 GS zusätzliche Vario Innentaschen sowohl für die Vario Koffer, als auch für das Vario Topcase erhältlich.
Für jeden Vario Koffer gibt es jeweils eine große Haupttasche und eine kleinere Zusatztasche, die lose oben auf der Haupttasche im Koffer untergebracht werden kann. Die Zusatztasche kann auch als kleine Handtasche, etwa für den Gang ins Café, genutzt werden. Die Haupttasche für den linken Vario Koffer verfügt über ein gepolstertes Ablagefach für elektronische Geräte mit Kabelausgang zum USB-Ladeanschluss.
Die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit für Fahrten mit dem Vario Gepäcksystem beträgt 180 km/h.
Motorradkoffer Test: SW-Motech Trax Ion Aluminium
Bei dem SW-Motech Trax Ion System handelt es sich um eines der beliebtesten Motorradkoffer auf dem Markt, sodass dieses in den letzten Jahren häufig den Motorradkoffer Testsieger darstellte. Bei dem Koffer handelt es sich um ein hochwertiges Seitenkoffersystem aus Aluminium, sodass hier auch von einem Aluminiumkoffer gesprochen werden kann. Die Wandstärke der Koffer weist hier 1,5 mm auf, sodass diese besonders robust sind und auch stärkeren Belastungen problemlos standhalten. Da die Koffer eine abgeschrägte Seitenkante aufweisen, ist außerdem eine maximale Bodenfreiheit in Kurvenfahrten gegeben. Die Ecken der Koffer werden hier aber dennoch durch Kunststoff zusätzlich geschützt. Spanngurtösen auf den Koffern sind ebenfalls vorhanden und sorgen für weitere Verwendungszwecke. Das Koffersystem von SW-Motech weist grundsätzlich ein Volumen von maximal 45 Litern auf. Das Gewicht beträgt dabei gerade einmal 4,7 kg. Auch praktisch ist hier das Ihr die Koffer beim Motorradtausch behalten könnt und nur einen neuen Träger benötigt, da die Kompatibilität von SW-Motech extrem hoch ist.
Weitere Koffer-Optionen
- Bagtecs Namib: Seitenkoffer-Set aus Aluminium mit Drybags
- Hepco & Becker Cutout Xplorer Set: Aluminiumkoffer-Set für höchste Ansprüche
- Givi Trekker 36 Dolomiti: Robuste und langlebige Aluminiumkoffer
- Givi Trekker: Universell einsetzbare Motorradkoffer aus ABS
Arten von Motorradkoffern
- Aluminiumkoffer: Besonders robust und belastbar
- Hartschalenkoffer: Ähnlich robust wie Aluminiumkoffer
- Ledertaschen: Geeignet für klassische Motorräder oder Cafe Racer
- Stofftaschen: Flexibel und leicht an jedem Motorrad anzubringen
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Volumen: Je nach Bedarf unterschiedlich
- Kompatibilität: Passend zum Motorradmodell
- Optik: Passend zum Stil des Motorrads
- Abschließbarkeit: Wichtig für den Schutz vor Diebstahl
- Robustheit/Langlebigkeit: Hochwertige Materialien für lange Lebensdauer
- Preis: Im Verhältnis zur Leistung
Wunderlich EXTREME slimline Koffer
Wunderlichs kompakte „EXTREME slimline Koffersets“ in Alu pur oder in Schwarz sind um insgesamt 80 mm (40 mm pro Seite) schmaler und bieten dennoch 77 Liter Stauvolumen. Sie sind gemacht für die BMW R 1250 GS, R 1200 GS LC und F 750/850 GS, sowie für die Adventure Versionen. Ebenfalls erhältlich sind sie für die Harley-Davidson Pan America 1250 und die Special.
Die Ausführung in unbehandeltem Aluminium soll Puristen ansprechen, die Material und Anmutung des unbehandelten Werkstoffs schätzen. In der schwarz pulverbeschichteten Ausführung wirkt der Koffer dagegen etwas unauffälliger.
Kofferdeckel sind innen mit Gepäcknetz ausgestattet. Dank zusätzlicher Verzurrösen auf dem Deckel können weitere Gepäckstücke, etwa die Wunderlich Rack Pack-Taschen, aufgeschnallt werden. Die Kofferdeckel sind innen serienmäßig mit Gepäcknetzen ausgestattet, für alles, was unterwegs unmittelbar griffbereit sein soll: Regenzeug, Werkzeug oder die Verbandstasche.
Nach dem Öffnen beider jeweils vorne und hinten angebrachten Scharnierschlösser kann der Deckel komplett entfernt und die Koffer können bequem von oben beladen werden. Wird nur eines der beiden Schlösser geöffnet, dient der zweite Verschluss als Scharnier. So lässt sich der Deckel wahlweise nach vorne oder hinten aufstellen und wird dabei durch ein Fangseil gehalten.
Das Anbringen am Träger erfolgt mittels eines Schnellverschlusssystems. Sie sind durch ein Dichtsystem absolut staub- und wasserdicht, verspricht Wunderlich. Durch die Verwendung ausschließlich hochwertiger Werkstoffe sei die Langlebigkeit des Gepäcksystems gewährleistet. Wunderlich gewährt eine Garantie von fünf Jahren.
Fazit
Die Wahl des richtigen Motorradkoffers hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Motorradmodell, dem Einsatzzweck und den persönlichen Vorlieben. Ob Alukoffer, Kunststoffkoffer, Vario-System oder Softgepäck - für jeden Bedarf gibt es die passende Lösung. Achten Sie beim Kauf auf Qualität, Kompatibilität und Funktionalität, um Ihre Motorradreise optimal auszustatten.
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